Selbst wenn VZ seinen Befugnisse überschritten hat, stellt man keine Strafanzeige wegen Bereicherung sondern erstmals eine Forderung. Und man (der Beirat) schreibt auch nichts von Bereicherung und dergleichen. Aber sei es drum. Hier wird sich schon viel zu viel im Raum der Spekulationen bewegt, Zerbe hin, Holpert her, Beirat pennt oder nicht. Ich wiederhole ich mich lieber ständig und sage: hoffentlich ist an den Vorwürfen gegen VZ nix dran und die Staatsanwaltschaft eröffnet (heisst das so?) erst gar nicht.
Das einzige, was mich bisher massiv stört und da habe ich bisher nicht einen einzigen stichhaltigen Grund lesen können: WARUM macht man das Ganze so öffentlich? Warum opfert man die einzige Handballlegende, die man wirklich hat? Ihn zu entlassen hat doch gereicht und man hätte es überlebt und nach ein wenig Zeit hätte man sich in die Augen geschaut und öffentlichkeitswirksam eine Dauer-Ehrenkarte verschenkt.
Das kann doch nicht mit 45.000 oder 170.000 zusammenhängen, bei diesen Unternehmen, die ganz andere Summen bewegen, bei einem Spieler, der das Geld jedes Jahr hätte mehr bei Barcelona verdienen können. Ich fürchte, da hängt was ganz anderes dran.
Ich spekuliere mal: Vielleicht sieht sich der Beirat getrieben, dieses Opferlamm zu bringen, weil es um viel mehr geht, vielleicht geht es tatsächlich um Insolvenzverschleppung, um verletzte Aufsichtspflichten. Vielleicht drohen gerade ganz andere mit Anzeigen unglaublicher Konsequenz. Vielleicht drückt das Finanzamt und das Thema Liebhaberei, vielleicht, vielleicht. Aber irgendwas muss da sein. Und das heisst für mich: Lemgo, das war noch nicht alles.
Guter Beitrag.
Es kann sein, dass wir niemals alles erfahren werden.
Liebhaberei sehe ich nicht, in Lemgo ist kein Kasi unterwegs. Und das Wetten auf Lemgoer Niederlagen bringt´s momentan auch nicht.
Was ich an anderer Stelle bereits mal erwähnte, ist die Tatsache, dass die vielen Ex-Spieler in Management-Positionen auch ein Risiko-Potential sind. Natürlich sehen sich Vereine manchmal (vertraglich?) verpflichtet, langjährige und treue Leistungsträger nach dem Leistungszenit in solche Positionen zu hieven. Aber ist eine erfolgreiche sportliche Karriere irgendeine Qualifikation für Management oder Geschäftsführung eines Profi-Sportvereines mit Millionen-Etats? Und können die Vereins-Eigner/Sponsoren/Kontrolleure den armen Kerl der Justiz vorwerfen, wenn es - wie so oft - nicht klappt?
Geschäftsführer von Millionen-Umsatz-Unternehmen sind (wenn nicht Gründer) in der Regel Menschen, die nicht als Geschäftsführer auf die Welt gekommen sind sondern zuvor ERFAHRUNGEN in der Geschäftswelt erworben haben, und darauf eine Karriere mit steigenden Verantwortungen gegründet haben.
Was mich am meisten enttäuscht hat mit dem TBV, war die Zeit als das Geld nur so sprudelte. Baur, Stephan und - ja - Zerbe berieten sich am Spielfeldrand, während die Mannschaft (unverletzt) verlor.
Der TBV geht nicht unter, denke ich, es müssen nur mal ein paar Punkte her...
Der neue Geschäftsführer ist vom richtigen Kaliber, geschulter Sport-Kaufmann mit Handballbegeisterung. Der unterschreibt nicht Alles.
Der Trainer ist auch richtig. Jetzt aber her mit den Punkten...