Beiträge von gummiball

    Was macht der Hinweis auf "Regel 15:5 -> ein Anwurf muss angepfiffen werden", in diesem Zusammenhang? Um den Anpfiff geht es nicht.

    Hier geht es um Spielverzögerungen durch den TW vor dem Anpfiff. Und ob mit oder ohne Handzeichen, hier hätten die Schiris auf eine Spielverzögerung erkennen können.

    Deine Qualifizierung, meine Ansicht sei "vollkommen falsch" ist schon etwas überheblich.

    Naja, Du argumentierst doch, dass Sie wegen der Spielverzögerung direkt dagegen pfeifen können. Da ein Anwurf aber angepfiffen werden muss und der Passus auf den Du Dich beziehst mit "Anzeigen des Vorwarnzeichens" überschrieben ist, dachte ich, das wäre verständlich. Tut mir leid, wenn ich da zuviel erwartet habe, werde es zukünftig versuchen einfacher zu halten.

    Und wenn die Ansicht halt falsch ist, dann ist sie falsch. Wenn Du das überheblich findest, kann ich das nicht ändern, denn sie bleibt einfach falsch und wäre ein Regelverstoß!

    Das trifft es vielleicht ganz gut

    Tu ich. Wenn er vollkommen falsch ist, dann klär mich bitte auf, warum.

    Ich finde in Erläuterungen zur Spielverzögerungen: "Ein Spieler verzögert die Ausführung eines ... Anwurfs (Torwart gibt den Ball langsam heraus, es wird ein bewusst schlechter Pass zur Mitte gespielt oder es wird langsam mit dem Ball zur Mitte gegangen)"

    Damit ist das Merkmal der Verzögerung auch ohne Anpfiff gegeben. Ob dann noch ein Handzeichen gegeben werden muss weiß ich nicht.

    Regel 15:5 -> ein Anwurf muss angepfiffen werden

    Der Passus, auf den Du Dich in den Erläuterungen beziehst, hat in der Überschrift stehen:

    Schön, wie du den Teil weglässt, in dem F. Costa mittig im Anwurfbereich steht und diesen dann in Richtung Fischer verlässt. Das ist klar als "rote Zone" definiert, in der keine Behinderung erlaubt ist. Und die ist allein schon durch das Rumfuchteln mit den Armen gegeben.

    Zu deiner Bemerkung zum nicht erkennbaren Zusammenhang zwischen Zeitstrafe für den Gegner und Auswirkung auf der Ergebnis: siehe meinen vorigen Post und gern auch einschlägige Urteile der Sportgerichte zum Thema "spielentscheidend".

    Das hier?

    Das siehst Du als Behinderung des Anwurfes an? In Bild 2 von oben ist doch klar ersichtlich, dass Costa aus dem Kreis rausgeht und er Fischer nullkommanull beeinträchtigt. Und nochmal, einen Wurf kann man erst verhindern, wenn die Voraussetzungen für eine korrekte Ausführung gegeben sind. In diesem Fall ist Fischer ca. 4m vom Kreis weg, also die Grundvoraussetzung gar nicht gegeben!

    Stifler'sMom sorry, hast Recht, aber es war nicht klar, dass es so kompliziert ist 😲.

    Du unterschlägst bei allen deinen Einlassungen zu diesem letzten Anwurf die Tatsache, dass es eine Aktion in den letzten 30 Sekunden war. Und da gibt es Strafen für die Behinderung/Störung einer Wurfausführung. Die Positionierung der weiteren deutschen Spieler ist in dieser Szene erst einmal von untergeordneter Bedeutung. Den wirklich relevanten Verstoß begehen die Spieler, die aktiv den Anwurfkreis blockieren. Der Spieler, der mit ausgebreiteten Armen mittig im Anwurfkreis steht, geht dann sogar noch direkt auf den Ball tragenden Fischer zu. Der befindet sich tief in der roten Zone, in der er bis zum erfolgten Anwurf nichts verloren hat. Fischer hätte ihn umrennen müssen, um zur Mitte zu kommen. Wo sich die anderen deutschen Spieler zu dem Zeitpunkt befinden, ist irrelevant. Sie hätten jede Möglichkeit gehabt, ihre Position noch zu korrigieren, bis der Schiedsrichter anpfeift.
    Die Anwurfausführung wurde durch die Portugiesen aktiv gestört, indem der Anwurfkreis und die direkten Laufwege der Deutschen blockiert wurden. Das ist zu bewerten, nichts anderes. Die einzig regelkonforme Folge wäre Rot (+Blau = Spielsperre) für mindestens einen Portugiesen gewesen, dazu zwingend 7-Meter für Deutschland. Da es sich bei dem Spieler um F. Costa gehandelt hätte, glaube ich nicht, dass Portugal diesen Spielausgang bevorzugt hätte.

    Du argumentierst ja auch damit, dass jedes Tor relevant sein kann. Dann sollten wir fairerweise auch die Aktion gegen Mertens kurz vorher neu bewerten. Griff von hinten an den Wurfarm, während er sich in der Luft befindet und zum Wurf ansetzt, die 2-Minutenstrafe bleibt aber aus? Dazu fordert F. Costa deutlich den Videobeweis. Auch das hätte als unsportliches Verhalten progressiv bestraft werden müssen. Die Schiedsrichter haben hier zum Vorteil Portugals beide Augen zugedrückt. Eigentlich hätte Portugal ab diesem Zeitpunkt in Unterzahl weiterspielen müssen. Da nach dem Tor der Deutschen nur noch 30 Sekunden Restspielzeit übrig waren, muss man das als spielentscheidende Fehler der Schiedsrichter werten.

    Zu Absatz 1: Jetzt wird es wild, denn kein Spieler der Portugiesen stellt sich aktiv in den Weg zum Anwurfkreis. Wolf spielt bei 2:08:38 (Dyn) einen freien Ball zu Fischer , beim Umschnitt bei 2:08:41 ist er noch ca. 1m vor dem Anwurfkreis schlendert ganz gemütlich dahin und niemand stört ihn dabei, in den Kreis zu gehen!

    Zu diesem Zeitpunkt ist Schluroff schon 2-3m über der Mittellinie und das ist das einzig relevante in dieser Situation, siehe Stellungnahme EHF. Da wird nur von den deutschen Spielern gesprochen, die bereits über der Mittellinie gewesen sind und nicht von einer Behinderung bei der Ausführung. Egal was Du jetzt noch konstruierst, wenn die Aufstellung nicht korrekt ist, kann der Wurf nicht angepfiffen werden und alles weitere ist obsolet!

    Zu Absatz 2: Korrekt, bei Mertens hätte es eine Progression geben müssen, aber mehr als ein Tor, was Zerbe ja gemacht hat, wäre da auch nicht rausgekommen. Insofern verstehe ich den Zusammenhang zw. "jedes Tor ist relevant" und der fehlenden Bestrafung nicht 🤷‍♂️. Eine nicht gegebene Strafe wirkt sich ja nicht unmittelbar auf das Ergebnis aus.

    Und übrigens, Strafen für die Verhinderung der Ausführung von formalen Würfen gibt es über die gesamte Spielzeit und nicht nur in den letzten 30 Sekunden. Zu diesem Zeitpunkt werden sie nur anders bewertet!

    Ein Portugiese steht schon im Anwurfkreis, bevor Schluroff überhaupt auf dem Spielfeld ist. Und zwar mittig in der deutschen Hälfte. Dann wird Fischer quasi von der Nr 28 gestört vor dem Anwurfkreis in der deutschen Hälfte den Anwurfkreis zu betreten. Alle 6 Feldspieler stehen in und um den Anwurfkreis herum, 5 davon in der deutschen Hälfte.

    Na und? Er darf sich zum Zeitpunkt des Anwurfes nicht im Anwurfkreis befinden. Da der Anwurf entsprechend korrigiert werden müsste, ist alles andere irrelevant!.

    Und es ist auch nicht verboten, sich in der gegnerischen Hälfte aufzuhalten, denn sonst gäbe es ja keine schnelle Mitte!

    Die haben aber meiner Meinung nach etliches nicht richtig bewertet und in der Summe wurden die Portugiesen ganz sicher nicht benachteiligt.

    Das habe ich auch nicht zum Ausdruck bringen wollen, aber in so einer engen Gruppe kann jedes Tor relevant sein (fragt mal bei den RNL) und dann wird so etwas einfach durchgewunken.

    Ich freue mich brutal über den Sieg, aber bei einer EM solche Entscheidungen zu erleben, das enttäuscht mich einfach. Wir können uns auch über die Gleichbehandlung bei den Gesichtstreffern, der nicht gegebenen Progression bei Mertens am Ende u.v.m. unterhalten, aber das am Ende ist einfach der krasseste Fehler in diesem Spiel!

    Die korrekte Bewertung wäre Rot+Blau für den Portugiesen, der da erst mittig im Anwurfkreis mit den Armen wedelt und dann direkt auf Fischer zugeht, sodass dieser klar behindert wird. Dazu dann folgerichtig 7-Meter für Deutschland, weil die Wurfausführung regelwidrig behindert wurde.

    Das ist nicht richtig, denn dadurch, dass Schluroff schon in der gegnerischen Hälfte war, bevor Fischer im Anwurfkreis gewesen ist, hätte die Aufstellung zunächst korrigiert werden müssen!

    Dass hier darüber schwadroniert wird, dass D den letzten Anwurf nicht korrekt ausführt usw., gibt es wahrscheinlich in keinem anderen Land der Welt, meine Güte. Deckel nochmal richtig zugeschraubt und fertig. Man muss sich doch nicht selbst kasteien. Wenn es zum Schluss etwas zu diskutieren gibt, dann wohl eher, was die Portugiesen da rund um den Schlusspfiff veranstaltet haben.

    Deswegen kann man aber trotzdem sportlich fair bleiben und feststellen, dass die Situation nicht korrekt gewesen ist. Da der Sieg davon unabhängig war, muss man nicht als arroganter Sieger über den Dingen stehen!

    Nein, die Schiris dürfen den Anwurf gar nicht anpfeifen, weil da schon zwei Deutsche weit in der gegnerischen Hälfte sind.

    Ich glaube übrigens, dass Schluroff gar nichts anderes wollte, als dass der Anwurf zurückgepfiffen wird, um die Zeit runterlaufen zu lassen.

    Die Frage ist, ob die Ausführung vor Anpfiff und bevor die Deutschen in der anderen Hälfte waren, schon entscheidend und regelwidrig gestört wurde. Konnte ich jetzt so schnell nicht sehen.

    Aber man stelle sich vor, die Portugiesen fliegen in einem möglichen Dreiervergleich wegen diesem Tor raus!

    Ich bin vollkommen fassungslos, wie man das als Schiedsrichter nicht korrekt bewerten kann!!!

    Und auch die blonde am Kampfgericht sah so aus, als ob sie überhaupt nicht weiß, was der Trainer der Portugiesen eigentlich von ihr will 🧐🙈!

    Ich möchte mich mal zur Schiedsrichterleistung von heute äußern:

    Vorweg, an denen lag es nicht, dass der TVG erneut verloren hat. Aber es hat gezeigt, dass es durchaus Sinn macht, dass Gespanne in unteren Klassen anfangen zu pfeifen und sich langsam durch Erfahrung nach oben pfeifen können. Dass ein ehemaliger Bundesligatorwart nach seiner aktiven Karriere als Schiedsrichter weitermacht, finde ich auch super. Aber dass der dann schon im 2. Jahr an der Pfeife 2. Liga pfeifen darf, kann meiner Meinung nach nicht funktionieren, wie man heute deutlich beim Gespann Blümel / Vortmann gesehen hat. Das waren teilweise haarsträubende Entscheidungen die der ehemalige Torwart Jens Vortmann da heute auf beiden Seiten getroffen hat. Ich saß in der Nähe des Zeitnehmertischs und konnte ganz gut den technischen Delegierten Frank Wenz beobachten, der oftmals den Kopf geschüttelt und die Wogen bei den Trainern wieder versucht hat zu glätten.
    Ich war selbst 35 Jahre Schiedsrichter und möchte behaupten, dass ich genug Erfahrung hatte. Aber was da heute gepfiffen wurde, wie gesagt auf beiden Seiten mit einer leichten Tendenz sogar für den TVG war nicht Zweitligawürdig (was leider auch für das Torhütergespann des TVG gilt)

    Ich habe mir dieses Spiel in der zweiten HZ extra wegen diesem Gespann mal angesehen und bin in meiner Meinung komplett bestätigt worden. Es kann ein tolles Projekt sein, aber so ist das leider zum Scheitern verurteilt. Nur damit Nils Blümel weiterhin im DHB-Kader bleiben kann, dieses Gespann durch die 3. Liga zu peitschen (hier hätte ich gerne mal die ungefilterten Rückmeldungen der betroffenen Vereine gesehen) und dann direkt in der 2. Liga einzusetzen, wird, nachdem was ich heute gesehen habe, niemandem gerecht!

    - die Körpersprache von Vortmann während dem Spiel, gleicht dem eines Sportfreundes in Jugendspielen, der gerade mal aushilft

    - Progressiv kommt da von Vortmann keine Entscheidung auf den Punkt und zweifelsfrei

    - ohne Head-Set würde er während dem Spiel vermutlich große Probleme bekommen, das merkt man oftmals an der Verzögerung des Pfiffs zur Situation

    - Klar kann er gut mit den Spielern kommunizieren, aber die haben doch auch Welpenschutz, ob des „Projekts“.

    - die größte Ungerechtigkeit empfinde ich aber den ganzen Schiedsrichtern gegenüber, die sich Woche für Woche durch die dritte Liga kämpfen, von den Verantwortlichen im SR-Bereich richtig „Feuer“ kriegen und dann sehen, wie ein Neuling eine Liga höher pfeifen kann ohne das zu rechtfertigen. Ich frage mich wirklich, wie man hier die Wertschätzung diesen Menschen glaubhaft verkauft 😳🤷‍♂️.


    Wir reden hier über professionellen Sport, und, auf Grund einer verdientermaßen langen Zugehörigkeit zum DHB-Kader, wird hier mehr als nur eine Sonderlocke gestrickt. Andere Schiedsrichter mussten sich auch mit solchen Situationen auseinandersetzen und haben entweder neue Partner auf dem Niveau gefunden (Baumgart/Dinges) oder aufgehört und sich anderweitig im SR-Wesen, z.B. als Delegierte oder Coaches, eingebracht.

    Ich bleibe dabei, es gibt Gründe, warum man sich auch als Schiedsrichter für die eigene Entwicklung durch die Klassen arbeiten muss. Denn, und das hebt das transparente SR-Wesen ja gerne hervor, auch hier gibt es einen Wettbewerb. Nur nicht für die, die ein bisschen gleicher als die anderen sind 😠!

    Rheiner, bei dir scheint es mir, dass du wirklich Regelahnung hast und dich gut im Schiri-Wesen auskennst.

    Deswegen verwundert es mich gerade um so mehr, dass dir die Regelauslegung für klare Torgelegenheit bei leerem Tor nicht bewusst ist.

    Soweit mir bekannt, muss es für eine klare Torgelegenheit auch ein Wurf-Versuch vorhanden sein - das ist in der Situation nicht der Fall. Deswegen haben die beiden richtig auf Freiwurf entschieden.

    Die "Gelegenheit" zum Wurf hätte er ohne das Foul doch sicherlich gehabt, oder?

    Rheiner war schneller 😊.

    Aber deswegen sitzen doch die Delegierten am Tisch, um "spielentscheidende Regelverstöße zu vermeiden" ;).

    Sei nicht immer so kleinlich ;).

    Davon habe ich ja auch nichts geschrieben. Mir ging es nur darum, ob es eine solche Statistik gibt. Wenn eine Mannschaft sehr viele Spiele hat, in denen der Gegner (deutlich) mehr Siebenmeter bekommt als man selbst, dann sollte man sich vielleicht in der Abwehrarbeit etwas einfallen lassen.

    Ich habe das eben mal aus den Spielprotokollen auf der HBL-Seite ausgewertet. Die einzige Abweichung, die sein kann ist, wenn ein Spieler, als einzigen Wurf im Spiel, einen Siebenmeter am Tor vorbeigeworfen hat, da das nicht als Parade gewertet wird und nicht als Versuch auftaucht. Aber diese Abweichung sollte verschmerzbar sein ;).