Beiträge von hlp

    Gisli hat heute wieder sehr gut Regie geführt. Zu OIM braucht man gar nix mehr sagen. Für mich im Rückraum der beste Rechtshänder. Der Claare und Albin heute nicht so dolle. Die harte Gangart der Isis hat ihnen wohl nicht geschmeckt. Ich weiß, ist noch nicht nach der EM, war auch nur ein Zwischenfazit. Nach dem Spiel der Isis heute, konnt ich aber nicht mehr bis dahin abwarten.

    Joke oder Verschreiber? OIM stand vor dem Spiel hart in der Kritik und heute hat er nur zum Schluss mit etwas Wut im Bauch noch ein paar Tore gemacht. Viggo Kristjansson hat als sein Backup 11 Tore gemacht.

    Wenn ich die Intention Deiner Frage richtig verstehe, würde ich stand heute sagen, dass Eingespieltheit, klare Strategievorgaben und eine homogene Struktur in der Mannschaft doch vor der Summe von Einzelkönnern und Ausnahmespielern geht.

    Nein, ich würde wirklich gerne mal wissen wie das die Allgemeinheit so sieht. Nehmen wir mal die Torhüter. Abwehr hin oder her, aber dazu hätte ich schon eine Meinung. Ich will da auch gar nichts für den SCM herbei unken, aber z. B. auch über Omi Inge gibt es in Island harsche Kritik und ein Zehnder z. B. spielt praktisch ohne Praxis eher besser als gedacht. Aber generell wollte ich schon noch das Ende des Turniers abwarten.

    Hätte Gislason denn sagen sollen, dass er eher mittelmäßige Spieler hat?

    Natürlich baut er damit auch subtilen Druck auf die Spieler auf, die sich individuell als Stars fühlen oder vom Umfeld dazu erkoren werden (inkl. der HE). Aber Druck ist im Leistungssport sinnvoll. Wer nicht damit klarkommt, wird ausgetauscht, bis er sich wieder gesammelt hat. Für manche wirkt das dann beliebig und wie ohne Stammformation, aber vielleicht ist das besser als immer dieselben starting seven. Bisher hat es geklappt.

    Auf die Idee, dass es evtl. stimmen könnte bist du aber nicht gekommen, oder?

    Vielleicht liegst du ja auch mit deinen psychologischen Taschenspielertricks falsch, weil dir die Wahrheit zu profan ist.

    Das man von einer Nationalmannschaft nicht die Spielzüge einer Clubmannschaft erwarten kann ist ja logisch (dafür gibts viel zu wenig Trainigszeit und zu wenig Auswahl an Spielern). Den Versuch hatten wir ja bei AG Vorgänger.

    Was ich aber sehe ist eine Mannschaft aus Einzelspielern mit dem Prinzip Hoffnung, daß schon irgendwer individuell funktionieren wird und wir bisher das Glück hatten, daß es auch so war. Das sieht man auch an den Wechselorgien. Es hat sich keine deutsche "Stammmannschaft" herauskristalisieren können welche von Außen punktuell ergänzt werden könnte. Wechsel passieren nach dem Prizip Hoffnung.

    Ich kann da jedefalls kei Konzept erkennen und bisher hatten wir das Glück auf unserer Seite (jeweils 1-2 Spieler mit einem "Sahnetag" oder auch mal glückliche SR Entscheidungen).

    Wenn das so bleibt ist vieles möglich, aber ob das die beste Grudlage für die Heim WM ist, ist zumindest in meinen Augen fraglich.

    Es gibt auch Beispiele, dass man viel wechseln kann ohne das es nach Wechselorgie und ohne das es nach Prinzip Hoffnung aussieht. Die Schweden wechseln z. B. auch jedes Spiel durch. Da kann man fast die Uhr nach stellen und die haben jedes Spiel zum Ende hin klar gestaltet.

    Ich finde z. B. auch die Interviews mit den Spielern sehr interessant. Knorr hat gesagt, dass Lichtlein mehr Spielzeit verdient hätte, vor allem mehr als er selbst und Wolff klang auch nicht so als ob er mit dem Spiel gegen Norwegen zufrieden gewesen wäre.

    Zum Teil ganz gewiss, aber sicherlich nicht nur und ausschließlich, so wie es in vielen Beiträgen rüber kommt.

    Einem Großteil geht es hier vermutlich nicht um sachliche Kritik (für die es ausreichend Gründe gibt), sondern um die Art und Weise. Der Ton macht die Musik.

    Der Ton der Musik ändert genau 0,000. Wer pro Gislason argumentiert tut das ja nicht mal wirklich, sondern argumentiert mit den Ergebnissen und denen scheint es egal zu sein wie die zustande kommen. Die Gislason-Kritiker versuchen wenigstens etwas zu begründen und dabei geht es auch nicht vordergründig darum sich z. B. über Alfreds seltsame Auszeiten lustig zu machen, sondern eher darum, was daraus resultiert. Die einen machen es sich leicht und kratzen nur an der Oberfläche, (Ergebnisse) die anderen haben größere, strukturelle Änderungen als Ziel und bauen darauf, dass die Ergebnisse dann eher erspielt sind und erwartbar werden und nicht alles nur auf Zufall und 2 Spieler in Topform aufgebaut ist.

    Ich hoffe auf den EM-Titel der Deutschen und ein Bild des Gislason-Kritikers Alf, wie er in eine Tischkante beißt. Das wäre doch herrlich!

    Selbst wenn wir Europameister werden würden, hätten die Gislason-Kritiker trotzdem Recht. Paradox und schwer zu begreifen, oder?

    Das ist sicherlich alles wieder sehr verwirrend für dich. Verstehe ich natürlich. Arbeite dich ruhig weiter an Stiflers Mutti ab. Das ist deine Bühne.