Beiträge von hlp

    @ hlp und Zeitzi: Nur damit ich das richtig verstehe: Wenn wir 7. bei der Heim-WM werden und damit den kompletten (!) erweiterten Favoritenkreis hinter uns lassen, würdet ihr trotzdem mit Prokop weitermachen wollen?


    Du meinst bestimmt, wenn der komplette erweiterte Favoritenkreis vor uns landet, aber ja, das würde ich machen, aber nur, wenn das Gesamtpaket trotzdem irgendwie stimmig bleibt. Dazu zählt natürlich das Verhältnis BT-Team und wenn die sportliche Leistung für mich nicht fragwürdig ist, ich also das Gefühl habe, dass einfach nicht mehr drin war und man meinetwegen knapp verloren hat. Komplette Auflösungserscheinungen, Klatschen oder Spiele, wo sich Spieler nur noch anschreien oder noch schlimmer, sich nicht mal anschreien und nur noch hängende Schultern durch die Halle traben, meine ich natürlich nicht. Für mich gibt es auch ein Verpassen des HF und man muss nicht zwangsläufig so schlecht gewesen sein, dass man alle feuern muss.
    Lies dir die Begründung von Zeitzi noch mal durch und dann sage ehrlich, was daran falsch sein soll. Wir haben kein Team der absoluten Weltklasse. Wir haben ein Team, wo es nur absolut über das Team gehen kann und wo alles klappen muss und das ist für mich viel zu dünnes Eis.
    Bei anderen Mannschaften muss nicht alles supi funktionieren, die haben Spieler, die über ihre individuelle Klasse das Spiel ziehen können. So welche haben wir nicht.
    Kurz gesagt, ich würde das niemals nur an einer Platzierung festmachen. Ich glaube an eine Entwicklung und ich glaube davon aktuell auch schon etwas zu sehen.
    Aber ich glaube nicht und habe das auch noch nie, dass diese Entwicklung zwangsläufig zum Olympiasieg 2020 führen muss.
    Ernsthaft drum mitspielen ja, wie auch jetzt bei der WM, aber niemals .......die müssen mindestens.....

    Ist das wirklich so? Dazu finde ich unseren Rückraum individuell einfach zu schwach. Richtig stark besetzt - auch und gerade im Vergleich zu den (anderen) Topteams - sind wir doch nur im Tor, am Kreis, im rechten Rückraum und auf LA. RM, RL und RA fehlt der deutschen Mannschaft die (absolute Spitzen-)Qualität. Dazu kommt als großes Plus noch die Abwehrleistung und der Heimvorteil.

    Die Zielsetzung das Halbfinale erreichen zu WOLLEN, finde ich genau richtig. Aber mit diesen Spielern sehe ich da kein MÜSSEN. Gerade Dänemark und Frankreich sehe ich eine Stufe über uns. Dahinter kommen dann Schweden, Norwegen, Spanien, Kroatien und wir. Diese 7 Mannschaften können und wollen alle ins Halbfinale. 3 werden es aber nicht schaffen. Wenn Deutschland dazu gehört, dann ist das schade, aber leider auch keine große Überraschung.


    100 %-ige Zustimmung. Ich würde aktuell sogar noch Norwegen, Kroatien und Spanien etwas vor uns sehen, Dänemark und France sowieso.

    Und dann hat man u. U. eine prima WM gespielt, aber gegen bärenstarke Gegner hat es einfach nicht ganz gereicht und weil man seine Ziele verfehlt hat muss man alle entlassen und dann zurücktreten. Super Sache. Man war zwar eigentlich auf einem guten Weg, aber sorry Leute, das sind nun mal die Mechanismen des Marktes, kann man nix machen......
    Ich sehe es schon förmlich vor mir. Irgendwelche Öffi-Reporter, die bis Anfang Januar noch nie was von Handball gehört haben, halten dann dem BT und Hanning das Mikro unter die Nase und fragen, natürlich mit angemessen betroffener Miene und leichtem Timbre in der Stimme, ob sie sich denn morgen noch im Amt sehen oder ob sie doch lieber die Konsequenzen ziehen sollten....... Da graut es mir am allermeisten vor. :wall:


    Wenn ich überzeugt bin, zu den besten Mannschaften zu gehören, dann muss ich auch in so ein Turnier gehen mit dem Ziel gleichwertige Mannschaften zu besiegen. Die Zielrichtung vorzugeben ist also richtig.
    Ein Vize-Präsi, der sich mit Mittelmaß zufrieden gibt, wäre fehl am Platz


    Das höre ich so auch immer wieder. Mittelmaß steht übrigens für mich gar nicht zur Debatte. Aber Mittelmaß fängt bei mir auch nicht schon ab Platz 5 an.
    Was macht man mit den Leuten, wie analysiert man, wen macht man zum Sündenbock, (bzw. gibts denn überhaupt einen???) wenn das völlig normale eintritt, dass wir nämlich nicht ins HF kommen oder Weltmeister werden.
    Wir sind eine von ca. 8 Mannschaften, die das Potenzial HF oder mehr haben und auch trotz Heimvorteil würde ich uns da nicht sicher unter den ersten 4 einordnen.
    Demzufolge geht man da aus meiner Sicht ein unnötig hohes und unkalkulierbares Risiko ein.
    Ich finde es ja nicht falsch ein steiles Ziel auszugeben, aber ich fände es falsch, wenn es bei Zielverfehlung zu Kurzschlusshandlungen kommen würde in der Form alles in Frage zu stellen, Trainer feuern, Hanning gleich mit, ist ja auch verbrannt, Präsi haut auch in den Sack und dann steht der DHB u. U. im März 2019 vor einem Scherbenhaufen, der das Olympiagold 2020 garantiert nicht wahrscheinlicher macht.

    Ich traue den Entscheidern zu ihre Entscheidungen auch so zu treffen, dass sie über einen längeren Zeitraum tragfähig sind und dieser Zeitraum war von Anfang an mit Olympia 2020 angesetzt. Da muss man nicht Anfang 2018 beim ersten Gegenwind umfallen, obwohl dieser Gegenwind heftig war und das auch zu Recht, weil der Auftritt bei der EM auch heftig ins Höschen ging. Jedem sollte klar sein, dass es nicht nur um den Job des BT geht, sondern auch um Hannings Position im DHB bis hin zum Präsi aus der ältesten Stadt Sexy-Anhalts.
    Ich glaube einfach, dass jedem klar ist, dass diese Entscheidung auch Auswirkungen auf das Schicksal der anderen Protagonisten hat und das ihnen was am DHB-Job liegt und ganz vielleicht nur liegt ihnen ja sogar noch etwas am deutschen Handball an sich und es geht nicht nur um persönliches, sondern sogar ein wenig um die Sache an sich.
    Dann bin ich wieder bei einem meiner Lieblingsthemen, ob es denn unbedingt nötig ist das Olympiagold auszurufen oder mind. HF bei der WM? Geht es nicht auch ein bißchen kleiner und ist es nicht trotzdem möglich genug Interesse zu wecken und Euphorie zu entfachen?
    Warum setzen Hanning, Prokop und das Team solche Marken? Das ist ja wie die Stickoxidgrenzwerte in den Städten. Einfach verdammt schwer einzuhalten und damit extrem gefährlich. :cool:

    Interessant die Entwicklung von Nilsson und Jeppson im Vergleich zur EM.
    Da hatte Jeppson relativ viel Spielzeit, Nilsson agierte bisweilen gluecklos, ehe er dann gegen Frankreich auftrumpfte.
    Jetzt ist Jeppson ueberwiegend Bankwärmer und Nilsson spielt viel und gut.


    Im Prinzip sieht man bei der WM das, was sich über die Saison beider Spieler im Verein abgezeichnet hat. Nilsson Daumen hoch, bei Jeppsson eher runter.

    Ihr redet immer nur von der Ablösesumme.

    Aber ihr müsst natürlich auch die Abfindung bedenken!

    Bei dem Gehalt und der Vertragslaufzeit von Prokop sicher kein Pappenstiel. Oder halt das Gehalt noch weiterzahlen (plus dann das für den neuen Trainer).

    Da wär ja Hanning gar nicht zu halten gewesen, wenn man so viel Geld durch die Prokop-Personalie verloren hätte.


    Na, dann lass uns doch alle gemeinsam hoffen, dass dem DHB das Fiasko erspart bleibt. So im Sinne des Großen und Ganzen. :unschuldig:

    Mit Glücksspiel und Glücksspieler meine ich doch nicht die Nationalspieler oder den Trainer! (sondern die Leute, welche die Personalentscheidung nach der EM gefällt haben - natürlich in der Hoffnung - "wird schon gut gehen". Ganz 'zufällig' erleichterte diese Entscheidung auch, zumindest in einem Falle, das Verbleiben im Amt)

    Nee, man muss die Beiträge schon halbwegs in Ruhe lesen (das gilt auch für hlp), statt einfach irgendwelche Stichworte wahrzunehmen und die dann quasi eigenmächtig/textumfeldunabhängig zu interpretieren


    Dann schreibe es doch nicht so. "NUR noch im Amt" oder "Die Gegenpositionen kann ich gar nicht so richtig formulieren,....gut, man liest da viel von "zweiter Chance" und so - das ist aber eher ein Schlagwort..."
    Also was ist da jetzt fehlzuinterpretieren? Das steht eigentlich ziemlich für sich. Zweiter Satz liest sich außerdem noch latent abwertend, geringschätzig, aber das ist für mich sogar geschenkt.

    Einig sind Rheiner und ich uns, das Prokop nur noch im Amt ist, weil er so eine hohe Ablöse gekostet hat, einen langfristiger Vertrag hat und vor allem Hanning bei einer Prokop-Demission sich nicht hätte halten können.

    Wahrlich alles völlig absurd!

    Die Gegenpositionen kann ich gar nicht so richtig formulieren,....gut, man liest da viel von "zweiter Chance" und so - das ist aber eher ein Schlagwort...(dann gibts noch Leute, die meinen, dass es gar keine Konfliktlinien während und nach der EM gab oder diese zu vernachlässigen sind)

    Viele nehmen Rheiners Position nur über Beiträge wahr, in den diese grob verfälscht dargestellt ist (schönes Beispiel ist ja der durchaus pointierte 'malus-Begriff', den er kaum verwendet hat, der aber durch die Postings von 'Gegenpositionen' geistert, so das man ihn wirklich kaum noch lesen kann)


    Du hast wieder sehr viel geschrieben, darum greife ich mir nur mal das für mich entscheidende raus.
    Rheiner hat viele seiner Thesen so formuliert als ob er das sicher weiß, davon vieles auch, was noch gar nicht stattgefunden hat, weil es in der Zukunft lag oder noch liegt.
    Dann sind einige Dinge auch nicht so eingetreten. Dann kann man einerseits sagen, okay, habe ich mich geirrt, ist halt anders gekommen. Mit solcherlei Dingen konfrontiert, reagiert Rheiner meist mit einer Spirale anderer Thesen und Zusammenhänge, die den Verdacht nahelegen, dass er sich verrennt und etwas ins absurde abgleitet, um keinen Irrtum zuzugeben. Das macht natürlich einerseits angreifbar, andererseits ist es sogar belebend und unterhaltsam. Und vor allem betrifft es diverse andere Leute auch, nicht nur Rheiner.
    Man kann natürlich auch gerne mal was provokantes raushauen, (ich habe z. B. nie im Leben mit so einem Spiel gg. France gerechnet), aber dann zu sagen, okay, geirrt, ist anders gekommen, muss dann auch mal gehen.

    Nun aber zu den harten Fakten.
    Ich z. B. würde nie abstreiten, dass Ablösesumme und Vertragslaufzeit eine wesentliche Rolle dabei gespielt haben, dass Prokop noch da ist, aber das als ausschließlichen Grund hinzustellen ist mir einfach zu fett und auch nicht beweisbar. Dann sind wir schon dabei, dass du gar nicht genau sagen kannst, was denn die Pro-Prokop-Fraktion so für Argumente bringt. Warum denn nicht?? Nicht genau gelesen oder sich nicht für interessiert??? Wie auch immer, die sogenannte 2. Chance ist für mich ein Bestandteil einer Pro-Prokop-Entscheidung des DHB, weil ich partout nicht annehmen will, dass da nur Bekloppte und völlige Hasardeure zusammensitzen, die wider besseres Wissen genau die Entscheidung treffen, die Rheiner und du und noch einige andere denen ja vorwerfen, dass sie nämlich sehenden Auges die Heim-WM vor die Wand fahren.
    Das ist einerseits noch nicht geschehen und war andererseits im Januar 2018 auch noch nicht absehbar, im besten Falle war es zu befürchten, aber so wurde hier von der Anti-Prokop-Fraktion nie argumentiert. Das stand alles schon lange felsenfest.

    Wiede und Semper wären doch für heute OK, dann kann man am Samstag neu entscheiden. Die Hauptlast heute sollte auf jeden Fall Semper tragen.


    Das sehe ich ganz genauso. Mir ging es mehr um die Regularien, bzw. die zu beachtenden Faktoren, ob es dem BT eher leichter fallen sollte eine Nachnominierungsentscheidung zu treffen oder ob das Regelwerk so gestrickt ist, dass es eine eher schwere, möglichst späte Entscheidung rechtfertigt.
    Oder kurz gesagt. Einfache Entscheidung, weil leicht wieder rückgängig zu machen oder schwere Entscheidung, weil unumkehrbar.

    Rheiner hat sich ehrlich so langsam einen eigenen Thread verdient.
    Ich bin mal gespannt, was der BT um 11.00 Uhr heute verkünden wird und freue mich schon auf 18.00 Uhr. Ich tippe mal ganz optimistisch auf einen Sieg mit mindestens +5.
    Wie ist das eigentlich, wenn der BT sich heute entscheidet Häfner nachzunominieren? Ist Weinhold dann raus aus dem Turnier oder kann wieder zurückgetauscht werden?
    Wenn er sich gegen die Nominierung Häfners entscheidet, haben wir dann also bis Weinholds Rückmeldung einen weniger im Kader, oder? Also nur noch Wiede und Semper.
    Wie lange kann noch nachnominiert werden? Falls Weinholds Geschichte länger dauern sollte als angenommen, ist dann irgendwann der Zug abgefahren?

    Stressabbau, Erleichterung, Pushen ... allerdings ist der Hormonüberschuss kontraproduktiv ein Spiel kühl und clever runterzuspielen.

    Aber dit wird schon !


    Das sehe ich auch als das größte Problem an. Was nun symbadisch oder nicht rüberkommt, ist da wohl eher Geschmackssache.
    In diesem Zusammenhang fällt mir auch gern noch dieser Kollege ein, der mal gesagt hat, dass er sich manchmal selber nicht wiedererkennt, wenn er sich danach sieht und ihm das auch schon mal peinlich ist.

    [Blockierte Grafik: https://www.trollfootball.me/upload/thumb/1240197_767008773339341_49285184_n.jpg]

    Es ist sicherlich nicht damit gemeint, dass sie sich wie Roboter verhalten sollen, aber solche Ausraster wie Wolff versus Wiede sind für meinen Geschmack überzogen.
    Als das andere Extrem, also das eher roboterhafte, erinnere ich mich immer gerne an die CCCP-Eishockey-Nati mit den ganzen Heroen wie Charlamov, Michailow u.s.w. und später dann Fetisow, Larionow, Makarow, Krutow etc. Da habe ich mich immer drüber aufgeregt, dass die das erste Tor genauso enthusiastisch feierten wie das 10. Da war ein leichter Klaps mit dem Schläger auf den Hintern des Torschützen schon ein emotionaler Ausbruch.
    Also kurz gesagt, die Dosis macht das Gift.

    Es kann ja auch kein Zufall sein, dass sich ausgerechnet die User mit den mit Abstand inhaltslosesten, peinlichsten und zahllosesten Beiträgen hier besonders an Rheiners Postings stören. Ich schätze jedenfalls seine Art, sich gegen die Wellen des Gleichklangs zu stellen und dabei ungeachtet aller Abneigung höflich und manierlich zu bleiben, was logischerweise nicht heißt, dass ich mit allen getätigten Meinungsäußerungen einverstanden bin. Allerdings stelle ich bei ihm eine durchaus manisch erscheinende Lust am Widerspruch fest, manchmal mag man vermuten, es steckt eine möglicherweise wissenschaftlich motivierte Absicht dahinter. Im übrigen stelle ich fest, dass mir all die Gefühlsausbrüche auf der Platte und der Bank von Seiten der DHB-Auswahl ein wenig zu übertrieben erscheinen. Die ewig geballte Faust von Gensheimer oder Groetzki oder auch Musches bizarr entstellte Grimasse nach Torerfolgen, das kollektive Aufspringen der Bank nach den kleinsten vorteilhaften Situationen oder die Wolffschen Reaktionen nach Gegentoren künden zwar von verständlichen Emotionen, sind aber in ihrer ständigen Wiederholung ermüdend, auf lange Sicht wertlos und können bei der ersten großen Enttäuschung zu einem richtig miesen Kater führen.


    Zu allem 100 %-ige Zustimmung und insbesondere auch noch mal zum Teil mit der extrovertiert dargestellten Emotionalität. Das stört mich auch im Clubbereich und auch bei meinem Heimatverein. Bei aller nötigen Leidenschaft und notwendigem Einsatz geht mir dieses Austicken auch oft zu weit. ich befürchte immer, dass die vor lauter Schaum vorm Mund den Kopf nicht mehr frei genug haben.

    Ich gebe Crusty recht (wenn ich ihn richtig verstehe), dass sich die Diskussionen hier viel zu sehr um mich drehen.

    Warum könnt ihr nicht einfach eure Meinung sagen und ich sag meine?

    Am Tag nach der WM bin ich hier eh weg - daran hat sich nichts geändert!
    So lange werdet ihr meine Meinung jetzt wohl noch aushalten können, oder?
    :)


    Überleg dir das noch mal. Ich würde mich gern mit dir gemeinsam auch noch über die erste Medaille unter Prokop freuen und wie das trotz Malus möglich war.
    Und ganz ernsthaft möchte ich dir noch mal meine Hochachtung dafür aussprechen, dass du immer ruhig und höflich bleibst, obwohl du hier manchmal massiv angefeindest wirst.
    Davor und auch vor deiner Konsequenz ziehe ich ganz ehrlich den Zylinder.

    Fabi Wiede :Hail:
    Absolut geile Leistung unserer Buben und eine Werbung für den Handball. Kampf um jeden Ball, Spannung - was will man mehr. Vor dem Spiel hätte ich den Punkt sofort genommen.
    Unsere Abwehr finde ich sagenhaft - unglaublich schnell, beweglich und ballorientiert. Lemke passt da nicht ins System.
    Die SR mit einer tollen Leistung, die Teams konnten sich von Beginn an auf eine klare Linie verlassen. Weiter so Deutschland. :head:


    Bei Fabi Wiede bin ich etwas zwiegespalten. Die bisher fehlende Torgefahr hat er im schwersten Spiel durchaus gezeigt, seine vorhandene Genialität im Anspiel teilweise auch, aber es waren auch katastrophale Fehler, wie Pässe mit Ansage vor der Abwehr oder der Wurf in doppelter Überzhl dabei, aber insgesamt positive Bilanz.
    Zu Lemke würde ich mal sagen, er scheint seinen Job als unumschränkter "Abwehrchef" verloren zu haben und man kann jetzt erahnen, warum Prokop ihn zur EM erst gar nicht mitnahm und jetzt nur homöophatisch einsetzt. Er stellt sich die Abwehr insgesamt wohl etwas flinker vor. Der Chefposten scheint jetzt mit Peke neu besetzt worden zu sein und das Blockmonster heißt jetzt BamBam, der nicht böse gucken kann. Im finster gucken kann er sich ja von Grötzki beraten lassen.
    Trotzdem wird Lemke schon noch gebraucht und vielleicht nimmt er ja noch Tanzunterricht oder so und feilt noch etwas an der Beinarbeit.
    Insgesamt gesehen wurde mir gestern jedenfalls etwas klarer wie der BT sich das so vorstellt und warum und wen er so spielen lässt.

    Da waren sie doch sogar in doppelter Überzahl, wenn ich mich recht erinnere. Da muss man doch auf eine klare Wurfchance gehen. Dass das ausgerechnet Wiede so passiert , hätte ich nicht gedacht. Aber letztlich können wir zufrieden sein. Wahrscheinlich mit drei Punkten in die Hauptrunde. Das hätte am Montag keiner für möglich gehalten.


    Das mit der doppelten Überzahl war auch schlecht, in dem Falle Wiedes Wurf, aber gerade eben ging es um den letzten Angriff von Schland im Spiel.

    Klar, könnte man jetzt so einige Szenen sezieren und ja, wahrscheinlich wäre das Ball halten, Freiwurf ziehen, sich festmachen lassen, Zeit von der Uhr nehmen die bessere Variante gewesen und die Franzosen hätten es ihrerseits auch bestimmt so gemacht im letzten Angriff, aber sei es drum, der Mut die Chance rauszuspielen wurde nicht belohnt.
    Vorher hatte ich beim 7:6 aber noch deutlich mehr Schiss, dass der Ball flöten geht und hinten bei uns ins leere Tor einschlägt, aber da hat Böhm den Pass zu Kohli gebracht und die Chose ging auf.
    Aber wie gesagt, der letzte Angriff war blöde. Da darf der Ball nicht ins Aus gespielt werden.

    So, nach einer kurzen Nacht noch ein paar Gedanken, die mir so eingefallen sind während und nach dem Spiel. An der Einstellung, dem Mut und am Willen gibt es mal gar nix zu meckern. Das war um Längen besser als ich befürchtet hatte. Kein Karnickel-vor-der-Schlange-Syndrom oder ähnliches. Ansonsten war es für mich das Spiel der Gegensätze, was so einige Spieler angeht. Einige Gescholtene haben sich deutlich besser gezeigt, Grötzki, Strobel, Wiede und Böhm z. B. und bei den Franzosen Mahe`. Dafür haben einige andere mit mehr Meriten im Vorfeld eher etwas underperformed wie Weinhold, Fäth oder Lemke.
    Böhm ist wohl der klassische tragische Held dieses Spiels. Vorher deutlich belebend auf RL, aber leider für die 3 letzten und letztlich spielentscheidenden Szenen verantwortlich.
    Aber wenn das gegen Russland noch ein Remis mit miesem Nachgeschmack war, so war es gestern zwar immer noch ein Punktverlust, aber einer, der sich deutlich besser anfühlt.
    So ganz blind kann der BT doch nicht sein und die Truppe spielt auch nicht so als ob sie ihn loswerden wollten. Er hat auch gestern vieles gemacht, was man in Spielen davor noch vermisst hat. Die Wechsel, die Auszeiten, die Ansagen, fand ich alles klar und nachvollziehbar.
    Es bleibt eigentlich nur zu meckern, dass wir uns wegen fehlender Crunchtime-und Killerqualitäten leider mal wieder um den verdienten Sieg gebracht haben. Es bleibt aber zu konstatieren, dass wir uns nach dem ersten echten Hammergegner doch weit mehr auf Augenhöhe mit der Weltspitze befinden als ich das vorher geglaubt habe.