Beiträge von hlp

    An den Spaniern kann sich jede Truppe ein Beispiel nehmen. Nicht schön, aber taktisch flexibel und Einstellung top.

    Die Schweden habens vergeigt. Das war insgesamt zu wenig. Lager im Rückraum zu wenig Unterstützung und Gottfried seiner ist echt übern Zenit. Das Lager und Gottfried gleich alt sind ist schwer zu glauben.

    In der 2. Hz konnte man bei Schweden fast zusehen wie die Nadel sich immer mehr und schneller nach links drehte.

    Nach den ersten Spielen bei der WM habe ich Wünsche. Und Fragen.

    Wünsche: Constantin Möstl

    Fragen: hat man sich um Sebastian Karlsson bemüht oder hat man das verschlafen?

    Karlsson ist aber auch schon 29. Wenn man heutzutage bis Mitte 30 ansetzt, okay, sicher nicht der schlechteste Deal.

    Unsere RA sind beide 32 und 34, aber die Verletzungen nehmen auch zu.

    Das ist eben der Unterschied zwischen einem Konzepttrainer und Alfred, bei dem vermutlich keiner Wurfverbot hat.

    Wieviel 100%ige haben sie bisher im Turnier liegen lassen, und zwar alle? Da kann man sich als Trainer doch nur die Haare raufen. Selber reinmachen kann er sie nicht.

    Dass Alfred mit seinen Ein- und Auswechselungen nicht immer richtig liegt, was bei dem einen oder anderen dazu führen kann, dass sein Ego dadurch nicht gerade aufgebaut wird, ist die eine Sache. Wir wissen aber garnicht, was es intern für Absprachen gibt, wie Spielerwechsel erfolgen sollen.

    Die Chancenverwertung ist aber gefühlt ein Dauerproblem, welches auch deutlich älter ist als die Trainerstationen von Alfred oder Prokop. Dieses Virus befällt wahrscheinlich vor allem Deutsche und das immer im Rudel und reihenweise. Das macht auch vor den älteren und nominell besseren Spielern nicht halt. Egal ob sie Gensheimer hießen oder Golla, Kastening, Häfner, Wienczek, Pekeler, Mertens, Kohlbacher etc.

    Da kommen gefühlt die wenigsten an ihre Werte aus der Liga heran und es ist ja nicht so, dass wir nur gegen ein Niveau spielen, welches über Bundesliga ist. Also ich habe dafür keine Idee einer Erklärung.

    Es wurde bei dieser WM schon mal und auch wieder mal erwähnt. Die Dänen haben bei knapp 6 Mio. Einwohnern mit 60000 Handballern ungefähr 1 Zehntel von Schland. Dafür ist die Ausbeute natürlich überragend.

    Bei den Kroaten kommt evtl. noch erschwerend dazu, dass die im Fußball, Wasserball, Basketball auch noch stark sind und dementsprechend noch weniger Leute zur Verfügung stehen, die Rahmenbedingungen nicht auf skandinavischem Niveau sind und gerade die wirklichen Unterschiedsspieler fehlen oder über ihren Zenit sind wie mein Vorschreiber schon schrub.

    Die Kroaten haben eigentlich auch echt keinen beeindruckenden Kader zur Verfügung. Am Kreis findet irgendwie gar nix statt z. B.

    Aber ich hätte gedacht, dass über den Heimvorteil und etwas Dagur-Magie ein bißchen mehr geht.

    Erstens muss man diese Policy dann bei den leeren Tribünen, die man jetzt wieder sieht auch in Frage stellen. Zweitens kann ich mir nicht vorstellen, dass es in Portugal und Spanien zusammen bestimmt nicht unter sechs große Hallen gibt, was für so eine Meisterschaft ja schon ausreichen würde. Ich glaube eher, dass man den Handball in viele Länder verbreiten will. Was aber in meinen Augen ein Trugschluss ist, da in einem Teilausrichter keine wirkliche Stimmung aufkommt.

    Freundschaft!

    Ich kenne mindestens neun Hallen in Spanien, die zwischen 10.000 und 15.000 Plätze haben. In Spanien ist durch den Basketball diese Infrastruktur definitiv gegeben. Portugal hat mindestens eine weitere.

    In Lissabon steht neben den Stadien der Fußballclubs auch jeweils eine Halle. Die sehen jetzt zwar nicht nach 10000 + aus, aber das ist ja bei Zuschauerzahlen von teilweise unter 1000 auch gar nicht nötig. Wenn aber die Stadien mit 50000+ genau daneben stehen, sollte das Infrastrukturthema wohl auch zu bewältigen sein.

    Allerdings schätze ich beide Länder auch eher so ein, dass da außer bei den eigenen Teams nicht viel los sein wird in den Hallen.

    Was das angeht ragt eigentlich nur Schland und teilweise noch Skandinavien heraus.

    Mit dem Blick in die Statistiken/Vergangenheit gebe ich dir recht.

    Nicht jedoch, was deine Meinung zu Erfolgsfaktoren der Trainer angeht. Hier war Dagur S. der beste, den wir seit langem hatten, und das mit Spieler"material", das auch ein Heuberger und danach Prokop hatten. Dagur hat eine schlagkräftige Truppe geformt. Heuberger war eine Träne und für Prokop waren Dagurs Fußstapfen einfach zu groß. Und das hatte alles nichts mit Tagesform oder Verletzungen oder Auslosungen zu tun. Das war jeweils die Handschrift des Trainers.

    Ich will nicht gegen Prokop moppern, der macht als Vereinstrainer in Hannover einen tollen Job. Aber das ist eben etwas anderes als ein Bundestrainer, der nur punktuell und nicht kontinuierlich mit Spielern arbeiten kann.

    Und Gislasson ist gerade wieder dabei, gute, junge Spieler mit einem nicht-vorhandenen Spielkonzept zu verschleißen. Die Jungs sind gut, der Trainer ist es nicht. Sie bekommen einfach keine Spielidee mitgegeben.

    Prinzipiell gebe ich dir mit Dagur Recht, aber auch der kann nicht zaubern oder nicht jeder Zaubertrick funktioniert auch. Mit Kroatien verbreitet er gerade keine Angst, eher das Gegenteil. Ich fand es schon ziemlich befremdlich wie sang- und klanglos zu Hause gegen Ägypten verloren wurde. Denen ist nicht gerade sonderlich viel eingefallen. Das sah bei den Ägyptern über 60 min viel reifer und abgeklärter aus.

    Dass Knorr als Spielmacher Defizite hat, wurde hier x-mal diskutiert, dass es mit Lichtlein oder Witzke besser aussieht, sehe ich auch nicht.

    Wir haben hoffnungsvolle Talente, aber noch längs keine perfekten Spieler. Gerade von den Halben kommt im Zusammenspiel recht wenig. Ausser vielleicht Witzke haben wir keinen dt. Johansson, der für mich einen der besten Entscheider ist, werf ich selber oder finde ich den besser positionierten Mitspieler. Uscins z.B. spielt viel zu eigensinnig. Immer wieder haudrauf. Wenn es gut geht, sind wir alle begeistert, wenn nicht, meckern wir. Der große Vorbereiter ist er jedenfalls nicht.

    Auch wenn es vielleicht so aussieht als ob ich mich an Knorr festbeiße, aber so ist es nicht. Der ist halt nur als RM für mich der 1. Adressat, der Hauptverantwortliche für Takt und Spielsteuerung, aber jeder andere, gerade auch Uscins kann seine +- Statistik gerne etwas verbessern, hätte ich auch nix dagegen.

    Außer unter Dagur. Da war es anders.

    Die Taktik der deutschen heißt "inshallah". Keine Idee dahinter.

    Ja, die Dagur-Zeit war schon nicht verkehrt. Da haben wir auch nix wildes gemacht, aber es sah etwas mehr nach Teamsport aus.

    Also die Kombi aus Selbstbewusstsein vermitteln und die eigenen Stärken rausarbeiten war schon gut.

    Nur mit diesem Bad Boy-Mist konnte ich nie was anfangen und ausgerechnet Schwiegermuttis Darling Finni Lemke zum Ober-Bad Boy zu machen war eigentlich ein Witz. Hat aber irgendwie funktioniert.

    Da stellt sich mir die Frage, was du bei den derzeit erfolgreichsten Nationen, insbesondere den Dänen und den Franzosen, siehst? Die leben doch auch von ihrer individuellen Klasse. Ohne Gidsel, Pytlick und Nielsen müsste niemand vor den Dänen in Ehrfurcht erstarren.

    Eigentlich müsstest du dann fordern, eine Vereinsmannschaft mit ausschliesslich deutschen Spielern aufzubauen und zu den Wettbewerben der Nationalmannschaft zu entsenden.

    Wenn man in der absoluten Spitze aber nun mal keine Ausnahmespieler wie Gidsel, Pytlick, Saugstrup, Remili, Mem oder Fabregas hat, dann muss man mehr Spielzüge kreieren und genau das machen die Dänen und Franzosen auch. Die setzen ihre Außen mehr ein, der Ball zirkuliert flüssiger und es wird nicht nur am Kreis in der Mitte rumgewürgt. Sich dann wie Gidsel auch noch mal die ein oder andere 1:1-Situation zu nehmen kommt dann noch on top. Aber dabei geht ein Gidsel auch mal so weite Wege, dass er fast über LA abschließt.

    Pytlick ebenso, den habe ich auch schon öfters mal halbrechts gesehen. Beispiele beliebig erweiterbar. Die spielen dann eben auch mal extreme Kreuzungen. Also kurz gesagt, mir geht es um nix wildes, sondern um Handball-Basics. Da haben wir noch viel Luft nach oben.

    Wir sind seit Jahr und Tag darauf angewiesen, dass 1 Spieler ein überragendes Spiel macht, um es mal leicht zu überspitzen.

    Rest siehe oben.

    Du hast denke ich mal die Ironie Tags vergessen.

    Dass Grgic Tore gemacht hat, lag in allererster Linie mal daran, dass er auf dem Feld stand. Richtig skurril teilweise, da geht er für Köster rein und in der Auszeit 1 Minute später nimmt er ihn wieder für Köster raus. So kann man einen jungen Spieler auch zum Nachdenken bringen. Grgic ist noch nicht auf einem Niveau wie Knorr oder Uscins, aber zu Köster ist der Gap nicht so groß, sodass man hier nicht viel besser die Belastung verteilen kann. Kommt auch Köster zu gute.

    Ist ja auch nicht so, dass ich da ne eingespielte Mannschaft sehe. Die spielen mir aktuell zu viel Grenadierhandball: dran, drauf, drüber.

    Richtig Vertrauen hat Alfred offenbar nur zu 4 Leuten, den Rest nimmt er rein, wenn die 4 wie die Maikäfer pumpen. Lichtlein hat mE auch viel Mehr Zeit auf der Platte verdient. Dagegen muss Uscins nicht Torschützenkönig werden. Mir ist lieber, wenn er bis zum Ende durchhält und die wichtigen Buden macht. Die 7m Schwäche ist ein klares Symptom für ne mentale Schwäche, die geht man aber nicht an, wenn man die Jungs nach einem Fehler wieder raus nimmt.

    Ich habs nicht so mit dem Ironie-Schild. Ich bin der Meinung, dass ein geneigter Leser einiges auch mal ohne "vorsagen" rausfinden kann, wie du vortrefflich beweist.

    Alles was du schreibst kann ich zu 120 % unterschreiben. Das mit der nicht eingespielten Mannschaft würde ich insofern etwas relativieren, weil ja zumindest der Rückraum Nr. 1 mit Knorr, Köster und Uscins schon ein paarmal zusammen auf der Platte gestanden hat. Auch kriegen sie ja punktuell auch mal ein Schmankerl wie einen Kempa hin.

    Was mir fehlt sind ein paar Standardabläufe aus dem kleinen 1x1, wie Kreuzungen, Leerkreuzungen, give and go, Passtäuschungen, Einläufer am Kreis, 2. Kreisläufer, also eher ein Griff in den normalen Werkzeugkasten.

    Dagegen wird mir viel zu viel voll in die Abwehr gegangen und wenn man eigentlich schon fest ist, dann wird noch versucht den Ball auf Zwang zum Kreis loszukriegen, der aber auch schon zu ist. Dann können wir regelmäßig froh sein, wenn unterbrochen wird und wir im Ballbesitz bleiben. (Beispiel) Der Rest ist dann weitestgehend Individualhandball, Einzelaktionen.

    Das ist die pure Angst des Schützen vorm Misserfolg. Nachdem sie bei allen Einzug hielt, was will man da von einem "Verteidiger" erwarten. Das mit Alfred in Verbindung zu bringen, ist nun wirklich recht weit hergeholt. Gewiss, er ist im Moment sein Trainer. Aber das hat ihm eher Prokop beigebracht: Wirf selber nur, wenn du dir 100%ig sicher bist.

    Also langsam wird es skurril, was du so alles pro Alfred und contra Prokop vorbringst.

    Genau das scheint mir gerade bei Stutzke nämlich nicht zu passen, weil er in Hannover relativ viel und auch gern mal überstürzt oder unvorbereitet oder um es mal höflich zu sagen, nicht unbedingt in den günstigsten Momenten draufzimmert und Prokop es ihm offensichtlich gerade nicht ausgetrieben hat oder es evtl. auch gar nicht versucht hat.

    Darüber hinaus scheint in Hannover unter Prokop generell nicht gerade die Wurfangst umzugehen, was man auch bei Kulesh und Uscins sehen kann.

    Ich will da auch kein Alfred-Prokop-Ding draus machen, es fiel mir bei Stutzke nur auf. Wenn das jetzt Semper gewesen wäre, hätte ich genauso gestutzket, weil es mir allgemein um Spieler geht, die lieber 1x mehr als 1x zu wenig werfen.

    Oder um es mal noch plakativer zu machen, jedes Mal wenn beim SCM Damgaard eine Lücke nicht nutzt, zuckt mir auch sofort ein Wiegert-Verbot durch die Rübe.

    Daniel Fernandez hat sich bei Spanien wohl auch verletzt. Ich weiß zwar nicht wie lange er ausfällt, aber insgesamt macht das einen Barrufet-Verbleib auch nicht wahrscheinlicher.

    Frage in die Runde. Was hat denn Mandic? Fehlt ja wohl auch bei Kroatien.

    Diese Statistiken sind doch Erbsenzählerei und sagen m.E. überhaupt nichts aus. Der Erfolg oder Misserfolg der Trainer ist abhängig vom jeweiligen Spielerpotential, der Konkurrenz und vielen glücklichen bzw. unglücklichen Zufällen wie z.B. Auslosungen, Tagesform, Verletzungsausfälle usw. Und dann kommt da noch der Sonderfall Pandemie ins Spiel und wirbelt alles durcheinander. Sicher hängt es dann noch ein wenig von den Trainern selbst ab. Aber vergleichbar ist das alles überhaupt nicht.

    Aussagen wie: Der Erfolg von 2007 wäre auch mit allen anderen Trainern möglich gewesen bzw. war nur mit Brand möglich, sind doch hannebüchen.

    Würdest du das gleiche sagen, wenn bei Prokop nicht die 1,47 Punkte stehen würden, sondern z. B. 1,21 wie bei Heuberger?

    Man könnte ja auch sagen, dass die Bilanz von Prokop sogar ausgesprochen Sahne war, weil ja die ganze Mannschaft gegen ihn war.

    Man stelle sich mal vor, die hätten ihn nicht weg haben wollen. Dann hätten wir jeden Titel gewonnen.

    Schade, dass Heymann nicht rechtzeitig gesund wurde; er würde uns in der Mitte helfen.

    Ich war nie ein großer Fan von Heymann, aber zuletzt bei der Nati schien ihn Alfred ein bißchen aufgetaut zu haben. In dieser mutigen Form wäre er auch für mich die bessere Variante gewesen.

    Ich bin ja eigentlich dem Stutzke nicht abgeneigt, aber so richtig warm werde ich mit ihm bei der WM noch nicht.

    Ich schätze es eigentlich, dass er in Hannover oft volle Granate in den Gegenstoß, bzw. 2. Welle geht und konsequent den Abschluss sucht, aber gestern hat er die größte Lücke aller Zeiten in der ganzen weiten Welt ausgelassen und versucht stattdessen Mertens anzuspielen.

    Das war so fundamental gegen seine sonstige Spielweise, wo er eher der Kopf-durch-die-Wand-Typ zu sein scheint, da habe ich mich echt gefragt ob da der Alfred eingegriffen hat oder ob das nur Stutzkes Respekt vor WM und dem Adler ist?

    Wir brauchen einen mutigeren, unbekümmerten Stutzke.

    Wenn die Mannschaft ins Rollen kommt, hat sie handballerisch sehr viel zu bieten.

    So eine talentierte Truppe hatten wir schon lange nicht mehr.

    Was noch fehlt, ist das am wenigsten diskutierte und trainierte Element im deutschen Handball:

    Der TORWURF.

    Mal schauen, ob da noch was nachkommt in Zukunft.

    Man könnte noch den speziellen Torwurf namens 7 Meter mit dazu nehmen und evtl. sollte man den Jungs noch mal sagen, dass die 1. Hz auch schon in die Wertung eingeht und nicht mehr zum Warm up gehört.

    Des weiteren sind die Auszeiten und Ansagen vom erfahrensten Trainer in ganz Schland immer noch eine Katastrophe und das Spiel sieht immer noch so aus, dass jeder einzelne Spieler immer nur versucht hin und wieder seine Lieblings-Moves zu zeigen.

    Das ist mir immer noch zu viel Individual- und zu wenig Teamhandball mit Struktur. Auch wenn wenig Vorbereitungszeit ist und immer war, ein wenig Trainerhandschrift könnte man nach all den Jahren evtl. doch mal erwarten.

    Wahrscheinlich ist Prokop auch damals gescheitert, weil er sich erdreistet hat der Mannschaft sowas wie ein taktisches Gerüst zu verpassen. Wenn man natürlich Prokop-Gegner ist, müsste es heißen, dass Herr Oberlehrer versucht hat die gestandenen Männer und Super-Cracks in ein taktisches Korsett zu pressen.

    Was der Ex zu viel wollte, macht der alte Silberrücken jetzt zu wenig.

    Für das Prädikat Weltklasse, ist er ist er in einigen Situationen zu hektisch und unkonzentriert, zudem schwankt seine Leistung zu stark. Er ist eine super Spielmacher, der Spiele allein entscheiden kann, aber Weltklasse ist er nicht.

    Natürlich war das Ironie von mir und eine Reaktion auf den König der Schwarzweißmalerei namens Stiflers Mutter, sowie diesem fürchterlichen Kommentator von SDTV, der in Flori Naß-Manier den pathetischen Superduperlativ für sich entdeckt hat.

    Stifli macht es gern an einzelnen Spielern fest und von Juri hat er wohl einen Bravo-Starschnitt an der Kinderzimmertür.

    Die Fakten sind doch eher, dass Knorr gegen Polen nicht gut war und wir den Deckel ohne ihn drauf gemacht haben.

    Gegen die Schweiz begann es ohne Juri nicht gut, was Stifli sofort dazu verleitete seinen Liebling zu fordern. Dann kam er und war so lala, sage ich mal. Jedenfalls wurde das Spiel auch mit unserem SPIELmacher Nr. 1 nicht besser.

    Fazit, für mich ist Knorr auch unser bester Spielmacher, aber er ist nicht konstant und spielt mir insgesamt einen zu lässigen Poserhandball. Ein paar Hüftschüsse und no Look-Pässe weniger und mehr Handball-Basics würden ihm m. M. n. ganz gut tun.

    Ein bißchen mehr Martin Strobel ohne komplett zum Strobel zu werden.

    Unterm Strich Fehler minimieren.

    Aber das gilt auch für Uscins, Köster, Lichtlein, Grgic und Witzke.

    Was würde ich drum geben unseren Angriff mal etwas ruhiger und abgeklärter zu sehen.

    Die verbreiten immer eine Hektik, da werde ich ja auf der Couch schon ganz zappelig.

    Ich habe SDTV geguckt und der Kollege Commentatore hat mit seinem Schwulst von Aura und Ausstrahlung etc. gleich zu Anfang mein Blut schon mehr in Wallung gebracht als das Gegurke auf der Platte.

    Aber eins hat er in der 2. Hz gesagt, was ich unterschreiben würde.

    Er bezog es auf Knorr, der ja sonst eher über den grünen Klee gelobt wird. Er sagte, dass unser Angriffsspiel immer etwas hektisch und fahrig wirkt und das eine ruhige, ordnende Hand fehlen würde. Das Gefühl habe ich auch.

    Es wird mit Vollgas in Richtung Abwehr gerannt und auf 1x ist die Wand da und man weiß nicht wohin mit dem Ball. Da kommt der Pass zu spät oder es ist schon Stürmerfoul. Da ist man mit den Armen und Beinen schneller als im Kopf. Ich würde das aber nicht alles und allein Knorr anlasten. Unter den anderen im Rückraum sieht es auch nicht anders aus, aber einer, der mal kurz auf die Bremse tritt, mal ne beruhigende Geste macht, der fehlt mir wirklich. Sind vielleicht alle noch zu jung und ungestüm.