Beiträge von härter_schneller

    Das ist bestenfalls eine naive Einlassung. Der Handball wird in zwei, drei, maximal fünf Jahren aus der Breite bis auf wenige Inseln verschwunden sein. In den kommenden Jahren wird das öffentliche Leben im Winter in Deutschland teilweise oder vollkommen still stehen. Für eine Sportart, in der sich 14 oder 28 Menschen auf engstem Raum ins Gesicht husten, ist da kein Platz. Das gilt auch für die anderen Indoor Teamsportarten.


    Ein ausweichen in den Sommer? Viel Spaß damit, dann wird in Deutschland alles „voll“ sein, denn es gilt ja, die „Winterruhe“ auszugleichen. Bund, Länder, Städte, Gemeinden und Kommunen haben zudem monströse Schulden aus ihrer Coronahandlungen generiert, die in den nächsten Jahren bei sicherlich nicht besserer ökonomischer Lage abgebaut werden müssen, Die öffentliche Sportinfrastruktur, allen voran die Schwimmbäder, aber auch die Sportstätten und die Unterstützung des Breitensports, werden da ganz oben auf der Liste stehen.


    Die Belange von jungen Menschen - nicht nur Kinder und Jugendliche, auch Studenten oder ganz generell die „jüngere“ Generation - haben bislang in der deutschen „Corona-Politik“ keine Rolle gespielt. Warum sollen sie das auf einmal tun? Reflexartig wird zuerst in dem Bereich restriktiv agiert, in dem am wenigsten epidemiologisches Risiko besteht. Aber eben auch am wenigsten politisches Risiko.


    Wer als Verein in den kommenden Jahren nicht etwas Leistung anbieten kann, damit es „um etwas geht“ und Kinder / Jugendliche / Eltern „trotzdem“ mitmachen, wird genauso verschwinden wie alle anderen Institutionen, Gruppen, Strukturen in der deutschen Gesellschaft, die sich mit dem Zusammenkommen von Menschen befassen und darin engagiert sind.

    handball4all ist der größte schrott dn ich je erleben muste. es gibt kein archiv. es gibt innerhalb einer ligaseite keine ergebnisse, die ich zumindest auch anderswo nicht finde. es gibt noch nicht einmal eine jahreszahl, die mir sagt, aus welcher saison die daten stammen, die ich auf irgendeiner seite dieses wüsten datenmüllbergs sehe. es gibt keine suche.


    sis war aufgrund der dauerhaften serverprobleme und der vielen werbung auch nicht sonderlich toll - aber handball4all unterbietet das locker. nuliga ist etwas besser, aber auch keine gute lösung, wenn man sich anschaut, wie schwer es da ist, ligen abzugleichen oder daten zu kopieren / importieren.


    manchmal träume ich davon, wie es wäre, wenn eine seite alle ligen, alle ergebnisse. alle infos bieten würde - dhb, du einig handball-land. dann wache ich auf.

    Das war schon ein mehr als seltsames Spiel. Da fällt ein Wiencek aus. So weit so schlecht. Das ist allerdings nichts ungewöhnliches im Handball. Ungewöhnlich ist eher, dass man seitens der deutschen Bank offenbar keinen wie auch immer gearteten Plan B zu einem solchen personellen Ausfall hatte. Da gibt es nur 08/15 einfach - heißt, Danner nimmt Platz von Wiencek ein. Der erstgenannte kann das t´zwar nicht so gut, aber das wird dann offenbar billigend in Kauf genommen.


    Was trainiert man denn da? Auch für die sicher nicht ganz ungewöhnliche Situation – enges Spiel, am Ende brauchst du etwas, um zwei, drei Tore unter Druck aufzuholen – hat man im Team GER wohl keinen Plan B, geschweige denn C. Keine Abwehrvariante, stattdessen eine Auszeit, in der Spieler wenig Hilfe bekommen („Da müssen wir jetzt irgendwas machen“ - ja, fragt man sich doch da: Was denn, Herr Trainer?)


    Und auch in Sachen Präsenz und Ausstrahlung war Biegler – den ich persönlich jetzt nicht als großen Sympathen bezeichnen würde – klar vorne. Heuberger konnte seinen Stress nie ummünzen, war sichtlich belastet, strahlte eben nur Angst und Unsicherheit aus. Das hatte Biegler ihm klar voraus – und der hatte eben auch den besseren Plan, auch mal einen Plan B.


    Polen hat völlig verdient gewonnen, war eben in der Crunchtime klar besser. Und hat es geschafft, einen Bielicki, der anfangs eher der Spielverderber war, ins Spiel zu holen – während GER im Spielverlauf die eigenen Waffen nicht geschärft bekam.


    Ohne Wiencek klappte bspw. die Kreuzung mit Gegenkreuzung nicht mehr – weil nur der Kieler die Abwehr sauber teilen konnte. Das aber schafften weder Pekeler noch Danner. Durften es aber wieder und wieder probieren. Wieder so ein Thema für den Mangel an Plan B oder einfach „Variante“.


    Das man in der Woche zwischen Hin- und Rückspiel dann auch noch „Spezialistenwissen“ ins Trainerteam holt, macht das ganze endgültig zur Lachnummer. Athletiktraining mit dem Spezialisten Zawieja (Experte für Langhanteltraining) – was soll das einige Tage vor dem Duell mit Polen? Einige Tage vor dem letzten Saisonspiel? Trainingsmethodisch gibt es dafür keine Indikation...


    Wie geht es weiter? Neuer Trainer? Nun denn. Ob das mit dem neuen Präsidium besser wird? Ábwarten. Bislang sehe ich da noch keine Zeichen, das mit den Neuen neuer Wind kommt, der auch nachhaltig wirkt und nicht nur medial hübsche Floskeln und mehr Lametta verpustet.
    Gerade im Bereich Nachwuchsförderung gibt es da so einige Baustellen, die ganz und gar nicht aufzeigen, das der Filz und Mief in der DHB-spitze weg ist. Ein Beispiel – die Eliteförderung verbiete es Spielern, langfristige Verträge zu unterzeichnen. Das hat in der Vergangenheit schon zu einigen Konflikten zwischen DHB (in dem Fall Trainerteam und verantwortliche der Eliteförderung), vereinen und Spielern geführt. Dann gibt es da den Fall Berlin. Die verlängern – ja wie lange mit ihren Talenten? Und wer ist da verantwortlich für die Vetragsunterschrift seitens des Klubs? Ah ja.

    Was war das denn für ein komisches Spiel? Eine solch unglaubliche Auszeit habe ich noch auf diesem Niveau nicht gesehen. Da nimmt man unter Druck bei minus zwei die Auszeit, dann redet aber nicht der Bundestrainer, sondern der Leistungssportkoordinator. Und was der los lässt, ist so konfus, das im folgenden – nicht ganz unwichtigen - Angriff die Truppe überhaupt keinen Plan hat, was sie tun soll und entsprechend planlos den Angriff verzockt.


    Und mehr noch – da kommt dann keine zusätzliche Spielerin, die kommt erst später, als es schon fast zu spät war. Und geht dann ausgerechnet auf RL – dahin, wo der Weg zurück zur Bank mit am weitesten ist.


    Im 7:6 ist dann ebenfalls nicht erkennbar, was da so passieren soll, was fast zu erwarten war angesichts der Aufstellung im Aufbau, der in den wichtigsten Angriffen der WM anders aufgestellt war als vorher...


    War das jetzt "Black-out" auf der deutschen Bank? Panik-Reaktion und emotionaler Overload? Das wäre schlimm, erst recht, wenn man sich da nun zwei anscheinend gleichberechtigte Trainer als Doppelspitze hinsetzt. Oder war da gar kein "Notfallplan"? Es ist doch zu erwarten, dass bei einer WM, die wieder KO-Spiele im Programm hat, solche Szenarien passieren. Was tut denn da eine solche Truppe in der Vorbereitung? Einen Notfallplan aussarbeiten – offenbar nicht. Und das wäre noch schlimmer.


    Dabei liefen die Dinge gut für GER – war im ersten Abschnitt das Spiel noch viel zu schnell für die technisch und spielerisch deutlich schwächeren deutschen Frauen, so hat die Truppe im zweiten Durchgang erfolgreich das Tempo raus genommen und fortan mit einem viel bessern Spielrhythmus agiert – besser für die Deutschen, zumindest.


    Mit Woltering hatte man ein massives Plus auf der Torwartpostion, das war enorm und ist gerade im Frauenhandball ein wichtiges Faustpfand.


    In der Defensive dann aber stur eine Formation zu spielen, die ganz offensichtlich in Hälfte zwei nicht mehr funktioniert, das verstehe, wer will. Zum einen ist das taktisch fragwürdig, hatte doch DEN die besten Waffen am Kreis und auf der Mitte und die haben ja dann auch den in der Beinarbeit hoffnungslos unterlegene deutschen Zentrumsspielerinnen den Garaus gemacht.


    Zudem fragwürdig, angesichts der individuellen Leistungen. Nadgornaja ist bewegungstechnisch nicht auf dem Niveau, dass sie die langen Wege vorne gehen kann. Die ist groß und kann orientiert auf RM den Angriff teilen – dazu aber müsste sie ihre Arme einsetzen, das tut sie konsequent nicht. Wie übrigens auch der Rest der Truppe, das ist einfach schwaches Abwehrverhalten. Erst recht, wenn dann bspw. eine Augsburg ständig die Arme hochreißt, um eine Angreiferin auf zehn Metern zu blocken (oder was sonst?), anstatt mal die Querstellung zu finden und sich groß zu machen. Zudem arbeitete eine Nadgornaja ständig im Halbkreis in die Breite, das ist natürlich tödlich, folglich verlor sie ständig ihre direkte sowie die Gegenspielerin ballabgewandt aus den Augen. Und hintenrum war der Weg nach Außen offen, jedes Mal, wenn ein Ball durchkam von halb auf halb.



    Das drüber hinaus die Leistungsträgerinnen in der Crunchtime platt waren, geht gar nicht – da hat die Bank schlicht versäumt, rechtzeitig zu entlasten und voraus zu planen. Alternativen waren ja da. Aber wer im Viertelfinale bis Minute 50+ sitzt, wird wahrscheinlich auch nicht mehr das Ruder rum reißen.


    Schade das alles. So eine gute Nati hatte Deutschland seit Jahren nicht mehr. Die darf einfach nicht auf diese Art und Weise gegen Dänemarks Juniorinnenteam verlieren.

    zum thema gestalter und talente in wallau. damals gab es so eine zweite mannschaft in der damaligen regionalliga südwest. da hieß der trainer jörg schulze. und der hat die große aktie im entwickeln und ausbilden dieser genannten jungen spieler. gewiss nicht schwalb. der hat damals nur zugeschlagen, als er gar nicht mehr anders konnte, als zu sehen, was zwei etagen drunter im eigenen klub passierte.

    Weitere Hintergründe, zudem das erhellende Zitat vom Ligavorsitzenden, dass man bei der HBF aus dem Bauch heraus lizenziert.


    Zukunft des Frankfurter HC steht in den - MOZ.de


    Zitat

    Allerdings gibt Dugall zu bedenken, dass die Situation für ihn nicht so überraschend kommt. "Wenn es nach mir gegangen wäre, hätte der FHC für die bevorstehende Saison keine Lizenz mehr bekommen. Aber ich konnte mich in dem Gremium nicht durchsetzen", bedauert der Liga-Chef. Zu zwei Dritteln wäre das seinerzeit ein Bauchgefühl gewesen. "Ich konnte meine Vorahnung zu wenig beweisen."

    ich hab da so einen mittelmann im auge, der war so klein, dass man dachte, er würde bestenfalls in der oberliga spielen können. weiß gar nicht, was aus dem so geworden ist. der ist jetzt, glaube ich, trainer, irgendwo im hohen norden.

    Duvnjak kann richtig gut Abwehr, Lackovic ist auf bestem Weg dahin und Lijewski - wenn er denn bleibt - steht besser dahinten als so manch anderer Linkshänder auf RR. Da sind eher Djordjic und Hens das Thema. Einfacher wäre es sicher gewesen, statt Djordjic eben einen zu holen, der beides kann, Abwehr & Angriff. Vieleicht war es auch nur Politik. "Dule, schau mal, es bleiben dir zwei Kumpels aus Kroatien"...

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