ZitatAlles anzeigenDEG feiert Pokalsieg - Jackson rechnet
Düsseldorf - Als Kapitän Daniel Kreutzer den 9500 freudetrunkenen Anhängern in der Ehrenrunde nochmals den futuristisch anmutenden "Pott" präsentierte, sah Don Jackson den Erfolg seiner DEG Metro Stars bereits wieder nüchtern."Wir dürfen ein wenig feiern, aber ohne Champagner. Ein paar Biere sind erlaubt, dann konzentrieren wir uns auf die schweren Ligaspiele", sagte der Coach des neuen Pokalsiegers, der sich von der Karnevalsstimmung nicht so recht anstecken ließ.
Abschied von der Brehmstraße
Dabei hatte er seinem Klub gerade den ersten Titel seit zehn Jahren beschert. Seit dem 4:2 im vierten Spiel der Finalserie gegen die Kölner Haie am 4. April 1996 waren 3614 Tage vergangen - trotz aller Freude mischte sich auch Wehmut in die Gefühlswelt des achtmaligen deutschen Meisters.
Das letzte Pokalspiel im Eishockey-Tempel Brehmstraße, das letzte Mal Karneval am Brehmplatz. Die Perspektiven im hochmodernen ISS Dome in Rath sind rosig, doch am Saisonende wird den Düsseldorfern auch ein gutes Stück Seele und Tradition herausgerissen.
"In der Kabine nach dem zweiten Drittel haben wir uns vorgenommen, diesen Platz jetzt zum glücklichsten Ort zu machen", sagte Jackson.
Meisterschaft im Visier
Operation geglückt, doch der erste Pokalsieg der Vereinsgeschichte soll nur der Auftakt einer krönenden Abschiedssaison für die Kult-Halle sein.
Beim Siegerbankett im griechischen Restaurant Kytaro schwor der US-Amerikaner, dessen Geschwister Tom und Ardith eigens aus Minnesota angereist waren, seine Mannen auf das große Ziel ein: Der neunte Meistertitel soll an die Brehmstraße geholt werden.
In den kommenden DEL-Partien kann mit dem vierten Rang zumindest das Heimrecht in der ersten Runde gesichert werden.
Poss enttäuscht
Ganz andere Sorgen hat derweil Greg Poss: Dem Mannheimer Coach blieb nach dem Scheitern an der Bande der Nationalmannschaft und dem drohenden Aus im Kampf um die Meisterrunde (sechs Punkte Rückstand auf Rang acht) selbst der "Trostpreis" verwehrt."Wir haben engagiert gespielt und gekämpft, aber dennoch verloren", erklärte der sichtlich enttäuschte Poss, der tatsächlich einen überzeugenden Auftritt seines Teams gesehen hatte.
Ronny Arendt (23. ) hatte den Pokalsieger von 2003 sogar in Führung gebracht, doch wenige Minuten später sorgte Chris Ferraro bereits für den Ausgleich.
Kathan emotional - Jackson unterkühlt
In der Folgezeit hielt der überragende Adler-Keeper Frederic Chabot den DEL-Rekordmeister lange Zeit im Spiel, bis ausgerechnet der in Turin enttäuschende Klaus Kathan nach 7:22 Minuten der Verlängerung den umjubelten Siegtreffer erzielte.
"Das ist einfach geil", jubelte Kathan, der zumindest die nach Titeln lechzenden Fans in einen Rausch versetzte. "Ich sage es mal so: Das war der wichtigste Saisonsieg in einem Spiel, für das keine drei Punkte vergeben wurden", sagte Don Jackson unaufgeregt.
(c) sport1.de
Ein paar Idioten aus Mannheim haben eine bzw. mehrere Rauchbomben gezündet .... ich hoffe das diese Typen Stadionverbot bekommen. Ich habe mir sagen lassen, dass heute diverse Adlerfans bei der Geschäftsführung waren, um den/die Übeltäter zu outen! ![]()