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Was ich aber wirklich will? Nun, ganz einfach:
alles was in den letzten Jahren in Lemgo passierte und jetzt noch passiert, ist üblich, bei Vereinen, die sich übernommen haben....
Lieber David G.,
die von Dir aufgeführten Punkte entsprechen teils den Tatsachen, teils nicht. Aber Du siehst es mit Humor, das ist gut.
Ich will jetzt nicht auf jeden Punkt eingehen, einige sind mir jedoch wichtig bzw. weiss ich etwas darüber.
Das Sich-Übernehmen.
Trifft glaube ich so nicht zu, ich sehe es eher - auch bei anderen Vereinen - als eine Wellenbewegung. Wenn die Welle nach oben geht, nichts ist leichter, als sich an viel Geld zu gewöhnen. Nach unten sieht das anders aus, vor allem wenn der Umgewöhnungsprozess schnell zu sein hat. Und wenn ich die vielen genannten Zahlen richtig interpretiere, dann steht für den TBV immer noch ein Etat von ca. 3,5 bis 4 Mio. zur Verfügung, den Gesellschafter und Sponsoren auch zukünftig zur Verfügung stellen wollen. Es gibt nicht wenige Ligavereine, die dieses wohl als ´Leiden auf hohem Niveau´ bezeichnen dürfen.
Der Beirat.
Der TBV Lemgo hat keinen Aufsichtsrat...
Die Heristo-Geschichte.
Mir ist sie so bekannt, dass Heristo jr. das Sponsoring angefangen hat, und Heristo sen. das so lange laufen ließ, bis er jr. an Zahlen klar machen konnte, dass es sich nicht lohnt und einzustellen sei. Wofür muss ein Lidl- und Aldi-Lieferant Werbung betreiben?
Dazu kam noch, dass man inzwischen die illustre Vergangenheit des Finn H. zugetragen bekommen hatte, und so die Entscheidung nicht schwer fiel, das Geld zu behalten und Finn H. nach Lemgo zu reentsorgen.
Und da das Heristo-Engagement in Lemgo - zunächst umgesetzt vom Trio Zerbe/Baur/Stephan - viel dazu beigetragen hat, die ganze Liga mit Wahnsinns-Ablösen und Halbwahnsinnsgehältern auf Jahre zu versauen, gibt es zwar heute in Lemgo Leute, die den Verein aufrecht erhalten wollen und werden, die aber nicht wieder eine Welle anschieben wollen.
Die Zuschauer.
Ich tu es mir schon ein paar Jahre nicht mehr (regelmäßig) an. Die neue Lipperlandhalle, wo für 14 Mio. die Zuschauerkapazität um 1000 aufgestockt wurde, ist mit einer derartigen Ungemütlich-Gastronomie bestückt, dass man spätestens nach 1 Bier die Flucht ergreift.
In der alten Lipperlandhalle war nach jedem Heimspiel Party bis Mitternacht.
Dazu die Jahre des Unlust-Spiels mit Heristo-Gehältern. (Da waren nicht so viele verletzt...)
Es ist mir auch bekannt, dass viele Leute keine Dauerkarte mehr kaufen, weil sie keine Lust haben, für ´Heimspiele´ nach Halle zu fahren, das ist immer ein halber Tag, der ganze Sonntagnachmittag oder - noch lustiger - Mittwochsabends.
Das wichtigste ist nun mal nicht der Lift von der Tiefgarage zur VIP-Loge.
Bis denne