Nach einem denkwürdigen Handballspiel im November letzten Jahres haben wir uns im alten Forum zu Recht die Köpfe heiß darüber geredet, wo die Mannschaft gelandet war. Und die Schmach, die die damalige Niederlage ausgelöste hatte, saß tief und ist auch heute nicht vergessen.
Wenn ich mir aber die Tabelle 3 Monate später anschaue - und nur die Tabelle ist aussagefähig - dann muss ich feststellen, dass es nach diesem Debakel in der Tabelle stetig aufwärts ging. Die noch folgende Niederlage in Kiel war normal, die Siege zum Jahresabschluss zum damaligen Zeitpunkt niemals für möglich gehalten.
Daraus ziehe ich die Schlussfolgerung, dass sowohl bei Wiegert, als auch bei großen Teilen der Mannschaft ein Lernprozess eingesetzt hat. Und der äußert sich für mich darin. dass in erster Linie Spiele gewonnen werden müssen. Die Mannschaft, die nach 60.00 Minuten mindestens ein Tor mehr erzielt hat, bekommt die 2 Punkte. Ob schön gespielt, traumhaft, dreckig oder glücklich - interessiert nur den Gasmann. Ganz übertrieben ausgedrückt - 34 Siege wie gestern und alle haben alles richtig gemacht.
Natürlich muss die Aufgabe von Trainer und Mannschaft darin bestehen, daran zu arbeiten, dass solche komfortablen Führungen wie gestern nicht in Windeseile verspielt werden, oder dass wie schon gegen Kolding ein minutenlange Torflaute beginnt. Da stimme ich durchaus zu.
Aber muss in Magdeburg immer alles unter den Scheffel gekehrt werden? Kann man nicht einfach auch mal nach einem solchen Spiel einfach nur sagen - Pu - Glück gehabt, aber trotzdem 2 Punkte?
Nein, das geht nicht.
Und jetzt zitiere ich Herrn Morgenstern
Weil«, so schließt er messerscharf,
»nicht sein kann, was nicht sein darf"