Beiträge von capitano19

    Sagen wir im Sommer 2028. Denn irgendwann kannst Du den Sprung nicht mehr schaffen. Wenn dann das Niveau im Training nicht mehr hoch genug ist, dann stagnierst Du. Und ich sehe nicht, dass der HC Leipzig in zwei bis drei Jahren um die internationalen Plätze mitspielt.

    Sehe ich ähnlich.

    Ich finde es sollten für die Natio nur Spielerinnen nominiert werden, die aktuell gute bis sehr gute Leistungen in der1. Bundesliga (das Niveau ist sowieso nur durchschnittlich) gezeigt haben. Nominierungen aus unteren Ligen kann ich nicht nachvollziehen, weil dadurch der Leistungsanspruch verloren geht. Für mich ist die Natio eine Auszeichnung, die man sich verdienen muss - unabhängig vom Alter. Rotation und Pausen für etablierte Spielerinnen halte ich bei so einem Gegner für sinnvoll, da der Endspurt in Meisterschaft, Pokal und CL kurz bevor steht. Aber Nominierungen sollten klar leistungsorientiert sein.

    Frag doch mal innerhalb der Familie nach, warum manche Spielerinnen eine Pause bekommen und andere wiederum nicht. Sollten alle Nominierungen klar leistungsorientiert sein, bleiben irgendwann halt keine Spielerinnen mehr übrig. Wir haben eben in Deutschland keinen unendlich großen Pool an Spielerinnen, aus denen wir auswählen können. So ist das leider. Tucholke und Walther spielen längst auf Erstliga-Niveau. Die Frage ist bei beiden nur, wo sie ab Sommer 2027 spielen werden. Wenn sie ambitioniert sind, dann sicherlich nicht in Leipzig.

    Egeling ist in dieser Saison die Stammspielerin auf Linksaußen beim CL-Teilnehmer, Pokalsieger und aktuellen Tabellenführer. Mit 19 finde ich das sehr respektabel. Sie hat im Halbfinale 6/7 geworfen und hat auch mehrere Wurfvarianten. Ich sehe sie auf einem sehr guten Weg. Am Ende zählt auf Außen die Quote. Wenn die bei Egeling stimmt, wird sie über kurz oder lang auch in der Nationalmannschaft spielen, sollte sie verletzungsfrei bleiben.

    Mir gefällt es, dass junge Spielerinnen wie Tucholke, Walther und Rohr an die Nationalmannschaft herangeführt werden. Bei Weiss und Kuske sehe ich (aktuell) keine Nationalmannschaftsqualität und bei Däuble tue ich mich schwer. Aber es sind Spiele gegen Mannschaften, die man sowieso schlagen wird. Warum also nicht?

    Leipzig ist nicht Ostfriesland. Aber wenn Du das mal mit NRW vergleichst, oder auch mit Hamburg, dann stelle ich mir die Frage, aus welchen Gründen exakt die Wahl auf Leipzig gefallen ist. Ich nehme an, dass es stark mit den bereits vorhandenen Strukturen zu tun hat. Dann ist die Frage, wie hoch hier die Investion des DHB ist. Vielleicht stand im Vordergrund, dass man so wenig Geld ausgibt wie möglich. Es ist schwer zu beurteilen, weil dazu wenig kommuniziert wird.

    Vereinspodcasts haben ja auch sehr spannende Gäste. Wenn die Füchse mit Lasse Andersson quatschen, Wetzlar mit Michael Allendorf oder Flensburg mit dem Trainer, dann sind das auch für Kreis Ab sehr spannende Gäste. Im Prinzip hat jeder Erstligist einen Podcast, sicherlich auch der ein oder andere Zweitligist. Dazu die Liga, einzelne Medienhäuser bzw. Zeitungen wie die Kieler Nachrichten, alleine aus dem Hause Dyn gibt es drei Stück. So kommt man ganz ohne Probleme auf bestimmt 35 Podcasts. Nochmal zum Vergleich: Als ich Ende 2013 begonnen habe, gab es keinen einzigen Podcast zum Thema Handball. Und am Ende geht es mir primär nicht um Hörerzahlen, sondern um journalistische Qualität und Tiefe.