Gleich mal vorweg. Ich will nicht für Bill Gates Partei ergreifen. Nur mal evtl. eine andere Seite der Medaille betrachten.
Falls Du auf Bill Gates anspielst, der will natürlich nur Gutes tun. Keine eigenen Interessen dahinter...schon klar...
Falls Du den Saarländischen Rundfunk nicht auch als Verschwörungssender ansiehst:
Warum ist es per se in Ordnung Bill Gates nur schlechte Absichten zu unterstellen? Vielleicht, nur vielleicht hat er ja schon genug Geld verdient und strebt doch nicht nach der Weltherrschaft? Er könnte doch auch ein Gönner, Menschenfreund, Philanthrop oder ähnliches sein, der nur nicht alleine mit seinem Geld bestimmte globale Probleme bekämpfen helfen will.
Spätestens seit Beginn der Corona-Krise wird das finanzielle Engagement der Bill & Melinda Gates Foudation (BMGF) bei der Weltgesundheitsorganisation WHO, bei Pharmakonzernen und Forschungsinstituten von vielen Menschen scharf kritisiert. Zuletzt sorgte Bill Gates vor allem bei Kritikern der deutschen Corona-Politik für Unmut, weil er in einem tagesthemen-Interview angekündigt hatte, sieben Milliarden Menschen impfen lassen zu wollen.
Vielleicht geht es hier auch gar nicht genau darum 7 Mrd. Menschen zwangszuimpfen, sondern nur in der Lage zu sein, bzw. über die Mittel zu verfügen zur Not die Weltbevölkerung impfen zu können. Das wäre ein feiner Unterschied.
Auch der Journalist Thomas Kruchem sparte im SR-Interview nicht mit Kritik am Microsoft-Gründer und Multimilliardär Bill Gates: Dessen 50 Milliarden schwere Stiftung kontrolliere "zu einem großen Teil die WHO" und habe "starken Einfluss auf die Impfallianz Gavi, auf den globalen Fonds", erklärte Kruchem im Gespräch mit SR-Moderator Kai Schmieding. Dabei handele es sich immerhin um "die wichtigsten Gesundheitsorganisationen der Welt". Auf jeden Fall gehe das alles "sehr stark in Richtung Kontrolle", so Kruchem.
Warum überlassen dann die Staaten der Welt diesen Einfluss offenbar freiwillig privaten Geldgebern? Vielleicht weil sich die Staaten gern einen schlanken Fuß machen. Die USA stellt dann mal gleich die gesamten Zahlungen ein. Hätten sie ja nicht gemusst.
"Große Stiftungen" von Unternehmen und Konzernen wie jene von Bill und Melinda Gates hätten generell "den Zweck, Politik zu beeinflussen", sagte Kruchem: "Sie haben nicht den Zweck, irgendwie mildtätig zu sein". Das zeige sich auch in Gates' starkem politischen Einfluss auf die Welternährungsorganisation: Mit ihren finanziellen Mitteln beeinflusse die BMGF die Gesundheitspolitik der Vereinten Nationen und stelle "die meisten Länder dieser Welt in den Schatten".
Der Kollege Kruchem behauptet mir hier einfach auch ein bißchen viel. Das ist mir zu sehr nach einem James Bond-Standard-Drehbuch gestrickt. Reicher Sonderling strebt mittels Kontrolle einer Ressource globaler Bedeutung die Weltherrschaft an.
Bei alldem mache die Gates-Stiftung einen großen Teil ihrer Milliardengewinne ausgerechnet mit Beteiligungen an Unternehmen wie dem Pharmariesen Novartis oder dem Softdrink-Produzenten Coca Cola. Mit diesem Geld finanziere die BMGF dann die WHO und andere
Größen der Gesundheitsbranche, um rein zweckgebunden den Kampf gegen Infektionskrankheiten voranzutreiben - statistisch weit gefährlichere Zivilisationskrankheiten wie Diabetes oder Alkoholismus lägen offenbar nicht im Interesse des Multimilliardärs.
Vielleicht, aber auch hier nur vielleicht denkt Fam. Gates, dass Krankheiten wie Diabetes oder Alkoholismus auch ein wenig am Menschen selbst liegen, wogegen Infektionskrankheiten nicht nach gesundem oder ungesundem Lebenswandel unterscheiden. Sprich, auch völlig Unschuldige treffen.