Irgendein Spieler bekommt immer sein Fett weg in der Nationalmannschaft. Mal war es Zeitz, dann sogar Klein, dann Hens, dann mal Reichmann und immer wieder Gensheimer.
Und bis auf bei Reichmann immer völlig ueberzogen.
Bei Gensheimer ist das halt die uebertriebene Gegenreaktion auf die ebenso uebertriebene Lobhudelei der Kommentatoren, ich glaube sogar, dass Kretzsche der Urheber davon war.
Diese Lobhudelei geht halt einigen auf den Sack, da Gensheimer objektiv gesehen nicht so herausragend ist, wie er von den Medien gemacht wird, bei anderen entsteht dadurch eine Erwartungshaltung, die er dann nicht erfuellen kann. Was Kretzsche und Götz ueber die Jahre ueber Uwe so rausgehauen haben, muesste er pro Spiel zweistellig treffen mit einigen Zaubertoren und mindestens 90% Quote und dazu noch top in der Abwehr.
Schlicht unmöglich. Nichtmal Ekberg schafft das 
Danke Tanne, das ist sehr nah dran an meiner Meinung zur Causa Uwe. Genau genommen nerven mich die Medien und das Bild, dass sie zeichnen viel mehr als der Spieler Uwe. Normalerweise geht man bei so einem sinnlosen Spiel wie gegen die Urus über ein paar Fehlwürfe hinweg, weil es am Spielausgang, der Eindeutigkeit etc. nichts ändert. Aber wenn von jedem Plakat, Grafik, Trailer, oder Einspieler der Uwe grüßt, bei jeder Erwähnung der Nati der Name Uwe zuerst fällt oder die Mannschaft als die Truppe um Superstar Uwe bezeichnet wird, dann schwillt mir schon etwas der Hals und dann fange ich vielleicht an gerade nun den Spieler genauer aufs Korn zu nehmen. Dazu kommt dann noch seine persönliche Art der Interviewgestaltung, die mal etwas bockig, gelangweilt oder überheblich rüberkommen kann und seine Spielweise, die wenn er trifft spektakulär ist und wenn nicht, automatisch etwas arrogant oder auch fahrig wirkt. Ähnlich ging es vielen SCMern auch mit unserem langjährigen LA und jetzigem Co-Trainer Graf Yvenhorst. Das sind alles nur äußere Eindrücke, die den Menschen in die falsche Ecke rücken können, aber viel mehr hat der Handballfan natürlich nicht zur Verfügung. Dazu kommt dann auch noch, dass er beim größten Erfolg der Neuzeit nicht mal dabei war und um einen Superstar-Status zu manifestieren gehören Titel und ein Anteil daran irgendwie dazu. Klar auch, dass die Kröstinger ihn deshalb anders beurteilen. Für mich als Neutralo bleibt eben nur die Nationalmannschaft und da bleibt der Uwe eine etwas janusköpfige Persönlichkeit.
Sein Faustschlag damals gegen Toft, (oder war es Jicha???) spielt für mich übrigens bei der Bewertung von Uwe keine Rolle. Das sehe ich als einmaligen Aussetzer, der jetzt keine besonders fiese Spielweise beweist. Das war ein Einzelfall und gut isses.
Ich als Magdeburger habe z. B. auch nie Kretzsche als die sportliche Rakete gesehen, im Vergleich zum Image und seiner Medienpräsenz. Und den ganzen Käse vom Handball-Punk und den von Kretzsche maßgeblich mit verzapften Gladiators-Unsinn fand ich auch immer schon nervig. Der Uwe ist also in guter Gesellschaft.