Beiträge von hlp

    Wobei 60:50 mathematisch überhaupt nicht falsch ist - das drückt einfach ein Verhältnis aus, bei dem in dem Fall Hannover leicht höhere Chancen als dem Gegner eingeräumt werden. Prozent ist nur ein geläufiger Standard, wonach man Anteile und Verhältnisse im Hundert angibt. Aber Prozent ist keine Einheit sondern heißt nur "von Hundert". 60:50 wäre also umgerechnet 55% zu 45%.


    Spitzfindig, mit einer Note von Klugschixx im Abgang, aber korrekt. :hi:

    Laut der Dissertation gibt es bei "Sport gegeneinander - mit Körperkontakt" eine Strafbarkeit nur bei schweren Verstößen gegen die Regeln (=Disqualifikation), was hier ja mit der Blauen Karte und der Spielsperre belegt wäre (noch dazu stand der Schiri fast direkt daneben). Dabei kann durchaus eine fahrlässige Körperverletzung vorliegen. Ob hierzu eine Strafe ausgesprochen wird, bin ich sehr gespannt. Ich kann die Anzeige aber durchaus nachvollziehen


    Die Dissertation ist natürlich die rechtstheoretische Vollbedienung zu diesem Thema. Die Strafbarkeit bei schweren Verstößen...... grenzt das schon mal ein. Mein Verweis auf die Punkte "handeln auf eigene Gefahr" und "Einwilligung" kommt nicht von ungefähr, weil genau da meines Wissens solche Geschichten juristisch meist beerdigt wurden. Es kann allerdings auch sein, dass mir etwas entgangen ist, aber ich glaube es zumindest für den Handball nicht.
    Zu deinem letzten Satz noch die Frage, warum du die Anzeige nachvollziehen kannst? So rein emotional, aus Mitgefühl oder warum?
    Man sollte nicht verdenken, was da evtl. für Konsequenzen dranhängen. Also ich kann nur hoffen, dass das Strafrecht nicht wegen solcher Fälle in den Sport eingreift.
    Das würde mir gar nicht gefallen.
    Ich empfehle u.a. auch die Schiris mit anzuzeigen, evtl. § 257 StGB oder Mitspieler, unbedingt §§ 26-31 StGB mit prüfen. Vielleicht springt da noch mehr bei raus und man kommt einer viel größeren Sauerei auf die Schliche. Gewerbliche, wiederholte, bandenmäßig organisierte, fortgesetzt begangene Serien-Körperverletzung. Das ruft nach einer Strafrechtsreform. :irony:

    Motiv ist nicht persönlicher Natur
    Dieser bringt Licht ins Dunkel um den Hintergrund der Anzeige wegen versuchter, schwerer Körperverletzung, eventualiter einfacher Körperverletzung und subeventualiter fahrlässiger Körperverletzung: «Es geht uns mit dieser Anzeige nicht um persönliche Motive, sondern um den Sport und den Schutz des Sportlers», sagt Schmutz.
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    Aargauerzeitung.ch


    Licht ins Dunkel bringen ist für mich was gänzlich anderes als das der Anzeigende, also das Opfer nur seinen Anwalt sprechen lässt, (was aus juristischen Gründen aber nachvollziehbar ist) aber natürlich geht es nicht um persönliche Motive, sondern nur um das große Ganze, klar. Wer es glaubt wird selig. Also was denn nun? Will der Kollege Raemy das Regelwerk geändert haben? Ist es dafür zielführend einen anderen der Straftat KV zu bezichtigen? Sollte er sich da nicht eher an die Verbände wenden? Will er Genugtuung, Schmerzensgeld, Haft, Geldstrafe oder die lebenslange Sperre des Gegners? Das wäre nämlich sehr persönlich, aber das sagt man natürlich nicht öffentlich, weil es nicht symphatisch klingt. Es geht um den Sport und den Schutz des Sportlers ist ja wohl so ziemlich die abgedroschenste Floskel, die man in diesem Zusammenhang bringen kann.
    Für mich gibt es auch nicht vieles, was persönlicher wäre als eine KV zwischen 2 Personen. Na mal sehen wie das weitergeht.

    Die ganze Aktion dauert vielleicht 2 sec. Kontaktaufnahme, klammern, einhaken, eindrehen und fallen. Also ich finde, dass die ganze Aktion zu emotional nach dem Aufprall, sprich Ergebnis, bewertet wird. Ich kenne die Vita des "Täters" nicht, ob der bekannt ist für sowas, aber auch das wäre streng genommen egal für die Beurteilung des Sachverhaltes hier.
    Also meine ganz persönliche Meinung ist eher die, dass das unter "unglückliche Aktion" zu verbuchen wäre. Da vom brutalsten Foul ever zu sprechen ist mir ne Nummer zu fett.
    Rot und 1 oder 2 Spiele Sperre okay, aber der Raemy hat nicht sichtbar geblutet und ist selber vom Platz gegangen. So viel zum sichtbaren Teil der Aktion. Wenn der Raemy Nachwirkungen hatte, Spätfolgen etc. okay, müsste man evtl. berücksichtigen, weiß ich aber nicht.
    Wenn hier jemand erwähnt, ob man die Verletzungshistorie Raemys kennt, dann deute ich das mal so, dass er ein gebranntes Kind ist. Aber für mich stellt sich dann noch eher die Frage, warum er sich das dann weiter antut? Er wäre nicht der erste, der wegen zu großer Risiken, fortlaufenden Verletzungsproblemen oder schlicht auf Anraten von Fachleuten den Sport an den Nagel hängt.
    Natürlich muss sich auch der Hr. Raemy darauf verlassen können, dass es regelgerecht zugeht und das in seinem Sport nicht die Gesundheitsgefährdung in untolerierbare Bereiche hinausgeschoben wird, aber genau das sehe ich in der betreffenden Situation nicht. Auch wenn das schlimm aussieht und auch schlimm ausgehen kann, sehe ich jetzt hier nicht die bewusste überhöhte Brutalität des Tschechen. Es ist eine Situation, die im Handball so leider immer mal auftreten kann. Deshalb finde ich hier eine Strafanzeige überzogen. Vielleicht will der Raemy einen Präzedenzfall schaffen, aber was auch immer, für mich schießt der Kollege übers Ziel hinaus.

    Hat sich mal jemand die Mühe gemacht und die verlinkte Dissertation tatsächlich gelesen und auch verstanden? Da steht relativ klar drin, dass bei Spielen, die nicht die explizite Körperverletzung zum Ziel haben (wie beispielsweise Boxen) es sehr wohl bei regelwidrigem (!) Verhalten zu Körperverletzungen als Tatbestand kommen kann. Ich weiß nicht welche Oberliga- oder Landesligaspiele Ihr so guckt, aber eine blaue Karte wird doch eher sehr selten gezogen.
    Dass sich jemand im Fallen auf dem Nacken des Gegenspielers abstützt habe ich in 30 Jahren aktiven und passiven Handballspiels noch nicht erlebt. Schaut euch mal genau das Video und auch das verlinkte Foto aus dem anderen Blickwinkel an. Skarvil klammt sich am Trikot seines Gegenspieler fest und lässt es auch im Fallen nicht los. Er landet dann mit vollem Gewicht auf dem Nacken des Gegenspielers der dann mit seinem Gesicht den Aufprall abdämpfen darf. Er hätte einfach nur seinen Griff lösen und sich mit der Hand abstützen müssen. Nicht umsonst gab es in dieser Situation eine blaue Karte.

    Ich selbst habe von in einem eigenen Spiel erlebt, wo ein Mitspieler von mir einen Gegner beim Tempogegenstoß so unsanft gestoppt hat, dass der einen Zahn verloren hat. Gab auch eine Rote Karte und eine Anzeige.


    Jetzt wird es interessant. Ich glaube auch nicht, dass jemand die Erfüllung des objektiven TB der KV abstreitet. Das ist eindeutig. Die Frage ist doch die, hat eine Anzeige Aussicht auf Erfolg, wenn man als Erfolg eine Verurteilung hernimmt? Dazu reicht die Erfüllung des obj. TB nicht aus. Eine KV kann man auch fahrlässig begehen, ist also kein Vorsatz nötig, weil schon mit dem Beweis des Vorsatzes in solcher Spielsituation wird es schwer vor Gericht. Zeitz hat man auch nach dem 20. Kopftreffer aus 2m Entfernung dem TW auf die 12 nie Vorsatz beweisen können, (Beispiel) aber dann kommt noch der interessante Aspekt der Rechtswidrigkeit dazu. Die Rechtswidrigkeit der KV wurde im Sport oft abgelehnt, weil Staatsanwalt oder Gericht von einer stillschweigenden Einwilligung des Opfers ausgehen, weil es sich freiwillig in die Risikosituation (nämlich genau diesen Sport auszuüben) begibt. Dazu zählen in der Regel Zweikämpfe oder Fouls in körperbetonten Teamsportarten und zwar aus dem Spiel heraus. Die Massenschlägerei nach Abpfiff oder der Kopfstoß ohne aktive Spielhandlung dürften da eher nicht dazugehören.
    Ich weiß nicht wie das im Eishockey geregelt ist, aber da gehört der Fight Mann gegen Mann offenbar zur Show dazu, ohne das da einer ne Anzeige machen würde. Mir ist jedenfalls nichts dergleichen bekannt. Eishockey dient mir jetzt nur als Beispiel wie weit es gehen kann, klarste KV nicht als solche zu sanktionieren.

    Ich wollte das oft strapazierte Wort Entwicklung eigentlich vermeiden, aber es passt leider zu gut. In den Saisonplatzierungen hatten wir eine positive Entwicklung bis zu dieser Saison, wo es högschd wahrscheinlich wieder rückwärts geht. Das Spannende wird dann für mich sein, wie dieser Rückschritt uns geneigten Fans dann verkauft wird. Es würde mich nicht wundern, wenn es damit begründet wird, dass wir 6 Neuzugänge haben und das die Integration eine Mammutaufgabe war.
    Naive Fans wie ich kommen natürlich auf die Idee, dass Neuzugänge für Verbesserung stehen und erst recht, wenn man Leute tauscht, wo die Nachfolger allesamt besser sein sollten als die Vorgänger. Ich sage mal breitere und tiefere Bank, Schwachstellen ausmerzen und jede Position doppelt gut besetzen. Kann ja alles noch werden, wir haben gerade ein knappes Viertel der Saison.
    Zum Thema Entwicklung könnte man auch noch was zu Wiegerts Kommunikation und seinem Verhalten auf der Bank sagen, ist aber geschenkt, genau wie man zur Entwicklung auch eine Weiterentwicklung der offensiven und defensiven Spielidee zählen könnte, ist auch geschenkt.
    Ich werde leider auch nie erfahren, ob ein anderer Trainer mehr aus der Mannschaft herausgeholt hätte, weil ich keinen Trainer mehr außer Wiegert erleben werde. Vielleicht haben jüngere Menschen um die 40 oder jünger noch ne Chance darauf. Den Schritt mit Wiegert in die Regionen, dass wir neben RNL, Flens und Kiel die 4. Kraft werden, wird es m.M.n. nicht geben. Das traue ich eher anderen Teams zu. Wenn aber doch, dann ist Abbitte angesagt.
    Wenn in Hannover gewonnen werden sollte, zeigt die Kurve wieder nach oben, mal sehen wie lange. Aktuell wären es big Points. In Erlangen darf man nicht verlieren und in Leipzig auch nicht. Haben wir aber beides jüngst hingekriegt. Diese Spiele sind es hauptsächlich. Mit Wetzlar hatten wir schon so eins drin diese Saison. Von diesen Spielen, BHC, Minden, FAG noch dazu, darf man auswärts eigentlich keins mehr verlieren. Noch weiter unten in der Tabelle erst recht nicht, aber klappt das? Kann man damit rechnen? Ich weiß es nicht. Ich rechne eher zuverlässig mit 8 Minuspunkten gegen Berlin und die Kröstis.
    Na ja, letztendlich ist es das ewige Spiel der Möglichkeiten und Wahrscheinlichkeiten und nix genaues weiß man nicht. Der Kollege Volki Wittich ist mir da etwas zu polemisch, aber den letzten Schritt hin zum Spitzenteam werden wir mit Wiegert auch nicht machen. Das sehe ich einfach nicht. Dazu ist mir Wiegert insgesamt zu limitiert und der Glaube an die große Verbesserung fehlt mir einfach.

    Editha: Zum allgemeinen Thema Sprachprobleme noch eins. Das ist mir mit Kuzma zu einfach. Die Sprache kann man bei ihm noch bringen, aber nicht mehr bei Steinert oder Mertens, die auch bloß nicht spielen oder nix bringen. In Burchdorf spricht der Trainer in den Auszeiten Esperanto, spanglish oder sonstwas, vielleicht auch eine Geheimsprache, aber es führt doch da auch nicht dazu, dass die Truppe deshalb nicht gut zusammenspielt. Sprechen die in Veszprem alle ungarisch? Wohl kaum, aber okay, die spielen auch gerade nicht so dolle. Das muss doch trotz Sprachbarrieren möglich sein.

    Es wird immer schnell mit Begriffen wie Körperverletzung und ähnlichem hantiert. Mannschaftssport mit Kampfcharakter ist keine Kneipenschlägerei, in die man zufällig oder unverschuldet gerät. Die Kernpunkte dürften in solchen Fällen "handeln auf eigene Gefahr" und die Einwilligung in diese Gefahr sein, einfach weil man diesen Sport mitmacht.
    Ich glaube mich auch daran erinnern zu können, dass in dieser Richtung auch schon Urteile gefällt wurden. Siehe hier S. 74 und S. 75. In der PDF S. 113 zur Erläuterung von Handeln auf eigene Gefahr und Einwilligung.

    Also ganz so schlecht sehe ich unseren Trainer nicht. Das zeigen schon die Ergebnisse der letzten Jahre, auch wenn man sich als Fan natürlich immer noch mehr wünscht. Ausnahme sind natürlich die Kieler Fans - die freuen sich wenn mal jemand anders Meister wird. :irony:


    Wenn man mit Ergebnissen seine Platzierungen meint, 8., 5., 4., 3. und davon die letzten 3x mal 50 Punkte oder knapp drüber, dann ist das okay. Dazu noch 1 Pokalsieg, auch okay. Wenn man allerdings die eigenen Zielvorgaben als Maßstab nimmt, oben angreifen, die ersten 3 herausfordern, um Titel spielen, wieder die CL erreichen us.w. dann würde ich das schon differenzieren. Dazu dann noch die verpassten Chancen den letzten Schritt zu machen, sprich Titel zu holen. Oft knapp davor, aber doch nix geholt.

    Wir sind unter Wiegert nicht schlechter geworden, die Ergebnisse sind besser geworden, keine Frage, aber der Sprung nach ganz vorne, der letztendlich um Titel spielen oder CL bedeutet, der ist nicht kleiner geworden. Im EC immer grandios vergeigt und der Abstand zu Pl. 2 als CL-Platz ist nie kleiner als 5 Punkte geworden, letzte Saison als 3. sogar 8 Punkte. Dazu kam dann noch, dass immer mind. eine Mannschaft, die eigentlich besser als wir sind, eine Seuchensaison hatten, also Kiel, Berlin oder die Kröstis. Seuchensaison hin oder her, hat das aber z. B. Berlin und Kiel nicht davon abgehalten uns den Döner wegzuschnappen, einfach, weil sie auf den Punkt besser und nervenstärker waren. Selbst FAG schafft das, in der Liga 10., aber ihren Heimvorteil im Döner-FF haben sie genutzt und das Ding geholt.
    Die Füxxe hatten nicht nur eine schwächere Saison, aber die haben in der gleichen Zeit wie wir 2x den Döner und 1x den Pokal gewonnen.

    Diese Saison ist es mit einem Titel auch schon wieder Essig, weil wir nie und nimmer den Döner holen, wenn da die Kröstis mitspielen. In der Liga würde ich es auch ausschließen, dass wir nur annähernd wieder 3. werden. Man muss auch dieses Jahr erstmals damit rechnen, dass die Turngemeinde ihre PS mal auf die Straße bekommt und dann landen die auch vor uns. Wenn man es nüchtern betrachtet, werden wir evtl. nur 7., aber besser als 6. sehe ich derzeit nicht und dann stimmen streng genommen auch die Ergebnisse nicht mehr. Ist zwar noch nicht so weit, aber für mich läuft es momentan in diese Richtung.
    Dazu haben wir viel zu viel mit uns selber zu tun. Stichwort 6 Neuzugänge und was sieht man davon als Verstärkung???

    Also Matze, Marko, Jannick, Zeljko, Daniel, Tim und Chris O`S. erreicht er schon, da habe ich keine Sorgen. Albin scheint er besser zu erreichen als befürchtet, aber wie es mit 3 von 6 Neuverpflichtungen aussieht, da bin ich mir nicht so sicher. Steinert spricht sogar ostdeutsch. Was ich aber weiß, ist, dass der Trainer mich nicht erreicht. Ich hatte natürlich die Hoffnung, dass aus dem jungen Trainer im Prozess der Entwicklung ein reifer Trainer wird. Aktuell sehe ich nur einen, der sich in Richtung Egomane entwickelt.

    Wiegert senior hat mal in einem Interview ziemlich patzig geantwortet, "der macht keine Fehler", als er vom Interviewer gefragt wurde, ob sich denn der Benno mal Rat beim Vater holt. Das charakterisiert mir unseren Master-Coach ganz gut. Ehrgeiz, der schon ins krankhafte geht, dabei bleibt die Lockerheit und Coolness auf der Strecke und die Lern-bzw. Kritikfähigkeit hält leider mit dem Ehrgeiz auch nicht Schritt.

    Der Wiegert agiert wie einer, der sich für unangreifbar hält, dem das offenbar zu Kopf steigt und der Kritik an den sichtbaren Ergebnissen seiner Arbeit offenbar persönlich nimmt und zwar so, dass nicht die Ergebnisse schlecht waren, sondern die Kritik daran unverschämt und dann versteigt er sich sogar noch so weit, dass er es mit einem triumphalen Sieg zu Hause gegen Göppingen allen Kritikern aka Bombenlegern aber mal so richtig gezeigt hat. Sorry, der Typ ist peinlich.


    Habt ihr nicht Putera als Standby-Variante?

    Stimmt, jetzt wo Du's anspricht. Gegen Wetzlar gab es wirklich ein paar Szenen, wo ich mich über Lagergren geärgert hatte, dass er in der Verteidigung nicht die Arme hoch genommen hat, um den Wurf zu blocken.


    Lager kann das auch besser, keine Frage. Aber bei Spielern, die vorne und hinten durchspielen, will ich mal nicht zu streng sein und darüber hinaus fehlen ihm auch in der Abwehr ein paar cm Blockgröße. Er muss das eigentlich mit Beinarbeit, raustreten, Körperkontakt lösen und das ist dann wieder kraftraubender. Uns fehlt eben Physis oder Kretzsche würde sagen, Körper.

    Hoffentlich hat sich Olsen nix ernsteres zugezogen. Den kann Burchdoft m.M.n. nicht ersetzen. Phänomenal der Mann. Der Unterarmwurf links oben in den Knick war ein Träumchen. Aber seine Spiellenkung an sich auch. Der bohrt sich auch nicht mit Kopf voran in die Abwehr, obwohl er ja nicht körperlos spielt. Die Abwehr war grandios. Bei Burchdorf wirken viele Spieler wie ausgewechselt. Ugalde, Pevnov, Patrail habe ich selten so gut geshen.
    Ohne Buric in der 2. Hz hätte das sogar 2-stellig werden können. Der Gottfried hat in der 2. Hz aber auch gut gespielt fand ich. Obwohl mir sein reinrammeln in die Abwehr nicht gefällt und dafür auch noch teilweise mit Zeitstrafe Burchdorf belohnt zu werden, na ja. Hatte ja keine Auswirkung aufs Ergebnis.
    1. Hz habe ich leider nicht gesehen. Hatte den frühen Anpfiff nicht mehr im Koppe.
    Axel Stosberg hat die Flensis ja beim losen noch "gerächt". Die Burchdorfer Fans, die Zeitspiel bei der Auslosung gerufen haben, hattens auch drauf. Kretzsches Partner hat aber wirklich ziemlich viel Blödsinn erzählt. Das war schon mal besser. Ich merke mir immer nicht, wer das war. Ist aber auch unwichtig.

    In 1005 Tagen 431 Seiten in diesem Thread!!!!!!!
    Eine echte ostdeutsche Erfolgsgeschichte. Ich bedanke mich auch bei den Kameraden aus den alten Ländern für ihren Beitrag daran, auch wenn der überschaubar ist, aber ich möchte jetzt doch mal mein Glas erheben (Prinz-Alte Waldhimbeere) und stoße an auf unseren gemeinsamen Feiertag, (noch 10 min) auch wenn den vielleicht jeder etwas anders feiert. :lol:

    Also ich sage mal so, gegen Balingen, Nordhorn und Lemgo hatten wir noch kein TW-Problem, gegen Kiel hat Thulin einen Sahnetag gehabt, Green 14 %, gegen Melsungen beide 24-25%, eher schlecht als recht, gegen die RNL wieder beide schwach, 6 gegen 14 Paraden, Thulin 0, Green 19 %, gegen die Füchse dann mal Green 0 und Thulin 5, aber auch da das TW-Duell klar an Berlin.
    Wer da evtl. rausliest, dass wir gegen Aufsteiger gute TW haben, (Spiele, die wir sowieso gewinnen) und gegen Top-Gegner eher keine TW-Leistung (enge Spiele), dann könnte der ein oder andere SCMer schon von einem Problem reden. Für Externis ist das natürlich kein Problem, warum auch?

    Editha: Das Zauberwort bei den TW heißt für mich auch Stabbelität. Beim SCM ist es leider oft so, dass beide nix halten und das ist bei anderen (echten) Spitzenteams meistens anders. Die haben in der Regel wenigstens einen, der was hält.

    Hier wird häufiger von fehlender Physis des SCM im Rückraum gesprochen. Ist Chapkowski völlig ungeeignet für den Positionsangriff? Im Gegenstoß find ich ihn für seine Größe erstaunlich beweglich. Und auch wurftechnisch sieht das ordentlich aus. Deutlich besser als Finn Lemke! Würde das nicht ab und zu hilfreich sein ihn in dieser Rolle einzubringen.


    Ich habe an anderer Stelle mal was von engen taktischen Korsetts geschrieben. Dabei habe ich u. a. auch an Chrapkowski gedacht. Der hat als jüngerer Kerl viel Offensive gespielt und das auch nicht so schlecht. Irgendwann brach das ab als ihm in seinen Vereinen offensiv noch bessere RL vor die Nase gesetzt wurden. Zuletzt in Kielce spielte er dann so gut wie nur noch Abwehr. Im Gegensatz zu Lemke vermittelt er aber auch die Lust auf Offensive und er hat auch keine Angst vor Aua wie der Finni. Die große Frage ist für mich die, ob diese einmal erworbene Rolle des Abwehrspielers, die sich bei Chrapkowski m.M.n. eher unfreiwillig einstellte, noch mal zurückgestellt werden kann oder nicht? Ich halte es nicht für unmöglich, aber ich halte es für unmöglich, dass Wiegert von seinem einzigen taktischen Angriffskonzept viel Tempo und Gewühle mit kleinen Rückraumleuten abgeht, womit wir beim nächsten Punkt wären, der den geneigten SCMer nervt. Da gäbe es noch mehr, aber das ist es im Kern, was den meisten hier stinkt und das geht eben über die normale Niederlage in X,Y oder gegen Z hinaus.