Beiträge von Fridulin

    juliscka: Ich mache eine Ausnahme zu deinem abwertenden Kommentar und reagiere dieses Mal drauf: Denkst du das Lea Rüther und Kati Filter keine Konkurrenz sind? Wir reden hier immerhin über zwei Spielerin aus dem (erweiterten) Kader, die sich ständig im Training und den Spielen messen. Klar, ist das jetzt nicht die Europäische Spitzenklasse oder CL aber kein Grund so zu tun als ob die sich auf die Faule Haut legen könnten... unnötig, da so abwertend zu werden...

    Wer jahrelang gar nicht oder nicht sehr gut Berichtet muss sich auch nicht wundern, dass das Interesse nicht da ist. Diese Diskussion, dass selbst 3.Liga Fußball besser Quote hat ist eine "Henne-Ei"-Diskussion... Das würde ganz anders aussehen wenn der ÖRR zum Beispiel den klaren Auftrag bekommen würde regelmäßig und ausführlich über die Top Ligen der 10 beliebtesten Sportarten in Deutschland berichten müsste. Das ZDF Sportstudio hat Jahrzehnte über Reiten berichtet weil es das wollte und nicht weil es so viele Reiter in Deutschland gibt. Das ist einzig und alleine eine bewusste Entscheidung auf den Fußball zu setzten. Vor Jahren hat ARD auch Eishockey oder Basketball gezeigt aber die Verbände tragen mit ihren Vermarktungserwartungen auch ein Teil dazu bei. Es ist dem ÖRR auch nicht zu zu muten für alles und jede Sportübertragung Million zu zahlen. Das muss in einem Sinnvoll Verhältnis liegen. Die 4-5 Ligen im Fußball erhalten auch so Sendezeit weils "günstig" ist und noch relativ viele Fans gibt.

    Naja was erwartet man aktuell? Denke keiner kann seriös sagen was in 12 Monaten ist. Da ist es für beide Seiten doch sinnvoll eher kurze Verträge abzuschließen, wenn man es ernst meint ihn auch erfüllen zu wollen. Es gibt ja auch noch die Möglichkeiten optionale Verlängerungen einzubauen ohne es zu kommunizieren.

    Maikel: Liv hat bis 2024 verlängert - es ginge also anders :)

    BSV macht nächste Vertragsverlängerung perfekt: Kreisläuferin Mühlner bleibt

    Die 20-Jährige entpuppte sich nach nur einem halben Jahr beim Buxtehuder SV als emotionale Anführerin der Bundesliga-Frauen. Sportlich stand sie zuletzt jedoch im Schatten ihrer Positionskollegin.

    Freue mich sehr über die Verlängerung und hoffe sie entwickelt sich weiterhin so gut, dann hat der BSV noch viel Freude mit ihr. Auf ein weiteres Jahr mit Maxi!

    @dasdingmussrein: Als BSV Fan kenne ich das Gefühl, wenn ein langzeit Trainer wegen der Entwicklung durchaus hinterfragt werden kann. Es ist halt "Fluch und Segen" wenn man diese Strategie gewählt hat. Ein Trainer kann immer nur so gut sein wie sein Kader es zu lässt. Der THC hatte viele Jahre den Vorteil die Nummer Eins zu sein. Dann kam Bietigheim und Dortmund. Das hat einiges geändert und nun ist es schwer seine Entscheidungen mit Erfolg zu rechtfertigen. Als Meister und CL Club konnte der THC/Müller immer wieder unerwartet Topspielerin anlocken. Diese Qualität fehlt nun. Es ist aber auch gut zu sehen, dass es dem THC bisher gelungen ist auch als Top4 Verein zu funktionieren. In den letzten Jahrzehnten haben Serienmeister eine Existenzkriese gehabt (Welle Bremen, Lützellinden, Frankfurt usw.). Beim BSV gab es in den letzten Jahren auch mehrere Ansätze ein neues Team aufzubauen statt den Trainer zu ändern. Das ist durchaus ein Risiko aber bisher finde ich den Weg besser als immer den Trainer zu entlassen wie bei Leverkusen.

    Ich hoffe die Täter werden bestraft - keine Frage, dass das einfach nicht geht und die Ermittlungen laufen nun. Leider wird die Aufmerksamkeit wieder "nur" auf dieses Thema verwendet. Es ist also wieder etwas negatives, was Berichterstattung bringt. Das Frauen in unserer Gesellschaft immer wieder erleben müssen, dass Grenzen überschritten werden ist kein Problem des Handballs alleine sondern betrifft alle Bereiche (in unterschiedlicher Ausprägung). Wichtig ist das es den Betroffenen gut geht. Es ist im Interesse aller, dass die Sportler sich wohlfühlen und solche Vorfälle stören auch die Leistungsfähigkeit.

    Daher will ich das Thema nicht abhaken aber würde jetzt gerne die Verfahren abwarten und mich so lange mit den Spielen beschäftigen. Da stellt sich mir die Frage ob alle Spiele wirklich stattfinden oder wir auf Probleme zu laufen. Es gibt bereits einige Teams mit 9 Spielen währen Metzingen schon 13 Spiele hat. Der Spielplan ist extrem zerstückelt mit langen Pausen. Laufen wir gerade auf eine englische Woche nach der anderen im Frühjahr zu?

    Eins ist mal sicher: Falls der Posten des DHB-Frauen-Nationalcoaches mal vakant sein sollte: An kompetentem Ersatz aus der Handballecke ist wahrlich kein Mangel. Für den Posten in Ungarn sicher auch noch. :hi:


    Zum Glück gibt es weit weniger "Sofabundestrainer" im Frauenhandball als im Männerfußball, dass macht es leichter sie zu ignorieren :P Falls mir jemand Ambitionen nachsagt - Nein Danke! Vor dem Job hab ich zuviel Respekt :)

    Mike B: Dann lieber eine Quote für Juniorenspielerin pro Team. Der Teamansatz würde zum Einspielen vor einem Tunier sinn machen aber nicht um Spielerin über einen Zeitraum zu entwickeln. Wir haben schon das eine oder andere Team in der Liga denen fehlen schon jetzt gestandene einheimische Spielerin. Ich glaube es wäre besser wenn wir auch in den Spitzenteams Spielanteile für Nachwuchsspielerin sichern würden. Für die meisten wird es wohl kein Problem darstellen gewissen Spielanteile zu garantieren aber vor allem in der Spitze wird auf Ausländische Profis gesetzt. Es ist aber auch eine Frage ob das rechtlich gehen würde - Stichwort "Keine Diskriminierung von EU Einwohnern".

    Es ist wirklich bitter nun ein eher negatives Fazit zu haben aber das ist leider die einzige Konstante in den letzten Jahren - Am Ende gab es enttäuschende Niederlagen nach guten Start.

    Nun alles über den Haufen werfen wird uns leider wenig bringen. In meinen Augen muss man sich für eine Sinnvolle Entwicklung einsetzen und aufhören mit kurz- und mittelfristigen erfolgen rechen. Die aktuelle Mannschaft hat nicht das Leistungsniveau und es sollte jetzt auf allen Positionen nach einer Lösung gesucht werden und diese Spielerin gezielt gefördert werden. Wir haben hier immer wieder sehr erfolgreiche jugend Nationalmannschaften aber der Sprung in den Seniorenbereich schaffen viele nicht. Ich habe echt keine Lust mehr so oft Positionsfremde Spielerin. Gerade gegen Spanien habe ich mich über das statische Spiel in der Offensive geärgert. Ja, es ist eine WM und der Gegner kein Einfacher aber das ist kein Grund warum das Laufspiel und die Passwege sowas von langsam und durchschaubar sein. Ein guter Trainer muss es doch schaffen, dass die Basics funktionieren und das war einfach nichts.

    Das "positive" ist die Tatsache, dass wir nich wegen unserer Abwehr gescheitert sind. Darauf lässt sich aufbauen. Ich bin aber echt ein Stückweit ratlos, wie das gelöst werden soll. Denke dass die Liga sich dabei dringend einbringen sollte. Vielleicht macht eine U20-Regelung sind also eine Quotenregel für Juniorenspielerin. Wir müssen einen Weg finden, dass der Übergang besser gelingt um von guten Nachwuchs auch zu profitieren.

    Was ich dem Team zugestehen muss ist halt Corona und ihre folgen. Eine Mannschaft muss sich einspielen können und das heißt einfach üben, üben und nochmals üben. Das war wohl so schwer wie selten in der Pandemie aber damit waren wir halt auch nicht alleine. Das ist keine Ausrede aber auch nicht von der Hand zu weisen.

    Bin da bei dir TCLIP - Bedenke aber auch, dass gute Trainer wissen wieviel eine Mannschaft leisten kann und es dann auch Sinnvoll sein kann weniger aber dafür gut zu lernen. Ich bin halt der letzte, der die Arbeit eines Trainers wirklich beurteilen kann weil oft nur das Spiel bekannt ist und sonst nichts. Es ist aber ein unterschied zwischen Biegler und Groener zu erkennen.

    Als Beispiel für Fußballer fällt mir die Situation von Youssoufa Moukoko ein - der hatte noch kein Bundesliga Spiel als er angeblich 10m Wert war und für viele nur eine Frage der Zeit wann er auch in der Nationalmannschaft landet.

    Was mich am meisten bei den Aussagen zu jungen Spielerin stört ist die Tatsache, dass es bei einigen als "normal" rüberkommt wenn eine 18-20 Jährige internationale Klasse hat und es nur an ihr liegen würde. Es wird immer mit dem Maximum verglichen und das unwahrscheinliche erwartet ohne zu bedenken, dass die Leistungsfähighkeit oft erst mit mitte Zwanzig erreicht wird. Im Fußball wird ja auch immer gerne ein vergleich mit Messi oder Haaland gezogen und dabei vergessen, dass solche Athleten oft Ausnahmesportler sind und Jahrzehnte unerreichte Leistungen zeigen. Orientieren an dieser Spieler ist ja in Ordnung aber vergleichen ist immer etwas schwer.. Ich kann mich noch an Zeiten erinnern, wo Sportler sich für die Nationalmannschaft durch jahrelange Leistung qualifiziert haben und es unüblich war so jungen Spielerin Verantwortung zu geben und dann ist der Jugendwahn ausgebrochen...
    Athletische Ausbildung kann in einem gewissen Maß vorgezogen werden aber die Psychologische Entwicklung halt nur bedingt.

    Was "BlKW168" geschrieben hat ist zwar viel und etwas unübersichtlich formatiert aber einige sehr wichtige Punkte sind da aufgelistet, die auch folgen für die Leistung der Nationalmannschaft hat. Handball wird seit Jahrzehnten dynamischer weil die Verantwortlichen damit den Sport attraktiver für Zuschauer machen wollen und die Gesundheit der Spieler wird als secondär eingestuft. Was die Verantwortlichen bei IHF/EHF leider vollkommen ausblenden ist die Tatsache, dass es nicht nur die Ausbildung verändert sondern auch das Spiel für nicht Profis. In dieser Saison habe ich mehrfach 9m gesehen, die einfach nur gewollt waren und die Schiris haben wie gewollt gepffifen. Es erinnert mich an die Diskussion über Abseits/Elfmeter im Fußball und der Kameratechnik. Da wusste am Ende keiner mehr was jetzt ein Kontakt war und was ein Foul. Fakt ist, dass Profisportler sich weiter steigern können aber "Semi-Profis oder Amateure" nicht. Wenn der Sport zu kompliziert wird oder die Körperlichen vorraussetzungen zu heftig sind wird er auf lange Sicht Probleme bekommen. Ich denke keine Nationalmannschaft der 90er/2000er Jahre könnte gegen ein heutiges Spitzenteam bestehen. Alleine deshalb ist es vermessen die selben Erfolge zu erwarten - Der Sport hat sich auch sehr stark verändert mit der schnellen Mitte, Spiel ohne Torhüter , Veränderung des Zeitspiels bzw passiven Spiels. Wir haben heute mehr 40-35 Spiele als 20-19.

    Natürlich wäre ein Ausscheiden im Viertelfinale mit einer erneuten Leistung wie beim Dänemarkspiel ein Rückschritt aber wir haben lange gehofft endlich eine Mannschaft auf der Platte zu sehen, die alles gibt und für einander kämpft und sich nicht nur in Interviews mit unerfüllten Hoffnungen zeigen. Dabei wurde auch mehrfach gesagt, dass solch ein Team vorrang vor einzelenen Spielerin hat. Das habe ich in den Spielen bisher gesehen und ist für mich der wirkliche Fortschritt und kann den Unterschied zwischen Platz 16 und 3 sein ;) Ich glaube es ist schwer das aktuelle Tunier mit anderen zu vergleichen - 2 Jahre Pandemie verändert einfach zu viel. Wenn es eine Sache gab in den letzten Tunieren, dann leider Niederlagen in den wichtigsten Spielen und Siege, wenn sie am unwichtigsten waren. Bisher ist das bei der WM genau andersherum ;)

    capitano19: Danke für den Kommentar! Wundere mich auch über die eine oder andere "Ferndiagnose" nach dieser Niederlage. Die Abhängigkeit von Top Spielerin ist eher die Regel als die Ausnahme und teilweise fehlt mir der Respekt vor der Leistung des Gegners. Ich bin auch "nur" Fan und fand die Spiele bisher eher positiv. Selbst bei der (peinlichen) Niederlage fand ich die Abwehrleistung in Ordnung und teilweise sogar extrem gut. Das war meiner Meinung nach eine Art negative Gruppendynamik in der Offensive weil es keiner Spielerin gelungen ist sich Selbstvertrauen aufzubauen während die gegnerische Abwehr sich immer mehr steigern konnte. Außerdem hat die Torhüterin ein tollen Spiel gemacht. Das kann im Mannschaftssport passieren und ist kein Weltuntergang. Wichtig ist, dass sie das vergessen und den Schalter umlegen. Ich traue dem Team zu aus diesem Spiel zu lernen. Ich kann mir sogar vorstellen, dass HG genau deshalb wenig gewechselt hat und wollte, dass die Spielerin selbst merken was passiert ist. Wenn sie das abhaken können und im nächsten Spiel wieder an die gute Leistung der Vorrunde anknüpfen wäre das der nächste Schritt in der Entwicklung. Meine Erwartung wären mit dem Halbfinale tatsächlich übertroffen ;) Ziel wäre für mich in der Hauptrunde eine gute Leistung zeigen und mithalten zu können. Also etwas im Bereich Platz 3 bis 8 :)

    Mal eine andere Frage in die Runde: Ist die Plazierung bei dieser WM für eine Wertung/Qualifikation wichtig?

    Ich finde es übrigens sehr wichtig, dass es auch Vereine gibt die Zweitklassig sein wollen und die Amateur Sport auf höchstem Niveau bieten. Nicht immer muss Profitum das Ziel sein.... Ob das die 2.Bundesliga sein muss kann gerne diskutiert werden ;)

    Ich traue mich jetzt ohne beide Vereine wirklich gut zu kennen zu folgender Aussage: Werder und die Nordfrauen kannst du nur bedingt bis gar nicht vergleichen. Werden ist Teil eines der größen Deutschen Vereine überhaupt und entsprechenden Umfeld mit A-Jugend und 2.Mannschaft. Die könnten mehr wenns sie wollten während der Nordexpress wohl am Maximum angekommen ist. Bremen und Flensburg sind auch nochmal ein Unterschied von der Größe und die Nordfrauen dürften wohl von allen Zweitligisten die meisten Kilometer pro Saison abreißen. Insgesamt nicht schon wenn sich offizielle vor Publikum streiten :(