Beiträge von hlp

    Mal davon abgesehen, ob man nun Musas Ausfall für den Weltuntergang hält oder das eher lockerer sieht. Fakt ist, dass er bisher zu den wenigen gehörte, denen man Normalform attestieren konnte und außerdem ist er einer der wenigen, die bei uns uneingeschränkt vorne und hinten zu gebrauchen sind. Alles in allem wird er definitiv eine Lücke reißen. Wie groß die ausfällt liegt m. M. n. vor allem an denen, die bisher in dieser Saison noch keine Bäume ausgerissen haben, incl. Trainer.
    Das Spiel gg. Leipzig wäre auch mit ihm ein sauschweres, ohne ihn wird es nicht leichter. Wir haben da nur eine Siegchance, wenn die anderen sich mal etwas zusammenreißen und auch mental müssen wir an die Grenzen gehen. Leipzsch wird es auf jeden Fall tun. Gegen uns brennen die lichterloh. Das wird ein Selbstläufer von der Motivation her.
    Ich würde auch den dreckigsten, glücklichsten und unverdientesten Sieg mit Kusshand sofort nehmen. Ein schönes 21:20 nach epischem Gewürge und 2-3 roten Karten wäre nicht schlecht.

    Und wenns nicht klappt ist sowislo die Halle Schuld, weil da nur Säcke voller Bördekartoffeln sitzen und Untergangsstimmung verbreiten.

    Als ob wir in der Situation wären schon im Vorfeld dieses Spieles nur über die Höhe des Sieges zu reden? Finde ich sehr ambitioniert. Wetzlar ist zwar eher zu Hause für Überraschungen gut, aber wir dafür auswärts und zu Hause und zwar im positiven, wie im negativen. Mir würde einfach ein Sieg ganz gut gefallen und ob wir damit auf Pl. 3 springen oder nicht, ist mir total Rille, weil es zu diesem Saisonzeitpunkt 0 Bedeutung hat. Was mich allerdings noch mächtig wurmt sind die verlorenen Punkte gegen Hannover, Berlin und Kiel. 3-4 anstatt 0 Punkte wären aus diesen 3 Spielen locker drinne gewesen.

    Wir sind ja auch keine Spitzenmannschaft. Das wäre ja Größenwahn das zu behaupten. Nur warum wir keine sind, oder warum wir es nicht werden, da gehen die Meinungen von Marc Henri und Dörk, mit den "zoppis" als Fans hinter sich und einigen anderen, eben weit auseinander.

    Vor den 40 guten min in Wetzlar kommt erst mal der zusammengewürgte Sieg in Lübbelstedt. Wobei da für mich sogar ein 10-Tore-Sieg denkbar wäre. Nur wird der eben leider nicht dazu führen in Wetzlar was zu reißen. Die Wetzlarer riechen doch unsere Verunsicherung.

    Kommt nicht, weil sie es nicht können und sie können es nicht, weil sie es nicht leben und sie können es nicht leben, weil dazu das Gespür, das Herz fehlt und weil die eigenen Befindlichkeiten über das Vereinswohl gestellt werden und zwar ein Vereinswohl, welches sich mehr über Erfolge im sportlichen Bereich und mehr Fannähe definieren sollte und nicht so sehr über Zuschauerzahlen, Dauerkarten, Klatschpappen und Schuldenfreiheit. Denn das sind für mich nur Eckdaten, die sowieso stimmen sollten, wenn man sportlich weiter nach vorne kommen will. Aber das werden wir mit dieser Führungsriege nicht erleben. Da lege ich mich fest. Zum Glück ist ja 2020 noch gut 2 Jahre hin, aber auch 2022 oder 2025 wird das nix werden mit dieser Truppe. Die Begründung kenne ich auch schon. Es sind die Umstände und die mäzengesteuerten Vereine, das man nicht genug Geld hat für ganz oben und das andere Vereine einfach bessere Voraussetzungen haben. Auf jeden Fall liegt es niemals an Marc Henri und seiner Gang, das steht mal fest.

    So falsch können wir mit den Einschätzungen zum SCM nicht liegen, weil komischerweise genau das ja auch viele Leute sagen, die es wohl besser einschätzen können als der gemeine Forentroll-Fan, der ja bekanntlich nix weiß. Das dem SCM die Vereinskultur und Identität abhanden gekommen ist, sagen ja Leute, die Vergleiche ziehen können und zwar von innen heraus. Das vergessen scheinbar immer wieder Leute, die wohl nur zum grün-roten bluten in die Halle gehen.
    Man kann sich als Fan selber das Hirn ausknipsen und sich nur aufs jubeln und heulen beschränken, aber man sollte niemandem vorwerfen, sich vielleicht übers jubeln und singen hinaus noch ein paar Gedanken mehr zu machen.

    Das was Alf schreibt beginnt schon lange vor den Spielern und schon gar nicht mit einzelnen Spielern. Die Führung und die von ihr betriebene Politik bringt uns letztlich die Mannschaft und damit auch deren Auftritte und Ergebnisse und zwar als "Langzeitstudie" und nicht als Momentaufnahme. Sonst kommt wieder einer und sagt, aber wir haben doch damals mal Kiel und Flens geschlagen oder etwas in der Art. Darum geht´s überhaupt nicht. Genauso wenig, wie nie einer abstreiten würde, dass wir natürlich auch ein paar gute Spieler haben. Sogar welche mit Potenzial zum mitreißen. Aber es fehlt der letzte Wille, Eier, Kaltschnäuzigkeit und Erfolgsgeilheit. Sie agieren eher selten an ihrem vermutlichen Leistungslimit und meist so auf mittelmäßigem Niveau. Benno ist zwar der grün-rote Bluter vor dem Herrn, aber nur Emotionalität reicht eben auch nicht. Wie ein Derwisch an der Linie rumtanzen ist nicht das, was einen Trainer ausmacht. Es wird auch oft nach Bartosz gerufen oder ähnliches. Da sollte man auch mal nicht vergessen, dass der es auch oft nicht rausreißen konnte und der Vorzeigeführungsspieler war er m. M. n. auch nicht.
    Mit dieser Eiapopeia-Politik und diesem aalglatten Führungsstil, nix authentisches, viele Worthülsen und Einstudiertes aus dem Manager-Wochenend-Seminar, dann noch teilweise naivem Gerede, gerade von Dörk und auch mal Marc, gepaart mit dem sportlich sicher nur Ø-lichen Wirken vom katalanischen Schweden und dem eher unter-Ø-lichen Wirken von Steffen, dem Zerknitterten, kann in Summe eigentlich nicht mehr rauskommen als dauernde Wellenbewegungen, ewige Umbrüche, seltene Ausreißer nach oben und viel Enttäuschung, zumindest bei denen, die sich noch an früher erinnern können und sich nicht mit steriler Partystimmung aus Marcs und Michmes Hexenküche das Hirn verkleistern lassen.

    Ich kann die Auszeitansprachen schon nachvollziehen. Wenn der Vorsprung gegen einen starken Gegner schmilzt, die eigene Mannschaft beruhigen, damit sie nicht nervös wird und gegen eine schwache Mannschaft aufrütteln, damit sie wieder wach werden.

    Wenn es denn auch noch funktionieren würde, könnte ich es vielleicht auch noch besser nachvollziehen. Außerdem sind sie doch schon nervös, sonst hätten sie doch die Vorsprünge auch nicht so verdaddelt. Na ja, egal, Hauptsache der Matchplan war gut.

    Flache Hierarchien, keine Führungsspieler. Das war für mich auf jeden Fall ein Problem der v. Olphen-Zeit. Die Wahl von Chris O`S. zum Käpt`n und Musa zum Vize finde ich per se nicht schlecht. Nur stehen diese Spieler entweder nicht auf der Platte, wenn es eng wird oder standen schon zu lange auf der Platte und sind dann platt. Die, die es dann oft richten sollen, haben diese Abgezocktheit eben leider nicht oder sind dann ebenfalls schon zu platt. Im Ergebnis sehen wir dann Unkonzentriertheiten, Fehler, Einbrüche, kippende Spiele.
    Das wäre alles nicht so, wenn sich die Halle mal ein bißchen mehr anstrengen würde. :lol:

    Das Beispiel Fußball hat diesmal ein anderer gebracht. ich wollte es nicht schon wieder bemühen, aber man macht sich schon so seine Gedanken. In dem Zusammenhang empfehle ich unseren grün-roten V.I.Ps. mal die Reportage "Nie mehr 1. Liga" von der ARD. Ist bei YouTube drin und in der ARD-Mediathek sicherlich auch noch. Ich finde, dass der Herr Fechner da keine schlechte Figur macht und u. a. auch ein paar klare Worte zu seiner Rolle als Präsi sagt. Kam am 19.09. spät abends so um 23.45 Uhr.

    Für mich bleibt es ein Rätsel, wie man offenbar ein weitestgehend unkritisches Umfeld für "normal" und wünschenswert halten kann und wenn sich das partout nicht von alleine einstellt, muss man eben nachhelfen.

    Über das Spiel gibt es aus meiner Sicht nicht viel zu sagen. Ein ungefährdeter, aber schmuckloser Sieg in einem Spiel, wo man das aber auch genau so erwarten durfte.
    Bei mir blieb hängen, dass ich Wiegerts Auszeitansprachen auch mittlerweile immer weniger verstehe.
    Als wir in Burchdorf von +6 auf +1 gegangen sind, hat er in der Auszeit beruhigt und abgewiegelt, "alles gut, wir führen mit 1".
    Gegen Minden macht er zu Hause bei + 5 eine deutlich schärfere Ansage, die aber irgendwie klang wie einstudiert. Verstehe ich ehrlich gesagt nicht. Ich hätte es eher angebracht gefunden in Burchdorf aufzurütteln und gegen Minden zu beruhigen und nicht umgekehrt. Aber das ist nur mein persönliches Bauchgefühl und Ahnung von solchen komplexen Problemen wie das funktionieren einer Profimannschaft habe ich natürlich auch nicht. Das weiß ich seit Michme jetzt ja auch ganz genau.

    So heute in der Beilage der Volxxi, der "Handballkurier", legt Dirki mal den Finger in die Wunde warum es nicht läuft. Schuld ist der Fan und nicht die Mannschaft. Wir feuern zu wenig an.

    "Der Spruch "der Impuls muss aber von der Mannschaft kommen" stimmt schon lange nicht mehr.....Ich denke das wir unsere Fankultur weiterentwickeln müssen, damit die Getec Arena wieder den Ruf als uneinnehmbare Festung erlangen kann."

    Tja lieber Fans, die Zeiten das man die Halle geht um guten Handball zusehen und zu feiern sind vorbei. Ab jetzt haben wir als gemeine Zuschauer einen Auftrag! Anfeuern egal was da unten für Sch...e passiert.

    Diese an sich erstmal harmlose Aussage zeigt für mich bei näherer Betrachtung ziemlich genau, woran es bei uns krankt. An gesunder, produktiver Selbstreflektion. Nun ist der Präsi nicht der sportlich Verantwortliche, aber es ist ja nicht das erste Mal, dass er sich doch zu sportlichen Belangen äußert. Leider eben in einer Art, dass er der Mannschaft Alibis ohne Ende gibt. Man kann ja durchaus auch die Halle in die Pflicht nehmen, aber nicht, ohne auch mal ein paar Worte zur Mannschaftsleistung und der Stagnation in den immer gleichen Problemfeldern zu verlieren.
    Auch wenn der Präsi von Fankultur spricht, läufts mir eisekalt den Rücken runter, weil ich den starken Verdacht habe, dass der was ganz anderes unter Fankultur versteht als ich.

    Lemke hatte also Spielzeit im Angriff bei Magdeburg, was ist damit gemeint, die zweite Welle ? Wiegert spielt doch bekanntermaßen nur mit 6 Feldspielern in der Offensive, manchmal mit 7...

    Für mich ist das eine zweischneidige Geschichte. Richtig ist, dass Lemke lange gar keine Einsatzzeiten hatte, aber er hatte auch einige Wehwehchen. Was am Fuß und was am Ellenbogen und weiß der Geier noch. Er war lange nicht fit. Zwischenzeitlich wurde er zum uprising Star in der Euromaster-Truppe vom Dagur. Da wurde er sehr schnell zum "Abwehrchef" ernannt. Ich habe diverse Interviews mit Lemke gesehen und gelesen, in denen er selbst als Abwehrchef angesprochen wurde. Ich habe nicht 1x erlebt, dass er das korrigiert hätte. Hätte er ja sagen können, dass er sich nicht nur als Abwehrchef sieht. Dann kam irgendwann sein Wechsel zur MT ans Licht und seine Aussage, dass er wechselt, weil er mehr im Angriff spielen will. Außerdem sagte er, dass die MT schon sehr früh zu ihm Kontakt aufgenommen hat und das er sich über seinen Wechsel schon vor der EM klar war.
    Später dann sagte Wiegert mal, dass er mit Lemke auch mehr im Angriff plant. Da stand sein Wechsel aber schon lange fest. Das alles zusammen betrachtet, legt für mich die Vermutung nahe, dass sehr wohl einerseits der SCM bei Lemkes Integration Fehler gemacht hat, aber eben auch, dass Lemke sehr schnell schon für sich entschieden hat, dass nach 2 Jahren eh Schluss ist in MD und das alles zusammen ergibt für mich eine Gemengelage, wo wohl sowohl der Verein, als auch der Spieler selbst ihre Aktie daran haben, dass Lemke in MD nicht mehr zum Angreifer werden konnte, aber auch nicht so recht wollte. Ebenso wäre es ja möglich gewesen zu sagen, dass er sich in MD richtig durchbeißen will und sich sagt, ich kämpfe hier richtig auch für meine Offensivmomente. Das hat er aber nicht gemacht, aus meiner Sicht auch, weil er sich gesagt hat, was solls, ich bin ja eh bald woanders.
    Aus meiner Sicht ist Lemke auch den bequemen Weg gegangen, der ihm auch noch finanziell versüßt wurde. Ich kann den Spieler absolut verstehen, aber mit Schuldzuweisungen und Legendenbildungen wäre ich sehr vorsichtig.

    "Wir erwarten gegen Minden um die 5.300 Zuschauer. Unter Berücksichtigung der neuen Anwurfzeiten und dass wir zuletzt 4 Heimspiele in 14 Tagen hatten, ist der bisherige Schnitt von 5.600 Zuschauern sehr erfreulich", sagt SCM-Geschäftsführer Marc-Henrik Schmedt.

    Na siehste, bei Marc Henri ist das sehr erfreulich. Von wegen Geisterkulisse. Marc Henri hätte allerdings auch für 3300 Zuschauer eine positive Begründung gefunden.

    Erst richtig informieren- dann posten.
    Nicht alles was Onkel Götz im TV erzählt ist wahr.

    Lemke kam mit einer Fußverletzung zum SCM. Dadurch verpasste er die Vorbereitung zur Saison 2015/16. Für einen Spieler wie ihn sind die Abläufe sehr wichtig. Dazu war mit Mika Damgaard auf der gleichen Position ein treffsicher Spieler aktiv.
    Seine Integration fand also erst während der Saison statt.
    Dazu kam der Trainerwechsel und dann kam die EM, Dargur machte ihn noch mehr zum Abwehrspieler.
    Wiegert wollte ihn dann auch für den Angriff verbessern, da wedelten die Scheine aus Nordhessen.

    Das ist eine üble Unterstellung Sören. Finn hat gesagt, dass er sich in Melsungen sportlich weiter entwickeln will und mehr Angriff spielen will. Michi Roth ist ja auch bekannt dafür junge Spieler unheimlich weiterzuentwickeln. Spieler wechseln prinzipiell immer nur um sich zu entwickeln und weil sie sportlich eine neue Herausforderung suchen, so wie Neymar z. B. auch.
    Ich denke mal im Ernst, dass Lemkes Wille sich bei uns noch im Angriff einzubringen nicht der größte war. Dazu stand schon viel zu schnell sein Weiterzug nach Melsungen fest. Der kam bei uns nie richtig an und da hat nicht nur der SCM dran Schuld.