Beiträge von hlp

    Ich würde nicht einmal sagen das ich die Meinung des Verfassers (des Dossiers)in allen Punkten teile. Wie gesagt es ging um die Freiheit der Meinung.


    Völlig unabhängig davon was private oder berufliche Meinung ist. Kein Mitarbeiter dieser Welt kann damit rechnen von seinem AG gefeiert zu werden, (er hat dieses Recht einfach im Innenverhältnis seiner Arbeit nicht) wenn er Positionen gegen seinen AG vertritt und sich dabei auf sein Recht auf freie Meinungsäußerung beruft. Es gibt das Mittel der Remonstration. Das greift hier aber noch nicht, bzw. nicht mehr. Der Mitarbeiter hat die Grenzen dieses Instruments bereits verlassen. So viel zum preußischen Offizier.
    Er muss erst mal die Konsequenzen tragen. Aber er kann sich auf dem Rechtsweg ggfs. gegen seinen AG wehren und ggfs. auch rehabilitiert werden.

    Das Dokument ist als interner Vermerk aufgebaut, also ohne Briefkopf und insofern auch meiner Kenntnis nach nicht nach außen gegeben worden, zumindest nicht dafür bestimmt gewesen. Einzig die Angabe eines Aktenzeichens macht es als Dokument des BMI erkennbar. So mein Kenntnisstand. Das Dokument ist offenbar die Fortschreibung einer Fassung vom 25.04. in der Version 2.0.1. Hätte es für K4 keine Zuständigkeit gegeben, hätte man das mit Vorlage der ersten Version anweisen können. Ist das erfolgt? Die Begründung, warum der Verfasser "...diese Informationen ohne vorherige Konsultation anderer zuständiger Stellen direkt versendet ..." hat, wird von ihm auch dargestellt. Wer dieses Papier denn nun an die Öffentlichkeit verteilt hat, dürfte schwer nachzuvollziehen sein. Dazu müsste man den Verteilerkreis des Verfassers kennen und dann prüfen ob von den Adressaten ggf. das Leck war oder ob ggf. auch schon direkt Externe adressiert waren. Den Autor muss man weder zum Märtyrer machen noch zum Staatsfeind #1. Interessant wäre eine inhaltliche Auseinandersetzung mit den festgestellten Defiziten des Krisenmanagements.

    P.S.: Das Dokument ist überschrieben mit "Coronakrise 2020 aus Sicht des Schutzes Kritischer Infrastrukturen" mit dem Untertitel "Auswertung der bisherigen Bewältigungsstrategie und Handlungsempfehlungen". Der Tenor bei dem, was ich jetzt von den 93Seiten nur kurz überflogen habe, ist durchaus sachlich und konstruktiv. Also erst mal in Ruhe lesen.


    Das Papier an sich kenne ich noch nicht, aber darum geht es auch noch gar nicht, sondern mir erst mal darum, ob Fehlverhalten des Mitarbeiters vorliegt oder nicht.

    In der Welt steht es jedenfalls anders: Auszug:

    Als „nicht akzeptabel und mit den allgemeinen Pflichten im öffentlichen Dienst nicht vereinbar“ kritisiert das Ministerium, dass der Mann das mehrseitige Dokument unter Nutzung des Briefkopfs des Ministeriums und dienstlicher Kommunikationskanäle verbreitet habe.

    Durch innerdienstliche Maßnahmen sei inzwischen sichergestellt worden, dass der Verfasser des Schreibens nicht weiter den unzutreffenden Eindruck erwecken könne, er handele für oder im Namen des Ministeriums, hieß es in der Stellungnahme. Nach einem Bericht des „Spiegels“ wurde der Mann von seinen Dienstpflichten entbunden. Er habe das gut 80 Seiten umfassende Papier intern und extern an einen großen Verteiler verschickt.

    Link zur Welt:

    Das ursprüngliche Thema war die freie Meinungsäußerung. Bei abweichender Meinung wird schnell reagiert.
    Ich kann mich nicht erinnern das es bei Fake-Newa staatlicher Stellen im Rahmen Corona (Trump will Dr. Impfstoffhersteller kaufen, die USA leiten Schutzmasken für Berlin um) irgendwelche Konsequenzen gab.


    Jetzt weichst du aus oder ab, egal. Dem BMI-Mitarbeiter steht auch seine Meinung zu und die kann er auch privat äußern. In seinem Dienstverhältnis ist seine private Meinung aber eingeschränkt oder sogar unerwünscht. Was ist daran so verwerflich? Weil es die böse Regierung ist? Kein Mitarbeiter von wem auch immer kann ungebremst Dinge verbreiten, die seine Meinung sind, wenn es seinem Dienstherrn oder AG schadet.
    Was soll es für Konsequenzen geben, wenn Trump Müll erzählt? Wie sollen die aussehen?

    Man kann sicher sagen das Achgut und Tichy sehr kritisch gegenüber der Regierung sind (ist das nicht die Aufgabe der Presse?), allerdings sind sie eher selten bei den erwischten Fälschungen im Vergleich zu anderen (auch ÖR-Medien) dabei.


    Diese Medien geben sich unabhängig und informieren aber nur einseitig. Hat nach deren Berichterstattung unsere Regierung überhaupt schon mal was richtig gemacht?
    Ich glaube nicht.
    Fälschern wie Relotius wurde aber auch das Handwerk gelegt. Die alternativen Medien müssen nichts fälschen, die bringen ja nur ihre völlig unabhängige, uneigennützige, nur der Wahrheit verpflichtete Interpretation der Dinge.
    Damit bin ich beim letzten Punkt. Die Aufgabe der Presse ist es für mich erst mal wahrheitsgemäß und neutral zu berichten und zu informieren. Wenn in dieser Arbeit nach diesen Prämissen Grund zur Kritik auftaucht, dann ist die auch zu äußern. Ich habe immer noch das Gefühl, dass weite Teile der Presse so agieren, trotz eines Relotius.
    Bei den alternativen Medien bin ich mir weder bei Wahrheit, noch Neutralität sicher, von Ausgewogenheit mal ganz zu schweigen. Die berichten ausschließlich negativ.
    Warum landen so viele in der alternativen Medienecke, die bei den "Systemmedien" gescheitert sind?
    Du sagst vielleicht, weil sie dort die Wahrheit nicht sagen oder schreiben durften. Ich habe eher das Gefühl, weil sie Dinge und Positionen vertreten, die weder viel mit der Wahrheit zu tun haben oder hatten und ggfs. sogar strafrechtlich relevant wurden. Man sollte nicht Wirkung und Ursache verwechseln und schon gar nicht vertauschen.

    1. Der Verfasser hat wohl nichts nach außen getragen sondern wer aus dem Verteiler.

    2. Das Schreiben ging an den Minister, da ist der Bogen denke ich i.oo


    In deinem Welt-Artikel steht noch drin "intern und extern an einen großen Verteiler geschickt."

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    Wird hier schon wieder viel tendenziöser "informiert". Der Mann ein Held, das System Verbrecher. Kannste echt stecken lassen den Mist.

    Stellen wir die Frage mal anders herum: Was wenn sich herausstellt das der MA recht hatte und das Ministerium trotz des Wissens nicht darauf einging. Ist das kein Fall für den Staatsanwallt?


    Der Mann vertritt offenbar eine andere Position als sein Dienstherr, aber er kann genauso wenig mehr wissen wie auch diverse Virologen unterschiedliche Positionen vertreten und auch nicht mehr oder weniger wissen müssen, sondern nur anders rechnen und interpretieren. Von denen wird auch keiner in den Knast gehen, wenn nicht alles so eintritt wie es einer jetzt vertritt.

    Wie es mit meinem Schutz aussähe wenn mein AG grob fahrlässig Leben riskieren würde? Rechtlich wäre ich auf der sicheren Seite, den Job wohl los. Allerdings arbeite ich nicht beim Staat, da sollte die Einhaltung von Gesetzen noch genauer beachtet werden.
    Das gilt auch für die EU-Whistleblower-Richtlinie


    Riskiert Seehofer jetzt grob fahrlässig Leben, wenn er einen Mitarbeiter maßregelt, der höchstwahrscheinlich seine Kompetenzen überschritten hat? Ich sehe den Zusammenhang nicht.
    Dem Mann steht auch der Rechtsweg offen. Vielleicht hört man ja irgendwann, dass er sich erfolgreich zurück ins Amt geklagt hat.

    Was heißt hier abweichende Meinung? Abweichende Meinung kann man ja gern haben - das ist auch die Grundlage, warum die Demos am Samstag überhaupt stattfinden konnten und durften. Das BMI hat ihm auch seine Meinung gelassen. Aber der Mitarbeiter hat sich anscheinend über die interne Hierarchie hinweggesetzt und deshalb wurde er freigestellt.


    Ich würde sogar noch weiter gehen. Durch die Verwendung offizieller Briefbögen wird suggeriert, dass hier offizielle Positionen des BMI vertreten werden und das hat nun absolut nichts mehr mit "Meinung" zu tun und wenn es in die Medien gelangt, was ja auch passiert ist, dann ist der Schaden eingetreten. Vielleicht wollte dieser Mitarbeiter das auch oder hat es in Kauf genommen, egal, aber die Freistellung ist dann auch folgerichtig.

    Das hier ist auch ein schönes Beispiel wie mit abweichenden Meinungen umgegangen wird


    Vielleicht überlegst du selber mal, was das noch mit "Meinung" zu tun hat, wenn ein Ministerialbeamter oder Angestellter unter Verwendung offizieller Formularvorlagen seine "Meinung" in die Welt posaunt, die nicht der offiziellen Linie seines Hauses entspricht.
    Wenn es nicht sogar strafrechtlich relevant wird (§ 353b StGB; Verletzung des Dienstgeheimnisses und einer besonderen Geheimhaltungspflicht) verstößt der gute Mensch mit Sicherheit gegen diverse andere dienstrechtliche Bestimmungen.

    Gibt es in Ministerien keinen Schutz für Whistleblower? Ich muss jedes Jahr ein Selbstlernprogramm in meiner Firma machen wo ausdrücklich darauf hingewiesen wird.....


    Gab es diesen Schutz eigentlich bei den Autokonzernen für ihre Mitarbeiter, die den Abgasskandal mit ans Licht gebracht haben und wie sieht es denn mit deinem eigenen Schutz aus, wenn du Betriebsgeheimnisse verraten würdest?

    Die Demonstranten warnten vor allem vor den wirtschaftlichen Folgen der Corona Einschränkungen. Und da haben Sie ja nicht ganz unrecht. Vor allem in der Gastronomie und der Touristik Branche droht ja ein regelrechter Kahlschlag.


    Davor graut mir auch, aber die Antwort auf diese Bedenken kann ja wohl nicht die totale Öffnung sein, was im Tourismus schon mal gar nicht geht, schon weil andere Länder involviert sind, Schland da also gar nichts allein entscheiden kann. Ich wünschte mir eher Gastro- oder Reiseprämien vom Staat als die nächste Abwrackprämie für Autos. Hier muss der Staat massiver helfen.

    Und ich habe weniger Angst vor einer Infektion mit dem Virus ( den soll ja ohnehin 60 bis 70% der Bevölkerung bekommen ), als vor den wirtschaftlichen und sozialen Folgen des Virus.


    Dein Mut in allen Ehren, aber mir scheint immer ein wenig zu kurz zu kommen, dass nicht nur Demonstranten Grundrechte haben, sondern alle und die Freiheiten der Demonstranten enden da, wo sie die Freiheit des Restes gefährden oder anders ausgedrückt, hört dein Mut da auf, wo die Angst vor Krankheit oder Tod der Anderen anfängt.

    Was Corona angeht "ermüde" ich so langsam und bilde ein leichtes ADS aus. Kam oder kommt von den Hygienedemonstranten eigentlich auch mal was substantielles oder finden die es nur so allgemein doof eingesperrt zu sein und drängen dann sozusagen in die Freiheit und auf die Demo-Plätze?
    Ich verstehe ehrlich gesagt nicht so recht, was diese Demonstranten eigentlich wollen? Wenn es darauf hinausläuft, dass sie ihre Freiheit auf Corona-Infektion einfordern, weil sie Freiheitsbeschränkungen und Impfungen ablehnen, kollidiert das leider mit dem Teil der Bevölkerung, die ihr Recht wahrnehmen wollen alles dafür zu tun, vielleicht nicht angesteckt zu werden.
    Vielleicht vergessen diese Demonstranten ja auch nur, dass ihre Grundrechte nicht mehr wert sind als die Grundrechte anderer.

    In Berlin war es wohl nicht ganz so friedlich. Der Herr Geisel ist zwar nicht von den "Systemmedien", aber dafür ist er wenigstens "System". :unschuldig:

    Auszug:

    Berlins Innensenator Andreas Geisel (SPD) hat vor dem Missbrauch von Demonstrationen gegen die Corona-Maßnahmen durch Extremisten gewarnt. „Auf den sogenannten Hygienedemos am Alexanderplatz und vor dem Reichstag werfen Systemverächter den Demokraten vor, die Grundrechte zu missbrauchen. Das ist verkehrte Welt“, sagte Geisel dem „Tagesspiegel“ am Sonntag (Online-Ausgabe). Dort herrsche eine krude Mischung aus genereller Wut gegen alles, Verschwörungstheorien und esoterisch angehauchten Impfzweifeln.

    Da liegt doch die Crux der Freiwilligkeit, hat Dein Freund die App, die registriert all seine Kontakte, auch Dich, obwohl Du der App nicht zugestimmt hast.


    Ja, stimmt auch wieder, aber mit Zwang wollte ich lieber gar nicht erst anfangen, Empörungsalarm und so. Darum lieber vorsichtig mit Freiwilligkeit.
    Die wahre Crux für mich ist der Freiheitsbegriff an sich, der leider auch von Spinnern und Hypersensibelchen fehlinterpretiert wird.
    Menschen haben diffuse Angst davor, dass der Staat sie ausforscht, aber sie haben keine Angst bei Face, Insta, Snap, Twitter, YouTube, etc. intimste Details rauszuballern. Okay, das machen sie freiwillig und nicht weil der Staat sie dazu zwingt. Aber was ist daran jetzt unbedingt anders? Wem vertraue ich mehr? Amerikanischen Internetkonzernen oder dem eigenen Staat? Muss jeder selber wissen. Wasch mich gründlich, aber mach mich nicht nass, funktioniert halt nicht. Doppelbindungs-Paradoxum.
    Man könnte es ja auch so denken, dass man an einer Stelle etwas Freiheit aufgibt, dieser Teil, der sowieso praktisch nicht kontrollierbar ist oder den man praktisch schon aufgegeben hat und lässt sich von der Corona-App überwachen, um dafür aber an anderer Stelle wieder viel mehr tatsächliche echte Freiheit zu bekommen, Einlass oder Reise-bzw. Bewegungsfreiheit.
    Ich wüsste für mich, was mir wichtiger ist.

    Diese ständige Jammerei, dass alles den Bach runtergeht, nervt mich auch. Der wirkliche Untergang war vor 75 Jahren,da war das Land am Boden und die komplette Infrastruktur zerstört. Das ist doch jetzt eine ganz andere Situation. Warum soll es denn keine Kirmes o.ä. mehr geben oder keine Sportveranstaltungen? Das komplette Inventar und know how sind doch nicht verschwunden. Sicher ist die Situation bescheiden und wird möglicherweise zu einer Zäsur führen, aber es wird doch nicht das Ende sein und jeder Schaden hat auch einen Nutzen. Außerdem läuft doch die gesellschaftlich existenzielle Bundesliga wieder :wall: dann ist doch alles in Butter.


    Das ist mir ein bißchen zu allgemein. Ich nehme auch nicht an, dass ALLES den Bach runtergeht, aber um mal beim Beispiel der Gastronomie zu bleiben. Wenn Mc Do und Würger Schling überleben ist das für mich jetzt nicht annähernd so tröstlich als das es andersrum für mich traurig wäre, wenn die eigene Lieblingskneipe und das eigene Lieblingsrestaurant schließen muss. Mit Club/Konzerte ist es genauso. Wenn mein Laden zumacht, wo meine Bands gespielt haben, dann gehe ich nicht einfach so weiter in den nächsten Salsa-Club, nur weil der noch auf hat.

    Zu Schweden: Ich hatte mich gefragt, warum die Anzahl der Infizierten relativ "normal" ist und die Todeszahl dazu im Gegensatz sehr hoch. Wenn die "fehlenden Beschränkungsmaßnahmen" die Ursache wären, müssten sich auch sehr viel mehr Menschen anstecken. Das tun sie aber gar nicht. In Deutschalnd 202/100k Fälle und in Schweden 244/100k. Deine Einschätzung (von vor Ort) würde zumindest diesen Punkt erklären. Sollte man tatsächlich die Risikogruppen nicht geschützt haben, dann ist das so wie Du sagst, ein Systemfehler. Hat man denn jetzt Maßnahmen für die Altenheime und Pflegeeinrichtungen veranlasst? Und wie sieht es mit den Angaben zur Herdenimmunität aus. Gibt es dazu aktuelle Einschätzungen? Das wäre sehr interessant zu wissen. Vielen Dank dafür und beste Grüße nach Stockholm


    Das ist für mich auch ein sehr interessanter Aspekt. Es spricht für mich auch für ein bedachtes weiter öffnen des öff. Lebens unter weiterer Beachtung der Corona-Etikette. Da sind weiter Selbstdisziplin, aber auch staatliche Kontrolle gefragt, aber es zeigt auch, dass Öffnung, Lockerung, Normalisierung mitnichten zu explodierenden Intensiv-Zahlen mit entsprechenden Letalitätsraten führen muss.

    hlp: Nur mal als Anekdote: Wenn die Kids jetzt wieder in die Schule dürfen, müssen die Eltern eine Bescheinigung unterschreiben, dass die Kinder frei von Symptomen sind. Kein Fieber, kein Husten, kein Schnupfen...nix. Das Problem: wenn mein Kind Hustet (zweimal am Tag z.B.) kann ich das nicht bestätigen. Die Nase soll sich das eine oder andere Kind auch schon mal geschnäuzt haben. Sollte dies auf dem Schulgelände vorkommen, werden die Kids nachhause geschickt. Also nächste Frage: Ich gehe zum Arzt und lasse ihn testen, reicht das als Nachweis? Nein. Wird nicht akzeptiert. Wenn das Kind hustet, bleibt es zuhause, so die Anweisung und die Schule folgt. Der negative Test hilft da nix.


    Ich weiß, Schule und Kita sind 2 Bereiche mit massig Widersprüchen in sich. Ist zum Glück nicht mehr meine Baustelle.

    Und der Vorschlag für Massenveranstaltungen wäre jetzt, einen Test vorweisen zu lassen, der nicht älter ist als 24h sein darf oder reicht doch Fiebermessen am Eingang??? Wie praktikabel und wer zahlt das?


    Ich weiß es auch nicht wie praktikabel das wäre. Ich denke nur laut und überlege Dinge, die wiederum Dinge ermöglichen könnten, die noch vor dem Impfstoff liegen, von dem keiner weiß, wann, ob und wie wirksam er kommt. Im Zweifelsfall zahle ich als Kunde. Wenn ich irgendwo rein will, was "Vergnügen" ist und wo man safe sein muss, dann würde ich das auch bezahlen, wenn man das überhaupt irgendwie abrechenbar gestalten kann und will.

    Aus meiner Sicht:
    Entweder die Fallzahlen gehen soweit runter, dass man das wieder verantworten kann (nur mal als Randnotiz, wir haben aktuell ca. 19.000 Infizierte, das sind 0,02% oder anders formuliert 1 je 4.368, ja ich weiß: es gibt eine Dunkelziffer und regionale Unterschiede).
    oder: die Immunität in der Bevölkerung ist so groß, dass sich sowieso nur wenige anstecken können (müsste man mal Antikörper checken, repräsentativ)
    oder: wir werden alle bis 2022 im Keller weggesperrt und hoffen, dass der Impfstoff auf der Basis 2019 wirkt und nicht zu große Nebenwirkungen hat.


    Bis 2022 oder auch nur 2021 halten viele nicht durch und Immunität ist doch illusorisch. Wo soll die denn herkommen? Bis zu den Wahlen muss da was substanzielles her.
    Wenn ich 2 Jahre keine Stromgitarre live hören kann, gehe ich in den Untergrund und gründe die RRRAF, (Rock`n Roll Rettungs Armee Fraktion).

    ich denke es wird einen Versuch geben für Sportveranstaltungen, so wie HLP es im Grunde beschreibt: Temperaturkontrolle und Mund-/Naseschutz, vielleicht noch ein wenig die Besucherzahl herabsetzten. Gästefans? eher nicht, wenn das Spiel überregional ist.


    Das ist auch meine Hoffnung und in die Richtung geht auch meine Denke.

    Den Grund sehe ich für den Versuch einzig und allein im Überleben des Profi-Fußballs.


    Sonderrolle Fußball, ein Extrathema für sich.

    Voraussetzung: die derzeitigen Lockerungen und evtl. regionale Lockdowns gelingen.

    Volksfeste sehe ich allerdings auch nicht. Da fehlt mir jede Phantasie, wie das mit tausenden Besoffenen auf dem Oktoberfest funzt.


    Auch wenn das Oktoberfest mir am Arm vorbeigeht, es betrifft ja letztendlich auch das kleinste Dorf und ihr Fest, Kirmes, was auch immer. Ein herber Verlust, nicht nur materiell, für alle Gemeinwesen zwischen Flensburg und Oberstdorf.

    Das Problem des "aktuellen" Tests ist doch, dass der schon 1 Tag später nicht mehr "aktuell" ist. Jedenfalls müsste man sich unmittelbar vor jeder "Veranstaltung" testen lassen. Ein einmaliger Test reicht ja nicht, solange keine Immunität nachgewiesen ist. Also müsste man den Test eigentlich beim Einlass zur Veranstaltung durchführen. Das ist aber kaum möglich. Fiebermessen bei jedem? Auch praktisch schwierig durchzuführen.

    Also werden "Grossveranstaltungen " nur mit "Abstand" funktionieren. 3000 Leute z.B. in der SAP Arena könnte ich mir vorstellen, sowohl bei Handball, Eishockey als auch bei Konzerten. Ob sich das dann für den Veranstalter lohnt ist natürlich die Frage. Aber ganz ohne Veranstaltumng geht man ja sowieso irgendwann pleite.


    Das mit der Aktualität leuchtet ein. Das mit der Pleite ist leider auch brutal wahrscheinlich.
    Aber was ist, wenn man das ganze Ding mal andersrum denkt? Großveranstaltungen (z.B. bis 5000) mit namentlicher Erfassung aller Teilnehmer und einer Verpflichtung einzuwilligen, behördlich zum Test aufgefordert zu werden, wenn sich dort jemand angesteckt hat. Wäre sicher auch über eine App machbar. Zur Befriedigung des Datenschutzes kann man das doch auch über Freiwilligkeit regeln. Wer sich freiwillig über die (a)sozialen Netzwerke gläsern macht, verkraftet vielleicht auch noch die Corona-App oder wer das nicht will, darf eben nicht rein.

    Volksfeste? Das dürfte wohl erst wieder 2022 gehen. Falls es dann noch Schausteller gibt die nicht pleite sind. Falls nicht dann halt nie wieder. Jedenfalls nicht so wie bisher. Aber ers geht zur Not ja auch ohne Riesenrad und Karussell, e.t.c :)


    Ja, und genau dieses nie wieder will ich noch nicht so richtig akzeptieren.