Du hast denke ich mal die Ironie Tags vergessen.
Dass Grgic Tore gemacht hat, lag in allererster Linie mal daran, dass er auf dem Feld stand. Richtig skurril teilweise, da geht er für Köster rein und in der Auszeit 1 Minute später nimmt er ihn wieder für Köster raus. So kann man einen jungen Spieler auch zum Nachdenken bringen. Grgic ist noch nicht auf einem Niveau wie Knorr oder Uscins, aber zu Köster ist der Gap nicht so groß, sodass man hier nicht viel besser die Belastung verteilen kann. Kommt auch Köster zu gute.
Ist ja auch nicht so, dass ich da ne eingespielte Mannschaft sehe. Die spielen mir aktuell zu viel Grenadierhandball: dran, drauf, drüber.
Richtig Vertrauen hat Alfred offenbar nur zu 4 Leuten, den Rest nimmt er rein, wenn die 4 wie die Maikäfer pumpen. Lichtlein hat mE auch viel Mehr Zeit auf der Platte verdient. Dagegen muss Uscins nicht Torschützenkönig werden. Mir ist lieber, wenn er bis zum Ende durchhält und die wichtigen Buden macht. Die 7m Schwäche ist ein klares Symptom für ne mentale Schwäche, die geht man aber nicht an, wenn man die Jungs nach einem Fehler wieder raus nimmt.
Ich habs nicht so mit dem Ironie-Schild. Ich bin der Meinung, dass ein geneigter Leser einiges auch mal ohne "vorsagen" rausfinden kann, wie du vortrefflich beweist.
Alles was du schreibst kann ich zu 120 % unterschreiben. Das mit der nicht eingespielten Mannschaft würde ich insofern etwas relativieren, weil ja zumindest der Rückraum Nr. 1 mit Knorr, Köster und Uscins schon ein paarmal zusammen auf der Platte gestanden hat. Auch kriegen sie ja punktuell auch mal ein Schmankerl wie einen Kempa hin.
Was mir fehlt sind ein paar Standardabläufe aus dem kleinen 1x1, wie Kreuzungen, Leerkreuzungen, give and go, Passtäuschungen, Einläufer am Kreis, 2. Kreisläufer, also eher ein Griff in den normalen Werkzeugkasten.
Dagegen wird mir viel zu viel voll in die Abwehr gegangen und wenn man eigentlich schon fest ist, dann wird noch versucht den Ball auf Zwang zum Kreis loszukriegen, der aber auch schon zu ist. Dann können wir regelmäßig froh sein, wenn unterbrochen wird und wir im Ballbesitz bleiben. (Beispiel) Der Rest ist dann weitestgehend Individualhandball, Einzelaktionen.