Beiträge von gummiball

    Zunächst einmal, ganz nüchtern betrachtet, finde ich es vor allem gegenüber Schulze/Tönnies absolut unangebracht, sie in diese Situation zu bringen. Es gibt keinen wirklich erklärbaren Grund, warum man sie zum dritten Mal für diese Paarung ansetzt, denn nun wird das Spiel auf sie reduziert und mit diesem Gefühl fahren sie zur EM. Allerdings war da ja im Vorfeld, denn die Ansetzung kam ja nicht über Nacht, nichts von Kieler Seite zu vernehmen, oder täusche ich mich?! Natürlich kann man hinterher immer besser jammern!!!

    Was hätte Jicha wohl dazu gesagt, wenn die Schiedsrichter diesen falschen Anwurf (übrigens direkt nach der eigenen Auszeit bei 59:33) dem "regelkundigen Bundesligaspieler" Nacinovic weggepfiffen hätten (Ball im gelben Kreis markiert)?

    Weiterhin erinnere mich an die Szenen in der ersten Halbzeit, wo Johansson Gidsel beim TG mit dem Arm einen schönen Schubser gibt; Nacinovic Gidsel einen m.E. Gesichtskontakt gibt, der nicht gepfiffen wurde und dann von Nacinovic der Ball ins leere Tor geworfen wurde; der Kopftreffer bei Milosavljev, bei dem dennoch auf Tor entschieden wurde! In dem Spiel die Schuld bei den Schiedsrichtern zu suchen und dabei die Anmerkung "ich war auch mal Welthandballer", was einzig und allein den Rückschluss auf Gidsel zulässt ist maximal unangebracht. Das ein einzelner Spieler in der Lage ist, auch wenn es eine Überzahl gewesen ist, den kompletten Innenblock der Kieler schwindelig zu spielen, ohne dass hierauf reagiert worden ist, DAS ist der eigentliche Witz an diesem Spiel gewesen!

    In der Crunchtime die Fehlwürfe von Johansson frei vom Kreis und Landin mit einem riesigen Winkel, das hätte man auch mal ansprechen können, aber das wird ja lieber intern besprochen. Die Schiedsrichter haben ja das Monopol, immer extern und zeitnah, thematisiert zu werden <X!

    Hierzu fand ich letztes Wochenende in Nordhessen schon interessant. Beim Regionalligaderby in Gensungen waren am Samstagabend 860 Zuschauer in der Halle, am Sonntag beim Drittligaspiel in Melsungen (also einfach auf der anderen Seite der Autobahn) waren 77 Zuschauer in der Halle. Und das besondere daran, beim vorherigen A-Jugendspiel gegen Stuttgart waren es noch 89 Zuschauer, also sind die Drittligahandballer in Melsungen sogar gegenüber der A-Jugend in der Zuschauergunst untergeordnet, das finde ich wirklich krass und sehr bedauerlich!

    ...Nein, der Ansatz müsste in die Richtung gehen, das Verursachen von Freiwürfen, mindestens während des Zeitspiels, stärker zu bestrafen. Das zwingt die Abwehr dazu, sich regelkonform zu verhalten. .....Ich sehe das unter der Prämisse, dass die Abwehr sich genauso regelkonform zu verhalten hat wie der Angriff.

    Verstehe ich das richtig? Der Angriff ist nicht in der Lage, durch irgendwelche Aktionen, eine ausreichende Torgefahr gegen die vorhandene Abwehr zu erzielen und wird dadurch ins Zeitspiel gezwungen (was ja ein Zeichen für gute Abwehrarbeit ist). Und dafür, dass die Abwehr den Angriff vor nicht lösbare Aufgaben stellt, soll die Abwehr dann im Zeitspiel bestraft werden, wenn sie Freiwürfe erzwingen. Also willst Du erreichen, dass die Abwehr sich, sagen wir mal 30-40 Sekunden, "den Arsch aufreißt", um dann die Angreifer bestenfalls frei werfen zu lassen?

    Was bedeutet denn "sich genauso regelkonform zu verhalten"? Im seltensten Fall ist das Angriffsspiel auf Stoppfouls ausgelegt und das Abwehrspiel nicht auf Schritte, Prellfehler und Stürmerfouls.

    Das ist korrekt ✅, erhöht allerdings auch den Druck, endlich ordentliche Perspektiven anzubieten. Manchmal ist „lernen durch Schmerzen“ (natürlich als Metapher gemeint) effektiver als etwas auszusitzen 😉.

    Ich kann mir gut vorstellen, dass das ein Schritt in die richtige Richtung sein wird.

    Mutig.

    Warum?

    Jetzt müssen die Schiedsrichter halt das, was sie untereinander absprechen und dem Delegierten mitteilen, dem Rest der Halle auch verkünden. Es sollte doch aus Sicht der Schiedsrichter die richtige Entscheidung sein und dem Ruf nach "Transparenz und Nachvollziehbarkeit" nachkommen. Ob alle anderen (Spieler, Trainer und Zuschauer) das dann akzeptieren und wie darauf reagiert wird wenn es Blödsinn ist, darauf darf man allerdings gespannt sein.

    Sicherlich, Rosengarten hätte Einspruch einlegen können. Aber was wäre die Folge daraus gewesen?? Vielleicht Spielwiederholung?? Und das für eine Szene wo nichts passiert ist. Keine Tore oder Verletzungen, nur eine Regelwidrigkeit die höchstens 2 Minuten zur Folge gehabt hätte. Es stand zu diesen Zeitpunkt 29:24 für Waiblingen. Außerdem liegt Waiblingen nicht gerade um die Ecke, es sind über 1200 km für Hin-und Rückreise. Da ist Rosengarten schon froh wenn man diese Marathonstrecke nicht noch einmal machen muss,...wegen einen Pups.

    Interessante Wahrnehmung für einen Sportverein der in einer 2. Liga antritt. Der "Pups" ist faktisch ein Regelverstoß, und da das Spiel mit einem Tor Unterschied ausgegangen ist, ist eine 2-minütige Überzahlsituation, kurz vor Schluss, durchaus ein spielentscheidender Umstand.

    Aber, und da ging ja die Frage hin, anscheinend spielt man in der Liga mit um dabei zu sein und nicht, um nicht abzusteigen, denn um die Fahrtwege weiß ja jeder bei Antritt in dieser Liga.

    Macht es dann doch aber für die Zukunft einfach. Bei Fahrtwegen über einer bestimmten Kilometeranzahl braucht man sich über mögliche Regelverstöße keine Gedanken zu machen, da den Mannschaften der Aufwand für ein Wiederholungsspiel zu groß ist.

    Aber, und da bin ich in vielen Dingen bei den Ausführungen von Rheiner, obwohl inzwischen eine hauptamtliche Stelle für das Schiedsrichterwesen beim DHB geschaffen wurde, macht doch vieles den Anschein, als sei es eine "große Spielwiese" und man ist von wirklicher Professionalität weit weg.

    Unsere Schiedsrichter sind doch international so hoch angesehen, weil sie, und das ist einfach logisch, jede Woche in der eigenen Liga Spiele auf hohem Niveau pfeifen und somit ein entsprechendes eigenes Grundniveau entwickeln, sowie ein großes Eigenengagement leisten. Aber das Ganze administrative drumherum mit Videobeweis, öffentliche Klarstellungen usw., was aus dem Stab kommen sollte, ist, und das sehe ich wirklich als das Hauptproblem an, seit Jahren "einigermaßen ausbaufähig"!

    Das dumme daran ist, und das sieht man jetzt gerade an der Diskussion bzgl. dem Videobeweis, es erfolgt, in der öffentlichen Wahrnehmung, zu Lasten der handelnden Schiedsrichter, da sie "zu blöd sind eine richtige Entscheidung zu treffen. Wenn mir als "Arbeitgeber" meine "Arbeitnehmer" wirklich wichtig sind, dann sorge ich für ein Arbeitsumfeld, in welchem sich meine Mitarbeiter (für die ich im positiven wie im negativen Verantwortung trage) sicher bewegen können, aber das scheint vermutlich eine untergeordnete Rolle zu spielen.

    gummiball

    Ich gebe dir grundsätzlich Recht mit der Simulation.

    Aber das setzt schon voraus, dass die Bilder klar zeigen, dass da nichts war.

    Und die Bilder gestern z.B. waren wieder unterirdisch (weil da, wo Kameras hätten helfen können, einfach keine waren).

    Es gäbe schon Lösungen. Aber die Grundvorraussetzung ist, dass man endlich auf jede Seite Kameras stellt.

    Auch das sehe ich nicht als Problem der Schiedsrichter an. Sie können nur mit dem arbeiten, was ihnen zur Verfügung steht. Aktuell sind „die Schmerzen“ der Vereine und des Schiedsrichterausschusses noch nicht groß genug, deshalb wird da nichts geändert. Und, es ist ja einfach, alle Schuld immer den Schiedsrichtern zu geben, die (oftmals aus eigenem Unvermögen verschuldet) sich ja auf keiner Plattform dazu äußern können. Und wenn man intern was bemängelt, dann stehen die „Ausweichspiele“ in der HBF oder HBL2 an 🤷‍♂️!

    Genau, die Spieler haben nichts zu verlieren, wenn sie schauspielern. Sie können nur gewinnen.

    Nicht so ganz, und da bin ich bei Deinen „Eiern“! Wenn der Spieler anzeigt, dass er einen Gesichts-/Hals- oder Unterleibsschlag abbekommen hat und somit den Videobeweis bemüht, dann sollte es genau zwei Optionen geben:

    1. „Ja, Du hast vollkommen recht und Dein Gegenspieler bekommt die progressive Strafe“

    2. „Die Bilder geben „das“ oder „die Intensität“ in keiner Einstellung her, also gehst Du jetzt bitte zwei Minuten wegen Simulation (Punkt 7 in den DfB für den Videobeweis)!“

    Am Ende sind doch aktuell immer die Schiedsrichter schuld, weil die Spieler den derzeit gegebenen Rahmen für sich dehnen und ausnutzen! Fair Play gilt für alle am Spiel Beteiligten und wenn die Spieler und insbesondere die Trainer das merken, dann hört das ganz schnell wieder auf!

    Und ja, natürlich kommt dann der Aufschrei, dass das international nicht so gehandhabt wird und dadurch die Spieler komplett verunsichert werden, nicht mehr wissen was sie machen können usw. usw.! Dieses Geschwätz konnte ich noch nie leiden, denn die Spieler und Trainer testen die Schiedsrichter in jedem Spiel auf‘s neue aus und wissen was sie machen und lassen sollten!!!

    Entweder wollen wir sauberen Sport, dann aber bitte alle und nicht nur das „Versagen“ bei den Schiedsrichtern suchen. Aber leider bekommen die Schiedsrichter ganz selten Zuspruch, wenn sie mal was unpopuläres entscheiden, da die Zuschauer das „Live und in Farbe“ ja immer richtig beurteilen und dementsprechend die Meinung unmittelbar kundtun!

    …Das wäre durch den Feldschiedsrichter sogar abweichend noch zu ändern.

    Das ist nicht ganz korrekt, denn der Feldschiedsrichter kann den Torschiedsrichter nicht nachträglich überstimmen. Und in dieser Situation wird sich der Feldschiedsrichter zu 100% raushalten, denn diese Spielsituation liegt vollständig im Aufgabengebiet des Torschiedsrichters.

    Dass ein Gespann der Entscheidung des Feldschiedsrichters folgt, geht nur, wenn sie in dem gleichen Augenblick eine gegensätzliche Entscheidung treffen und sich dann zusammen auf eine Entscheidung zur Spielfortsetzung einigen! Das wird in dieser Situation aber (in der Bundesliga) niemals vorkommen, da der Feldschiedsrichter, gemäß der Aufgabenverteilung, nicht auf 7m entscheidet.

    Aber, und das finde ich das Grundproblem, im Gegensatz zum Fußball wird beim Handball überwiegend zunächst keine Entscheidung getroffen, bevor es zum Videobeweis geht. Und wenn ich dann sehe, wie oft aus einem Check „gar nichts“ oder „2min“ werden, dann frage ich mich schon, ob hier wirklich eine rote Karte gecheckt worden ist oder man sich einfach mit irgendeiner Entscheidung „rausmogelt“?! Wenn man erst eine Entscheidung treffen würde und diese im Anschluss überprüft, dann würde es m.E. deutlich weniger Überprüfungen geben, da die Wahrscheinlichkeit, nach Videobetrachtung falsch zu liegen, zu groß ist. Und vor allem, so müssten die Schiedsrichter auch endlich wieder dem eigentlichen Job nachgehen und das beurteilen, was sie „sehen“!

    Nicht falsch verstehen, für die „Big potatoes“ finde ich den VB absolut angebracht, aber dieses inflationäre und dann auch noch falsche bewerten der Situationen lässt mich frustriert zurück und demotiviert mich, mir Handball im TV anzusehen 🤷‍♂️😳😢.

    Woher kommt eigentlich die Legende, dass es beim VAR immer um Rot gehen muss und sind dann alle Entscheidungen, die nur 2 min ergeben automatisch falsch und die, wo es gar nix gibt, automatisch Beschiss?

    Ich frage mal allgemein, nicht nur auf das Spiel bezogen und gibt es Beschränkungen, wo man gar keinen VAR bemühen darf oder umgekehrt, gibt es einen Katalog, für was der VAR genutzt werden darf?

    Ich kapiere das beim Fußball auch nicht richtig.

    Auf Seite drei findest Du die Anwendungsbereiche.

    https://www.daikin-hbl.de/downloads/HBL/HBL_GmbH/Downloads_2025_26/01/Anhang-DFO---Richtlinie-zur-Nutzung-des-Videobeweises.pdf

    ...Dabei darf es durch seine Position oder sein Verhalten nicht zu einer
    Beeinträchtigung der Spieler auf der Spielfläche kommen. Bei Verstößen gegen diese Bestimmung
    wird der Offizielle progressiv bestraft.

    Da es hier schon Gelb gab-> 2 Minuten.

    Ist doch doch ne typische Situation. Trainer lamentiert und kriegt sich nicht mehr ein. Dann hat man den als SR im Blick und da reicht dann sowas auch schon mal. Genau wie Bankverhalten, wenn mehr als einer steht.

    Da in Liga 3 die SR - Bewertung schon recht professionell gehandhabt wird, wird das vielleicht auch in die Auswertungsrunde kommen. Ist ja vielleicht auch die Frage: Sind die beiden in Liga 3 etabliert und kommen nicht mehr hoch. Ein Paar mit Ambitionen nach oben hätte evt. länger nachgedacht, um sich dadurch nicht den Punkteschnitt zu versauen.

    Ja, regeltechnisch gesehen ist das ok, da in den Regeln das Coaching nicht bzgl. Spielzeit oder Time-Out untergliedert ist (mir zumindest nicht bekannt). Aber... so ne Aktion zu bringen ist total daneben, denn damit nimmt man in den letzten zwei Minuten einen massiven Einfluss auf das Spiel. Wenn ich mit der roten Karte anfange, und die ist, wenn man das Standbild nimmt, schon maximal grenzwertig, da der Angreifer mit dem Rücken in den Abwehrspieler mehr oder weniger fällt, und dann für eine Aktion, in der der Trainer (Absatz 1 im Zitat) nullkommanull irgendwen beeinträchtigt oder aggressiv auftritt, die Mannschaft in einem knappen Spiel in eine doppelte Unterzahl schickt, das ist nicht ok!

    Die beiden sind noch jung und wollen sicherlich nach oben. Ob die Vereinsbeobachtung überhaupt einfließt, ist ja nicht sicher, denn oftmals liegen die Bewertungen nach solchen Spielen zu weit auseinander. Hängt halt davon ab, wie zufrieden Hanau gewesen ist. Aber schlimmer als die Vereinsbeobachtung ist doch, dass sich hier wieder Schiedsrichter unangemessen stark in den Vordergrund gepfiffen haben.

    Und ja, auch die gelbe Karte gegen den Trainer von Kirchzell war schon eine Frechheit, aber hier greift die schon erwähnte Negativspirale. Die Mannschaft wird durch ein nicht geahndetes Kreisbetreten benachteiligt und erhält, für eine in so einem Spiel natürlich bisschen emotionale Ansprache, eine gelbe Karte, da die Schiedsrichter in dem Moment den Fehler nicht eingestehen wollen. Also anstatt Ballbesitz und ein Gegentor weniger, bedeutet das eine Vorbelastung der Bank, ansonsten hätte es nämlich die gelbe Karte später bei der ausgesprochenen 2min-Strafe gegeben, und der Spielverlauf wäre unter anderen Parametern verlaufen. So einfach ist dann halt zu erklären, wie Fehlentscheidungen der Schiedsrichter sich in der Folge eines Spiels aufsummieren können. Und man kann diese Schiedsrichter leicht analysieren, wo ihre Schwerpunkte sind: Regeltechnische Dinge können leicht mal übersehen oder falsch gesehen werden, aber wenn die Bank aufbegehrt wird sie sanktioniert. Gib Menschen Macht und man sieht, wie sie sind.