Beiträge von Fridulin

    So sinnvoll die Frage nach dem Lizenzverfahren auch ist sollte vielmehr das aktuelle System hinterfragt werden. Dafür muss die HBF / der DHB die aktuelle Organisation des Spielbetriebs im allgemeine analysieren und anpassen. Offensichtlich ist es nicht möglich zwei Ligen mit insgesamt 30 Vereinen in einer bundesweiten Struktur zu finanzieren. Dabei muss dann neben den fehlenden Einnahmen auch dringend die Kostenseite beachtet werden.... Wieso zum Teufel wurde die 2.Liga überhaupt eingleisig? Als Fan wundert es mich überhaupt nicht, dass jedes Jahr wieder mindestens Verein aufgibt und sich die Aufsteiger praktisch von selbst ergeben. Es gibt viele Sportarten oder Länder, die nicht mal EINE eingleisige bundesweite Liga organisiert bekommen ;) Wieso wird im Handball nicht mal über andere Modelle nachgedacht.

    Malene Staal hat mir in den Testspielen auch sehr gut gefallen. Als kleiner und agiler Wirbelwind war sie nicht zu halten und hat keinen Zweikampf gescheut egal wer die Gegnerin war. Erinnert mich vom Typ her sehr stark an Anna Loerper.

    Bei Buxte merkt man erneut, dass sich eine Kreisläuferin erst einspielen muss und wie gut Annika Meyer war/ist. Sie hat von der ersten Minute an ins Spiel gepasst und Chrinsta Haurun muss sich erstmal anpassen und hat damit mehr zu kämpfen. Außerdem tut es dem BSV überhaupt nicht gut, dass mit Knippenborg und Prior gleich beide Spielmacherin ausfallen. Das wird zu Saisonbeginn auf jedenfall eines schwerer machen :/:

    Der Manager eines Handballverein ist doch nicht viel anders als der Inhaber eines kleinen mittelständischen Unternehmens zu sein. Er wird ALLES Mögliche tun um die Unternehmung bzw. die Spielbetriebs GmbH zu erhalten. Dazu zählt auch nach Misserfolgen die richtigen Schlüsse zu ziehen und erneut wieder alles zu versuchen. In Falle eines Damenhandball Bundesligisten gehört neben Beziehungen zu möglichen Geldgebern (Egal ob ein großer Gönner und viele kleine Sponsoren) eine extrem große Portion Zweckoptimimus dazu und die Bereitschaft auch gegen die Meinung vieler Menschen es immer wieder zu versuchen. Dabei werden die bestehenden Regel (Verband) und Gesetzte im Zweifel bis an die Grenzen angewendet. Machen wir uns nichts vor... Keiner wird dabei reich werden und muss sich auf seine Geldgeber verlassen. Es ist dann auch ganz normal einen Kreis von Helfern/Beratern um sich aufzubauen und dabei mit der Zeit vielleicht etwas Beratungsresisten zu werden. Mit dem zunehmenden Erfolg wird es wirklich schwer zwischen guten und unseriösen Beratern zu unterscheiden. Daran scheitern sehr viele Unternehmer! Ich bin selbst seit mehreren Jahren in einem erfolgreichen Hamburger Familienunternehmen beschäftigt und glaube einen Teil dieser dynamik selbst erlebt zu haben. Es ist nicht sehr leicht einem erfolgreichen Unternehmer zu widersprechen und damit auch noch recht zu haben ;) Das von "ich" angesprochene Gesicht verlieren macht solch eine Situation nicht einfacher...

    All das Entschuldigt nicht die Vorgänge in Leipzig und die nun folgenden Verfahren werden am Ende ein Urteil finden. Ob dies strafrechtliche Folgen hat oder nur bitter für den Handball ist kann wohl aktuell keiner von uns wirklich beurteilen aber es ist wie "ich" sagte eine Geschichte mit vielen Verlierern.

    Ohne es zu wissen und einfach mal in den Raum spekuliert soll es Sportler geben, die sich auch mit 29 Jahren einfach komplett neuorientieren wollen und für die eine EM nochmals eine tolle Sache ist ;) Aus jüngster Buxtehuder Geschichte haben Maxy Hayn (mit 29 Jahren) und Jana Podpolinski (31 Jahre) genug vom Handball gehabt und sich nun ihrem Privatleben gewidmet. Rein sportlich wären beiden weiterhin wichtig für den BSV gewesen.

    Laut einem Artikel von thueringen24.de hatte der Wechsel "...private und berufliche Gründe..".

    Über die Bedingungen kann ich wenig sagen aber wenn sie nicht gut/angemessen sind warum wurden dann so oft 2-3 Jahres Verträge abgeschlossen? Die sind zwar alle nur in der 1.Liga gültig aber es klingt für mich eher nach einer sinnvollen Planung als nach Kurzschlusspanik. Nele Kurzke, Tamara Bösch, Joanna Rode (Alle 2 Jahre) und Michelle Urbicht (3 Jahre) werden doch sicher nicht so lange Verträge unterschreiben ohne, dass die Bedingungen angemessen sind. Ich denke eher die genannte Summe von 400.000€ ist etwas "ungenau" und viele indirekte Leistungen nicht einberechnet (müssen sie auch nicht). Keine der Spielerin ist Profi und damit sind alternative Lohnmodelle wohl ohne Alternative und die müssen bekanntlich nicht in den Etat einberechnet werden ;) Wenn ich mir den Kader so angucke, dann halte ich die Bienen zwar weiterhin für einen der Kandidaten, der um den Klassenerhalt spielen aber sie sind einer von vielen und nicht mehr der Abstiegskandidat Nr1 ;) Da ist mittlerweile wohl eher Nellingen.

    zmagoválec: Toller Link und das klingt alles plausibel und vernünftig, was dort steht. Bin sehr gespannt auf die Entwicklung der Bienen!

    Das mit der Demut und dem lernen aus der Vergangenheit kann nur noch gezeigt werden. Den Worten der Verantwortlichen wird aktuell wohl keiner mehr glauben und ich hoffe wirklich, dass jetzt auch personelle Konsequenzen bekannt werden. Auf Grund der Abläufe kann mir doch keiner erzählen, dass das nur Einzelpersonen waren und sonst keiner wusste was passiert. Es soll doch eine Offenlegung zur Erstellung des Rettungskonzeptes gegeben haben und diese Beteiligten sind doch vollkommen unglaubwürdig und eine Lachnummer wenn sie jetzt weiterhin als Geheimniskrämer auftreten.. Das war ein komplettes Versagen ALLER Bereiche!

    Ich finde aber dass das Ziel absolut Sinn macht und selbst in der aktuellen Situation durchaus genannt werden sollte. Es ist ja nicht so, dass es keine Sponsoren und Fans gab. Das hier genannte Ziel ist Bundesliga und dort gehört ein Verein mit dem Umfeld hin und wenns nur gegen den Abstieg gehen würde. Mit der Sporthochschule und dem Internat bieten sich für viele Handballverein in Deutschland nicht erreichbare Grundlagen und daher sollte der Anspruch auf Leistungssport gegeben sein und den gibt es bekanntlich nicht ohne 1.Bundesliga.

    Wie gesagt, dass alles kann nur durch glaubwürdiges Handeln und Konsequenzen funktionieren und die Verantworlichen müssen einsehen dass nun erstmal geliefert werden muss damit es überhaupt Sinn macht. Das wird nicht einfach aber ist wohl am ehesten noch in solch einem Umfeld möglich!

    Ich denke, dass ein seriös geführter Handball Club in Leipzig Bedingungen vorfindet von denen viele in Deutschland nur träumen können. Daher halte ich eine schnelle Rückkehr eines Leipziger Teams in eine der beiden Ligen für sehr realistisch. Es ist jetzt die Frage ob die HBF/ der DHB auf die Regeln bestehen und die Insolvenz in der aktuellen Saison werten und somit der Aufstiegssperren um ein Jahr verlängern oder ob neue/andere Absprachen möglich sind um den Aufbau schnellmöglich wieder auf Top Niveau zu bringen. Der Fall des FHC ist da wohl eher kein Vergleich für den Neubeginn, da dort die finanzielle Mittel nicht vorhanden waren. Die Situation in Leipzig halte ich für eine komplett Andere. Der Nachwuchs ist unabhängig von der GmbH organisiert und besteht somit weiter und die Stadt bietet ein wirtschaftlich starkes Umfeld mit Sponsoren.

    Wenn es einen kompletten Neuanfang mit neuen Strukturen und Verantwortlichen gibt wäre es für mich sogar in Ordnung, den Aufbau eines neuen Leipziger Teams von Liga- und Verbandsseite aktiv zu fördern. Der Standort Leipzig ist und bleibt ein guter und wichtiger für den Damenhandball und es wäre extrem schade diese Möglichkeiten nicht zu nutzen. Unabhängig von den vorgefallenen Dingen, die dringend und vollständig aufgeklärt werden müssen, sollte der Standort erhalten bleiben!

    Löwenherz: So schwer mir das ganze fällt aber an sich trifft dein Beitrag leider zu. Ich habe mich in der Vergangenheit auch mehrfach für den Standort Leipzig ausgesprochen aber dafür muss es innerhalb des HCL eine deutliche Veränderung geben und davon ist aktuell leider wenig in der Öffentlichkeit rübergekommen. Hoffe wir alle im sinn des Damenhandball auf Sinnvolle Konsequenzen aus dieser unnötigen Seifenoper!

    Jeder Protest während des Spiels würde sich auch gegen die Spielerin des HCL richten und die haben es auch nicht verdient. Das Spiel hätte es schlichtweg nicht geben dürfen also warum nicht einfach ausfallen lassen? Ob ich nun hingehe oder nicht wird wohl nicht viel Aufmerksamkeit erzeugen und das soll auch keine Aufruf zum Boykot oder so sein sondern meinen Unmut ausdrücken! Vielleicht Spielt die SGH Rosengarten und ich gucke mal ein Spiel in der 2.Liga.

    Edit: Löwenherz: Alles weitere in PMs ;)

    Ich bin ehrlich gesagt was sprachlos und habe mich absichtlich einige Zeit zurückgehalten. Diese Entscheidung ist ein Schlag ins Gesicht eines jeden Sportsmann.... Da wird trotz einer schon sehr bedenktlichen Überschuldung eine Saison mit CL Teilnahme und dem Versuch sich wieder in den Meisterschaftskapf zurück zu melden geplant und diese geht dann komplett (sportlich und finanziell) nach Hinten los. Statt daraus zu lernen wird nun selbst bei der Lizenzerteilung lieber ein Rechtsstreit inklusive öffentlicher Selbstberäucherung beim Erfolg vorgezogen statt tragfähige Konzepte zu realisieren. In der Meldung zum Schiedgerichtsurteil wird mit KEINEM EINZIGEN Wort Stellung dazu bezogen ob die Auflagen erfüllt werden. Statt dessen wird der seit Wochen auffällig unauffällige Manager zitiert, der die gute Arbeit der Rechtsanwälte lobt. Hätte noch gefehlt, dass diese die Arbeit des Manager loben würden :D Diese können bekanntlich auch von Krediten bezahlt werden und für kurzfristige Kosten einen maximalen Erfolg zu generieren. Nachhaltige Arbeit sieht anders aus aber vielleicht will dort jemand auch nur einen stillvollen Abgang haben... Ein Schelm wer da wieder Parallelen zur Arbeitsweise der Verantwortlich des HCL findet :P Interessant wäre die Frage ob die liebe Manager-Gattin Kati Hähner an diesem Verfahren möglicherweise sogar noch verdient hat oder haben die Anwälte, wie vielen Spielerin in dieser Saison, ohne Bezahlung gearbeitet?

    Für mich ist der HCL nun auf dem Tiefpunkt der Sympathie angekommen und ich werde mir doppelt überlegen ob ich zum Spiel gehen werde. Da ich ein Dauerkarte habe wird es kein finanzieller Nachteil für den BSV werden aber vielleicht mache ich das tatsächlich aus Protest und lasse mein Platz frei.

    Ich wäre vorsichtig was den Umfang der Unterlagen angeht. Wenn dort zum Beispiel mehrere Gutachten und Bilanzen enthalten sind kann das sehr schnell sehr viel werden. Ob das am Ende wirklich soviel wird ist dann aber auch nicht entscheidend sondern was darin steht. Offensichtlich sind die handelnden Personen davon überzeugt ein tragfähiges und sinnvolles Konzept zu haben und untermauern dies mit den Unterlagen. Nach der Stellungnahme von Herrn Dugal bin ich extrem auf den Ausgang des Verfahrens gespannt und hoffe es wird nicht zur lachnummer...