ich glaube, dass der beitrag vom...alten sack....das ganze schon recht nah trifft.
diese spezifikationen sind ja nun auch nicht nur auf den frauenhandball anzuwenden-
in vielen lebensbereichen wird in den "nieschen" von kleinen ländern/ firmen/ gruppen/ vereinen etc. hervorragende arbeit geleistet-
meistens ist es im sport sogar so, dass vom staat besondere anreize im steuerlichen bereich geboten werden,
damit das einkommen von 2785 euro in monternegro wertmässig sogar dem doppelten in anderen euroländern entspricht-
abgaben der arbeitgeber -vereine- gleichfalls wesentlich niedriger als zb. bei deutschen verhältnissen sind-
wer einmal einen zuschauer in ex jugoslawien erlebt hat, der sich den eintritt von 0,45 euro für einen guten platz eigentlich
gar nicht leisten kann, dann aber tränen in den augen hat wenn ihm ein fremder fanschal geschenkt wird,
der weiss um die wertigkeit und stellung in der gesellschaft der einheimischen stars in dieser sportart.
frauenhandball hat bei uns einen status, der sich wohl immer fast auf dem gleichen level bewegt- auch wenn wir durch zufall
irgendwo einen internationalen titel holen, in der breiten masse geht es fast völlig unter und bei den fans bewegt es
maximal kurzzeitig überhaupt nur etwas- nachhaltig eh nicht.
diese rolle kommt aber eben vielen kleinen sportarten zu-
auch ist dort die arbeit der ehrenamtlichen etc. nicht hoch genug zu bewerten.
ich würde die prognose wagen, dass selbst bei zwei wm titeln hintereinander der frauen der zulauf zum handballsport frauen
in den nächsten 5 jahren zwar zuerst mit einer aufwärtsbewegung startet, sich aber spätestens nach 5 jahren auf dem
anfangsniveau eingependelt hat.
wir sind nun auch verwöhnt, da wir in vielen klassischen sportarten "oben" vertreten sind-
gleichfalls in einer geselllschaft in der immer weiter-höher-schneller-besser gepredigt wird,
die frauen nunmal fast immer ein bisschen hintenan stehen , sprich der normale konsument
den -das muss ich zugeben dass ich das genauso handhabe- männersport meistens aufgrund
seiner grösseren attraktivität bevorzugt. damensport findet doch oftmals gleichberechtigt nur
in anderen bereichen statt, zb biathlon.
ich kann an der stellung des damenhandballs in deutschland nichts aussetzen- bis auf wenige ausrisse nach oben oder unten
hält er seit gefühlt 50 jahrne seine stellung.
dass dies nicht immer -grade für die beteiligten- positiv erscheint weil der weg nach oben verbaut ist - ja, aber objektiv
gesehen gibts bei uns keinen weiteren weg nach oben, anders als zb in anderen ländern aus dem ehemaligen "ost-bereich"
oder als ausnahme vtl. auch in den niederlanden, wird auch in zukunft so bleiben.
frauenhandball ist bei uns ein sport, wo viel investieert werden muss, um überhaupt den status zu halten. einige handballhochburgen
halten bei uns alles am laufen -von leverkusen angefangen,über blomberg und andere bis zu leipzig- und bekommen für ihre anstrengungen
im gegensatz zb. zum männerhnadballsport viel zu wenig anerkennung.
es geht doch auch an den meistens recht emotionslos vorbei, dass nach dem überragenden start jetzt trotzdem alles mit saure-gurken-zeit
geendet hat. wenn der natitrainer nicht grad so einen status hätte- biegler hätten sie allein für die platzierung geteert und gefedert-
wär in den medien das nächste gemetzel angezettelt worden.
letztlich wird in den industriestaaten nach einem gewissen zeitraum auch immer ein teil der sponsoren in richtung
männersport abwandern- dort kann noch geld verdient werden bzw. das sponsoring nach aussen besser verkauft werden.
klar gibt es immer ein paar die sich fest und ganz bestimmten sachen (auch frauenhandball) verschrieben haben,
aber da können die erfolge noch so gross sein, es wird sich immer in ganz engen rahmen bewegen
für deutschland heisst es i.a.r., das sich selbst gute spielerinnen für den zeitraum des spielens ihr lebensunterhalt abgesichert ist-
fast immer aber noch in einem sehr überschaubaren rahmen und sicher nicht zu vergleichen mit anderen ländern in denen aufgrund
der lebenshaltungskosten und nebengeräuschen noch echt was überbleibt. hierzulande liegt oftmals der fokus auf der beruflichen
situation mit studium nebenbei oder auch einstieg mit guter stelle bei einem der sponsoren- das sind dann tatsächlich oftmals nachhaltige
sachen die sicherlich nicht zu unterschätzen sind.
mir selbst ist frauenhandball eben oft auch zu langweilig-zu langsam - zu viel technische fehler.
bei diesem turnier fing das alles ganz anders-positiv- an, liess dann aber auch fast von spiel zu spiel nach-
wobei es nie die "grausamkeit" der zeit davor erreichte......