Neuling HSG Düsseldorf

  • Operation Klassenerhalt beginnt

    HSG-Coach Nils Lehmann kehrt am heutigen Sonntag aus seinem Urlaub aus Bordeaux zurück. Für ihn beginnt ab morgen die „Operation Klassenerhalt“.
    Die HSG Düsseldorf ist seine erste Trainerstation. „Für uns zählt nur der Klassenerhalt. Für mich persönlich ist dieses Engagement natürlich eine große Chance“, so der 36fache Nationalspieler, der als Spieler mit vier Vereinen (Stuttgart, Solingen, Rheinhausen und Düsseldorf) in die Bundesliga aufstieg und zudem mit der Deutschen Nationalmannschaft 1998 bei der Europameisterschaft in Italien die Bronze-Medaille gewann.
    Seit dem 01. Juli 2001 steht „Nille“ nun schon bei der HSG Düsseldorf unter Vertrag. Morgen bittet er seine Mannen nach dem Urlaub zum ersten Training. Mit dabei die beiden Neuzugänge Stefan Schröder, der zwei Jahre von der SG Flensburg/Handewitt ausgeliehen ist, und Markús Máuni Michaelsson Maute, der vom FC Valur Reykjavik verpflichtet wurde.
    Am Dienstag, dem 03. August findet dann das erste öffentliche Training des Bundesliga-Aufsteigers um 18 Uhr in der Sporthalle an der Gothaer Straße statt. Bereits vier Stunden früher werden die Akteure der HSG mit den neuen Fahrzeugen bei der FIAT-Niederlassung Rhein-Ruhr ausgestattet.
    In der 33. Kalenderwoche wird dann die offizielle Mannschaftsvorstellung stattfinden – der genaue Termin wird noch bekannt gegeben. Neben fünf Turnierteilnahmen (Taskarena-Cup in Weiden, Sparkassen-Cup in Niestetal, ASS-Cup in Dormagen, Rheinpokal in Rheinhausen, Bundesliga-Trophy in Koblenz) stehen weitere drei Freundschaftsspiele (in Gladbeck, in Opladen, in Lank). Bis zum Saisonstart am 11. September stehen insgesamt zwanzig Trainingseinheiten in der Halle, weitere sieben Laufeinheiten im Grafenberger Wald sowie dreizehn Krafteinheiten auf dem Programm. Zudem sorgen zwei Einheiten Spinning und eine Einheit Triathlon für Abwechselung. Für die HSG-Akteuren stehen bis zum 11. September insgesamt nur vier freie Tage auf dem Programm.
    „Die Vorbereitung ist immer die schlimmste Zeit des Jahres, aber natürlich ein notwendiges Übel, denn ohne würdest Du die Saison gar nicht durchstehen können. Und nach dem Urlaub freut man sich schon darauf, dass es los geht. Wir fiebern dem ersten Spiel schon jetzt entgegen“, so HSG-Neuzugang Stefan Schröder.
    Nils Lehmann wird auch weiterhin als Architekt arbeiten. „Mein Co-Trainer Ronny Rogawska wird die Einheiten am morgen leiten, ich werde abends Vollgas geben. Natürlich werde ich mich auch selbst fit halten, denn ich habe ja zugesagt, dass ich notfalls auch noch einmal aushelfen werde“, so der Erlangener.
    Neben der italienischen Küche und einem kühlen Weizenbier vom Fass liebt „Nille“ das Schreinern. Zudem liest der ehemalige Nationalspieler gerne, bastelt aber auch viel und liebt DVDs. Bei der HSG liebt er persönlich die eingeschworene Gemeinschaft, die sicherlich im Deutschen Profisport seinesgleichen sucht.
    Auf die Frage, welche Schlagzeile Nils Lehmann über sich selbst gerne lesen würde, antwortet klar und direkt: „Nils Lehmann schafft mit der HSG Düsseldorf den Klassenerhalt.“ Ein Ziel von dem nicht nur er selbst, sondern auch die Mannschaft und das gesamte Umfeld vollends überzeugt sind.

    Quelle: Markus Hausdorf, Pressesprecher HSG

  • Überraschung für Nils Lehmann

    Pünktlich um 18 Uhr begrüßte Nils Lehmann seine 17 Mannen, darunter auch die Nachwuchskräfte David Schopper, Jens Bothe, Michael Engelen und Daniel Vester sowie die beiden Neuzugänge Markús Máni Michaelsson Maute, zum Auftakt-Training in die Saison 2004 / 2005.
    Nach einer allgemeinen Ansprache ging Nils Lehmann auf den umfangreichen Vorbereitungsplan ein. „Wir werden direkt mit dem Ball arbeiten“, kündigte der Coach an. Danach folgte eine lockere erste Trainings-Einheit. Nach dem Warmlaufen folgten Basketball und Fußball. Erst in der letzten halben Stunde griffen die Mannen vom Bundesliga-Aufsteiger zum Handball.
    Nach Ende der Trainings-Einheit hielt Manager Frank Flatten eine kurze Ansprache und besprach einige organisatorische Punkte mit der Mannschaft. „Ich freue mich wahnsinnig auf die neue Saison“, so der agile Manager, der zugleich mit einer Überraschung für Nils Lehmann aufwartete. „In dieser Woche kommen nicht nur ein Deutscher sowie ein Slowenischer Spieler zum Probetraining, sondern auch noch ein Schwede“, so der Manager.
    Zudem sorgte Manager Frank Flatten mit dem ersten Kasten Bier der neuen Spielzeit für richtig gute Stimmung in der gut aufgeheizten Sporthalle an der Gothaer Straße.

    Quelle: Markus Hausdorf, Pressesprecher HSG

  • Lehmann will HSG-Bollwerk


    Die Abwehr soll das größte Plus des Handball-Bundesliga-Aufsteigers werden. Der Trainer will dafür noch einen kompromisslosen Defensivspieler holen.
    Die ersten harten Trainingseinheiten haben die Bundesliga-Handballer der HSG hinter sich. Der neue Trainer Nils Lehmann konnte neben zwölf Stammkräften und drei Jugendlichen auch zwei Testspieler begrüßen. Stefan Strack und der Schwede Hans Karlsson dürfen sich Hoffnungen auf einen Vertrag machen. Im Interview mit der WZ sprach Lehmann über seine Eindrücke, Ziele und Hoffnungen.
    WZ: Die erste Einheiten sind vorbei. Wie sind ihre Eindrücke?
    Nils Lehmann: Ich war am Anfang etwas nervös, da es für mich das erste Training als Coach war. Ich denke aber, dass es allen Spaß gemacht hat. Die Jungs und auch ich waren zufrieden.
    WZ: Sie haben direkt im ersten Training den Ball ins Spiel gebracht. Warum?
    Lehmann: Wir hatten nur vier Wochen Pause. Im Juni haben wir schon mit dem Grundlagentraining für die harte Saison begonnen, und die Spieler haben auch im Urlaub ihre Hausaufgaben gemacht. Ich möchte schnelle und aggressive Trainingseinheiten, deshalb ist der Ball immer dabei. Die Motivation und die Einstellung ist dementsprechend positiv, die Intensität höher.
    WZ: Ein Spieler soll noch verpflichtet werden. Was für einen Eindruck haben die beiden Probespieler bisher hinterlassen?
    Lehmann: Gute Ansätze sind vorhanden. Trotzdem muss man abwarten, denn gerade am Anfang der Vorbereitung ist alles noch etwas holprig. Den Slowenen, der heute zum Training kommt, kenne ich noch nicht. Bis Ende der Woche können sich die Spieler aufdrängen. Am Wochenende werde ich mich mit Manager Flatten zusammensetzen und entscheiden, wen wir nehmen. Eines ist klar: Es wird einer aus diesem Trio. Denn wir brauchen jeden Tag zur Integration.
    WZ: Auf welche Fähigkeiten legen Sie bei den Neuverpflichtung besonderen wert?
    Lehmann: Wir benötigen noch einen starken Abwehrspieler, der kompromisslos zugreift. Auf welcher Position er im Angriff einsetzbar ist, ist dabei nebensächlich. Wir können unsere Spiele nur über die Deckung und leichte Kontertore gewinnen.
    WZ: Der Trainer macht auch alle Übungen mit?
    Lehmann: Na klar, ich gehe mit gutem Beispiel voran. Wenn es zu viele Verletzungen geben sollte, muss ich eventuell auch noch aushelfen aber wirklich nur im äußersten Notfall.
    WZ: Stört es sie, dass Düsseldorf von den meisten Experten als Absteiger Nummer eins gehandelt wird?
    Lehmann: Nein. So werden wir von einigen Klubs vielleicht unterschätzt. Wir werden mit fünf anderen Vereinen drei Absteiger ausspielen. Das wird eine harte Saison, aber ich optimistisch, dass wir es schaffen. Wir müssen die Punkte im Eichhörnchensystem holen. Schwerin, Wetzlar, Pfullingen, Wilhelmshaven, Minden und Nettelstedt sind Teams, gegen die wir bestehen können.
    WZ: Ist die mannschaftliche Geschlossenheit das große Plus der HSG für den Klassenerhalt?
    Lehmann: Die Strukturen im Team sind klar verteilt. Wir haben einige Führungsspieler, aber auch genug Wasserträger, um ein charakterlich robustes Team auf das Feld schicken zu können. Und auch die beiden Zugänge Stefan Schröder und der Isländer Markus Mani Michaelsson Maute passen sehr gut in unser Konzept. An ihnen werden wir viel Freude haben.
    WZ: Sie sind freischaffender Architekt. Wie bekommen sie ihren Beruf mit dem Vollzeitjob Trainer unter einen Hut?
    Lehmann: Es kommt gerade in der Vorbereitung eine Menge auf mich zu. Es ist stressig, aber es so sieht aus, als würde ich es schaffen. Die Zeit ist zwar knapp für Freizeit und Freundin, doch so eine Chance muss man nutzen. Schließlich gibt es nur 18 Jobs in der Handball-Bundesliga. Ich kann auch eine Menge lernen, denn als Trainer musst du Führungsqualitäten beweisen. Und die kann man im täglichen Leben immer gebrauchen.

    Quelle: WZ

  • HSG testet Celjes Talent Bajram

    Die HSG ist weiterhin europaweit auf Spielerfahndung. Während die ersten beiden Testkandidaten Stefan Strack (Stralsunder HV) und Hans Johan Martin Karlsson (HK Drott Halmstad) für den freien Platz im Abwehrverband des Handball-Bundesligisten wieder die Heimreise antraten, stellte sich gestern Abend in der Ratinger Trainingshalle ein hochkarätiges Nachwuchstalent bei HSG-Trainer Nils Lehmann vor.
    Der Slowene Dino Bajram vom amtierenden Champions-League-Sieger Celje Pivovarna Lasko kam auf Empfehlung von Spielerberater Stefan Göbel, der bereits den Transfer von HSG-Neuzugang Stefan Schröder und namenhafter Ex-Spieler wie Max Ramota und Gylfi Gylfasson einfädelte, an den Rhein.
    Bajram besitzt in seinem bis 2005 datierten Vertrag beim elfmaligen slowenischen Meister und zehnmaligen Pokalsieger eine Ausstiegsoption. Eine entsprechende Freigabeerteilung des Vereins liegt bereits vor. Der 21-jährige 35malige Junioren-Nationalspieler weiß sein Gardemaß von 1,95 Meter und 97 Kilogramm Körpergewicht auf der Kreisläuferposition bestens einzusetzen und ist eines von Dutzenden Talenten aus der weltweit anerkannten slowenischen Talentschmiede Celjes, die bereits 24 Nationalspieler hervorbrachte. Noch bis Samstag wird Dino Bajram in der Landeshauptstadt trainieren. Anschließend will sich HSG-Trainer Nils Lehmann für einen Kandidaten aus dem Trio Strack/Karlsson/Bajram entscheiden.

    Quelle: NRZ