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28.03.2005 //// Jugend
Sieg und Niederlage der DHB-Mädchen gegen Dänemark
Mit gemischten Gefühlen endete für die weibliche A-Jugend-Nationalmannschaft des DHB am Ostersonntag ein Länderspiel-Wochenende gegen den Nachwuchs aus Dänemark. Nach dem 25:23 (11:12)-Erfolg am Samstag in Lennestadt wurde das deutsche Team beim 24:27 (12:15) am Sonntag in Meinerzhagen auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt, was Trainer Wolfgang Rommel einige Sorgenfalten auf die Stirn trieb: "In diesem Spiel haben wir uns überhaupt nicht in der Form präsentiert, die wir benötigen, um die EM-Qualifikation zu überstehen." Mitte Mai müssen die Talente der Jahrgänge 1988 und jünger mit Slowenien, Norwegen und Rumänien auseinandersetzen, um sich eine der begehrten Fahrkarten zur EM in Österreich (19. bis 28. August) zu sichern.Nahezu 700 Zuschauer bildeten am Ostersamstag in Lennestadt eine prächtige Kulisse für ein temporeiches Spiel. Ehe sich der Nachwuchs des dreimaligen Olympiasiegers versah, hatte er mit 2:5 in Rückstand gelegen. Das deutsche Team überzeugte mit einer sehr beweglichen Abwehr und erzielte im Angriff teilweise sehenswert herausgespielte Tore. Doch offensichtlich fühlte sich die deutsche Sieben zu sicher, leistete sich mehrere leichtsinnige Aktionen, die Dänemark mit schnellen Gegenstößen bestrafte. Nach dem 11:7 (19. Minute) riss der Faden bei den Gastgeberinnen – mit der Pausensirene lagen die Gäste sogar in Führung.
Nach dem Seitenwechsel machte sich im deutschen Lager zunächst Verunsicherung breit, doch weiter als beim 14:17 (43.) zog Dänemark nicht davon. Über eine sehr gute Abwehrleistung zogen sich die Rommel-Schützlinge an den eigenen Haaren aus dem Sumpf und hatten beim 19:19 den Ausgleich geschafft. In der Schlussphase hatte Dänemark dem unbändigen Einsatzwillen des deutschen Teams und dem tollen Publikum zu wenig entgegen zu setzen. Beim 24:21 (57.) war die Partie entschieden.
Viele Parallelen zu diesem Spiel gab es am nächsten Tag vor leider nur 180 Zuschauern in Meinerzhagen. Wieder startete Deutschland besser in die Partie. Über 4:1, 7:4 und 12:7 (20.) sah es so aus, als habe Dänemark an diesem Tag nur wenig zu bestellen. Doch erneut verlor das deutsche Team komplett den Faden, vergab im Angriff klarste Tormöglichkeiten und wirkte auch in der Deckung nicht mehr so sicher. Mit einer 1:8-Serie wurde binnen zehn Minuten die deutsche Niederlage eingeläutet. Denn nach der Pause hatte die deutsche Sieben weder die Kraft noch die Moral, dem Spiel eine Wende zu geben. Über 14:18, 16:21 (45.) zogen die Schützlinge von Flemming Larsen auf 20:25 (55.) davon und gewannen am Ende verdient. Vor allem von einigen Leistungsträgerinnen zeigte sich Trainer Rommel daraufhin enttäuscht. "Bis auf Nadja Nadgornaja, die im Angriff viel Verantwortung übernommen hat, hat mich niemand überzeugt. Zudem musste unsere Mannschaft die bittere Erfahrung machen, dass leichtsinnige Aktionen international brutal bestraft werden", sagte der Coach. "Wollen wir wirklich in Österreich dabei sein, können wir uns solche Vorstelllungen nicht erlauben. Vor allem im Angriff müssen wir uns bis dahin erheblich steigern."
Die deutschen Torschützinnen:
Marlene Zapf (6), Nadja Nadgornaja (15/1), Antje Lauenroth (4), Lone Fischer (3), Julia Lupke (6), Katja Gahn (9/3), Debby Aubrecht (1), Kira Eickhoff (1), Julia Wenzl (3), Eileen Uhlig (1)
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"Danish Dynamit" gelang die Revanche mit starker Abwehr(-rp-). Mit 27:24 glückte der dänischen Mannschaft im Länderspiel der weiblichen A-Jugend in der Meinerzhagener Rothenstein-Sporthalle am Ostersonntagmorgen die erhoffte Revanche gegen die Auswahl des Deutschen Handball-Bundes (DHB). Dabei ließen beide Teams im Testspiel auf die Europameisterschaft teilweise ihre Klasse aufblitzen.
Nur 180 Zuschauer wollten das Länderspiel am Sonntagmorgen sehen. Wenngleich der Feiertag und Vormittag ein Argument sein kann für die nicht so befriedigende Resonanz, so sollte gerade in der Handball-Metropole Volmetal solch eine Partie mehr Magnet sein.
Dass lief am Tag zuvor in Lennestadt weitaus besser. Über 650 Zuschauer sorgten für eine erstklassige Kulisse, die die deutsche Mannschaft zum 25: 23-Erfolg gegen das favorisierte dänische Team getrieben hatte. "Das war optimal. Da hat alles gepasst", war DHB-Delegationsleiterin Barbara Smajevic hellauf begeistert. In Meinerzhagen war das Publikum zwar begeistert, doch die Atmosphäre von Lennestadt konnte nicht geboten werden.
Dennoch hatte die Partie viele Parallelen zum Vergleich am Samstag. Denn auch in Meggen war Dänemark beim 14:13 erstmals in fürung gegangen. Diesen Vorsprung nahmen die skandinavischen Gäste mit in die Pause und festigten die Führung basierend auf eine starke Abwehr. 17:14 zog Dänemark davon und erneut wurden Erinnerungen an den Vortag wach. Bei gleichem Spielstand waren da zehn Minuten keine Treffer auf beiden Seiten gefallen.
In Meinerzhagen lief es torreicher weiter. Weil das deutsche Team insgesamt drei Siebenmeter verwarf (auch ein Verdienst der hervorragenden Torfrau Natasha Bülow-Olsen) und die Leistungsträger keine Akzente setzen konnten, war beim 27:21 drei Minuten vor dem Abpfiff schon längst die Entscheidung gefallen.
Trotz der DHB-Niederlage durften die Fans des Frauenhandballs sehr zufrieden sein. Technisch und taktische Vorzeigeleistungen waren ebenso an der Tagesordnung wie gute Abwehrarbeit und sehenswerte Treffer. Und Ausrichter SG Kierspe-Meinerzhagen zeigte sich nach kurzer Vorbereitung als guter Gastgeber.
was die großen noch nicht ganz schaffen, machen die 'kleinen' vor. dabei treten die deutschen mädels mit zapf und wenzl mit zwei 90'ern an.