Beiträge von hlp

    Schon mal gut, dass keine giftige oder eklige Atmosphäre zwischen den Spielern herrscht.

    Habe ich auch gedacht. Golla fröhlich, Ausstrahlung/Körpersprache stimmt bisher. Wolff stark, Spanien mit ein paar Leichtsinnsdingern, aber etwas Glück können wir auch mal gebrauchen. Die Ösis haben wohl mehr für Motivation gesorgt als unser Staff es gekonnt hätte.

    Aber ich habe immer noch Angst vor der 2. Hz und vor Alfreds Auszeiten.

    Editha: Gonzalo Perez las Vegas bisher bester Spanier.

    Mal was allgemeines. Hat sich schon mal jemand mit den TW-Leistungen bei der EM beschäftigt? Gibt es da irgendeinen, der heraus sticht? Alles was ich bisher so gesehen habe waren immer mal gute Phasen, aber keine großen Gesamtleistungen. Ich kann mich noch dunkel an einen mit 13? Paraden erinnern, könnte Portner gewesen sein und Wolff, der mal über 30 % gehabt haben soll. Aber die anderen großen Namen?

    Wieso wollten die Schiris die Wende? Wussten die, dass es ohne Zorman bei den Slowenen besser läuft? :lol: Die Schweizer hatten das Spiel - zumindest unterbewusst - abgehakt und haben dann den Schalter nicht mehr umgelegt bekommen.

    Einige User haben es gefühlt, dass die Schiris die Wende wollten. Das kommt vor, ich fühle auch öfter mal was.

    Und um der Trainerdiskussion mal eins beizusteuern: Diese ganze "Für und wieder" zu den einzelnen Kandidaten liessen mich doch ins Grübeln kommen, wie letztendlich die Stellenbeschreibung eines Bundestrainers wirklich aussehen müsste. Für mich wäre Siewert einer, dem ich das durchaus zutrauen würde, kann die "Contra"-Argumentation aber nachvollziehen. Was wäre denn mit unserer innerdeutschen Kultfigur Bob Hanning für diese Position?

    Abgesehen davon, dass ich das aus verbandspolitischen Gründen, die eher was mit niederen Instinkten zu tun haben, für ausgeschlossen halte, spräche für mich aus fachlichen und sachlichen Gründen nichts dagegen. Man muss natürlich die Emotionen und Vereinsbrillen stecken lassen.

    Das wir für "Jugend forscht" nen anders besetzte Trainerbank brauchen, ist für mich unstrittig. Das die Jungs aber selbst noch reifen müssen auch. Der große Vorteil ist, dass sie noch viele Jahre so (oder fast so) zusammenspielen können. Ich denke aber, dass der Vize-Olympiasieg (so überraschend und schön er auch war) darüber hinweg täuscht, dass das eigentlich noch zu früh kam, um nachhaltig zu sein.

    Sehe das meiste auch so, picke mir aber nur mal das hier raus. Wir sind aber auch Weltmeister darin unsere Talente noch mit 25 oder 28 so zu nennen und bis dahin in Watte zu packen. In anderen Ländern werden junge Spieler früher und selbstverständlicher mit Verantwortung betraut.

    Ich würde mich als großen Handballfan bezeichnen, aber selbst bei mir ist es nicht anders. Während der Bundesligasaison empfinde ich die Nationalmannschaftspausen aus störend. Ich war zwar auch am Samstag in Herning, weil ich einfach Handball mag und man von Kiel aus in unter 2,5 Stunden dort in der Halle ist. Aber die Niederlage hat mich nicht so mitgenommen, wie das beim THW der Fall ist.

    Die Turniere sind zwar insgesamt ganz cool - und ich gucke so viel wie möglich, aber freue mich auch jetzt schon drauf, wenn der Vereinshandball weiter geht.

    Bei mir ist alles irgendwann mal zu viel. Ich habe nach Weihnachten auch die Ligapause herbeigesehnt und ich kann gar nix immer, egal wie sehr ich das mag. Ich würde mir aber noch mehr für die Spieler als für mich eine etwas längere Pause nach der EM wünschen. Aber das ist genauso geschenkt wie die brotlose Diskussion über jedes Jahr 1 Großturnier oder aufgeblähte EC's.

    Freundschaft!

    Es geht ja primär sowieso nicht um raus, sondern um rein - nämlich mehr Kompetenz bzw. einfach ein besserer/passenderer Trainer. Raus ist da generell nur die Grundvoraussetzung dafür.

    Das eine bedingt das andere oder poetischer.....

    Wo eine Tür sich schließt, da öffnet sich eine andere....... Aaaaaabschiiiiieeeed iiiist ein schaaaaarfes Schweeeeeert, trali trala. Alles Roger for ever.

    Beim fett hervorgehobenen bin ich bei dir, über den Rest könnte man streiten.

    Die Welt ist voller Beispiele, dass man als Team schlechter sein kann als die Summe seiner Teile oder besser. Wir haben aber einen Trainer, der in den letzten 20 Jahren immer Top-Teams hingestellt bekam und von der Philosophie auch in der Vergangenheit hängen geblieben ist. Darum bräuchten wir eher einen Coach mit modernerem Ansatz, der aus etwas weniger möglichst viel macht und auch wenn das viele nicht hören wollen, aber es sollte schon eher ein "Konzepttrainer" sein als ein Dompteur eines Starensembles.

    Aktuell die Färöer.

    Stil und Anstand sind es aber auch, selbst zu spüren wann es genug ist und entsprechend zu handeln.

    Ansonsten bin grundsätzlich Fan von "Zeichen setzen", gerade in der heutigen Zeit.

    Alfred hatte doch eine überaus erfolgreiche Karriere als Spieler beim TUSEM und als Trainer beim SCM und in Kiel. Hat dort sicher ziemlich gut verdient und mehr als ausgesorgt. Hatte offensichtlich großen Spaß an seinem Job. Das alles können wahrscheinlich >90% der Menschheit nicht von sich behaupten.

    Also, warum dann immer in ewigen Denkmälern denken!? Man ist immer nur so gut, wie seine letzte gezeigte Leistung. Insbesondere im Spitzensport.

    Wo ist jetzt der Wert darin ihn während des Turniers oder der Hz rauszuschmeißen?

    Das würde nur noch mehr nach afrikanischem Chaotenverband aussehen und hätte in etwa das Niveau von Hanning mit Siewert. Raus ja, aber bitte gesittet.

    Wieso kann man das nicht?

    Träume ich seit Jahren von, dass endlich auch im Handball mal ein Coach in der Halbzeitpause entlassen wird.

    Frust ist das eine, Stil und Anstand kann man trotzdem wahren. Michelmann ist zwar auch die fleischgewordene Provinzialität, aber zumindest hat er sich bisher in seinen Äußerungen zu AG nicht völlig vergessen.

    Es geht um die Sportart, nicht um die Liga! Eine populäre Liga ist nur ein Aspekt von ganz vielen Aspekten, die für unseren allgemeinen Handball wichtig sind.

    Schau dir mal bei DYN Talks mit Kretzschmar an. Da hat er schon mehrfach erklärt, wieso eine erfolgreiche Nationalmannschaft für unsere Sportart äußerst wichtig und das größte Zugpferd ist.

    K73 lebt in und von der Handball-Bubble. Der ist kein Maßstab. Maßstab wären signifikante und nachhaltige Effekte nach Titeln, Medaillen oder wenigstens guten Turnieren. Davon gab es ab 2007 einige und auch einige "Enttäuschungen", die aber bei realistischer Zielsetzung der Leute mit etwas mehr Ahnung als Tante Edith und Opa Holger auch eher unter "immer möglich" einzustufen waren. Die schon x-mal gesagten großen Worte vom Wachstum verpufften alle und schrumpften ganz schnell auf das Maß zurück, was eben Platz und Rolle des Handballs ist und bleiben wird. Nach 2007 und 2016 habe ich öfter mal von Enttäuschung gelesen und das man sich mehr versprochen hat, was Zulauf und Nachhaltigkeit angeht. Die Metropolisierung des Handballs ist auch nicht so gelungen wie gewünscht. "Dorfclubs" wie Reineckendorf, Bittenfeld, Kronau, Burgdorf haben sich umbenannt oder Erlangen und Melsungen spielen in den nächst großen Städten und das funktioniert auch, aber auf einem Niveau, was sich nicht mehr groß ändert. Es läuft halt halbwegs konstant. Ich sitze ständig neben Leuten in der Halle, die sehen aus wie die absoluten Hardcorefans und kennen keinen Spieler des Gegners und haben beim eigenen Team schon Probleme. Die sind da um sich selber zu feiern, die kollektive Party zu zelebrieren, selbst denen ist alles andere rund um den Sport scheißegal und das, obwohl in MD wahrscheinlich traditionell noch mehr Sachverstand vorhanden ist als in Hamburg oder Stuttgart z. B.

    Die Natio ist 4 Wochen vor einem Turnier auf der nationalen Wahrnehmungsebene und spätestens 2 Wochen nach dem Turnier fällt der Handball wieder zurück auf seine normale, regionale Bedeutung und das bleibt auch so.

    Fazit: Du kriegst Opa Edith und Tante Holger für 3 Wochen mit der Natio vor die Kiste, aber wenn es diese 3 Wochen im Leben von Edith und Holger nicht geben würde, dann würden Edith und Holger auch nix vermissen und auf solche Klientel kann man nun mal nicht die Bedeutung der Sportart bauen, sondern nur auf die, die sich 365 Tage im Jahr mit dem Sport identifizieren und die sind begrenzt, zahlenmäßig und regional.

    Du denkst aber auch an Medienpräsenz, Popularität und Sponsoring etc ?

    Wir müssen aufpassen, dass uns andere Sportarten nicht den Rang ablaufen.

    Eine halbwegs erfolgreiche Nationalmannschaft hilft enorm. Ein Ausscheiden in der Vorrunde wäre fatal

    Das sind Märchen und Legenden. Egal wie oft du das wiederholst. Es hat mit der Realität wenig bis nichts spürbares zu tun. Die Liga geht weiter, die Hallen sind voll, egal ob wir rausfliegen oder nicht und das hat einfach damit zu tun, dass Handball von regionaler Bedeutung ist und man sich über die Clubs definiert und dafür ist die Natio scheißegal. Handball ist da im besseren Sinne provinziell. Die Natio ist wichtig für den DHB und die jährliche EM-WM-Kirmes in den ÖR. Wenn die ÖR auf 1x keinen Handball mehr zeigen ändert sich für die Liga gar nix.

    hlp

    Ja, stimmt schon.

    Die Frage ist halt, ob man einen Trainer findet, der (trotz des Drucks der Heim-WM bei seinem ersten Turnier) die positive Aufbruchstimmung erzielen kann.

    Und ich bin mal sehr gespannt, ob Knorrs Interview Spuren in der Mannschaft hinterlassen hat. Das erinnerte mich an Peke und Gensheimer, die auch in Interviews während Turnieren Mitspieler kritisierten - und zeitnah danach nicht mehr Teil der Mannschaft waren. Weiß eigentlich jemand, ob Knorr bei der Krisensitzung der Spieler nach Serbien dabei war?

    Das mit dem Druck ist doch auch der immer gleiche Käse. Druck ist immer da, zu Hause erst recht, aber was ist denn besser? Mit einem völlig aus der Zeit gefallenen Trainer weiterzumachen als ob alles tutti paletti wäre oder es mit Neuaufbau zu versuchen? Schlechter kann es doch nicht werden, aber die Chance auf Besserung ist größer. Mir kann auch keiner mehr erzählen, dass der Trainer noch viel Rückhalt in der Mannschaft hat und ich hätte eher Angst, dass Spieler sich wieder vermehrt in Verletzungen flüchten oder mal eine Pause brauchen als sich diesen Murks unter AG noch länger anzutun.

    Außerdem besteht die Gefahr, dass die Mannschaft trotz der isländischen Feststellbremse an der Seitenlinie sich aus Versehen in einen Rausch spielt, weil Tante Edith und Opa Holger auf den Tribünen abgehen wie die Zäpfchen und man dann von Prof. Dr. Klein und Florian Naß noch erzählt bekommt, dass daran der Trainer einen Riesenanteil hatte.

    Das interessiert aber nur die Handballbubble.

    Tante Edith und Opa Holger, die ansonsten mit dem Handball nichts zu tun haben, wollen unterhalten werden und interessieren sich für die Hintergründe genau 0% !

    3 weitere Spiele zur besten Sendezeit, dazu gegen namenhafte Gegner, ist für die öffentlich Wahrnehmung unserer Sportart lebenswichtig.

    Demzufolge wäre ein heutiges Ausscheiden, am besten noch Debakel, einfach in allen Belangen katastrophal!

    Merkst du nicht selber, dass du dir in 3 Sätzen mehrmals widersprichst?

    Wenn Tante Holger und Opa Edith sonst alles andere 0 interessiert, dann interessiert die auch nicht wer Trainer ist und warum der nette und leicht verschusselte ältere Herr vom letzten Mal jetzt nicht mehr an der Seitenlinie rumhampelt.

    Weiterhin ist es für den Handball auch alles andere als lebenswichtig ob wir weiterkommen oder ausscheiden. 3 weitere Spiele, wo wir mächtig wecke uffn Sack kriegen verprellen Tante Edith und Opa Holger viel mehr als ein stilles ausscheiden heute Abend. Das haben die doch übermorgen sowieso wieder vergessen.

    Das mit der Bedeutung für die öffentliche Wahrnehmung ist doch auch nur das ewige Märchen vom wachsen des Handballs und großer Vermarktung und ähnlichem Käse. Das ist genau der selbe Quark wie der, dass ein Mem in Berlin der ganzen Liga gut tut. Der tut höchstens den Füchsen gut und ob überhaupt, muss man erst mal sehen. Für die Liga ist das bumsegal, auch wenn sich Hr. Buhmann darüber freut, aber man muss nicht jedes Management-Geblubber 1:1 für bare Münze nehmen. Der Handball ist wie er ist und wir können froh sein eine tolle Liga zu haben, aber mehr ist nicht drin. Rolle und Platz des Handballs ändern sich nicht groß, egal ob wir Weltmeister, Europameister oder gar nix werden. Das sehen wir doch nun seit 2007 und das sollte doch nun auch mal reichen. Vielleicht wäre das anders, wenn wir eine Rolle wie Dänemark oder Frankreich spielen würden, also die Sportart dominieren würden, aber das wird eben auch nicht passieren.

    Die WM in D wird im Vergleich zu anderen Veranstaltern wieder ein großer Erfolg werden, aber auch das wird dann ein halbes Jahr später wieder verblassen und das nicht nur bei Edith und Holger.