Das von OKO möchte ich noch ergänzen und stelle Rheiner einmal direkt die Frage bzgl. "fomuliertem Urteil":
Im Urteil steht klar drin "in der Sekunde des Wideranpfiffs", was zeitlich den gespielten Ball (siehe Realität im Spiel) impliziert. Ab da würde die Argumentation von Rheiner auch komplett ins Leere laufen, denn nach gespieltem Ball sind es eindeutig 2 Min. Hier sehe ich aus der Urteilsformulierung also max. den Ansatz "Restzeit", denn dadurch wären es eher 2 Sek, statt 3 Sek gewesen.
Wo ich bzgl. "Überprüfung der Ordnung" des Urteils aber noch am meisten Angriffspunkte sehe, ist die Formulierung "Einwurf". Hier wurde ein Fehler in der Formulierung gemacht, wo ich nicht sicher bin, ob das nicht ein offener Spalt in einer juristischen Türe ist, was oben beschriebene zeitl. Sichtweise (bzgl. Ballbesitzwechsel) dazu zusätzlich angreifen könnte.
Wer hierbei das "einwandfreie Vorgehen" aller Parteien sieht, da hätte der Fehler "Einwurf" im Urteil auch nicht passieren dürfen...
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Vielen Dank für die Erläuterung, die allerdings m.E. nicht ganz korrekt ist.
Wie (viel weiter) vorne schon von mir beschrieben, gibt es die Möglichkeit, dass man in den letzten 30 Sekunden aus einem FW einen 7m rausholt. Und zwar folgendermaßen:
SR pfeift den FW an, der Abwehrspieler verkürzt vor der Ausführung, aber innerhalb der drei Sekunden, den Abstand und die Angreifer signalisieren, dass dadurch der FW nicht ausgeführt werden konnte. Somit erfolgt die Verhinderung eines formellen Wurfes und da ist der 7m. Das geht nur, wenn der Ball noch nicht gespielt ist.
Wenn der Pfiff des SR, der eigentlich nur den Ball „zum Spielen freigibt“ schon bedeutet, dass der Ball im Spiel ist, dann wäre die Abstandsregel obsolet, da die Abwehrspieler, sobald der „Ball im Spiel ist“ uneingeschränkt agieren dürfen. Und, das würde auch bedeuten, dass bei einem FW ohne Anpfiff, die Abwehr die drei Sekunden abwarten muss bis der Ball ausgeführt und „im Spiel ist“ und bei einem FW mit Anpfiff, der Ball sofort „im Spiel ist“. Irgendwie nicht so ganz schlüssig, oder?
Derjenige, der den FW ausführt, hat regeltechnisch nunmal drei Sekunden Zeit, um den Ball ins Spiel zu bringen. Deswegen tue ich mich mit der faktischen Annahme etwas schwer, wenn sie so wie im Urteil beschrieben ist.
Und ja, das Urteil ist formuliert und ergangen, aber die zu Grunde liegende Basis darf dennoch in Zweifel gezogen werden, wenn man es fundiert begründet.