Beiträge von capitano19

    Das war übrigens auch in dem Interview von Sascha mit Jennifer Klettemann rauszuhören. Bei den Löwen hat sich noch kein offizieller zu der aktuellen Situation gemeldet. Früh angekündigte Bedenken und Warnungen vor dieser Situation wurden ignoriert und nicht kommentiert.

    Gerade diesen beiden Punkte finde ich sehr bedenklich. Hinzu kommt, dass manch ein Funktionär die Vereine ein wenig an der Nase herum geführt hat. Auch das kann natürlich nicht sein.

    Kiel wird es, Stand heute, schwer haben überhaupt einen Platz in der Bundesliga zu belegen, der zur Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb berechtigt. Unter den Top 3 werden sie keinesfalls landen. Da reicht ein Blick auf den Spielplan. Bei zwei Niederlagen im restlichen Saisonverlauf käme man schon auf 21 Minuspunkte. So viele wird Hannover keinesfalls sammeln und Magdeburg traue ich das auch nicht zu. Ich weiß, im Sport kann man nichts planen. Aber in gewissem Maße ist das ja reine Mathematik.

    Hier mal ein paar kurze Anmerkungen:

    1.) Karl, Du verknüpfst deutlich zu sehr Politik in Osteuropa und Handball miteinander. Und nein, Wiederer droht den Löwen nicht, er nennt nur Tatsachen.

    2.) Die Löwen werden als Meister oder Zweiter kommende Saison natürlich für die CL zugelassen, warum denn auch nicht?

    3.) Kiel wird keine Wild Card für die CL erhalten, weil die EHF nur zwei feste Plätze an die Bundesliga vergibt und das war es. Würden sie dann eine Wild Card an die HBL vergeben, so schwächen sie ihre eigene Argumentation. So blöd ist die EHF dann doch nicht.

    4.) Die Chancen auf eine Wild Card wären für Berlin bestimmt nicht schlechter als für Kiel, denn die EHF will auch in die Metropolen. Ich hörte Berlin soll eine sein, Kiel nicht. Aber ist sowieso egal, siehe Punkt 3.

    Der Handball bietet aber mehr Provinz als der Fußball, unter anderem wird hier die Logistik immer wieder zum Problem. Städte wie Kielce, Veszprem, Kiel oder Flensburg haben keinen regulären Flughafen, Städte auf dem Balkan sind teilweise schlecht angebunden. Ein Punkt, der hier massiv mit reinspielt.

    Was ist unter der Woche, Dienstag bis Donnerstag?

    Zwei Tage, man spricht von Dienstag und Mittwoch, aber nagel mich bitte hinterher nicht darauf fest, wenn es Mittwoch und Donnerstag werden. :)

    Paul Jonas: Eine erste Möglichkeit wäre die Straffung des eigenen Spielplans gewesen und eben nicht einen TV-Vertrag zu unterschreiben, der einen komplett fesselt. Dafür ist es natürlich nun zu spät, da der Vertrag unterschrieben ist. Der damals getestete Doppelspieltag wurde von allen Seiten als schlecht empfunden. Warum aber? Weil er äußerst mies geplant war. Das muss man natürlich anders regeln und schauen, dass die Doppelspieltage massiv nach geographischen Gesichtspunkten angesetzt werden. Das kann man aus Sicht des Marketings sogar sehr geschickt lösen, indem man schaut, dass beispielsweise dann im Süden die Nachbarschaftsduelle ausgetragen werden und das entsprechend medial begleitet.

    Dann muss man im dem Zusammenhang zur EHF gehen und sagen, hey, liebe Leute, eigentlich wollt ihr nicht, dass wir in der Gruppenphase das Heimrecht tauschen, aber weil wir dann teilweise mit den extra für euch eingeführten Doppelspieltagen bei unseren CL-Clubs drei Heimspiele in sechs Tagen (oder ähnlich) hätten, wären wir dahingehend sehr dankbar, wenn wir uns hier aufeinander zu bewegen könnten, damit unsere Clubs nicht die Zuschauer in der Halle wegen Übersättigung ausbleiben.

    Weiter muss ganz extrem danach geschaut werden, dass für eine solche Umsetzung auch falls möglich so viele Bundesligisten eine eigene Halle haben, die nicht von anderen Sportarten regelmäßig geblockt wird. Clevererweise legt man dann dazu eben einige Heimspiele der Löwen und von Erlangen, wo die Probleme besonders groß sind, vor den Start der DEL-Saison etc. pp., um hier Kollisionen zu vermeiden. Zwischendurch müssen eben ein paar mehr Spiele auswärts ausgetragen werden.

    Das sind zu Teilen Dinge bei denen Fehler seitens der HBL gemacht wurden. Und nochmals, ich bin kein Freund der EHF. Auch die sehe ich sehr kritisch. Die Doppelspieltage würden übrigens ebenfalls dabei helfen den Spielplan weiter zu straffen und den Spielern im Sommer vielleicht zwei Wochen Pause mehr zu geben. Zudem könnte man das unfassbar unnötige All-Star-Game im Februar streichen und dort einen Doppelspieltag ansetzen, denn da spielt die Champions League nie. Man trägt aber lieber ein Spiel zum Spaß aus, von dem mittlerweile bis auf die Autogrammjäger wirklich jeder die Schnauze voll hat.

    Zunächst kurz: Die EHF hat die Reform der CL nicht einfach mal so durchgezogen, sondern dazu gab es Abstimmungen, an der auch die HBL beteiligt war. Das war eine demokratische Abstimmung, die zu Ungunsten der HBL ausgefallen ist. Zudem würde ich ja gerne mal wissen, in welcher in Europa etablierten Sportart eine nationale Liga größer ist als die jeweilige Champions League. Im Fußball? Nein. Im Basketball? Nein. Im Volleyball? Nein. Im Eishockey ließe sich drüber streiten, liegt aber an der Historie des Wettbewerbs und ist gerade dabei sich so zu entwickeln wie in den anderen Sportarten. Der Handball soll da also eine Ausnahme sein aufgrund der HBL, nun denn...

    Und ganz chronologisch, die HBL war in ihrer Form zuerst da, die Aufblähung der CL fand 2015 statt und eben mit dieser Blockung von 5 Tagen in der Woche. Die neuerliche CL-Reform ist im Prinzip ein weiterer Angriff auf die HBL, wurde von Bohmann auch so aufgefasst (wir muessen unsere Liga schuetzen).

    Der erste Satz ist eventuell eine Feststellung Deinerseits und keine persönliche Meinung, aber genau diese Haltung seitens der HBL-Verantwortlichen ist ja an sich das Problem. Man muss ich als Bundesliga auch den veränderten Gegebenheiten anpassen und nicht auf das Gewohnheitsrecht pochen. Die Reform hätte man nutzen sollen und nicht als Angriff verstehen. Mehr Nachsicht gegenüber der mächtigeren EHF wäre richtig gewesen und hätte bestimmt auch zu besseren Lösungen geführt. Bewusst in die Konfrontation zu gehen, wenn man mit den deutlich schlechteren Waffen in den Kampf zieht, ist eher schwierig. Die HBL wird sich, wenn sie so naiv weitergeführt wird, in einigen Jahren umgucken. Das Gerede von der stärksten Liga der Welt ist jetzt schon kaum noch zu ertragen. Da muss dringend etwas verändert werden. Entweder was die handelnden Personen betrifft oder was deren Denkweise und Handeln angeht. Möchte man die Bundesliga übrigens schützen, dann wäre es umso wichtiger gewesen dafür zu sorgen, dass man weiterhin drei Vertreter mit in der Champions League dabei hat. So ist die Bundesliga für mehr Topspieler interessant. Weniger Teams in der Champions League bedeuten auch weniger Topspieler in der Bundesliga.

    Hier ist die nächste Ausgabe:

    Kreis Ab – Episode 173

    Zu Gast in der aktuellen Ausgabe:

    • Ruwen Möller (Flensborg Avis)
    • Jennifer Kettemann (Rhein-Neckar Löwen)

    Themen (u.a.):

    • Flensburg überzeugt national und international
    • Hampus Wanne mit Angebot aus Barcelona (ab 3:42)
    • Rasmus Lauge zieht es nach Veszprem (ab 7:55)
    • Topspiele stehen auf dem Programm (ab 13:11)
    • Terminchaos in der Champions League (ab 14:09)
    • 111 Gründe für ein neues Handballbuch (ab 16:30)
    • Infos aus der Handballwelt (ab 19:48)
    • Jennifer Kettemann im Gespräch (ab 21:24)

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