Beiträge von hlp

    Ok, Mißverständnis meinerseits. Nennen wir es fragiles Spielsystem. Und wenn ich dieser zerbrechlichen Angelegenheit dann noch einen Stups gebe (Lemke raus) ...

    Fragil, auch weil es an der Person des Isländers hing?

    Denn es bleibt natürlich festzuhalten, dass ein Dagur Sigurdsson das vorhandene Potential optimal ausschöpfte, während ein Christian Prokop offensichtlich das ihm zur Verfügung stehende Potential nicht optimal ausschöpfen konnte. Sprich der Isländer machte alle ein bisschen besser als sie waren/tatsächlich sind, während der Deutsche sie mMn schlechter machte, als sie waren/tatsächlich sind.

    man erinnere sich:
    Erlangt hat Sigurdsson dieses Vertrauen, weil er der Mannschaft wiederholt den Weg zum Erfolg gewiesen hat. Zuletzt war das gegen Dänemark der Fall, als er den Gegner mit ständig wechselnden Abwehrsystemen ins Chaos stürzte und dadurch den Sprung ins Halbfinale möglich machte.
    Im zweiten Spiel dieser EM gegen Schweden stellte er in der Pause bei hohem Rückstand die Abwehr um, sodass die Deutschen eine verloren geglaubte Partie drehten und die Erfolgswelle erwischten, die sie bis in die Medaillenrunde nach Krakau trug. "Wir hatten dieses System wie gegen Schweden nie zuvor trainiert, aber als Dagur es uns in der Pause erklärt hat, waren wir total überzeugt, dass es funktioniert", erklärt Schmidt.
    Sigurdsson hat drei Eigenschaften, die große und erfolgreiche Trainer auszeichnen: Eine Spielidee, die er konsequent verfolgt. Ein überdurchschnittliches taktisches Verständnis, durch das er im Spiel auf Veränderungen reagieren kann. Und er kennt keine Angst. Das hat zur Folge, dass er seinen Spielern die Angst nehmen kann. Die junge Mannschaft darf Fehler machen - und macht deshalb fast keine. Dagur Sigurdsson wirkt schroff und ist unnahbar, aber er hat seiner Mannschaft Gelassenheit und Mut vermittelt.
    Handball-EM 2016: Die Spieler vertrauen Dagur Sigurdsson blind - SPIEGEL ONLINE

    Christian Prokop pflegt einen komplett anderen Stil pflegt als Sigurdsson: ganz kurze Leine und viele, viele Gespräche - sein Stil. Stiller Motivator, der massiv Selbstbewusstsein aufbauen - ist er nicht.

    Eventuell hat das deutsche Spielerpotential mehr von einem Motivator als von einem akribischen Arbeiter? ?(
    (vereinfacht und meinerseits überspitzt gefragt)


    Sicherlich von allem ein bißchen. Wobei ja jetzt irgendwie der Witz ist, dass Dagur in der Nati die Mannschaft besser machen konnte als die Summe ihrer Einzelspieler und man Prokop genau das mit Leipzig auch bescheinigt, allerdings mit viel längerem Anlauf, sprich mehr Zeit, um das zu festigen, was DHfK jetzt ausmacht.
    Um vielleicht noch einem weiteren Missverständnis vorzubeugen. Ich argumentiere hier nicht pro Prokop, sehe es also auch so, dass er offenbar zu viel und das zu schnell geändert sehen wollte und mit dem Argument der Anti-Prokop-Fraktion, dass Experiment auf die EM auszudehnen und das dies ein zu großes Risiko darstellt, gehe ich ebenfalls mit, ich gehe eben nur nicht damit konform, dass das katastrophale Ergebnis schon vorher feststand und das man Prokop keine 2. Chance geben soll. Das finde ich nicht fair Prokop gegenüber, aber man unterschlägt eben auch, dass es ein neuer BT eher noch schwerer hätte als der jetzige und zwar, weil es ein zurück zu den golden times of Dagur niemals geben wird. Die Erde hat sich seitdem weitergedreht und der Moment 2016 ist Geschichte.

    Wir haben doch die ganze Zeit während des Turniers auch darüber gesprochen, dass Leute wie Kühn oder Fäth eingesetzt werden müssen, das man für sie was kreieren muss.
    An der Stelle sieht man doch auch, dass es ohne System, ohne eine Spielanlage nicht geht. Dafür hat uns vor allem der Mittelmann gefehlt und die Spielzüge dazu.
    Mannschaften mit überragender individueller Klasse einiger Einzelspieler können es mit diesen Spielern übertünchen, wenn es mal nicht so läuft, aber bei uns muss es in der Mannschaft laufen oder eben gar nicht, weil wir diese Individualität nicht haben.

    hlp schrieb nicht von kein System sondern kein etabliertes System, sprich ein fragiles System. Das war es ja wohl auch, siehe Spiel gegen Katar bei der WM oder eben jetzt die EM.


    Genau so, mit Betonung auf fragil und der fehlenden Flexibilität, sprich, selber mit Umstellung auf die Gegner reagieren zu können.

    Gut, gehen wir mal davon aus, dass 2016 kein Spielsystem zu erkennen war (bewerte ich anders, aber gut).

    Das "kein Spielsystem" holte aber einen EM Titel und eine Bronzemedaille bei Olympia.

    Also Christian Prokop hatte ja seit 11 Monaten Zeit entweder das bestehende, durchaus erfolgreiche "kein Spielsystem" auszubauen oder seine andere Idee von Handball dem Team einzuimpfen.

    Wenn man nun also schreibt, dass vorher "kein Spielsystem" zu erkennen war, dann frage ich mich, was wir alle eben bei der EM sahen? Noch weniger als "kein Spielsystem"?

    "Kein-Spielsystem" minus Kommunikation minus Selbstbewusstsein - so sah die EM aus ... holprig und von Dusel geprägt und mit Infarkt am Ende.


    Das meine ich so nicht. Ich meine es im Sinne von einem stabilen, eingespielten System, etwas, das Sicherheit ausstrahlt, was praktisch immer abrufbar ist und nicht so sehr auf die Tagesform der Rückraumhalben angewiesen ist und bei jedem Pups als Gegenwind zusammenbricht.

    Der EM-Titel 2016 ist eher Fluch als Segen gewesen. Das zeichnet sich für mich immer deutlicher ab. Diese Leistung wird ins groteske überhöht und das wird als Maßstab für die nächsten Jahre genommen. Das kann nur in die Buchse gehen. Was das für ein fragiles Gebilde und eben offensichtlich ohne etabliertes System war, sieht man doch jetzt. Wenn das alles so etabliert und eingespielt gewesen wäre, hätte es doch auch stabiler sein müssen und nicht bei dieser EM völlig zerbröseln dürfen. Da kann auch 1 Spiel ohne Lemke nichts dran ändern im Normalfall. Es wäre für mich auch kein System, wenn das mit einem Lemke steht oder fällt. Darüber hinaus ist m.M.n. nach auch nichts taktisch flexibel angelegt. Wir können auf einen flexiblen Gegner nicht adäquat reagieren und sind darauf angewiesen, dass immer nur einzelne bei uns mal zünden. Das ist für mich auch kein System. Das ist auf kurzfristig auf "mal einen raushauen" angelegt, aber nicht auf ein langfristiges System. Kommt mir jedenfalls so vor.
    Außerdem geht mir auch nicht aus dem Kopf, wie es denn ein neuer BT angehen sollte? Der müsste also die Truppe von 2016 zusammenholen und fragen, wie wollt ihr spielen? So wie Dagur? Okay, dann rufe ich ihn an und lasse mich von ihm einarbeiten. Klingt irgendwie strange, finde ich. Ist natürlich auch überspitzt. Aber jeder Spieler muss doch wissen und sich auch darauf einstellen, dass es mit jedem neuen BT nicht 1:1 so weitergehen wird wie bisher und jeder Trainer hat doch irgendwie auch seine Vorstellungen. Das ist doch ganz normal. Nun kann man wieder mit Janke und Roschek anfangen, aber wenn man mal offen an die Sache rangeht. Kann dann die Nominierung von 2 Spielern ein super funktionierendes System völlig durcheinander bringen? Das erschließt sich mir nicht.
    Weiterhin würde mich mal interessieren wie die jetzigen Prokop-Absäger auf einen neuen BT reagieren werden? Hat der dann genauso viel Kredit wie Prokop, nämlich gar keinen? Hat der nur Kredit, wenn er ein Dagur-Klon ist? Kann Schland nur Zurück in die Zukunft und sonst nix?

    Um die Nominierung von Lemke darf es überhaupt nicht gehen. Die Idee war nachvollziehbar. Sie ist allerdings wirklich total, auf ganzer Breite, krachend, im Flammenmeer und mit den Trompeten von Jericho im Hintergrund, gescheitert. Janke und Roschek waren zu keiner Zeit in irgendeiner Beziehung in irgendwas besser als Lemke oder auch nur annähernd, mit zugedrückten Augen und Fingern hinter dem Rücken gekreuzt, wirksam in der Abwehr, dafür kleiner, körperlich schwächer. Wenn man das Witzargument wenn man nicht blockt ist das ein sicheres TG-Tor weglässt, gibt es nichts was eine Wiederholung des Experiments rechtfertigt.

    Das weiss man aber erst nachdem man es ausprobiert hat. Fehler bzw. Erkenntnisse kommen vor, man korrigiert sie, und fertig. Es ist nicht so dass man Neuer zuhause gelassen und Sepp Maier ins Tor gestellt hat. So ein Fehlgriff sollte nichts sein für das man anschliessend rausgeworfen wird, wenn vorher NIEMAND in der DHB-Führung widersprochen hat.

    Es war aber zu vernehmen, dass das bei weitem nicht das Einzige war das vorgefallen ist. Diese Dinge muss man eruieren, absichern, versuchen zu klären und abzustellen. Es wenn letzteres, die Klärung und Korrektur, nicht möglich ist, oder verweigert wird, und nur dann, ist eine Demissionierung sinnvoll. Aber ohne Kakophonie im Vorfeld auf allen Kanälen.


    Ich glaube, das ist auch wieder deiner überhitzten Phantasie entsprungen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das einer gesagt hat und dann vielleicht noch ernsthaft.

    Nuja, falls Müller-Hohemstein entgeltlich für den DHB tätig gewesen sein sollte, dann kanns eher nicht mehr tiefer mit dem öffentlich-rechtlichen Sender ZDF werden....

    Katrin Müller-Hohenstein: ZDF-Moderatorin soll Handball-WM holen -
    Sport-Mix -
    Bild.de

    Selbst bei einer ungeltlichen Tätigkeit (aber. warum sollte das ZDF den Auftritt finanzieren?), wäre das (bei einem so sensiblen interview) problematisch...


    So, jetzt hat man eine persönliche Beziehung von KMH, zu BH und zum DHB entlarvt. What a crazy shit??? Jetzt wird alleine deshalb ein Interview, welches bis dahin mehrheitlich als ein gutes und offenes eingeschätzt wurde, nur durch diese Geschichte, dass man sich kennt, auf 1x total spooky.
    Ich gehe jetzt in die Küche und bastele mir aus unserem größten Spaghettisieb und Alufolie einen Hut. Das wird mir jetzt ehrlich zu gefährlich hier. :pillepalle:

    ]Lass Dir gesagt sein, dass die beiden sich sehr gut kennen und ich daher das Interview unter ganz besonderen Gesichtspunkten betrachte.[/b]


    Und was soll das jetzt bitte heißen? Alles abgekartet, weil die sich kennen? Immer wieder was neues. Der nächste Skandal naht. KMH und BH kennen sich. :cool:

    Dann warte mal die Heim-WM ab, wenn man in der Konstellation da reingeht.


    Die Konstellation ist für mich HEUTE noch zweitrangig, weil den Schaden, der täglich größer wird, auch ein neuer Trainer auszubaden hätte. Und der Schaden wächst mit jedem Beitrag eines Melsungers oder von Herrn Bohmann, Schwalb, Stephan u. s. w. Hat sich eigentlich Kretzsche schon gemeldet???
    Ich wünsche mir langsam wirklich, dass Prokop seinen Vertrag aussitzt oder umfassend abgefunden wird und dann schnellstens Michi Roth den Laden übernimmt und der dann Lemke zum Capitano macht. Dann könnte die Heim-WM trotz Malus noch zu retten sein.

    Du hast neben dem zweifelhaften Charakter den leider auch noch mangelnden Intellekt vergessen.
    Es ist doch nur noch ein Trauerspiel wie der Handball sich in der Öffentlichkeit darstellt.
    Tut mir leid ,aber soviel Dummheit ,Missgunst,Hahnenkämpfe und Bösartigkeit verursachen immensen Schaden.
    Es scheint, bis auf zu wenige Ausnahmen, wohl doch zu stimmen:Gute Leute gehen als Manager in die Wirtschaft nur noch der Rest versucht sein Glück im Sport.(Ja,ich bin stocksauer und auch wütend über das Bild das der Handball abgibt)


    Ich finde mittlerweile das "Danach" der EM auch wesentlich schlimmer als die EM selber. So viel Schaden kann man sportlich gar nicht anrichten.

    Ich denke dass die Leute die vehement nach einer Totaloperation mit lauter neuen Spielern verlangen absolut überhaupt kein wie auch immer geartetes Restinteresse haben, sich tatsächlich mit dieser Leistung und dem System auseinanderzusetzen. Alles Zufall, jugendlicher Überschwang und wird niemals nie jemals wieder funktionieren. Vereinsbrille, Lokalbrille, Hassbrille.


    Wer macht denn das??? Oder ist es nicht eventuell so, dass du dich hier gewaltig in etwas reinsteigerst???

    Was mich stört, neben vielen richtigen Feststellungen, ist die Behauptung dass es für ein anderes Deckungskonzept andere, bessere Spieler in der Bundesliga gibt, mit mehr "Qualität".

    Janke HAT Halblinks gespielt, Janke KONNTE "offensiv" raustreten. Hat es funktioniert gegen Spanien, war die Qualität erkennbar, konnte er seinen Mann halten ? Dass man so spielen kann geht sicher, aber diese Spieler die gleichzeitig auch offensiv STARK sind haben wir nicht. Also kann man derzeit auch nicht so spielen, es sei denn man will partout mit so einem Konzept glänzen indem man knapp 7. wird.

    Das kann nicht ernsthaft der Ansatz für Olympia 2020 sein, nachdem man 2016 mit diesen grossen, kräftigen Spielern die nur werfen und 1vs1 können Europameister wurde und Spanien komplett demontiert hat im Finale. Mit dem starken defensiven Verbund der zwischen 6 und 9 Metern hart arbeitet und - was da noch weil es einstudiert war geklappt hat - permanent nach den Bällen fischt ohne rauszurennen. 24:17 mit DIESER Defensive ist ein Wort, das kann man nicht einfach wegwischen weil es einem nicht in den Kram passt.

    Hier nochmal dieser glückliche, unverdiente Sieg der nur durch Zufall zustande kam, zum Ansehen und dann weiter Lamentieren dass wir was ganz anderes brauchen:
    https://www.youtube.com/watch?v=HVTUSszeoBQ


    Glaubst du ernsthaft, dass die Gegner, nicht nur Spanien, nicht auch mal gegen die Helden von 2016 irgendwann mal ein Mittel finden würden, bzw. das sich dieses Finale von 2016 nur ansatzweise noch mal so wiederholen lässt??? Davon abgesehen, dass der Trainer weg ist, aber auch wenn ein Nachfolger, der nicht mal Prokop heißen muss, das versuchen würde genauso zu spielen, dass das noch mal so klappen würde?
    Wir haben in der Vorbereitung schon mal gegen Spanien verloren. Ich weiß allerdings nicht mehr, ob die Nati da schon als verkleideter DHfK auf der Platte stand.
    Der Trainer muss natürlich nicht alles auf links drehen. Das ist auch meine Meinung. Aber ich glaube immer noch nicht, dass das hier irgendeiner verlangt hat, auch wenn du das gebetsmühlenartig mit brachialer Übertreibung wiederholst.

    Du hattest - auch auf Grund deiner Beispiele - allgemein ausgedrückt, dass lokaler Journalismus minderwertig und der bundesweite besser ist. Gegen die Aussage verwehre ich mich. Es gibt entweder guten oder schlechten Journalismus sowohl da als auch dort. Außerdem kann ich dir zahllose Beispiele (auch aus anderen Bereichen) nennen, die belegen, dass das Ganze weniger mit der finanziellen Ausstattung der Redaktionen als vielmehr mit dem Engagement und der Kompetenz der Journalisten in Verbindung steht. Allerdings habe ich selber den Eindruck, dass die Menschen, die genügend Kohle in den Raum werfen (können), vom Durchschnittsbürger als kompetenter und glaubwürdiger erachtet werden, unabhängig vom Wahrheitsgehalt ihrer Aussagen.


    Wenn ich es deiner Meinung nach allgemein ausgedrückt habe, dann sage ich jetzt noch mal, dass es nicht allgemein gemeint war. Ich habe meine Sätze noch mal nachgelesen und da leite ich ein mit "Clubebene", "meine Meinung" und "das was ich beurteilen kann". Das impliziert für mich keine Verallgemeinerung. Ich habe eine Meinung zur lokalen Magdeburger Presse, die ich auch seit Jahr und Tag täglich konsumieren kann und wo man auch genug Beispiele hautnah und persönlich hat. Punkt. Alles, was sonstwo in der Welt passiert, kann ich nicht beurteilen, da kann ich bestenfalls einen ersten, schnellen Eindruck haben und der war für mich z. B. von HNA bezüglich der Statements aus Melsungen zu Prokop alles andere als gut, seriös oder eben positiv. Wenn ich darüber hinaus verallgemeinernd rübergekommen sein sollte, nehme ich es ausdrücklich zurück und werde in Zukunft das als Einzelbeispiel ausweisen, was eins ist und wenn ich verallgemeinere, werde ich es mindestens als meine vorsichtige Meinung oder meinen Eindruck deklarieren.

    Apropo Tempo-Handball war das aber in der Tat etwas was bei dieser EM keinen guten Blick auf die Zukunft wagen lässt...den klassischen Tempo-Handball haben leider nur noch sehr wenige Teams mit ihren ganzen Spezialistenwechseln gezeigt.


    Ich glaube die Tendenz geht schon etwas länger in diese Richtung. Turnierhandball ist noch komprimierter taktisch geprägt, defensiver angelegt und muss natürlich auch an die vielen Spiele in der kurzen Zeit angepasst werden.

    Das ist mir auch sauer aufgestoßen. Zumal Damgaard in den Finalspielen nur kurz randurfte (ein Schelm ...). Gegen Schweden 3 Minuten und gegen Frankreich ganze 5. Jeweils bei Rückstand. Gegen FRA macht er ein Sahnetor, dann einen coolen Paß auf Lindberg als erste Aktionen in der 51. und 52. Minute, Danach jeweils ein voreiliger Wurf kurz vor und nach der Auszeit, wo das Spiel eh schon weg war (-4 und keine 3 Minuten zu spielen). Warum man da kritisiert ist mir nicht klar. Aber da ist die Presse in Dänemark wohl auch schon vorher aktiv gewesen...

    Wenn man allerdings die 11 aus 13 gegen Mazedonien abzieht bleiben 11 aus 26 für den Rest des Turniers. Das sind dann nur 42% und somit ausbaufähig. Dann ist es natürlich grau, aber das liegt auch an Notwürfen bei Zeitspiel oder halt dem Giroud bei FRA. Aber das Sahnespiel bei einer Quote rausrechnen ist blöd. Zumal Hansen auch 8 von 8 gegen SWE vom 7m-Punkt stehen hat.


    Ich finde, dass man die beiden überhaupt nicht miteinander vergleichen kann, weder von der Spielzeit, noch von der Spielanlage und letztendlich auch nicht von der Klasse und vom Standing her.
    Wahrscheinlich hat Hansen insgesamt ein vielfaches an Würfen und noch die 7er.
    Kritik an Damgaard könnte ich verstehen, wenn er in den paar min, die er gespielt hat, nicht das gemacht hat, was der Trainer von ihm erwartet oder verlangt hat.
    Aber generell kriegt man relativ zuverlässig das von Damgaard geliefert, wofür er steht und das sollte auch Jacobsen wissen.

    Ich frage mich wo die Idee herkommt, dass man mit "Tempo-Handball" mal eben Mannschaften wie Spanien, Frankreich, Dänemark, Schweden überfahren hätte. Leipzig wurde 16/17 Achter in der Bundesliga, nicht 1., 2. oder 3., und auch nicht Pokalsieger. Wo nimmt man die Chuzpe her dass man damit als NM besser besetzte Teams schlagen kann, indem man "langsame" Spieler zuhause lässt die diese Mannschaften geschlagen haben, und stattdessen mit Spielern spielt die sich nicht mal in der Bundesliga durchsetzen ? Nur weil's so cool klingt.


    Ich glaube, du siehst das alles generell etwas zu eng und zu verbissen. Du scheinst Probleme mit Veränderungen zu haben, mit anderen Vorstellungen oder Konzepten.
    Es gibt keinen Dagur 2.0. Es gibt einen anderen Trainer mit etwas anderen Vorstellungen. Was es denn über einen längeren Zeitraum bringt, wissen wir doch noch gar nicht. Vielleicht ist Prokop bald weg, vielleicht lernt er aus seinen Fehlern, vielleicht wird der nächste Trainer besser, schlechter, wissen wir doch noch gar nicht. Vielleicht wird es ja der Michi Roth, der nimmt Lemke bestimmt mit und mit Tempohandball hat der es auch nicht so.

    Ich "fräse" dich gleich durch das nächste Buffett! Denn deine Zeilen sind eine Herabwürdigung des lokalen Journalismus, der heute, zu Zeiten einer entfesselten Social Media, eine besondere Bedeutung hat. Dass überregionale Medien nicht gleich besser sind, das wird durch die aktuelle Betrachtung der Nationalmannschaft doch bewiesen, da werden "lokale" Statements aus Melsungen von den Agenturen zum Non-Plus-Ultra verklärt. Oder anders rum: Da wird dem Bundestrainer vorgeworfen, keinen Plan zu besitzen, obwohl dir jeder Sportjournalist aus seiner Heimatregion aus eigener Erfahrung das Gegenteil beweisen kann!


    Nun mal ganz ruhig, Brauner. Gehts noch? Reg dich mal wieder ab. Ich glaube erwähnt zu haben, dass es in meinem lokalen Bereich solche Tendenzen gibt, Allgemeingültigkeit war damit nicht gemeint.
    Jeder liest irgendwie immer das heraus, was gerade so in das eigene Gusto passt, kommt mir so vor.
    Deine Beispiele mit dem non plus ultra aus Melsungen sehe ich z. B. ganz anders. Da wird sich m.M.n. der Aussagen bedient, weil sie gerade genug Brisanz haben, dass es auch überregional Aufmerksamkeit erzeugt. Außerdem habe ich auch nicht geschrieben, dass überregionale Medien automatisch besser sind, eher besser aufgestellt oder ausgestattet.

    @hlp:
    Ich bin ganz sicher nicht immer einig mit TCLIP, aber seine durchaus meinungsstarken Beiträge sind in der Regel solide argumentiert und das ist dann die Basis für eine angeregte Diskussion mit ihm. Dabei muss es hier im Forum nicht zu einem Konsens kommen oder einer den anderen von seiner Sichtweise überzeugen.

    Aber was ich in den letzten Tagen allgemein hier vermisse ist eine gesunde Distanz zum geschriebenen Wort im Internet. Bloß weil ich die Meinung einzelner User nicht teile, muss ich sie nicht persönlich attackieren oder ihren geistigen Fähigkeiten anzweifeln. Niemand ist ein besserer oder schlechterer Mensch, wenn er sich hier hinter oder gegen die weitere Arbeit von Christian Prokop als Bundestrainer stellt oder den Einsatz einzelner Spieler lobt oder kritisiert. Für Diskussionen auf der persönlichen Ebene steht allen die Private Nachricht zur Verfügung. In den Threads würde ich mir wieder deutlich mehr Meinungaustausch und gesittete Diskussionen erhoffen, anstatt persönlicher und teilweise thread-übergreifender Anfeindungen in Endlosschleife.

    Vor dem Absenden einfach sich selber die Frage stellen: Würde ich das auch so sagen, wenn ich wir in einer Gruppe zusammensitzen würden tatt bloß mehr oder weniger anonym übers Internet schreiben?


    Du hast völlig Recht, aber ich unterstelle mal, dass du auch nicht bereits am ersten Tag auf eine nicht nur für mich ungehörige Art und Weise hier im Forum "empfangen" wurdest. Mit dieser Ansicht bin ich beileibe nicht alleine, ist auch noch nachlesbar, obwohl es eigentlich Kindergarten ist, aber ich war der, den sich TCLIP zuerst "vorgeknöpft" hat.
    Seitdem ist das Klima etwas vergiftet, sage ich mal, weil ich beileibe nicht ansatzweise mit seinen mindestens immer unterschwellig mitschwingenden kleinen Seitenhieben auf eine Reihe SCM-Fans einverstanden sein kann, bzw. das nicht unkommentiert stehen lasse. Jedenfalls bis jetzt habe ich das nicht gekonnt. Ich ziehe jetzt für mich einige Konsequenzen, um den allgemeinen Frieden zu wahren.