Beiträge von hlp

    kennst du das buch

    Sowas wie ne Bibel für heimwehkranke Zeitgenossen. Da wird auch das legendäre open air in Alt-Döbern beschrieben link. (auch schräg die eigene Jugendkultur akademisch beschrieben zu lesen, wie ein exotische Papageienart) Hörte ich von, war aber noch zu jung bzw. keine Kumpels und Zeit, um hin zu trampen. Gab es auch mal eine Doku zu. Muss der voll krasse Scheiss gewesen sein.

    Gibt noch ein Buch "Mix mir einen Drink" über Feeling B. Habe zwei Konzerte in Erinnerung, die genauso abgelaufen sind. Von der Bühne direkt an die Bar unters Publikum. Aljoscha Rompe war schwerer Alkoholiker und auch Flake der keyboarder von Rammstein nah dran.


    Freygang fand ich tatsächlich wegen ihrer Verruchtheit interessanter als ich die Mucke gut fand. Barbara Thalheim war nix für mich. Bettina Wegner war Bestandteil einer kurzen Blueserphase mit Monokel und Engerling z. B., ansonsten die angloamerikanischen Klassiker wie Rory Gallagher, Ten Years after, Johnny Winter, John Mayall und so weiter, die echten Klassiker B. B. King, Howlin Wolf, Robert Johnson, John Lee Hooker etc. kamen erst viel später. Losgebluest wurde bei mir aber mit den alten Led Zeppelin- und Stones-Blues-Tracks, Neil Young, über die stieg ich dann etwas tiefer ein, aber das waren auch nur ein paar Jahre. Dann kam noch der Art-Rock dazu, frühe Genesis, ELP, King Crimson, Jethro Tull und vor allem Yes.
    Mitte der 80er dann verstärkt New Wave of british Heavy Metal und Ende der 80er Punk, Indie, Alternative, Dark Wave, Industrial, Gothic. Ich fand also ne Menge Musik gut, aber ich konnte natürlich nicht jeden Tag mein Outfit, Haarlänge und Haarfarbe wechseln, also sah ich dann ziemlich normal aus. Armeezeit fiel da ja auch rein Ende der 80er.
    Alt-Döbern kenne ich erst aus der Literatur, aber die Bands spielten ja auch alle mal bei uns zu Hause oder da, wo ich zur Armee war.
    Zu den Büchern, ja kenne ich alle, aber sie stehen schon ewig auf meinem Amazon-Wunschzettel, aber gekauft habe ich sie bisher noch nicht. Wenn es sie jetzt auch als e-Book gibt werde ich das aber nachholen.

    Mit Paul Landers, Aljoscha und Flake habe ich mal in Schinne, (Dorf bei Stendal) nach dem Konzert noch draußen auf der Dorfstraße auf dem Bordstein gesessen, geraucht, dummes Zeug gequatscht und getrunken. Vorher Helm slammern kennengelernt. Vor ein paar Jahren, 2018 oder 19 war Flake zu einer Lesung in MD, danach haben wir ihn mal nach Schinne gefragt. Da hat er kurz gestutzt, überlegt und dann gesagt, ja kann sein, aber die Zeit ist für ihn auch wie ein Nebel. Sie haben damals so oft überall gespielt, dass er das natürlich nicht mehr genau wusste.
    Dann kann ich mich noch an ein ausgefallenes Feeling B-Konzert im KT in MD erinnern. Handgemaltes Pappschild am Einlass. Sorry, Konzert fällt aus! Aljoscha ist in China.
    Das war eine geile Zeit.

    Broilers mit dem Album "Puro Amor" wieder am Start. Anspieltipp "Porca Miseria".


    Da werde ich mal reinhören. Hoffentlich hält sich die "Weiterentwicklung" in Grenzen.

    Und Fury in der Slaughterhouse nach 13 Jahren wieder mit einer Platte. Hab ich aber noch nicht gehört.


    Mit denen hatte ich mal eine kurze Phase nach der Wende, aber die bleiben in meiner Gruft.

    Bei Motörhead, Judas Priest und AC/DC hat mich allerdings die Nostalgie eingeholt. Bei AC/DC habe ich die Bon Scott-Ära vervollständigt, (ohne Highway to Hell) und von den anderen Bands gibts hervorragende Best of-Compilations für ganz kleines Geld. Nachdem ich früher fast alles hatte, reicht mir heute ein Querschnitt. Von Motörhead finde ich allerdings ihr Coveralbum under cöver noch mal extrageil.

    Man kann es sich natürlich auch einreden. Das ist dann eine gern genommene Floskel, nach dem Motto: "Wir konnten das noch nie." Seit dem besagten Spiel gegen St. Raphael wurde übrigens der halbe Kader ausgetauscht. Mertens, Magnusson oder Steinert, was haben die damiit zu tun, dass die Partie damals in den Sand gesetzt wurde? Das sind nur drei Namen.

    Das ist übrigens auch immer so, wenn der SCM gegen die Löwen spielt. Seit (übrspitzt) zehn Jahren gegen die Löwen nicht gewonnen. Dass von damals gar kein Spieler mehr im Kader steht, juckt irgendwie auch niemanden.


    Nach deiner Logik hätte es ja nie zu solch verheerend langen Negativserien wie gegen Bärlin oder Kröstingen kommen dürfen. Es ist aber passiert und gegen die Gastgeber haben wir auch diese Saison, in der wir allseits hochgejubelt werden, die RN£ aber gefühlt eine eher schwache Saison spielen und meines Wissens auch eher kritisiert werden als hochgejubelt, VERLOREN und das zu Hause, wobei ich das mal nicht weiter hochsterilisieren will.
    Und mir kann keiner erzählen, dass das nicht in den Köpfen ist. Ich betreibe nichts weiter als Wahrscheinlichkeitsrechnung und wenn die nicht eintritt, umso besser, aber ich rede mir nicht schon vorher was ein, was im Ernstfall leider nur seltenst zugetroffen hat. Lieber freue ich mich umso mehr, wenn es denn überraschend anders kommt.

    Finanziell ist es schon ein Unterschied, 20.000,- € oder 40.000,-€ Schmerzensgeld...


    Ich hatte den Satz mit dem Schmerzensgeld schon geschrieben, ich habe es sogar auch Schmerzensgeld genannt, aber ich habe ihn wieder gelöscht, weil es mich nicht tröstet und sicherlich auch die Mannschaft nicht, es sei denn Marc Henri schenkt es der Mannschaftskasse und ich glaube, dass es auch dich nicht tröstet und wahrscheinlich noch nicht mal Marc Henri himself, aber das ist mir alles Brust, weil in der Regel das Spiel um Platz 3 nicht mehr die eigentlich bessere Mannschaft gewinnt, sondern die, die ein bißchen weniger Frust schiebt und ich werde mir so ein Spiel auch nicht angucken, weil ich diese Spiele aus Prinzip ablehne.
    Was ist denn bitte ein 3. eines Pokalwettbewerbes? Da gibt es einen Pokalsieger und danach nichts mehr.

    Gegen Plock raus würde dann aber Spiel um Platz 3 gegen die Pelzigen (aka Füchse) bedeuten ;)


    Ich habe mal im TV gesehen, dass LKW`s auf der Karibikinsel Martinique Schneeschaufeln an Bord haben müssen, weil die EU das vorschreibt. Das Landesseilbahngesetz von Mecklenburg-Vorpommern ist auch nicht von schlechten Eltern, aber das ist alles nüscht gegen die Sinnlosigkeit eines Spiels um Platz 3 bei einem FF-Turnier.

    Wenn man sich mal überlegt, dass sich die Turngemeinde einen Reichmann quasi nur für die 7er leistet, Wahnsinn. Top-Minutenlohn für Handballverhältnisse.
    Nächstes Jahr Gomes und Kühn auf einer Position, aber keinen echten Spielmacher bisher und am Kreis siehts auch dünne aus.
    Na ja, vielleicht werkelt Axel mit Gudmi ja im Verborgenen.

    Das HF ist högschdwahrscheinlich völlig Wurst. Den Pott holt Kronau und fertig. Das kriegt Schwalb auch so hingecoacht die 2 Spiele. Lieber gegen Plock raus als Finale gegen Kronau verlieren. Noch lieber würde ich aber gewinnen, ist nur sehr weit weg die Vorstellung, dass das realistisch ist.

    Verfolgt Plock irgendwer?
    Wer sind die entscheidenen Spieler?


    Spanischer Trainer, auch ein paar spanische Spieler, aber nicht erste Garde, ein paar Jugos, von denen ich Stevanovic im Tor und Terzic aus dem Rückraum kenne. Szita, den Ungarn und Stenmalm den Schweden kenne ich noch, beides RL und 3 Polen, den TW Morawski und die beiden Außen Krajewski und Daszek. Dann noch 1 Franzose, 1 Brasilianer, ein paar unbekannte Jugos und Polen noch. In der Gruppenphase durchwachsen und im 8el- und 4tel-Finale gegen Lissabon und Gudme nur knapp weitergekommen.
    Es sollte machbar sein, (einerseits) aber der BHC, DHfK, Bitterfeld und Erlangen sollten auch machbar (gewesen) sein.

    In Ermangelung eines sehr guten und verlässlichen Spielmachers sollten wir versuchen hinten Beton anzurühren und vorne Karo einfach spielen. Alles andere funktioniert sowieso nicht, wir haben die Leute nicht dafür, bzw. lässt sich nicht mehr ausreichend einstudieren. Harte Abwehr, Ballgewinne, TG oder 2. Welle und im Positionsangriff einfache Kreuzungen, Kühn holen und rums oder etwas individuelles mit Wiede, Häfner, Weinhold, Weber und ein bißchen Kleingruppe mit dem Kreis oder mal schnell auf außen durchspielen, wenn der Gegner noch nicht formiert ist. Hoffentlich traut sich Heymann mal was, wenn er mitgenommen wird. Böhm wäre bei mir raus. Drux kann ich auch nicht mehr so richtig sehen, aber der hat wenigstens Erfahrung. Bei Michalczik und Knorr bin ich sehr unsicher, ob das schon was bringt, wohl eher nicht.

    In Rostock hatte ich die andere Kulturszene entdeckt. Im MAU die anderen Bands (firma, Septiker, ich-funktion. herbst in Peking) in zwei anderen sehr kleinen Klubs bzw. im Filmclub auch experimentelle Sachen (Ornamente & Verbrechen, expander des fortschritts, tom Terror & das Beil, AG Geige). Da habe ich dann erst aufgehört Stoprock zu sehen und war in einer Szene wo man von anderen die Kassetten kopieren konnte.

    Zitat


    Das war auch voll mein Ding. Diese Truppen spielten in MD meist im KT (Kellertheater, kleiner Club in der Uni) oder die bekannteren Bands wie die Skeptiker z. B. in der Mensa.
    Dann gabs noch in einem Wohnheim der Uni einen schrägen Club. Das war sehr praktisch für mich, weil nur 10 min Fußweg von zu Hause.
    Ich ergänze noch mal Sandow und Feeling B natürlich, Die Vision. Die Jahre 88-92 waren für mich wie ein Rausch. Blütezeit der Subkultur. Na ja, aus Feeling B wurde dann Rammstein und der Sohn von einem AG Geige-Mann ist der Sänger von Kraftclub.
    Im Radio gabs Parocktikum von DT64 und dann glaube ich, noch ne Sendung wo das ganz schräge Zeug lief, Name fällt mir jetzt nicht mehr ein.

    Mein Hemd war gut gebügelt und ich war noch 89 im Frühjahr beim Pfingsttreffen und bin winkend, ähhm nein natürlich drohend, an Erich vorbeimarschiert. Auch damals unvergessen. Gerhard Schöne spielt vor bestimmt 5000 Leute auf einen Platz, u.a. ein Lied über die Verfolgung eines Schwarzen durch Nazis in Blankenstein. Alle sitzen auf dem Boden und auf einmal steht so ein Stasilappen in der Mitte auf und zieht die ganze Aufmerksamkeit auf sich.


    89 beim Pfingsttrefffen war ich auch noch mal mit 3 Kumpels aus dem Betrieb, weil wir einen guten Draht zu unseren 2 FDJ-Tanten im Betrieb hatten. Danach gabs aber Ärger, weil wir uns nur abgeduckt und Party gemacht haben und keine der offiziellen Jubelaufmärsche mitgemacht hatten.

    Schön, dass noch mitgelesen wird. Ich hatte noch etwas im ND-Archiv recherchiert. Neben dem Oberligabetrieb gab es eigentlich nur die Neujahrsturniere von überregionaler Bedeutung. Neben dem in Rostock gab es noch eins in Cottbus und in der Seelenbinderhalle, d.h. von Dynamo. Ansonsten auffällig, dass Chemie Piesteritz, Zweitligist, sehr oft Freundschaftsspiele gegen ungarische bzw. Osteuropatruppen zu Hause gemacht haben. Diese Truppen müssen ja irgendwo ihr Trainingslager gemacht haben. Kienbaum ist aber recht weit (DDR-Sportcamp).
    Bei den Frauen hatte Rangsdorf noch ein größeres Turnier.


    War nicht in der Seelenbinder-Halle immer 6-Tage-Rennen im Radsport? Da war ich doch auch mal. Also Winterbahnsaison nannte sich das doch. Die Winterbahnsaison ging doch von November bis Februar. Haben die trotz der Radrennbahn da Handball drin gespielt?
    An TV-Bilder aus Rostock kann ich mich erinnern, Handball aus Berlin in dieser Zeit nicht. Es war ja auch keine typische Dynamo-Spielstätte, was jetzt aber nichts heißen muss.
    Ansonsten verbinde ich die Seelenbinder-Halle mit ein paar geilen Konzerten kurz nach der Wende. Vor der Wende war für einen Konzertbesuch wahrscheinlich mein FDJ-Hemd nicht gut genug gebügelt.

    ERGO: Die DDR hat aus dem System schon richtig viel rausgeholt, insbesondere auch durch das Sichtungssystem. Hätte der Handball jedoch im Westen einen höheren Stellenwert und damit verbunden auch finanzielle Anreize für Spieler gehabt, wäre der Mangel der fehlenden Wechsel zum Tragen gekommen.

    Und um noch mal auf den politischen Druck einzugehen. Urban79 hatte auf einen bekannten verwiesen, welcher nur bis Zweitliga kam, da er nicht in die Partei wollte. Da herrschte am Ende wohl auch Pragmatismus. Holger Schneider ist meines Wissens auch nie eingetreten. An seinem Talent kamen die aber nicht vorbei.

    Ich denke da gab es dann auch ein Dossier wie wahrscheinlich z.B. eine Republikflucht war. Schneider war ja nicht zu Empor gegangen wegen Westverwandtschaft und ist trotzdem noch nach Seoul gekommen. Den werden die richtige gut beleuchtet haben und das über Jahre. Ist ja erst mit 26 oder den Dreh zu Empor gegangen.


    Ich kann mir nicht vorstellen, dass in der DDR jeder durchs Raster fiel der Westverwandtschaft hatte oder nicht in der Partei war. Dann hätte ja das Sichtungssystem auf quasi die Hälfte der Bevölkerung verzichten müssen.

    Vielleicht könnten wir uns noch einmal austauschen, welche Stadt eigentlich den größten Lebenswert für einen "Ost-Profi" darstellte. Ich habe zum Glück noch viel von der DDR gesehen, da ich durch den Sport gut rumgekommen war. Rostock war sicherlich ein sehr attraktiver Standort (moderne Halle, Strand, Unistadt). Berlin und Leipzig (allein schon wegen der Moritzbastei) wegen des Kulturangebotes auch. Halle hat ja auch eine Uni. Von der Stadt war ich aber richtig geschockt. da war in meiner Erinnerung alles schwarz und verfallen. Cottbus hatte das legendäre Gladhouse ansonsten aber nicht so prickelnd. Auch nur ne kleinere Bergakademie(?).

    Ich hatte mal Katja Kittler im Rostocker Filmclub gesehen, war glaub ich irgend etwas jazziges. Das muss eigentlich auch ein Thema gewesen sein. (Beispiel Wahl zwischen Löbau und Rostock). Magdeburg hatte auch eine gute Klubinfrastruktur? Ich war da vor der Wende einmal und habe es als grüne Stadt in Erinnerung (Rennbahn) und dann den Boulevard mit dem Stalinbauten. Da gab es ein Cafe Kiew oder so. Da kostete ein Toast Hawaii 12 Mark. Was richtig teuer war zu der Zeit im Vergleich. Theater war nicht schlecht. Damals Thomas Dehler, Sohn von Wolfgang Dehler DEFA Inventar, ein lokaler Star. Ich meine die Jugendherberge war in Sudenburg. Und irgendwie war ich noch auch einem Freilichtkonzert in Ottersleben. Aber das ist sehr verschwommen.


    Berlin, Leipzig und Rostock ragten da eventuell etwas heraus. Beim Rest war es wahrscheinlich eher egal. Magdeburg punktete sicher nicht mit architektonischen Highlights, dafür mit Elblage, (u. a. Rennbahn im Herrenkrug) viel Grün und Sportmöglichkeiten und einen Haufen Clubs und studentisches und Kulturleben, sogar international, gab es auch. Freilichtkonzert in Ottersleben weiß ich zwar nicht, die waren sonst eher im Stadtpark, aber kann ja sein. Ottersleben ist auch das entgegengesetzte Ende der Stadt. Da fährt bis heute keine Strapazenbahn hin, (Nachtlinien hießen Lumpensammler) war also für Neustädter wie mich etwas weit vom Schuss.

    von den BSG Standorten vermutlich Eisenach auf der Topliste. Schwerin wegen der Landschaft. Kirchmöser, Löbau, Eberswalde?

    Wie es der Zufall will, habe ich auch letztlich mitbekommen, warum ich Takraf (Kranbau) in Magdeburg verortet hatte. Meine Mutter hat mir gescannte alte Heimatkundehefte geschickt (4 Klasse). Da stand das falsch drin.
    Richtig war Leipzig.


    Das Kirow-Werk In Leipzig war natürlich der bekanntere Kranbaustandort, Die Kombinatsspitze saß auch in Leipzig, aber ich meine, dass in und um Magdeburg auch eine Reihe Großbetriebe zum Kombinat TAKRAF gehörten, Förderanlagen 7. Oktober, (heute FAM), Schwermaschinenbau Georgi Dimitroff, Kranbau Barleben, Förderanlagenbau Calbe (Saale), Kranbau Köthen. Ich kannte einige Leute, die von den Magdeburger Betrieben aus auf Montage in den Braunkohletagebauen waren, weil sie da die Großgeräte wie Bagger und Förderstrecken zusammengebaut haben.

    Kastening wirkt momentan auch etwas überdreht oder überspielt, keine Ahnung was, aber er verkauft sich momentan etwas unter Wert. Weber hatte beim SCM auch mal so eine Phase, wo auch einfach zu viel auf seine Schultern geladen wurde. Aber der Kerl ist gut und hat auch die richtige Einstellung. Vielleicht nimmt er sich einige Würfe zu viel oder es werden ihm einige ungünstige aufgezwungen, aber insgesamt ist die rechte Seite mit Häfner und Kastening schon so was wie der Leistungsgarant bei der MT.
    Kühn scheint mental auch nicht der Belastbarste zu sein. Der lässt sich zu leicht verunsichern.

    Thema Gullerud - er wurde hier im SCM-Thread seit Saisonbeginn häufiger kritisiert, speziell seine Leistungen im Mittelblock. Sicher zu Recht! Er fällt da gegenüber Musa und Chrapek deutlich ab, muß dann spätestens in der neuen Saison liefern. Dennoch sollte man aber fairerweise bei der verständlichen Kritik berücksichtigen, daß es seine erste Saison beim SCM ist. Unser Traumpaar im Mittelblock, hat schon etliche gemeinsame Spielzeiten auf dem Buckel. Als Fan erwartet man ja oft, daß neue Spieler möglichst schnell zu 100 % funktionieren. Die Realität sieht dann eben anders aus.


    Ein guter IB braucht schon Zeit, das ist mir schon klar, aber die Zeit haben wir eben nicht mehr ewig. Sicher ist Zeit verloren gegangen durch Maggis Rückengeschichte. Jedenfalls finden wir auch nicht immer IB-Duos, die auch schon im Vorverein zusammengespielt haben. Es muss also auch mal schneller gehen und bei entsprechender Klasse geht das auch schneller, wie auch Peke oder Golla zeigen. Die sehen schon sehr schnell auch sehr eingespielt aus.

    Für die neue Saison liegen dann natürlich auch große Hoffnungen auf Saugstrup. Aber auch der, muß sich erst mal neu orientieren.


    Es würde mich auch nicht wundern, wenn es beim Sauger schneller geht. Aber das macht eben auch KM 2 und 3 (leider) ein Stück weit obsolet.

    Preuss scheint ja im Mittelblock Bennos Ansprüchen überhaupt nicht zu genügen, dabei meine ich, falls mich meine Erinnerungen nicht täuschen, daß er bei Gummibach auch auf dieser Position gespielt hat, da also Erfahrungen hat. Überhaupt sind seine Einsatzzeiten überschaubar. Warum dann der Vertrag verlängert wurde, erschließt sich mir nicht so richtig. Vor allem nicht aus der Sicht des Spielers, wenn die Kohle nicht das Hauptargument gewesen sein sollte.


    Preuss hatte ich gar nicht als Innenblocker eingeplant, nicht mal als ernsthafte Abwehralternative auf halb. Für mich war das unser Kohlbacher light, also eher der gute Offensiv-KM. Leider ist er da auch mehr der heavy Preuss als der Kohli light.

    Ab und zu wabert hier immer so ein bißchen Erik Schmidt-Romantik durch den Thread. Je länger er weg ist, umso mehr steigert sich die Verklärung. Vorweg, die Verpflichtung als solche fand ich schon sinnvoll. Aber ich habe den Eindruck, daß immer nur seine gute Phase im Feb. + März 2020 in Erinnerung geblieben ist. Davor im 2. Hj. 2019, war es nicht so überragend, was er in Angriff und Abwehr gezeigt hatte. Vielleicht spielte damals auch, im Nov. 2019, die Bekanntgabe der Verpflichtung von Gullerud eine Rolle. Die Suche nach einem neuen Verein, wirkte dann im Fj. 2020 sicher motivierend. Hätte er immer so wie in Nantes gespielt, wäre er sicher heute noch beim Club.


    Erich Schmitt romantisiere ich auch nur als IB-Reserve, nicht offensiv, wobei er da in Summe auch nicht schlechter war als Gulle bisher. Klar auch, dass man sich bei Schmitti an seine Spätzeit erinnert, aber da sah man, was man an ihm hat und den Anspruch, dass mit Maggi Verstärkung kommt ist eben nicht erfüllt worden und zwar weder vorne noch hinten.
    Wir haben 2 KM im Team, die aus welchen Gründen auch immer, beide nicht annähernd die in sie gesetzten Erwartungen erfüllen und auch deshalb kommt automatisch die romantische Rückbesinnung auf Erich Schmitt als den Spatz in der Hand, während wir mit Mo und Maggi 2 Tauben auf dem Dach haben.

    Ich gehe nicht davon aus, dass wir uns zu nächster Saison wesentlich verstärken, vor allem defensiv befürchte ich eher Verschlechterung. Vorne kommt mit Flipsi Weber und Saugstrup Verstärkung. Die Rolle von Kay Smits ist mir noch nicht ganz klar. Soll er der 2. Omar werden? Wie wird Flipsi eingebunden? Ein bißchen mehr als Edel-Joker darfs schon sein. Defensiv fehlen Erich Schmitt, Musa und Steinert. Jensen im Tor muss schon deutlich besser als Thulin sein, damit man das als Verstärkung wahrnimmt.

    Und was bitte soll der Anspruch in MD sein?


    Der Anspruch mit der aktuellen Mannschaft sollte Pl. 3-6 sein. Aber unsere Vereinsführung und einige Spieler reden gerne von mehr.
    Da passt Anspruch und Realität m.M.n. nicht so gut zueinander. Ich habe auch kein Problem mit Pl. 3-6, aber ich habe Probleme mit Äußerungen von den Verantwortlichen, die mehr versprechen als sie halten können und wenn es nicht klappt, wird es mit Corona begründet, so als ob nur wir damit zu tun hätten.

    Ich sehe das eher nicht als Ausrutscher an. Ein Ausrutscher ist für mich etwas Vermeidbares, man hat sein eigenes Können eben nicht abgerufen. Diese Niederlagen kamen ja zustande, weil wir es gegen Abwehrreihen, die so agieren, eben nicht schaffen zu gewinnen. Es mangelt am Können. Dabei ist es völlig egal, ob in diesen Spielen der Gegner von der Förde, aus dem Bergischen, aus Erlangen oder Stuttgart kommt. Wir haben dann einfach keine Mittel, sind zu sehr auf ein System eingeschränkt und scheitern eben dann.


    Das ist mir auch zu einfach. Die 5+1+1 Zwerge können zwar ellenlange Siegesserien hinlegen und in Montpellier gewinnen, in Kiel remis spielen, beide Berlin-Spiele gewinnen und gegen Bitterfeld haben wir dann ein Systemproblem und eins mit dem Können? Wir vergeigen doch auch regelmäßig zum Saisonbeginn. Vielleicht müsste der Träner mal die Vorbereitung modifizieren.
    Vorige Woche war z. B. Oma Inge noch der Größte, Green der beste Keeper der Liga und jetzt nach einem Spiel mangelt es am Können?
    Klingt für mich irgendwie etwas widersprüchlich.
    Das ist mir auch echt zu extrem. Der Spruch ist zwar eigentlich negativ besetzt und damit verbrannt, aber ich will jetzt trotzdem nach 1 Niederlage mal nicht gleich alles in Frage stellen.
    Zu enges taktisches Korsett, ja, kein echter Plan B, auch okay, keine gute, "tiefe" Bank, sicherlich, aber nicht vorige Woche noch toll und nach einem Spiel fehlt sofort die Klasse.
    Sie sind vielleicht auch überspielt und einige sind hoch belastet, ein Bezjak geht vielleicht auch altersbedingt ein paar % runter, Damgarten noch nicht wieder stabil, aber dem Träner werfe ich vor allem vor, dass er Steinert faktisch zum Abwehrspieler degradiert und Preuss und Gullerud nicht über Statistenrollen hinauskommen und wir immer noch keine stabile TW-Leistung haben.
    Klingt zwar einfach, aber hätte Green gehalten wie die letzten Wochen, hätten wir das Spiel gewonnen. Das hätte dann zwar die anderen Probleme, was immer da waren, wieder mal kaschiert, aber so ist das bei anderen Truppen auch. Auch Flensburch spielt mal schlecht, aber ziehen sich dann noch selber aus dem Sumpf.
    Wahrscheinlich hätte Gisli uns auch gut getan. Der hätte wahrscheinlich auch Lücken gerissen, aber vor allem war Erlangen wieder mal sehr heiß gegen uns und wir nur so lala. Auch in Wetzlar haben wir regelmäßig Probleme. Bei denen ist das ähnlich.
    Also wenn irgendwo Können und wahrscheinlich auch Wollen, bzw. Phantasie fehlen, dann beim Träner und beim Kader in der Gesamtzusammenstellung. Aber nicht bei einzelnen außer den bekannten wie Gulle, Preuss, Thulin. Aber mit denen hatten wir auch die Siegesserie. Also normalerweise schleppen wir sie mit durch.

    Richtig. Wir dürfen aber auch nicht völlig einbrechen. Wenn man in der Liga nicht mehr richtig fokussiert ist, geht es beim FF bestimmt auch in die Hose. Ist eine Gratwanderung.


    Wir werden schon nicht einbrechen, aber das bittere ist, dass man sich nicht mal so eine Niederlage leisten kann, (Deja vu auch gg. Erlangen) weil wir unsere Ambitionen einer besseren Saison wieder mal sehr früh schon gegen den BHC und Bitterfeld beerdigt haben, (DHfK war dann der I-Punkt) damit ist man dann aus den ersten beiden Plätzen raus und Pl. 3 bleibt nur noch das max. Erreichbare. Da kann man dann zwar wieder eine Supi Siegesserie hinlegen, (auch das hatten wir alles schon) und am Ende gehts dann trotzdem über Pl. 3 nicht hinaus.
    Ich würde es sogar gar nicht so schlecht finden, wenn wir nur 4. oder 5. werden würden, dann könnten sie uns von der Abteilung für weichgespülte Saisonbilanzen wenigstens nichts erzählen von Spitzenplatz bestätigt oder in der Spitzengruppe etabliert oder ähnlichen Käse. Fakt ist, dass der Abstand zu Pl. 1-2 zementiert ist, wir sogar seit 10 Jahren auch wieder gegen Flens zu Hause verloren haben, wir einfach eine Platz 3-6-Mannschaft sind und das sind wir aber auch schon seit 2016. So viel auch zum Thema Großangriff. Corona hin oder her, das wäre auch ohne Corona nicht anders gewesen.
    Wenn wir uns mal diese Ausrutscher am Saisonanfang irgendwann abgewöhnen können, dann kann man ersthaft über mehr nachdenken.