Freundschaft!
Ist auch völliger Käse. Kretzschmar war ein absolut kompletter Linksaußen, auf der Position an sich vielleicht einen Tick hinter Jacobsen und Christansen, aber auch nicht viel, wenn überhaupt. Er hat zudem Weltklassespiele auf RM gemacht, z.B. gegen Szeged 2004 oder TuSEM 2003 (mit 13 Toren!). Er war als Gegenstoßspielmacher in der Meistermannschaft absolut zentral im Konzept von Alfred, als der tatsächlich noch eins hatte. Und er war eben auch ein starker Halbverteidiger, genau wie Abati auf der anderen Seite. Überhaupt war jeder Spieler in der damaligen Magdeburger 6:0 auf seiner Position Extraklasse. Kervadec und Stiebler im Mittelblock, Stefansson/Perunicic auf den Halbpositionen und Kretzschmar/Abati auf Außen, von den mindestens Perunicic/Kretzschmar/Abati auch locker eine Position weiter innen spielen konnten. Bei Stefansson bin ich mir nicht sicher, ob er im Mittelblock hätte decken können. Diese Mannschaft war auf jeden Fall ein absoluter Luxus und das Sprungbrett für Alfred in die Karriere, die eigentlich seitdem das gelebte Peterprinzip ist. Es fällt nur nicht so auf, weil er seitdem immer Kader hatte, die so gut waren, alles ein Stück weit zu kaschieren.
Und Kretzschmar wäre ohne seine Crunchtime-Schwäche der perfekte Spieler gewesen. Und auch wenn er gerne mit den Geschichten koketiert, dass das Training bei Alfred immer viel zu hart war und er gerne geschwänzt hätte, er war auch absolut (trainings-)fleißig in seiner Spielerkarriere. Ganz anders als heute als Funktionär oder Kommentator.