Beiträge von Fridulin

    stürmerfoul: Ich erlaube es mir mal deine Frage zu beantworten aber bin da nicht 100% sicher ob es stimmt. Soweit ich es verstehen ist der direkte Vergleich entscheident und der geht durch den +3 Sieg gegen die Niederlande bei einer Niederlage (-2) an die Mädels oder nicht?
    Fankreich hat einen Sieg +2 und eine Niederlage (-1) und ist deshalb Zweiter während die Niederlande in der Addition bei einem Sieg mit +1 und der Niederlage bei -3 landen.

    Die Tordifferenz von Frankreich und den Niederlanden sind nur wegen den Spielen gegen Polen besser aber diese zählt nicht im direkten Vergleich :P

    Ohne Polen wäre als die Tabelle:
    1. Deutschland 50-49 Tore, 4-2 Punkte
    2. Frankreich 39-38 Tore, 4-2 Punkte
    3. Niederlande 45-47 Tore, 4-2 Punkte

    Ich bin weiterhin positiv von der Mannschaft überrascht und sehr froh über die möglichkeit nochmal drei weitere Spiele zu sehen. Vor der EM hätten sich nicht wenige gewundert wenn am Ende 0-2 Punkte und das Aus in der Vorrunde gekommen wäre. Nach all den Jahren mit tollen und offensiven Aussagen zur Leistungsfähigkeit haben wir nun (endlich!) einen Trainer und Spielerin, die die aktuelle Situation genau richtig kommentieren und ich vertraue dem Trainer erstmal uneingeschränkt. Ja, dass war heute keine Glanzleistung aber selbst die hochbezahlten und von vielen geschätzen Profi Handballer der Herrennationalmannschaft haben beim letzten großen Tunier nicht durchgehend überzeugt. Wichtig sind am Ende die Ergebnisse und die Erkenntnis aus dem Spielen. Wie in anderen Beiträgen erwähnt ist das Tunier für einige andere Teams mit deutlich höheren Erwartungen als dem DHB überraschend komisch verlaufen und Fakt ist nun die Hauptrund. Wann hat den eine Damennationalmannschaft das letzte Mal ein öffentlich genanntes Ziel am Ende Tatsächlich erreicht? Ich kann mich fast nicht mehr dran erinnern :lol:

    1. Im Tor hat die Mannschaft eine extrem gut aufgelegt Woltering! Chapeau was sie heute erneut gezeigt hat. Wenn sie weiter so in Form ist ein unglaublich wichtiger Rückhalt für das Team.

    2. Auch in schwachen Spielen steht da ein Team auf der Platte und

    3. das hört auf seinen Trainer, der klare Ansagen macht und jeder Spielerin im Kader Spielanteile gibt.


    cruise: Eine der letzten Spielerin, die ich hier wirklich kritisieren würde ist Emi Bölk. Ja, das war vielleicht nicht ihr bestes Spiel aber sie ist 18 und spielt die erste EM ihrer sehr jungen Karriere. Als BSV Fan habe ich nun schon 2,5 Saisons im Seniorenbereich von ihr gesehen und bisher hat sie jeden Zweifler verstummen lassen. Ich finde Stürmerfoul hat mit seiner sehr kleinen Statistik schön aufgezeigt, dass im Rückraum heute wenig zusamen gelaufen ist. Dein Kommentar finde ich in Anbetracht der Tatsache, dass heute mit Naidzinavicius (1991), Hubinger (1993), Behnke (1993) und Bölk (1998) als Stamm ein deutlich jüngeres Gesicht hat als die letzten Jahre etwas merkwürdig. Dafür, dass der DHB in den letzten Jahren nicht sehr erfolgreich war finde ich das schon sehr positiv und deutlich glaubwürdiger als die Situation unter dem letzten Bundestrainern.

    Für alle die vielleicht nur diese EM gucken und der Liga sonst nicht folgen eine wichtig Info: Deutschland ist kein Spitzenteam mit internationalen Stars und ist als einer von vielen Aussenseitern ins Tunier gestartet! Freut euch über die weiteren Spiele und freut euch mit den Mädels, denn dass haben sie sich absolut verdient!

    Vor allem in der 2.Halbzeit gab es Phasen in denen der Rückraum sich festgelaufen hat und sogar offensiv Fouls verursacht wurden weil es keine klare Wurfposition gab. Das es zu dieser Situation gekommen ist zeigt mir zwei Dinge. Zum einen hat sich die Abwehr der Französin in diesen Phasen wirklich sehr gut auf die Spielweise eingestellt und zum anderen will der Bundestrainer das sich die Mannschaft einspielt und ein System lernt. "Löwenherz" hat vollkommen recht mit dem unterschied in der individuellen Qualität der Spielerin. Die war bei Frankreich sichtbar und macht nochmals deutlich warum es toll ist zu sehen das es auch möglich ist mit einer deutschen Mannschaft auf europäischen Niveau mitzuspielen.

    capitano19: Wenn man nun noch dran denkt, dass Svenja Huber unter Jacob Vestergaard ihren Rücktritt aus der Nationalmannschaft erklärt hat ;)

    Harpiks: Wenn die Bundesligisten weiter seriös arbeiten und Geld vorhanden ist (wie jetzt neuerdings in Bietigheim und Metzingen) ist die Bundesliga in ihrer aktuellen Form eine gute Möglichkeit für jede Spielerin.

    Löwenherz: Genau auf den Punkt! Als langjähriger BSV Fan musste ich über die Ansage an Isi Klein im Spiel gegen die Niederlande schmunzeln. Der kurze und knappe Satz "Isi halt dich an die Abläufe. Keine Einzelaktion!" Wenn das so weiter geht wird es schnell eine Sammlung von "Best-Off" Sprüchen geben. Ganz weit oben ist der Satz "Emi, die kennen dich nicht und verarschen dich. Einfach weiter machen!"


    zocker12: Ich halte das nicht für grenzenlosen Optimismus sondern mehr für Erleichterung, dass sich bestimmte Befürchtungen nicht bewahrheitet haben. Sicherlich sind die ersten 1-2 Spiele in so einem Tunier immer ein Stück unkalkulierbar aber ich habe hier noch keine Aussagen wie "Die müssen Gold holen" o.ä. gelesen.

    Auch wenns am Ende "nur" eine Niederlage mit 2 Toren wurde bin ich froh zu sehen, dass dieses Team als ein solches Spielt und seinem Trainer zu hört. Der hat eine klare Vorstellung und fordert immer wieder vollen Einsatz. Die Situation als die Niederlage klar war und Michael Biegler in einem klaren aber ruhigen Tor feststellt, dass die Niederlage mit -4 nicht so bleiben soll findet ich einfach nur gut. Seine Ansagen werden umgesetzt und wenn die Mannschaft so weiter macht sind die Punkte aus dem ersten Spiel nicht die letzten bei dieser EM! Macht echt wieder Spaß Deutschlandspiele zu gucken :)

    Auch wenn es wahrscheinlich nicht Jedem gefällt.
    Ich freue mich darüber, dass endlich mal eine deutsche Frauenmannschaft die finanziellen Mittel zu haben scheint zukünftig auch international ein gewichtigeres Wörtchen mitzureden.
    Hauptsache ist dabei allerdings auch, dass es längerfristig eine seriöse, finanzielle Basis in Bietigheim gibt.

    Gegenbeispiele hatten wir schon genug.


    Bin da auf deiner Seite. Allerdings fände ich es nicht gut wenn sich eine extreme Dominanz einstellen sollte. Stichwort Österreich ;) In der Zeit des Serienmeisters THC gab es immer wieder Siege gegen diesen und der Pokal ist bekanntlich auch zu anderen Clubs gegangen . Aktuell sieht die Bilanz der SG BBM schon sehr stark aus und ich werde das Gefühl nicht los, dass da noch mehr im Kader steck als sich bisher gezeigt hat. Der Verzicht auf eine CL Bewerbung sieht für mich nach einem Konzept aus, dass sich das Team erstmals im EHF-Pokal beweisen kann. Denke die letzten Saison hat gezeigt, dass das Team komplett neuzusammengestellt wurde und dieses Jahr schon erheblich besser zusammenspiel. Bin sehr gespannt auf das nächste Spiel in Leipzig ;)

    capitano19: Ich hatte vor der Saison Leverkusen (30-27), Oldenburg (33-33) und Dortmund (25-25) nicht auf Augenhöhe mit FrischAuf gehalten und daher ist es weiterhin eine Überraschung für mich. Im Fall von Blomberg hat die HSG dieses Jahr Spiele verloren in denen ich mehr erwartet hatte (Niederlage gegen Neckersulm, FrischAuf und Leverkusen) und die in den letzten Jahren auch mal gewonnen wurden.

    ...das sieht für mich nach einem spannenden Final4 aus.

    TuS Metzingen - VfL Oldenburg
    SGH BW Rosengarten-Buchholz - Buxtehuder SV
    Tühringer HC - Frisch Auf Göppingen
    SG BBM Bietigheim - TSG Ketsch

    Denke so wird es am Ende wohl kommen und das knappste Duell wird wohl in Metzingen stattfinden. Die anderen drei Spiele sollten klare Siege werden ;)

    Stimmt, der Bezug vor Saison ist in der Tat da. Das sich auch öffentliche Geldgeber beteiligen soll stelle ich überhaupt nicht in Frage und passiert auch schon. Es ist in meinen Augen auch stark davon abhängig wie das Konzept eines Vereins ist ob dieses Funktioniert. Gerade im Fall des Thüringer HC gab es doch vor 7 Jahren sehr viele Fragen wieso mit der Verpflichtung von Herbert Müller schlagartig Geld da war und ein eigentlich schon abgestiegener und finanziell angeschlagener Club innerhalb weniger Wochen durch den Austausch seines Kaders vom Absteiger zum Serienmeister geworden ist. Was gab es zu dieser Zeit nicht alles für Befürchtungen, dass der THC eine Blase verursacht die zeitnah Platzen würde. Wenn ich richtig polemisch werden wollen würde, könnte ich jetzt auch sagen dass die negative Entwicklung des HCL durch den sportlichen Aufstieg des THC nicht unerheblich beeinflust wurde oder nicht? Es ist alles eine Sache der Balance und wenn die Verein nur an der öffentlichen Hand hängen oder nach dem Rückgang von privaten Gelder diese durch öffentliche Ausgleichen wollen ist das auch nicht gesund oder? Mit meinem Beispiel Buxtehuder Arena wollte ich Ihnen aufzeigen, dass das Thema extrem komplex sein kann und selbst ein über Jahrzente etablierter Club um die öffentlich Gunst kämpfen und sich entsprechend seinen möglichkeiten organisieren muss. In Hamburg-Neugraben (ca 25 Minuten per Bahn von Buxtehude) wurde z.B. eine Sporthalle für die Damenbundesligisten im Volleyball VT Aurubis gebaut. Das ist gerade mal wenige Jahre her und nun hat sich der Sponsor zurückgezogen, die Mannschaft spielt nur noch 2.Liga und wer muss die Kosten tragen? Der Bau alleine kostet schnell mal 5-10 Millionen € und dann muss sich die öffentlich Hand schon überlegen ob es Sinn macht.

    Meiner Meinung nach sollte der öffentlich Rechtliche Rundfunk auch Quoten zu Berichterstattung über alle Bundesweiten Spielbetriebe vorgeschrieben werden. Das wäre eine indirekte Förderung und wäre extrem Hilfreich. Da könnten wir uns gerne ein Beispiel an Frankreich oder den USA nehmen.

    Der Wechsel von Luisa Schulze ist bereits der zweite dieser Art nach dem Weggan von Susann Müller 2014 nach Györi. Wenn ich mich richtig erinnere gabs da auch einige sehr unschöne Aussagen in der Presse von wegen "...eigentlich will ich gar nicht aber der Verein braucht das Geld". Das es auch aus Buxtehude wechsel nach Bietigheim oder Metzingen geben kann halte ich für nicht unwahrscheinlich. Allerdings gab und gibt es das schon immer und dabei hat auch in der Vergangenheit das liebe Geld eine Rolle gespielt. Ob der Verein Lützelingen, Walle Bremen oder VfB/HC Leipzig heißen spielt an sich keine Rolle. Jetzt sind die Finanzstarken Clubs wieder andere und im Sinne unseres Sports hoffe ich inständig auf eine Nachhaltige Veränderung und kein kurzfristige Verzerrung.

    Harpiks: Gute Hinweis! Habs auch nicht gesehen. Danke
    THC Fan: Leider kann ich Ihnen auf Grund der Forenregeln noch keine persönliche Nachricht schreiben deshalb hier meine Antwort:

    Zitat

    Ich schreibe Sie per persönlicher Nachricht an weil das Thema wohl etwas aus dem "Ruder läuft". Damit meine ich, dass die Beitrag mittlerweile nicht mehr direkt etwas mit dem eigentlichen Thema (Aktuelle Saison) zu tun haben und das meine Aussagen wohl als persönlicher Angriff verstanden wurden. Das wollte ich damit nicht bezwecken! Sollte es so verstanden worden sein muss ich mich bei Ihnen entschuldigen. Meine Aussagen sollten die Misstände ebenfalls aufzeigen und gleichzeitig darauf Hinweisen, dass der Damenhandball so schön er auch ist leider eine Randsportart ist. Wie ich auch mehrfach geschrieben habe bin ich weder in der Verbands- noch Vereinesarbeit eingebunden oder habe keine direkte Informationen aus diesen Umfeld. Alle meine Aussagen sind als Fans aus der Halle zu verstehen und basieren auf öffentlichen Informationen.

    Zum eigentlichen Thema: FrischAuf schlägt Blomberg? Damit hat die HSG einen für nach der Niederlage gegen Neckarsulm die zweite Partie verloren mit der ich nicht gerechnet habe. Göppingen hingegen einen guten Saisonstart und hat jetzt schon mehr Punkte auf dem Konto als nach 7 Spielen in der letzten Saison!

    stürmerfoul: Du sprichst einen guten Punkt an. Anspruchsdenken ist sehr gefährlich und hat schon vielen Menschen scheitern lassen. Deshalb bin ich als BSV Fan sehr froh über die Verantwortlich in unserem Verein und kann gut damit leben, dass am Ende in 28 Jahren Bundesligahandball "nur" Euro-City-Cup-Sieger 1994, EHF-Challenge-Cup-Sieger 2010, Deutscher Pokalsieger 2015 und die Meisterschaften der wjA und wjB steht. Dass das nach den vielen knappen Niederlagen gegen den THC schwer zu sagen sollte aber auch klar sein :lol: Es ist und bleibt eine bemerkenswerte Leistung aller Beteiligten und verdient Anerkennung.

    Platz 7 in der Tabelle der letzten Saison ist auch der wirtschaftlichen Situation des Vereins und seinen Möglichkeiten in Sachen Kadeplanung geschuldet und kein Zufall. Insgesamt war die Saison sportlich aber auch eher enttäuschend und man hatte sich sicherlich den einen oder anderen Platz weiter oben erhofft. Die Saison ist jetzt Geschichte und es hat sich sehr viel getan im Kader und stimmt mich positiv. Wenn dann am Ende Tatsächlich Platz 4 bei rum kommt unterschreibe ich das sofort ;)

    Was beim HCL alles nicht geklappt hat und wie die aktuelle Situation entstanden ist kann ich als Außenstehender nicht erklären. Als Fan bleibt mir da nur die Spekulation und dazu habe ich mich meiner Meinung nach schon sehr deutlich geäußert. Unabhängig von der sportlichen Rivalität hoffe ich, dass der HCL all diese Herausforderungen packt. Es wäre für den Damenhandball extrem ungünstig einen solchen Verein zu verlieren. Das in der Sportförderung leider einiges nicht gut läuft und sich Politiker aller Parteien lieber für die populären Sportarten wie Männerfußball, Männerhandball oder Motosport engagieren liegt leider auch an der Tatsache, dass diese halt gewählt werden und wenn diese Bürger keinen Wert auf guten Breitensport legen haben wir Handballfans leider pech. So funktioniert Demokratie nunmal und wirft eher Fragen zu unserer Gesellschaft auf :P Die aktuellen Zustände in Sachen Hallen ist auch kein neues Thema sondern es wird mittlerweile anders gesehen. Es klingt für mich irgendwie nach einer gewissen "Neidbedatte" da oft Forderungen nach Gleichberechtigungen zum Fußball gestellt werden. Das ein Fußball Drittligist von der Stadt, dem Land oder Bund mit ein- bis zweistelligen Millionensummen aus den öffentlichen Haushälten gefördert wird ist für mich schlichtweg nicht in Ordnung und zeigt einen extrem großen Misstand auf. Daraus die selben Forderungen für eine Sportart wie den Damenhandball abzuleiten ist einfach falsch und sollte im Verhältnis zur Bedeutung seiner Sportart stehen und nicht irgendwelcher Fantasien. Ich würde mir wünschen das dort mal weniger geklagt wird sondern neue Lösungen und Ideen versucht werden. Misstände haben auch immer einen Eigenanteil und wir können nicht erwarten, dass diese von anderen gelöst werden. Kleiner "Funfact" am Rande. Wieviele Bundesligsiten (Sportartenübergreifend) gibt es aktuell in der Metropole Hamburg?

    Jetzt kommt aber das wichtige "Aber": Es müssen dringend Verbesserungen der Hallensituation im Frauenhandball erfolgen und leider sind andere Infrastrukturbereich wichtiger und haben vorrang. So blöd es klingt aber wenn die Stadt die Wahl zwischen der Modernisierung einer Schule, Straßen und der Sporthalle hat dann würde ich die Sporthalle auch als letztes machen. Damit will ich diese Situation überhaupt nicht gut heißen und finde es sehr bedenklich überhaupt in einer solchen zu sein. Der Thüringer HC ist mit seiner Situation bei weitem kein Einzelfall. Als BSV Fan kann ich dir gerne einen Einblick zu diesem Thema in Buxtehude geben. Hier wird seit vielen Jahren von unterschiedlichen Gruppen (Politik, Verwaltung, Sportvereien und Bürgern/Unternehmen) über eine Lösung zum Zustand der Halle Nord geredet, geplant und wieder verworfen. Fakt ist der marode Zustand und selbst die Wahlkampfaussage der neuen Buxtehuder Bürgermeisterin Frau Oldenburg-Schmidt aus 2014 , dass sie schnellmöglich das Thema lösen will hat bisher wenig sichtbares gebracht. Der Buxtehuder SV wird in absehbarer Zeit ein wirkliches Problem mit Bundesligahandball in der Halle Nord bekommen und kommuniziert das schon seit Jahren. Das steht für sich als Tatsache fest und ob die Lösung am Ende doch eher ein Ende des Bundesligahandballs ist als ein Neubau/Umbau der Halle möchte ich wirklich nicht wissen.

    Hier ein paar Links zu Thema wie der letzte Versucht gelaufen ist. Die Homepage der Arena Buxtehude aus 2013 ist sogar noch Online und die Entwicklung wird durch wenige Artikel recht schön dargestellt. 2012,Juli 2015 und Okbtober 2015.

    Um nicht zur negatives zu nennen empfehle ich dir den Abschnitt "Sport und Sportanlagen" im Wikipedia Artikel der Stadt Neckarsulm. Das die NSU heute in der Bundesliga spielt ist absolut kein Zufall ;)

    THC Fan: Bei allen Problemen und wirklich interessanten Themen ist ziemlich klar zu erkennen wer sich bei der SG BBM und den TuSsis engagiert. Im Impressum der SG BBM Home wird der Bietigheimer Unternehmer Eberhard Bezner als Beiratsvorsitzender aufgelistet und ist damit für alle als eine wichtige Person zu sehen. Bei den TuSsis ist der langjährige und ebenfalls öffentlich mehrfach genannte Sponsor Hugo Boss als Metzinger Unternehmen ein sehr wichtiger Unterstützer. Beides betrachte ich durchaus als gut den hier sind Personen bereit mit ihrem Geld eine Sportart zu fördern die sonst wenig beachtung hat und solange dies in einem langfristigen und sinnvollen Umfang passiert ist dem wenig entgegen zu setzen. Als Sportverein ist man genau auf solches Engagement lokaler Unternehmer angewiesen und manche haben dabei eben bessere Möglichkeiten. Der VfL Oldenburg hat einige Jahre von der Beluga Rederei profitiert und war nach der Insolvenz einige Jahr in einer sehr unangenehmen Situation. In der öffentlichen Bilanz der HSG Bad Wildungen steht sogar in Zahlen was Katharina Merck an Geld in den Verein gesteckt hat und damit ermöglichte. Beim Buxtehuder SV sind Unternehmer wie Michael Schmidt (ehemals Rotring Engineering) oder Helmuth Ponath (NSB Reederei) sehr wichtig. Der THC wird ebenfalls durch lokale Unternehmer getragen und beim Aufsteiger Neckarsulm sind Unternehmen wie die Bechtle AG oder die Bäckerei Kette von Vereinspräsident Rolf Härdtner auch nicht unwichtig. Hinzu kommen dann noch Vereine wie Bayer Leverkusen oder Dortmund die als Sportverein organisiert sind und viel Geld mit und im Fußball Umsetzen aber auch bereit sind den Breitensport durch einen Bundesligisten zu fördern. Werder Bremen hat diesen Kurs auch eingeschlagen und engagiert sich etwas mehr im Frauenhandball und sieht diese neben dem Schach, Tischtennis als einen wichtigen Bestandteil seines Vereins. Das fast alle Erst- und Zweitligisten durch eine Sparkasse gesponsert werden ist sicherlich auch kein Zufall. Leider gibt und gab es in den letzten Jahren immer wieder eine Tendenz sich der deutlich profitableren Sportart Fussball unterzuordnen.

    Was ich damit sagen möchte ist, dass jede Sportart auf Gönner angewiesen ist und mal mehr und mal weniger von Einzelnen Personen abhägig ist. Das ist vollkommen normal und vielleicht die einzige Möglichkeit. Es liegt dann aber bei den Vereinen einer Liga sich sinnvolle und gute Strukturen und sowie Auflagen zu geben. Wenn wir mal gucken wie das aktuell in anderen Sportarten wie Eishockey, Basketball oder dem Motorsport läuft so steht der Frauenhandball noch recht gut da glaube ich. Es ist halt sehr schwer für eine Sportart in der Spitz einen bundesweiten Spielbetrieb zu organisieren und diesen auch dauerhaft zu etablieren. Es gibt und gab viele Versuche unterschiedlicher Disziplienen so etwas aufzubauen und dabei ist der Handball bzw der Frauenhandball bei aller sinnvollen und zutreffenden Kritik noch eine der erfolgreichsten ;)

    Merkwürdig finde ich diesen zusammenhang eigentlich eher, dass sich viele über die Situation beschweren aber mir keine europäische Liga bekannt ist die sich nach einem amerikanischen Ansatz organisiert. Dort sind vielen Ligen bekanntlich so organisiert, dass zwar Einflussreiche Besitzer Geld investieren aber es werden Ausgleichsmaßnahmen ergriffen. Wieso überlegt man solch ein Konzept nicht mal in Europa für weniger umsaztzstarke Sportarten um den sportlichen Wettbewerb zu erhöhen? Aktuell gilt oft wer am meisten Geld mitbringt bestimmt alles und holt Titel...

    Rubens53: Ja, ich als Laie stelle einigen Konkurrenten kein gutes Zeugnis aus. Wenn der sportliche Erfolg durch Abwerben von Spielerin/Trainer ermöglicht wird und hinterher klar wird, dass dies durch mehr als fragwürdiges finanzielles Handeln möglich wurde kann ich wenig positives daran finden. Am Ende gab es bekanntlich einige Insolvenzen mit höheren Kosten für die Allgemeinheit (Stichwort Hinterziehung von Steuern) und teilweise Gerichtsverfahren mit rechtsgültigen Urteilen. In meinen Augen wurden in der Vergangenheit Meisterschaft praktisch mit Mitteln gekauft, die eigentlich gar nicht verfügbar waren und zeitgleich die Arbeit von anderen Vereinen erschwert. Wenn zum Beispiel auf Grund von Hinterziehung der Sozialabgaben ungeplante Mehrkosten für die anderen Bundesligisten entstehen ist das nicht mehr in Ordnung. Die Liga ist und bleibt eine Solidaritätsgesellschaft! Kein Verein kann ohne die anderen Existieren und was die Liga in den letzten Jahren für negative Außendarstellung auf Grund des handeln einzelner Verantwortlichen hatte kann in den gängigen Medien nachgelesen werden und ist nicht nur auf den Frauenhandball bezogen. Guck dir mal an was in einigen kleineren Fußballverbänden wie z.B. Kroation passiert. Kein Verantwortlich freut sich darüber nur Bundesweit genannt zu werden wenn es um Insolvenzen oder Skandale geht. Bei meinen Aussage bitte immer bedenken, dass ich nur ein Fan bin und keine Vorgänge direkt kenne aber mir mein Bild aus den Medien, Gesprächen in der Halle oder veröffentlichten Bilanzen usw beziehe.

    stürmerfoul: Bei den Zahlen sollte immer im Hinterkopf behalten werden, dass die meisten (Rand-)Sportarten nur sehr schwer kostendeckend arbeiten können. Gewinnorientierung ist bekanntlich nicht das Ziel ;) Das hier neue Ideen zur Finanzierung gefunden werden müssen ist klar und kann sich rückwirkend auch als falsch herausstellen. Es ist dann allerdings eine Frage wie damit umgegangen wird und ob es wirklich nur ein Graubereich ohne klare Regelungen war oder vorsätzlicher Betrug. Das Model "Mäzen" ist absolute begrüßenswert, da diese einen großen Beitrag zum Allgemeinwohl leisten können. Dabei sollte aber auch hinterfragt werden wer diese Person ist. Hinzu kommt die Problematik von "Semiprofessionellen" Spielerin. Sie erhalten indirekte Leistungen wie Autos, Wohnungen oder Arbeitsverträge bei reduzierten Arbeiteszeiten. Diese werden in keiner der Bilanzen auftauchen. Das ist allerding absolut in Ordnung und bei vielen Sportarten eine Grundlage um überhaupt existieren zu können aber birgt immer wieder die Gefahrt vorsätzlichen Missbrauch. Als langjähriger Handballfan gab es bekanntlich einige sehr merkwürdige Vorgänge und das dadurch andere Vereine geschwächt wurden kann meiner Meinung nach als erwiesen angesehen werden. Es ist dann alles eine Frage der Lizenzierung und der freiwilligen Selbstkontrolle der Liga und diese war in der Vergangenheit mehrfach absolut diskutabel.