Beiträge von Fridulin

    Ich denke das Kozept für die Zuschauer dürfte bei den Damen noch mit am besten Umgesetzt werden können, da viele Vereine oft weniger als 1000 Zuschauer haben und gerade die Zweitligisten spielen teilweise vor wenigen hundert Gästen. Wenn ich mit meiner Google Suche richtig liege ist beim Eishockey im Schnitt deutlich mehr los wenn Berlin (13.000+), Köln oder Mannheim (11.000+) spielen. Da müssen Arenen umgeplant werden und je größer desto Aufwändiger wird es. In Buxtehude kommen viele mit dem Auto und zu Fuß / mit dem Rad zum Spiel also muss über die Anreise nicht nachgedacht werden. Das allerdings oft in Sporthallen mit 3-4 Eingängen gespielt wird, macht es dann doch nicht so einfach. Eine moderne Multifunktionsarena ist das Variabler und weitläufiger. Am Ende wird es interessant sein, wie das gelöst wird. Vielleicht überlegt man sich jetzt schon mal ob eine Berichterstattung per Livestream und Konferenzen für Zeitgleiche Spiele möglich ist um auch neue Zuschauer zu erreichen. Ein Horror wären wieder viele Livestreams mit einer Kamera und ohne Kommentar bei Geisterspielen...

    Bin da bei Germanicus und denke es wird zwar der Versuch unternommen werden, was ich auch richtig finde, aber vermutlich wird es irgendwann Fälle geben - Die meisten sind halt einfach keine Profis, die nur zwischen Halle und den Spielorten pendeln müssen. Einen Bundesliga Fußballer kann man eine gewisse Zeit so abschotten, dass das Risiko sehr gering wird aber bei einer Semiprofi Sportart wie dem Frauenhandball wird es wohl eher schwer. Daher ist es wichtig nun Regelungen zu finden wie im Fall der Fälle damit umgegangen werden soll. Dazu ist es bisher auch recht ruhig geworden. Vielleicht wäre es am BvB sich dafür einzusetzten - Immerhin fanden sie die aktuelle Regelung nicht gut ;)

    Unabhängig davon machen die Zuschauereinnahmen einen sehr großen Posten für die meisten Vereine aus und für diese ist es nicht möglich auf diese Einnahmen über einen längeren Zeitraum zu verzichten. Es gibt da aktuell drei Lösungen:

    1. Zuschauer zulassen und Risiko gehene (Kann nicht sagen wie hoch dieses Risiko Anfang September wirklich ist)
    2. Zeitlich befristete finanzierung durch Staat / Sponsoren
    3. Neue Sponsoren / Einnahmequellen finden

    Was da noch für jeden der Clubs wirklich möglich ist, wird die Frage sein. Positiv sehe ich, dass bisher noch keine Insolvenz angemeldet wurde aber das kann täuschen. Aktuell besteht keine Pflichtmeldung für Insolvenz und meist wurden diese im Handball auch erst gemeldet wenn schon über Insolvenzverschleppung spekuliert werden konnte. Aktuell ist damit am 30.09. Schluss und dann wird es sicherlich einige Fälle in allen Bereichen der Republik geben.

    Ich finde diese Dauerkartenlösung wirklich top! Die haben sich wirklich Gedanken gemacht und eine kreative Lösung gefunden. Denke dieses Model wird noch mehrfach übernommen werden, den es stellt für alle Beteiligten eine faire Lösung vor. Bin gespannt ob wir noch mehr davon hören.

    Ich denke der Handball wird, wie die meisten Team Ballsportarten stark dran knappern einen Sinnvollen Spielbetrieb zu organisieren. Veränderungen und zusätzliche Maßnahmen kosten immer Geld und die Liga wimmelt nicht vor Klubs mit vollen Kasse. Wenigestens wurde bisher noch keine Anpassung am Regelwerk vorgeschlagen ;) Man gucke sich nur mal den überspitzten extra3 Bericht zum Volleyball an... Es ist halt schwer einen sinnvollen Weg zu finden. Sehe auch noch das Problem mit den Zuschauereinnahmen. Keine Sporthalle wird sich finanziel tragen wenn auch die Zuschauer einen Sicherheitsabstand (Obs nun 50 cm oder 2 Meter sind) einhalten müssen. Das sich etwas tut und die Teams wieder trainieren können ist toll aber am Ende müssen sich alle Mannschaften der Liga finanzieren. Das ist halt nur durch Sponsoren und Zuschauern möglich. Drücke allen Verantwortlichen die Daumen und hoffe sie finden eine Lösung.

    Harpiks: Ich würde mir auch durchaus wünschen, dass der Sport in der Spitze auch als Systemrelevant unterstütz werden würde und nicht nur die Fußballbundesliga mit finanzieller Drohgebärden einen verzerrten Wettbewerb auf Biegen und Brechen durchdrücken wollen. Der heutige DFB Beschluss zur 3.Liga und der Frauen Bundesliga spricht für sich... Eine Vorbereitung in Sachsen und Sachsen-Anhalt ist nicht möglich - Teams wie Dresden waren komplett in Quarantäne und jetzt sollen sie sofort wieder spielen? Es wäre wichtig alle Vereine der wichtigsten Sportarten (Egal ob Team- oder Individualsportler) eine Perspektive zu ermöglichen und die Zeit sinnvoll zu nutzen. Viele der Sportler studieren und können Verletzungen auskurieren aber wenn dann OPs verschoben werden obwohl Kapazitäten da sind.... Am Ende kann jede Unterstützung durchaus postive Aspkete haben und wenn wir ehrlich sind, sind solche internationalen Vergleich schon immer schwer gewesen. In Deutschland haben wir von solch einem System auch sportlich profitiert und unserer Skandale gehabt ;) Stichwort Walle Bremen, Lützellinden und Nürnberg - Alles rechtlich schwierige Fälle aber sehr erfolgreich und noch gar nicht sooo lange her.

    Zum eigentlichen Thema:

    Zitat

    Der Buxtehuder SV hat Jugend-Nationalspielerin Mia Lakenmacher vom Drittligisten TV Hannover-Badenstedt verpflichtet. Die Rückraumspielerin wird zum erweiterten Bundesligakader gehören und an die höchste deutsche Spielklasse herangeführt.


    http://www.hbf-info.de/o.red.r/news.p…01&geschlecht=w

    Da der BvB ja immer so sportlich fair sein will ist die Idee, dass Final4 kurzfristige auszutragen genauso so toll wie eine Diskriminierungsdebatte forcieren zu wollen. In beiden Fällen will man irgendwie einen Titel in der Saison bekommen. Die Aussage „Keine Ahnung ob und wann das Final4 stattfinden wird, die HBF ist eine Wundertüte“ von Herrn Heiermann zeigt, was er von der Liga hält und wie wenig ihn andere Vereine interessieren. Frei nach dem Motto "Bei uns ist alles super also was ist euer Problem??" :/:

    Zur Erinnerung: Nicht jeder Verein hat eine Borussia Dortmund GmbH & Co mit 500 Millionen € Umsatz im Hintergrund!!

    Die Saison 2019/20 ist bekanntlich zu Ende und nun gehts weiter mit der nächsten Spielzeit.
    Da sich viele Fragen stellen würde ich vielleicht in Runde fragen welche Fristen wichtig sind und vor allem wann dieses Ablaufen.

    Wenn ich den Rahmenspielplan richtig gelesen habe wäre das Wochenende 05/06.0908.2020 der erste Spieltag.

    Ist bekannt welche Vereine keine Lizenz beantragt oder finanzielle Probleme kommuniziert haben?
    Laut hbf-info.de Download ist am 01.03.2020 um 18 Uhr die Frist für den Lizenzantrag abgelaufen.

    ich: Wenn die Grundlagen nicht besser werden sondern stabil sind, warum ein zu großes Risiko eingehen? Für die Liga ist es sicherlich besser wenn ein Zweitliga Meister auch aufsteigt aber mir ist es eindeutig lieber wir haben wirtschaftlich stabile Vereine für 1. und 2.Bundesliga als eine (finanziell) ungesunde Struktur. Wenn die Liga einen Punktabzug bei Nichtaufstieg in ihrer Satzung vorsieht muss dieser auch verhängt werden. Mir sind Aussagen bekannt, dass die SG geplant hatte das Risiko einzugehen und nun doch bedenken hat. Allerdings dürften sie mit diesen Bedenken nicht alleine sein und ändert die Situation für alle. Es muss nun wieder ein Spielbetrieb geplant werden und wie am Ende die beiden Ligen aussehen werden?

    Toll, dass hier wieder Beiträge mit erklärten Positionen zu lesen sind und das zu einer inhaltlichen Diskussionen führt. Leider können wir hier nur Standpunkte austauschen ;) Die Option "Saison einfrieren" wäre in der Tat auch ein interessanter Ansatz gewesen. Das ganz große Problem ist die komplette Unklarheit wann es weiter gehen kann und die ist weiterhin ungeklärt.

    Talinger89: Für den Verein wäre es vorallem die erste deutsche Meisterschaft gewesen. Vollkommen verständliche Position, wenn die Grundthese "Meister=1.Tabellenplatz bei Abbruch" annimmt. Das ist aber weder so geregelt noch wirklich durchgängig der Fall. Prominentes Beispiel ist der FC Liverpool, der vielleicht vollkommen überlegen nicht Meister wird weil die Grundlage dieser Meisterschaft- die Liga, nicht regulär beendet wurde und unvollständig ist. Sportlich soll nur jemand Meister werden, wenn er sich im kompletten Wettbewerb durchsetzt. Man könnte jetzt anderen Verbänden/Liga vorwerfen, dass sie nur zu Marketing Zwecken mit einem Meister rumhausieren und damit unsportlich sind ;) Das würde vermutlich in die Grundsatzdiskussion der Frage enden, ob Vereinstrukturen / Wettbewerbe überhaupt nach sportlichen (welchen?) Ansprüchen organisiert sind. Im Tennis gibt es die Weltrangliste und die Profis planen mit bestimmten Tunieren. Es ist also normal, dass nicht jeder alle Tuniere spielt. Jetzt gibt es Spieler, die echt Problem haben aber es ist dort normaler auch mal Ungerechtigkeiten zu erleben.

    Ronaldo: Guter und wichtiger Beitrag! Die (Selbst)darstellen ist bei der Vielzahl an Problemen noch am kalkulierbarsten und gerade damit tut sich DHB / HBL / Vereine gerade keinen Gefallen. Bisherige Defizite werden in Krisen bekanntlich meist noch offensichtlicher.

    Maestro: Ich bin Handball Fan und gucke Spiele und bin kein Entscheider - Wie viele der Anderen hier auch Ämter in Verband/Verein haben ist mir auch meist nicht bekannt. Gibt es den Informationen wie die Entscheidung gelaufen ist? Öffentlich erklärt hat bisher nur der BvB, dass sie nicht einverstanden sind. Das kann eine Einzelmeinung eines Überstimmten sein oder zeigen, dass es Gruppenbildung/Strukturprobleme gibt und die Entscheidungsfindung eine echten Herausforderung ist. Das Herr Rauball sich medial bei Mehrheitsentscheidungen (und damit eben nicht Einstimmigkeit!) öffentlich Erklärt dürfte, dank Bild & co, jedem bekannt sein. Oft sind seine Positionen dabei nicht Hamonie fördernd ;) Wäre nicht gut für die durchaus positivere Entwicklung der Liga. Ist jetzt ja nicht so, dass vor Corona alles in Butter war und wir nur wieder ins Paradis zurück müssen und alle sind wieder glücklich.

    Karl: Was willst du eigentlich bezwecken? Du beschwerst dich über (mögliche) Unterstellungen und machst dann selbst welche? Natürlich werden in allen Bereichen - egal ob Deutschland oder Ungarn Subventionen eingesetz, die zum Teil oder vollständig durch EU Gelder finanziert werden. Da ist eher die Regel als die Ausnahme. In diesem System ist Ungarn eines von aktuell 8 Geldnehmern bei 19 Geldgebern. Damit ist gemeint, dass sie mehr Erhalten als Zahlen. Sie bezahlen wie alle Staaten ihren Anteil.

    Bilanz EU Zahlungen 2014-2020 --> Redirect

    Das ändert halt einfach nichts daran, dass der Sport im Interesse der Öffentlichkeit und Politik steht und es einfacher ist so beliebt zu werden. Da hat der Damenhandball Ungarn einen Vorteil und viele andere Sportarten auch Nachteile. Der Fußball ist ganz anders als in anderen Ländern nicht auf Europäischen Top Niveau und lässt damit anderen Sportarten die Möglichkeit diese Funktion zu übernehmen. Alles in Ordnung solange kein Missbrauch passiert und da lässt die Vergangenheit einfach eine Portion Zweifel aufkommen.

    @BIKW168: Ich denke die Aussage, dass der dritte EL Platz dem Pokalsieger zu steht bezieht sich auf die "normale" Regelung. So war es zu mindest in der Vergangenheit. Der THC war Pokalsieger 2018/19 und daher folgerichtig auch 2019/20 für den EHF Pokal qualifiziert. 2019/2020 gibt es weder einen Sieger noch eine Quotenregel für den Pokal also fällt der Platz an die Liga. Wenn in der Vergangenheit der Pokalsieger in der CL gespielt hat wurde der Platz auch über die Liga vergeben - Es ist also keine Ausnahme sondern das Anwenden der bestehenden Regelung auf einen neuen Fall. Wenn der THC jetzt tatsächlich ohne Europacup darsteht, ist es leider der sportlichen Leistung dieser Saison zu verdanken und sicherlich nicht der HBF/DHB vorzuwerfen.

    Wenn man einen Skandal sehen will bietet Corona sicherlich viele Möglichkeiten sich diesen zu suchen und vielleicht sogar zu finden. Bringt uns das aber weiter? Am Ende muss eine für die Mehrheit tragbare Entscheidung gefunden werden und das ist oft nicht möglich ohne einige zu benachteiligen. Aus deinen Worten hier lese ich eine sehr egoistische Sicht mit dem Ziel irgendwie eine Europacup Teilnahme für den THC zu rechtfertigen aber die gibt es maximal über die Liga aber da hat die HSG einfach 2 Punkte mehr aufm Konto (Wenn auch mit einem Spiel weniger und der schlechteren Tordifferenz).

    Ich denke es ist zwar für Dortmund etwas blöd aber der Titel war nicht so klar und hing sicherlich entscheident an dem Bietigheim Duell. Keine Regelung hätte hier alle Glücklich gemacht aber ich bevorzuge diese Lösung eher.

    Ob Rosengarten aufsteigen will?

    Ich denke die EHF wird noch ordentlich rotieren wenn klar ist welche Vereine überhaupt CL/EL spielen wollen und können. Es hängt vieles an den nationalen Spielbetrieb und der muss erstmal wieder laufen bevor sich Teams für internationale Wettbewerbe aufstellen können.

    Ich sehe den THC in einer vergleichbaren Situation wie beim HCL zu seinen besten Zeit. Erfolgreichster Verein eines Bundeslandes ohne 1/2.Bundesliga Fußball aber mit vielen anderen Sportarten auf Bundeseben. Es wird interessant sein zu sehen wie es sich entwickelt wenn sie nicht mehr der Klassenprimus sind. Eine solche Ausnahmestellung bringt immer Sponsoren, die sich natürlich gerne bei den erfolgreichsten Vereinen präsentieren. Insgesamt ist das Projekt THC mit Herbert Müller eine wirklich erfolgreiche Sache bisher und nun wird sich zeigen ob diese Langfristig ist. Durch die ganze Corona Geschichte ist der (Frauen) Handball insgesamt unberechenbar - Keiner kann doch derzeit wirklich seriös planen.. dass sind alles nur Planspiele mit der Hoffnung in der Lage zu sein Wettbewerbsfähig zu sein wenn es los geht. Aktuell ist es eher ein Vorteil keine fixen Personalkosten zu haben und die Aussicht in einigen Europäischen Ländern sind deutlich düsterer als bei uns. "Netter59" hat einen durchaus berechtigten Punkt angesprochen - vielleicht wechseln noch einige Spielerin weil sie bei ihrem aktuellen Verein kein Spielbetrieb haben und andere Wettbewerbe wieder spielen. Die Skandianischen Länder sind aktuell nicht so stark betroffen und könnten eher beginnen als z.B. Frankreich, Italien, Spanien oder auch die Türkei.