Spaß beiseite, unter solchen Umständen verkommt ein realistischer Wettbewerb um die Klassenerhaltsplätze zur Farce. Da hat der TuS einen glasklaren, unverschuldeten Nachteil. Auch ohne die Infektionen und die Quarantäne wäre der Klassenerhalt eine schwierige Aufgabe gewesen - aber jetzt scheint sie fast nicht mehr lösbar. Denn es sind nicht nur die Ligaspiele, auch das Training leidet enorm unter so wenigen verfügbaren Spielern. Und genau das wäre es aber, was es jetzt am allerdringendsten bräuchte um den Rückstand zu den "im Saft" stehenden Teams zu verringern.
Während dieser zweiten "Corona-Saison" traf es alle Mannschaften, die einen mehr, die anderen weniger schwer. Bietigheim war zu Beginn der Saison erst einmal nicht wirklich präsent, hatte zeitweise sechs oder sieben Spiele weniger als andere Teams. Nur dauerte da die Saison noch länger und die Spiele wurden sukzessive aufgeholt, allerdings auch nicht ohne dass Bietigheim einige Spiele "nur aus Spaß" spielen musste.
Den TuS trifft es jetzt zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt. Ich will gar nicht wissen was passiert, wenn nochmal eine Quarantäne hinzukommt und dann Spiele verlegt werden müssen. Und was das Training angeht, da wird es wohl letztlich auf Regeneration hinauslaufen müssen. Wenn man alle 2-3 Tage zu spielen hat, bleibt kaum etwas anderes übrig. Was natürlich einem spielerischen Fortschritt oder einem Einspielen in bestimmten Konstellationen drastisch entgegensteht.