Beiträge von hlp

    Wenn man die ganze Hanning-Trommelei und Kretzsches Dampfplauderei mal weglässt, bleibt der erfolgreichste Aufsteiger oder auch Rückkehrer in die 1. Liga, der es geschafft hat in der gleichen Stadt zu bleiben und quasi auch zum Gesamt-Stadt-Club über Reinickendorf und West-Berlin hinaus zu werden. Sicherlich ist es da hilfreich, dass Reinickendorf Teil Berlins und nicht von Bielefeld, Esslingen oder meinetwegen Kaiserslautern ist.
    Aber die Füchse spielen in Berlin vor knapp 8000 im Ø und das ist Pl. 3 der Liga und das ist weit vor Flensburg und Magdeburg. Okay, die haben die noch bessere Hallenauslastung, aber die Frage nach den sonstigen Highlights oder Vergnügungsmöglichkeiten würde ich dann an dieser Stelle auch nicht aufmachen wollen, (innerstädtische Konkurrenz) weil es Äpfel mit Birnen oder besser Stadt und Land vergleichen würde.
    Mein Fazit: Die haben in Berlin bisher mehr richtig als falsch gemacht.

    K. Miesner hat nicht für den SCM gespielt, kam über den `Umweg` Lehrer an der KJS auf den Trainerstuhl beim SCM.
    Meines Wissens nach waren die SCM Spieler parallel aktiv Feld/Halle wobei einige sowohl in der Meistermannschaft 67 (Feld) als auch 70 (Halle) standen. Definitiv trifft das auf Baumgarten, Röhrig und Lake zu.
    Die Halle in Salbke gegenüber vom RAW kenne ich noch. Aber ich dachte immer die Männer von Lok spielten in der Halle in Westerhüsen (Husumer Str.) ??
    Dort in der Nähe liegt auch der Tonschacht, wo Lok seine Großfeldzeit erlebte.


    Danke Frank, da bestätigst du einiges und fügst auch neue Puzzleteile hinzu. Die Halle am Wasserturm Alt Salbke hat meine Mutter auch nur für die Frauen genannt. Wo die Männer gespielt haben wusste sie nicht mehr genau, vermutete nur Fermersleben. Das es in der Husumer Straße auch noch ne Halle gab wusste ich nicht. Mal sehen, ob sich meine Mutter wieder dran erinnern kann, wenn sie dazu ein neues Stichwort bkommt.
    Das es mit Röhrig und Baumgarten Spieler gab, die auf dem Feld und in der Halle Meister wurden, habe ich zwar vermutet, war mir aber nicht sicher. Lake war ja 1967 auch schon 24, also logisch, dass er da auch zugehörte. Den mache ich in Gedanken immer etwas jünger.
    Die Zeitrechnung begann vor diesem Thread immer gefühlt erst mit dem 1. Hallentitel 1970. :hi:

    bei der OP wird sicherlich eine Sehne übers Gelenk "gezogen". Is gängig nach mehrmaligem auskugeln. Das hält normalerweise dann. Ansonsten kann man das auch mit der Plastik stabilisieren und im Knochen verankern


    Was mich in dem Fall mal interessieren würde, was alles so erlaubt ist? Alle möglichen Knie-und Ellenbogen-Manschetten sieht und kennt man ja, auch den Sackschutz, Mundschutz, diverse Tapes und Pflaster vom Nacken bis zum Knöchel.
    Aber wäre sowas wie auf dem Bild hier auch erlaubt, wenn es denn helfen würde?

    Guido sagt ja das er zum Feldhandball nichts hat. Nicht mal meine eigene Mutter, die selber den Wechsel vom Feld in die Halle vollzogen hat und als Vizemeisterin ja auch nicht ganz erfolglos war, kann meinen gordischen Knoten da lösen. Es ist für Magdeburg vielleicht auch besonders schwierig, weil es mit Lok Südost, Motor Südost, Motor Mitte, Aufbau Börde und vielleicht noch irgendwer, den ich gerade vergessen habe, in einer Stadt zu annähernd gleicher Zeit viele Vereine gab, die richtig gut waren oder zumindest Spitzenspieler hatten.
    Mein schwarzes Loch ist da vor allem die Zeit zwischen 1963 und 1967, weil in die Zeit die Verschmelzung zum SCM und das Ende des Feldhandballs fallen.
    Auch weiß ich von keinem Handballer(in) außer meiner Mutter und Klaus Miesner sicher, dass die auf dem Feld und in der Halle aktiv und erfolgreich gespielt haben. Das ist mir etwas dünne. Dazu hätte ich gern noch mehr erfahren und auch nicht nur aus Magdeburg.
    Das ist ein bißchen so wie mit Jens Weißflog, von dem man ja auch weiß, dass er wohl so ziemlich der einzige ist, der als DDR-Springer mit Parallelski-Stil und als Bundi mit V-Stil in 2 Systemen, aber vor allem 2 Sprungstilen erfolgreich war. Mit Straddle und Flop im Hochsprung gabs das wohl nicht, aber ich schweife ab.
    Also die Frage, ob es Stars im Feldhandball gab, die auch in der Halle Titel gewonnen haben oder zumindest diesen Wechsel ohne Klasseverlust gemeistert haben, egal wo, interessiert mich nach wie vor.
    Nach 1967 wird es dann etwas leichter, weil der Feldhandball wegfiel und die Quellenlage dann auch sicher besser wird. Man darf auch nicht vergessen, dass viele Sportler, die so bis Ende 60er aktiv waren schon gar nicht mehr leben und Zeitzeugen, auch Zuschauer u. U. auch nicht.

    Da Guido hier über den Wechsel von Großfeldhandball zu Hallenhandball aufgeklärt hat.


    Nee, dazu konnte bisher leider noch keiner die große Erhellung bringen. Meine Mutter wechselte als Oberligaspielerin schon Mitte der 50er in die Halle und dann war das Feld passé. Sie ist aber auf dem Feld noch Vizemeisterin geworden, muss 1954 oder 55 gewesen sein. Meister wurde da Rangsdorf. Muss ein Vorläufer der Berliner Sport-Clubs gewesen sein.
    Aber woanders wurde offenbar noch länger Feldhandball gespielt und offenbar auch Meisterschaften ausgetragen. Es kann also nicht mit Schalter umlegen überall von Feld auf Halle umgestellt worden sein.

    Der SC Aufbau wurde 1955 gegründet incl. Handball durch die Delegierung von Aufbau Börde. Motor Mitte mit Bubi Wende wurden 1957 zum Klub delegiert.
    Lok Südost dagegen wollte eigenständig bleiben. Waren auch `Schwerpunkt` innerhalb der SV Lok und 1957 schon Vizemeister auf dem Feld wobei das Endspiel gegen Empor verloren ging. Die Feldhandball-Oberliga gab es bis 1967 und der SCM gilt damit als letzter Feldhandballmeister der DDR.
    Fermersleben unter dem Namen Diesel Magdeburg war Meister 49, Vizemeister 50, Pokalsieger 51 und spielte als Motor Südost auch nochmal in der Feldhandball-Oberliga. Der Zusammenschluss mit Lok kam in den 70-er, glaube 1976


    Sorry, aber bei mir ist immer noch vieles unklar. Wenn schon Lok nicht zum SCM gekommen ist, muss aber mindestens Klaus Miesner gewechselt sein, weil der ja 1967 Acki Kandula als SCM - Trainer beerbte. Ist der dann der einzige gewesen oder sind auch andere Spieler zum SC Aufbau/SCM gewechselt und nur der Verein Lok Südost wollte eigenständig bleiben?
    Was ist mit Feldhandball und Hallenhandball parallel? Ich habe meine Mutter noch mal gefragt. Sie wechselte mit der Damenmannschaft von Lok Südost so 1956 rum vom Feld in die Halle und blieb dann auch in der Halle. Sie sagt, dass Feldhandball dann bei Südost auch vorbei war. Bei den Frauen war es wohl auch so, dass die Frauen vom SC Aufbau zu Lok Südost kamen. Sie bestätigte aber, dass Lok Südost sich nicht vom SC Aufbau/SCM vereinnahmen ließ, außer halt Klaus Miesner himself. Das bedeutet ja wiederum, dass bei den anderen Clubs Magdeburgs noch genug gute Spieler zusammen getrommelt werden konnten, mit denen der SCM 1967 Feldhandballmeister werden konnte und 1970 erstmals Hallenmeister. Auch da wäre mal interessant, ob der SCM länger am Feldhandball festgehalten hat und erst später in die Halle ging oder ob die Feld und Halle parallel betrieben haben? Die Frauen haben in den späten 50ern in einer alten zur Sporthalle umfunktionierten Irgendwas-Halle am Wasserturm in Salbke gespielt, die Männer aber höchstwahrscheinlich in Fermersleben. Jedenfalls nicht in Salbke, wo die Frauen spielten. Es bleiben Fragen über Fragen.

    Stimmt war etwas redundant von mir. Allerdings war hier im Verlauf des Threads wieder mal, wie so häufig, die Offensive (von Flensburg) als zentrales Analyseelement im Vordergrund. Dass Hens schon sehr früh mehr Querstehen von Flensburg erwartete, stimmt definitiv.


    Die Offensive war mit Sjøgard, Golla und Mensah auch sehr spektakulär, besonders die Explosion von Mensah.
    Das heißt aber nicht, dass wir die Abwehrumstellungen der Plopper nicht zur Kenntnis genommen hätten. Es war ja zu sehen wie der SCM sich immer deutlicher schwertat.
    Aber es wird eben auch immer dann deutlich, dass Wiegert dann maximal nur noch mit verschieben seiner Damesteine auf der Taktiktafel reagieren kann und nicht damit, dass er mal neue Durchschlagskraft oder Schusspower von der Bank bringen kann oder will. Das meinen wir damit, (oder zumindest ich) dass der SCM nur Plan A kennt im Angriff, weil keine neuen Komponenten dazu kommen und die kamen bei Flens mit (vor allem) Mensah definitiv hinzu, weil der ohne Gotfridssons Rot nie annähernd so viel Spielzeit bekommen hätte.

    Plan B von Magdeburg war ja in Überzahl Kleinguppe rechts. Das ging ja nach der roten Karte total in de Hose. Ich fand hier das Verhalten des Kreisläufers, um es etwas vorsichtig zu formulieren, ziemlich unskandinavisch unbeherzt. Wenn die Kreisläufer überhaupt nicht funktionieren, dann wird es mit Alternativplänen aber auch schwierig, wenn man im Rückraum alles auf Stoßen-Rückstoßen ausgerichtet hat.


    Das wir trotz 3 KM ein KM-Problem haben wurde ja auch gesagt. Wenn du nur mit Rückraumspielern von max. 1,90 m agierst, deren Stärke jetzt nicht ihr Wurfarm und 1,20 m Sprunghöhe sind, gehen die taktischen Mittel auch schneller mal aus.


    Guido, wie muss ich mir das vorstellen? Liefen bis in die 60er Jahre hinein Hallen- und Feldhandball parallel? Aber die hatten doch keine 2 Mannschaften, oder? Klaus Miesner hat doch auch noch Feldhandball gespielt.
    Meine Mutter hat ja auch bei Lok Südost gespielt und die kannte ja Miesner, Wende und so auch persönlich, aber ihre Erinnerung ist auch nicht mehr die beste. Außerdem bekam sie dann auch meinen Bruder und fing selber an zu studieren.
    Auf jeden Fall hat sie bestätigt, dass Miesner 1957 zur DHfK delegiert wurde, bei Wiki steht, dass er mit DHfK ´61 und ´62 Meister wurde. Das kann ja alles sein, bzw. auch mit Südost dann ´63 wieder Meister geworden zu sein. Passt ja, so 4-5 Jahre Studium.
    Also was ich partout nicht mehr sauber getrennt bekomme ist das Ding mit Feld- und Hallenhandball und die Metamorphose der Vereine von Lok Südost, über SC Aufbau bis hin zum SCM und wie das konkret beim Handball war. Wiki sagt ja auch, dass der SCM 1967 Feldhandballmeister wurde. Wann war Schluss mitt Feldhandball?
    Den Verein SC Aufbau gabs ja auch schon länger, glaube seit 1950, aber dann wohl mit anderen Sportsparten.
    Hats den Handball unter dem Dach SC Aufbau überhaupt mal gegeben oder ging Südost direkt in den SCM über?

    Hat doch bestimmt irgendwie mit dem Olympiaboykott zu tun.

    Ich glaube dies gab es nochmal bei einem anderen Olympiajahr habe ich noch ganz schwach in Erinnerung.
    PS: Jetzt habe ich was zu Stephan Hauck gefunden. Volksstimme vom 7. Mai 1984.
    Beim Pokalsieg des SCM in Rostock wird er beim SCM mit als stabilster Spieler erwähnt. Da wird noch klar geschrieben, es war die letzte nationale Chance der Spieler sich für Los Angeles zu empfehlen.
    Dann kann dies als Begründung für keine EC Teilnahme nicht herhalten.

    Im Interview mit Klaus Miesner steht, aus dem geplanten Zusammenspiel zwischen Hauck und Dreibrodt ist ja leider nichts geworden, weil Dreibrodt sich im Training verletzte und nicht eingesetzt werden konnte. Mit Hauck hat es laut Miesner aber trotzdem gut geklappt.
    Er hat also da eindeutig für den SCM gespielt für die Vorbereitung auf Olympia.


    Ich weiß es zwar nicht, könnte mir aber vorstellen, dass die DDR auf EC wegen Olympiavorbereitung verzichtet hat. Offiziell sicherlich, damit man das noch konzentrierter angehen konnte und als Nebeneffekt, dass nicht noch kurz vor Olympia Sportler bei Spielen im Westen "rübermachen".

    Würde heute auch keinem mehr einfallen. Gehörte zum Kombinat TABAK VEB. Und wo wurde die ebenfalls gängige Markte Cabinet produziert?

    Nordhausen. Wäre mal interessant, ob es dort signifikant erhöhte Lungenkrebs und Leberzirrhosen gab. Große Tabakproduktion und die bekannteste Schnapsfirma.


    Nordhausen wusste ich auch noch. Nicht weit davon weg, im Eichsfeld, Dingelstädt war Zigarrenproduktion. Nicht zu verwechseln mit Dingelstedt am Huy, bei Halberstadt, die haben Wurscht und Käse gemacht.

    Die Hallen war wohl eine generelle Herausforderung. Piesteritz spielte einer Halle, die hieß "Am tor 2" also auf dem Werksgelände.War die Gieselerhalle auch ein ehemaliger Lokschuppen. In meiner Erinnerung baugleich mit Marienehe.


    Die "geilste" Halle, die ich mal besucht habe, war die Ernst-Kamieth-Halle in Frankfurt. Auch sowas wie ein ehemaliger Lokschuppen oder ähnliches. Flair Schulturnhalle.
    Link

    Nach 6 Titeln in Serie knapp Zweiter und mit dieser Niederlage im Mai 1986, gab es die erste Oberliga-Heimniederlage nach dem 10. November 1974 gegen den ASK. !!!!! Das waren 110 Heimpunktspiele.

    Mal noch ein paar Namen der damaligen SCM-Frauen:
    (1) Petra Puch, (12) Sabine Picken, (2) Claudia Wunderlich, (5) Franka Schulze, (4) Kerstin Rast, (16) Manuela Bode, (6) Anke Glombik, (8) Kerstin Brunsendorf, (9) Ivia Rüßbüldt, (10) Kerstin Laube, (11) Birgit Heinecke, (14) Maren Bürger, (15) Anke Stäbe, (3) Ines Laaß, (7) Kornelia Kunisch


    Der Köckeritz war so einer, der von einem SC zum anderen gewechselt war, vielleicht auch nur für 1 Jahr oder kürzer. Der steht bei Wikipedia nur als Spieler von Dynamo Berlin drin und nicht als SCM-Spieler. Nach der Wende noch in Lemgo aktiv gewesen.

    Na ja. Saugstrup hat bei der WM auch eine sehr gute Abwehr gespielt.
    Dafür kann Chrapek "bach to the roots" wieder im Angriff spielen ;)


    Das mit Pjotr habe ich als verspäteten Aprilscherz erkannt und zum Sauger sage ich mal die Stichworte "positionsbezogene Wechsel". Der kann sicher auch auf halb decken, aber er sollte mußmaßlich unser Hauptangriffs-KM sein und wenn Sauger 60 min vorne und hinten durchknüppelt, während Gullerud mal für 5 min aushilft und Preuss sich auf der Bank den 150 kg Sitzgewicht nähert, dann läuft da irgendwas verkehrt.
    Man braucht sich keine 3 KM leisten, wenn einer regelmäßig 45 min abreißt und die andern 2 sich 15 min teilen und ein 1,85 m -Abwehrrecke ist auf rechts halb auch nicht der Knaller, wenn des Gegners RL ein Shooter ist. Ansonsten kommt wieder ein Abwehr-Angriffswechssel dazu.

    Das Beste am heutigen Spiel ist, dass man sich ab jetzt alle Rechenspielchen sparen kann, was wäre wenn BHC und Stuttgart usw. Platz 3 ist das absolut Maximale, was der Großangriff zu bieten hat. Das soll Bennos Arbeit gar nicht diskreditieren, wir spielen und platzieren uns seit Jahren in der Liga am Optimum. Um das Niveau zu halten, müssen einige Spieler erst einmal adäquat ersetzt werden, von verbessern ganz zu schweigen. Seit der WM habe ich auch große Hoffnung, dass mit Saugstrup eine extrem wichtige Position endlich wieder erstklassig besetzt wird. Bei dem, was unsere letzten Kreisläuferverpflichtungen hier so performt haben, wird diese Euphorie jedoch etwas gedämpft. Dass Musa als durchschnittlicher KM immer noch die beste Offensivoption ist, spricht Bände. Da hätte ich Gullerud echt mehr zugetraut. Defensiv und mental wird es sehr schwer, Musa gleichwertig zu ersetzen. Das haben die letzten Wochen und Monate in erschreckender Deutlichkeit gezeigt. Wozu man Preuß verlängert hat, ist mir völlig schleierhaft. Da hätte man Leute wie Bagerstedt oder Schmidt aber dreimal behalten können. Wenn man sich die Entwicklung eines Johannes Golla anschaut, treibt einem das Neidtränen in die Augen.
    Mein Fazit, es wird schwer, das Level mittelfristig zu halten und Titel werden auch in näherer Zukunft bestenfalls zufällig und vereinzelt gewonnen.


    Das sehe ich absolut genauso, würde aber noch ergänzen, dass es mir aber ziemlich Latte ist ob wir 3. oder 5. werden.
    Früher, also noch gar nicht so lange her, gab es irgendwie auch mehr Versuche den Kreis anzuspielen. Gerade zwischen Bezjak und Musa. Ich habe jetzt auch schon mehrfach bei Spielen gehört, dass gesagt wurde, dass der Ball so oft wie möglich auf außen durchgespielt werden soll und die Außen abschließen sollen. Das scheint Big Benno sehr wichtig zu sein. Ich sehe aber sehr oft Halbe, letztens sogar mehrfach Damgaard, die Riesenlücken und den besseren Winkel ausließen, um dem Außen einen schwierigeren Wurf zu geben. Das kann es doch nicht sein, dass das offenbar vehement so vom Trainer gefordert wird bis die Halben den Mut verlieren selber auf die Lücke zu gehen. Außerdem landen dann automatisch weniger Bälle am Kreis. Aber vielleicht sieht Benno im Training auch so viel deprimierendes von unseren KM, dass er sich das im Spiel einfach nicht traut und gestern auf dem Niveau eines Golla hat man dann gesehen, dass der die Bälle halt fängt und verarbeitet und auch oft sehr gut frei steht und sich bewegt am Kreis, obwohl unsere Abwehr ja so schlecht auch nicht ist und unsere kriegen vorn aber kaum einen Ball zu fassen.
    Die Idee mit den 3 KM finde ich ja echt gut, aber warum wir Preuss und Gullerud hier durchschleppen und Schmidt ziehen ließen, erschließt sich mir nicht. Beide sind nur für Minuten auf der Platte mit echt wenig Ertrag, wenn der Gegner besser als Mittelklassse wird. Außerdem weiß ich echt noch nicht, wie wir Steini defensiv ersetzen wollen. Ganz davon zu schweigen, dass Wiegert auf Steinert offensiv fast völlig verzichtet. Omarrr Ingiii ist zwar unser bester Torschütze, aber 50% sind 7er. Da treffen Cavor, Häfner und auch Schmidt und sogar Firnhaber deutlich mehr aus dem Feld. In diesem Bereich lag Steinert vorm SCM auch. Rambo hat sogar noch mehr, allerdings verballert der auch unglaublich viel, sprich, schlechte Quote.
    Die SG Ploppers sind zwar so ziemlich der stärkste Gegner, den wir aktuell kriegen können, aber auch deshalb sieht man eben auch unsere Defizite ganz gut. Der Rückraum von Flens kann eigentlich alles das, was unserer kann, incl. der schnellen Ballzirkulation, aber dazu kommt bei jedem einzelnen Spieler noch ein unglaublicher Bums, sprich Durchschlagskraft, Wurfhärte und Athletik auch mal übern Block zu kommen und dabei haben heute mit Gottfried und Möller noch 2 gefehlt und Rød ist aktuell auch nicht bei voller Power, von seiner gestrigen Verletzung mal abgesehen. Gestern hat sich der Rückraum der Flensis ja praktisch von selbst ergeben, es mussten die spielen, die noch konnten und das haben sie phantastisch gemacht. Nicht auszudenken, Flens hätte mal den ganzen Rückraum zur Verfügung.
    Fazit ist für mich wieder mal, dass das System Wiegert ausgereizt ist. Platz 3 ist das absolute Maximum. Mehr geht ohne einfache Rückraumtore, mit max. 3,5 Rückraumspielern, die offensiv durchspielen müssen und ohne Top-KM nicht.

    Letztens kam ja die Frage bei den Honsumgütern des SKET, also den Herden, auf, ob das Gasherde waren? Da habe ich erst mal gestutzt, aber ich würde sagen ja, waren Gasherde. Elektroherde, die ja dann in den ganzen Neubausiedlungen, also den Platten eingebaut wurden, waren aber dann sicher auf dem Vormarsch. Da war ein Betrieb in Egeln bei Magdeburg, die haben noch bis einige Jahre nach der Wende weitergemacht, sogar mit Erfolgsmeldungen von Steigerung des Marktanteils in Ostdeutschland auf 22 % in 1993.
    Warum das dann auch irgendwann vorbei war, weiß ich allerdings nicht. Link
    Meine Ahnung mit dem anderen Konsumgut aus dem SKET trog mich nicht. Die sollten ab 1988 einen Heimcomputer HCX bauen. War ein Projekt mit der Fachfakultät der Techn. Hochschule.

    Editha: Zum Wehrdienst der Spitzensportler. In MD waren meines Wissens viele bei der Bereitschaftspolizei in MD-Prester. Die guten Beziehungen zwischen SC und Polizei zeigten sich auch darin, dass einige Ex-SCMer, u. a. auch Medaillengewinner bei WM und Olympia, (hauptsächlich alte Kanuten) und auch ein Ex-FCMer nach der Wende als angestellte Sportausbilder in die Landespolizei Sachsen-Anhalt übernommen worden. Bei einer bekannten Kugelstoßerin hat man das auch versucht, aber die war einfach zu doof, auf deutsch gesagt.

    Wir hatten ESP im Betrieb, wo wir auch PA hatten, Das war bei mir im KIK hinterm Neustädter Bhf. An TZ kann ich mich gar nicht erinnern. Für Nichteingeweihte : KIK ist nicht die Billigklamotten-Kette, sondern Kraftfahrzeuginstandhaltungskombinat. Staatsbürgerkunde war auch gruselig, was aber extrem an den 2 Lehrern lag. Von anderen Leuten weiß ich, dass Stabü mit einem guten Lehrer(in) auch ganz gut sein konnte.

    Flensburg wird personell geschwächt und wird dadurch als Team noch stärker. Wir umgekehrt. Bei uns wurde es immer zäher. Das Wurfglück schwand dahin, aber die Abschlüsse wurden auch schwächer. Golla, Mensah und Wanne brutal stark. Wir haben zwar 3 Kreisläufer, aber außer Musa nur Kaderauffüller. Green hat mir gut gefallen, aber unser Rückräumchen konnte heute nicht mithalten. Grenzen wurden aufgezeigt. Gerade in dem Moment humpelt Heymann vom Feld. Da ist doch auch wieder was schlimmes passiert, wie es aussah. Maaaan, diese Scheiß - Verletzungen jede Woche.

    Generell gab es wenige Wechsel, aber gerade von Leipzig und ASK Frankfurt glaube ich, gabs doch mal den ein oder anderen Wechsel. Ich glaube auch, dass der Mühlner in den späten 80ern für den SCM spielte. Einen Uwe Seidel haben wir noch gehabt, aber das kann auch schon nach der Wende gewesen sein.
    ich glaube auch, dass es unter den Kombinaten und Bezirken Konkurrenzkampf und Eifersüchtelein gab. Ein Kombinatschef war auch ein kleiner König, genau wie ein SED-Bezirkschef und wenn seine betrieblichen Zahlen gesstimmt haben oder gut getürkt waren und er darüber hinaus auch noch ein Sportfan war, dann hat der natürlich mehr möglich gemacht als einer, dem das nur als Aufgabe von berlin aus aufs Auge gedrückt wurde.
    In solchen Nischen mit Förderern überlebten vielleicht auch ungeliebte Sportarten wie Hockey in Osternienburg, Eishockey in Crimmitschau, Tennis in Magdeburg oder Gewichtheben in Samswegen außerhalb der DDR-Staatssportarchitektur.
    Magdeburg hatte auch immer Boxtradition und SES hier ist heute auch kein Zufall, aber zu DDR-Zeiten war MD kein von oben geplanter Box-Standort. Unsere guten Boxer gingen dann meistens zum TSC Berlin, wenn sie nicht bei Dynamo oder ASK landeten. Warum immer TSC Berlin und nicht Halle, Gera oder Schwerin würde mich auch mal interessieren.