Beiträge von gummiball

    Rheiner, bei dir scheint es mir, dass du wirklich Regelahnung hast und dich gut im Schiri-Wesen auskennst.

    Deswegen verwundert es mich gerade um so mehr, dass dir die Regelauslegung für klare Torgelegenheit bei leerem Tor nicht bewusst ist.

    Soweit mir bekannt, muss es für eine klare Torgelegenheit auch ein Wurf-Versuch vorhanden sein - das ist in der Situation nicht der Fall. Deswegen haben die beiden richtig auf Freiwurf entschieden.

    Die "Gelegenheit" zum Wurf hätte er ohne das Foul doch sicherlich gehabt, oder?

    Rheiner war schneller 😊.

    Aber deswegen sitzen doch die Delegierten am Tisch, um "spielentscheidende Regelverstöße zu vermeiden" ;).

    Sei nicht immer so kleinlich ;).

    Davon habe ich ja auch nichts geschrieben. Mir ging es nur darum, ob es eine solche Statistik gibt. Wenn eine Mannschaft sehr viele Spiele hat, in denen der Gegner (deutlich) mehr Siebenmeter bekommt als man selbst, dann sollte man sich vielleicht in der Abwehrarbeit etwas einfallen lassen.

    Ich habe das eben mal aus den Spielprotokollen auf der HBL-Seite ausgewertet. Die einzige Abweichung, die sein kann ist, wenn ein Spieler, als einzigen Wurf im Spiel, einen Siebenmeter am Tor vorbeigeworfen hat, da das nicht als Parade gewertet wird und nicht als Versuch auftaucht. Aber diese Abweichung sollte verschmerzbar sein ;).

    Zunächst einmal, ganz nüchtern betrachtet, finde ich es vor allem gegenüber Schulze/Tönnies absolut unangebracht, sie in diese Situation zu bringen. Es gibt keinen wirklich erklärbaren Grund, warum man sie zum dritten Mal für diese Paarung ansetzt, denn nun wird das Spiel auf sie reduziert und mit diesem Gefühl fahren sie zur EM. Allerdings war da ja im Vorfeld, denn die Ansetzung kam ja nicht über Nacht, nichts von Kieler Seite zu vernehmen, oder täusche ich mich?! Natürlich kann man hinterher immer besser jammern!!!

    Was hätte Jicha wohl dazu gesagt, wenn die Schiedsrichter diesen falschen Anwurf (übrigens direkt nach der eigenen Auszeit bei 59:33) dem "regelkundigen Bundesligaspieler" Nacinovic weggepfiffen hätten (Ball im gelben Kreis markiert)?

    Weiterhin erinnere mich an die Szenen in der ersten Halbzeit, wo Johansson Gidsel beim TG mit dem Arm einen schönen Schubser gibt; Nacinovic Gidsel einen m.E. Gesichtskontakt gibt, der nicht gepfiffen wurde und dann von Nacinovic der Ball ins leere Tor geworfen wurde; der Kopftreffer bei Milosavljev, bei dem dennoch auf Tor entschieden wurde! In dem Spiel die Schuld bei den Schiedsrichtern zu suchen und dabei die Anmerkung "ich war auch mal Welthandballer", was einzig und allein den Rückschluss auf Gidsel zulässt ist maximal unangebracht. Das ein einzelner Spieler in der Lage ist, auch wenn es eine Überzahl gewesen ist, den kompletten Innenblock der Kieler schwindelig zu spielen, ohne dass hierauf reagiert worden ist, DAS ist der eigentliche Witz an diesem Spiel gewesen!

    In der Crunchtime die Fehlwürfe von Johansson frei vom Kreis und Landin mit einem riesigen Winkel, das hätte man auch mal ansprechen können, aber das wird ja lieber intern besprochen. Die Schiedsrichter haben ja das Monopol, immer extern und zeitnah, thematisiert zu werden <X!

    Hierzu fand ich letztes Wochenende in Nordhessen schon interessant. Beim Regionalligaderby in Gensungen waren am Samstagabend 860 Zuschauer in der Halle, am Sonntag beim Drittligaspiel in Melsungen (also einfach auf der anderen Seite der Autobahn) waren 77 Zuschauer in der Halle. Und das besondere daran, beim vorherigen A-Jugendspiel gegen Stuttgart waren es noch 89 Zuschauer, also sind die Drittligahandballer in Melsungen sogar gegenüber der A-Jugend in der Zuschauergunst untergeordnet, das finde ich wirklich krass und sehr bedauerlich!

    ...Nein, der Ansatz müsste in die Richtung gehen, das Verursachen von Freiwürfen, mindestens während des Zeitspiels, stärker zu bestrafen. Das zwingt die Abwehr dazu, sich regelkonform zu verhalten. .....Ich sehe das unter der Prämisse, dass die Abwehr sich genauso regelkonform zu verhalten hat wie der Angriff.

    Verstehe ich das richtig? Der Angriff ist nicht in der Lage, durch irgendwelche Aktionen, eine ausreichende Torgefahr gegen die vorhandene Abwehr zu erzielen und wird dadurch ins Zeitspiel gezwungen (was ja ein Zeichen für gute Abwehrarbeit ist). Und dafür, dass die Abwehr den Angriff vor nicht lösbare Aufgaben stellt, soll die Abwehr dann im Zeitspiel bestraft werden, wenn sie Freiwürfe erzwingen. Also willst Du erreichen, dass die Abwehr sich, sagen wir mal 30-40 Sekunden, "den Arsch aufreißt", um dann die Angreifer bestenfalls frei werfen zu lassen?

    Was bedeutet denn "sich genauso regelkonform zu verhalten"? Im seltensten Fall ist das Angriffsspiel auf Stoppfouls ausgelegt und das Abwehrspiel nicht auf Schritte, Prellfehler und Stürmerfouls.

    Das ist korrekt ✅, erhöht allerdings auch den Druck, endlich ordentliche Perspektiven anzubieten. Manchmal ist „lernen durch Schmerzen“ (natürlich als Metapher gemeint) effektiver als etwas auszusitzen 😉.

    Ich kann mir gut vorstellen, dass das ein Schritt in die richtige Richtung sein wird.

    Mutig.

    Warum?

    Jetzt müssen die Schiedsrichter halt das, was sie untereinander absprechen und dem Delegierten mitteilen, dem Rest der Halle auch verkünden. Es sollte doch aus Sicht der Schiedsrichter die richtige Entscheidung sein und dem Ruf nach "Transparenz und Nachvollziehbarkeit" nachkommen. Ob alle anderen (Spieler, Trainer und Zuschauer) das dann akzeptieren und wie darauf reagiert wird wenn es Blödsinn ist, darauf darf man allerdings gespannt sein.

    Sicherlich, Rosengarten hätte Einspruch einlegen können. Aber was wäre die Folge daraus gewesen?? Vielleicht Spielwiederholung?? Und das für eine Szene wo nichts passiert ist. Keine Tore oder Verletzungen, nur eine Regelwidrigkeit die höchstens 2 Minuten zur Folge gehabt hätte. Es stand zu diesen Zeitpunkt 29:24 für Waiblingen. Außerdem liegt Waiblingen nicht gerade um die Ecke, es sind über 1200 km für Hin-und Rückreise. Da ist Rosengarten schon froh wenn man diese Marathonstrecke nicht noch einmal machen muss,...wegen einen Pups.

    Interessante Wahrnehmung für einen Sportverein der in einer 2. Liga antritt. Der "Pups" ist faktisch ein Regelverstoß, und da das Spiel mit einem Tor Unterschied ausgegangen ist, ist eine 2-minütige Überzahlsituation, kurz vor Schluss, durchaus ein spielentscheidender Umstand.

    Aber, und da ging ja die Frage hin, anscheinend spielt man in der Liga mit um dabei zu sein und nicht, um nicht abzusteigen, denn um die Fahrtwege weiß ja jeder bei Antritt in dieser Liga.

    Macht es dann doch aber für die Zukunft einfach. Bei Fahrtwegen über einer bestimmten Kilometeranzahl braucht man sich über mögliche Regelverstöße keine Gedanken zu machen, da den Mannschaften der Aufwand für ein Wiederholungsspiel zu groß ist.

    Aber, und da bin ich in vielen Dingen bei den Ausführungen von Rheiner, obwohl inzwischen eine hauptamtliche Stelle für das Schiedsrichterwesen beim DHB geschaffen wurde, macht doch vieles den Anschein, als sei es eine "große Spielwiese" und man ist von wirklicher Professionalität weit weg.

    Unsere Schiedsrichter sind doch international so hoch angesehen, weil sie, und das ist einfach logisch, jede Woche in der eigenen Liga Spiele auf hohem Niveau pfeifen und somit ein entsprechendes eigenes Grundniveau entwickeln, sowie ein großes Eigenengagement leisten. Aber das Ganze administrative drumherum mit Videobeweis, öffentliche Klarstellungen usw., was aus dem Stab kommen sollte, ist, und das sehe ich wirklich als das Hauptproblem an, seit Jahren "einigermaßen ausbaufähig"!

    Das dumme daran ist, und das sieht man jetzt gerade an der Diskussion bzgl. dem Videobeweis, es erfolgt, in der öffentlichen Wahrnehmung, zu Lasten der handelnden Schiedsrichter, da sie "zu blöd sind eine richtige Entscheidung zu treffen. Wenn mir als "Arbeitgeber" meine "Arbeitnehmer" wirklich wichtig sind, dann sorge ich für ein Arbeitsumfeld, in welchem sich meine Mitarbeiter (für die ich im positiven wie im negativen Verantwortung trage) sicher bewegen können, aber das scheint vermutlich eine untergeordnete Rolle zu spielen.

    gummiball

    Ich gebe dir grundsätzlich Recht mit der Simulation.

    Aber das setzt schon voraus, dass die Bilder klar zeigen, dass da nichts war.

    Und die Bilder gestern z.B. waren wieder unterirdisch (weil da, wo Kameras hätten helfen können, einfach keine waren).

    Es gäbe schon Lösungen. Aber die Grundvorraussetzung ist, dass man endlich auf jede Seite Kameras stellt.

    Auch das sehe ich nicht als Problem der Schiedsrichter an. Sie können nur mit dem arbeiten, was ihnen zur Verfügung steht. Aktuell sind „die Schmerzen“ der Vereine und des Schiedsrichterausschusses noch nicht groß genug, deshalb wird da nichts geändert. Und, es ist ja einfach, alle Schuld immer den Schiedsrichtern zu geben, die (oftmals aus eigenem Unvermögen verschuldet) sich ja auf keiner Plattform dazu äußern können. Und wenn man intern was bemängelt, dann stehen die „Ausweichspiele“ in der HBF oder HBL2 an 🤷‍♂️!

    Genau, die Spieler haben nichts zu verlieren, wenn sie schauspielern. Sie können nur gewinnen.

    Nicht so ganz, und da bin ich bei Deinen „Eiern“! Wenn der Spieler anzeigt, dass er einen Gesichts-/Hals- oder Unterleibsschlag abbekommen hat und somit den Videobeweis bemüht, dann sollte es genau zwei Optionen geben:

    1. „Ja, Du hast vollkommen recht und Dein Gegenspieler bekommt die progressive Strafe“

    2. „Die Bilder geben „das“ oder „die Intensität“ in keiner Einstellung her, also gehst Du jetzt bitte zwei Minuten wegen Simulation (Punkt 7 in den DfB für den Videobeweis)!“

    Am Ende sind doch aktuell immer die Schiedsrichter schuld, weil die Spieler den derzeit gegebenen Rahmen für sich dehnen und ausnutzen! Fair Play gilt für alle am Spiel Beteiligten und wenn die Spieler und insbesondere die Trainer das merken, dann hört das ganz schnell wieder auf!

    Und ja, natürlich kommt dann der Aufschrei, dass das international nicht so gehandhabt wird und dadurch die Spieler komplett verunsichert werden, nicht mehr wissen was sie machen können usw. usw.! Dieses Geschwätz konnte ich noch nie leiden, denn die Spieler und Trainer testen die Schiedsrichter in jedem Spiel auf‘s neue aus und wissen was sie machen und lassen sollten!!!

    Entweder wollen wir sauberen Sport, dann aber bitte alle und nicht nur das „Versagen“ bei den Schiedsrichtern suchen. Aber leider bekommen die Schiedsrichter ganz selten Zuspruch, wenn sie mal was unpopuläres entscheiden, da die Zuschauer das „Live und in Farbe“ ja immer richtig beurteilen und dementsprechend die Meinung unmittelbar kundtun!

    …Das wäre durch den Feldschiedsrichter sogar abweichend noch zu ändern.

    Das ist nicht ganz korrekt, denn der Feldschiedsrichter kann den Torschiedsrichter nicht nachträglich überstimmen. Und in dieser Situation wird sich der Feldschiedsrichter zu 100% raushalten, denn diese Spielsituation liegt vollständig im Aufgabengebiet des Torschiedsrichters.

    Dass ein Gespann der Entscheidung des Feldschiedsrichters folgt, geht nur, wenn sie in dem gleichen Augenblick eine gegensätzliche Entscheidung treffen und sich dann zusammen auf eine Entscheidung zur Spielfortsetzung einigen! Das wird in dieser Situation aber (in der Bundesliga) niemals vorkommen, da der Feldschiedsrichter, gemäß der Aufgabenverteilung, nicht auf 7m entscheidet.