Mit zwei Punkten aus Berlin im Gepäck tritt die HSG Wetzlar nun zu Hause gegen die HSG Nordhorn an. Nordhorn konnte am vergangenen Wochenende nach einer verschlafenen Halbzeit noch einen Punkt gegen Frisch Auf Göppingen erkämpfen. Für Wetzlar bildet das Spiel gegen die von der Papierform deutlich überlegenen Nordhorner den Auftakt von drei Heimspielen in Serie, aus denen vier Punkte durchaus möglich sind. So reisen mit der TuS N-Lübbecke und der MT Melsungen in den nächsten Wochen zwei Mannschaften nach Wetzlar, die schlagbar sind.
Nachdem die Nordhorner mit zwei Siegen in die Saison gestartet waren, kamen die sonst als so heimstark bekannten Niedersachsen am vergangenen Freitag gegen Frisch Auf! Göppingen über ein Unentschieden nicht hinaus. Der Grund dafür war die verschlafene erste Halbzeit, in der sich das Göppinger Team vorentscheidend absetzen konnte. Erst im zweiten Abschnitt besann sich das Team von Trainer Ola Lindgren wieder auf seine Stärken und kämpfte sich heran. Vor allem Peter Gentzel im Tor zeigte hierbei eine überragende Leistung und bewies wieder einmal, dass er zu den absoluten Topleuten seines Faches gehört. Zusätzlich verfügt die HSG Nordhorn über einen sehr gut besetzten Rückraum, allen voran Weltmeister Holger Glandorf, der momentan mit einer Quote von sechs Toren pro Spiel aufwartet. Außerdem ist Maik Machulla wieder genesen und meldete sich mit fünf Treffern in der stärksten Liga der Welt zurück.
Im Gegensatz zu Nordhorn konnte die HSG Wetzlar einen Erfolg am Wochenende vermelden. Mit zwei Punkten vom ambitionierten Aufsteiger Füchse Berlin reiste die HSG zurück in die Heimat, nachdem man bereits vergangene Woche beim Heimspielauftakt gegen den TBV Lemgo an zwei Punkten schnuppern konnte. In Wetzlar baut man auch gegen die HSG Nordhorn auf eine geschlossene Mannschaftsleistung, wie bereits gegen Berlin, wo auch Michael Allendorf zu gewohnter Stärke zurück fand und gleich sieben Treffer markieren konnte. Generell ist die Flügelzange der Mittelhessen mit Neuzugang Avishay Smoler und Vizejuniorenweltmeister Michael Allendorf nicht zu unterschätzen, erzielten die Beiden beim ersten Saisonsieg doch über die Hälfte der Tore ihres Teams.
Ob die von Wetzlar bisher gezeigte Leistung allerdings reichen wird für eine Überraschung und somit zwei weitere wichtige Punkte im Abstiegskampf, wird sich am Mittwochabend zeigen. Zu gerne würde man in Mittelhessen in Vorlage gehen, um dann mit etwas mehr Ruhe die Partien gegen Nettelstedt und Lübbecke [Melsungen?] angehen zu können. Aber auch Gegner Nordhorn muss erst einmal gegen die vermeintlich kleinen Gegner Punkte sammeln, um den avisierten Platz im internationalen Wettbewerb zu erreichen.