Einer der beeindruckendsten BSG Namen war schon damals, allerdings im Fussball, RB Trinwillershagen. Rotes Banner Trinwillershaben. Die waren in der Bezirksliga Rostock immer vorne dabei. Das war einer der Muster LPGs, die man in den 50er und 60er Jahren im nach sowjetischem Vorbild pushte. Also so eine Art Überbleibsel aus der Stalinära, wenn man so will.
Ich fand auch immer Aktivist Schwarze Pumpe sehr geil oder Kali Werra Tiefenort. Noch besser aber finde ich, dass sich heute wieder Clubs oder Spielgemeinschaften trauen sich lustige Namen zu geben. In Machdeburch gibts da z. B. Roter Stern Sudenburg, Torpedo Buckau, Internazionale Magdeburg oder Besiegdas Magddeburg.
Zurück in die Geschichte. Lok Südost Magdeburg (Träger war auch das RAW, Reichsbahnausbessserungswerk) war die Keimzelle des Magdeburger Handballs. Von hier kam auch klaus Miesner, der vom Verein zur DHfK geschickt wurde, dort während des Studiums mit DHfK auch 2x Meister wurde und dann als Diplom-Sportlehrer, (Trainer) nach Magdeburg zurück kam.
Hans-Jürgen "Bubi" Wende, (Feldhandballweltmeister und Kapitän der gesamtdeutschen Mannschaft 1959) kam von Komet Lemsdorf, (auch Stadtteil von MD) nach Südost, wo dann kurz der SC Aufbau Magdeburg entstand, der schon eine Bündelung der Schwermaschinenbaubetriebe des Südostens der Stadt und ihrer BSGen war, also Motor und Lok Südost war. Das war Anfang der 60er. Wikipedia ist hier auch ungenau. Die schreiben z. B., dass Bernhard Kandula mit dem SCM 1961 und 1962 Feldhandballmeister wurde. Es müsste aber noch der SC Aufbau gewesen sein, also die Vorstufe des SCM. Die Handballer sind meines Wissens erst 1964 zum SCM gekommen. Eine andere Wiki-Seite sagt, dass 1961 und 1962 DHfK Meister wurde, dafür Lok Südost MD 1963. Da sollte es Lok Südost eigentlich schon nicht mehr gegeben haben. Witzig auch, dass Wikipedia Bubi Wende als 1. SCM-Trainer führt, obwohl der streng genommen nie unter dem SCM aktiv war. Bernhard Kandula war dann der 2. SCM-Trainer, der schon 1967 mit knapp 38 einem Herzinfarkt erlag, Nachfolger war dann der von der DHfK zurückgekehrte Klaus Miesner und der Rest ist Geschichte.
1967 dürfte der SCM das 1. und letzte Mal als SCM Feldhandballmeister geworden sein. Dem folgte dann 1970 der 1. Hallentitel. Für absolute Genauigkeit kann ich nicht garantieren, weil die Quellenlage sehr dünn und widersprüchlich ist.
Kennt sich jemand mit HG 85 Köthen aus. Insofern in interessant, da es hier zu einer Fusion verschiedener BSGen kam. Man lese bei Wikipedia nach. Kamen ursprünglich aus einer LPG und Spielern der Pädagogischen Hochschule. Aber ZAB und Einheit Halle (Einheit = Kommunalverwaltung) haben auch Spieler beigetragen.
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Bei Köthen weiß ich nur, dass dies die Heimat von Chr. Prokop ist. Ich habe die immer nur als Hochschule wahrgenommen, dass da auch LPG mit drinsteckt wusste ich nicht.