ZitatOriginal von Tobi75
Gutes Beispiel. Warum wurde denn Kraus hochgejubelt? Weil talentierte junge Spieler wie Goldstaub gehandelt werden. Sie wechseln dann zu einem Top-Verein und versauern hinter gestandenen internationalen Spitzenkräften.
Wäre er nicht allein auf weiter Flur, wäre er auch nicht so hoch geflogen und so tief gefallen.
Laut Heiners Definition ist Mimi eben nicht zu einem Top-Verein gewechselt (zumal Göppingen jetzt ohne Mimi besser dasteht als Lemgo mit Mimi, wobei das vermutlich verschiedene Gründe hat... führt zu weit). Und in Lemgo sollte er ja auch eigentlich nicht in der zweiten Reihe spielen (spielt er auch nicht, wenn er denn noch spielt), sondern eben das Spiel leiten. Nur das bekommt er, warum auch immer, momentan leider nicht hin. Aber das Argument, er würde bei einem Top-Verein hinter gestandenen internationalen Spitzenkräften versauern, passt gerade bei Mimi nicht.
ZitatOriginal von Tobi75
Also hört mit der Jammerei auf, dass ne Ausländerquote die Liga schwächt. Ein Omeyer, Narcisse, Duvnjak etc. würde trotz Beschränkung hier spielen.
Und zu dem Argument, dass deutsche Spieler dann halt ins Ausland müssen. Dann erklär mal einem 16Jährigen, dass er ab nächster Saison fern der Heimat in Südfrankreich lernen soll. Wäre es da nicht viel motivierender, wenn man nah der Heimat bei nem Abstiegskandidaten Erstligaluft schnuppern könnte?
Es ist ja in Ordnung, wenn ein 16jähriger erst einmal in einem adäquaten Umfeld bei einem Erst- oder Zweitligisten Bundesligaluft schnuppern will, bis er seine Schule beendet hat.
Danach aber hat er zwei Möglichkeiten: Entweder er macht so weiter und gibt sich damit zufrieden, dass er vielleicht mal in einem Mittelfeld-Club der ersten Liga einen Stammplatz einnimmt. Oder er riskiert etwas, geht ins Ausland, entwickelt sich sowohl spielerisch als auch von der Pesönlichkeit her weiter und kommt als potentieller Spitzenspieler zurück
Natürlich ist das kein Automatismus, ohne Frage. Aber es ist eine größere Chance als sich mit dem "Mittelmaß" zufrieden zu geben. Am Beispiel Islands ist das doch hervorragend zu beobachten: Da die Liga in Island international nicht wirklich bestehen kann (ein, zwei Teams können vielleicht einigermaßen mithalten, aber das wars dann auch schon), gehen viele isländische Junioren ins Ausland. Dort erlernen sie dann eben viele verschiedene Spielsysteme und bringen ihre Erfahrungen aus aller (Handball)Welt ein, bei den Trainern ebenso. Und das kann in Deutschland nicht funktionieren, wenn es keine deutschen Handballer ins Ausland zieht. Ob aus Bequemlichkeit oder aus anderen Gründen ist dabei egal.