Beiträge von capitano19

    ich sehe hier drei abgeschlossene Ausbildungen. Aber man kann ja einfach mal motzen. Zu Gensheimer findet sich nichts, dürfte Abitur sein. Aber immerhin learning by doing mit seiner Sockenfirma.

    Tendenziell interessiert sich Groetzki also mehr für das Ganze in der Theorie. Auch die Sterne am Manager Himmel wie Christophersen und Chatton sind Jungs mit Sportmanagementausbildungen.

    kann man aber alles statistisch nicht klar belegen. Die hellste Kerze Christoph Schindler hat nichts über seine Ausblidung bekannt gegeben und dürfte somit Abiturient wie Gensheimer sein. Eisenachs Rene Witte ebenfalls "blank".

    „Grau ist alle Theorie, entscheidend ist auf‘m Platz.“ Oder eben, wie gut die Person Dinge umsetzt, wie engagiert sie ist, wie kompetent. Das ist im Journalismus sehr gut zu sehen. Früher musste studiert werden, aber selten studierten Journalisten Journalistik. Oft waren es Quereinsteiger, dazu gab es Volontariate. Heute sprießen die FH-Konzepte nur so um sich, die Journlisten können aber teilweise nicht mehr eigenständig denken. Meines Erachtens ist die Ausbildung also fast völlig egal. Ist die am besten ausgebildete Person einfach stinkefaul, dann nützt die Ausbildung gar nichts. Dann sticht derjenige, der mit Leidenschaft, Herzblut und Engagement arbeitet, den Master-Studenten aus. Kann Patrick Groetzki der erfolgreichste Manager der Löwen-Geschichte werden? Ja, kann er. Kann er nach nicht mal einem Jahr wieder die Segel streichen? Ja, kann er. Wir wissen es einfach nicht. So wie ich ihn aber kennengelernt habe, traue ich ihm das zu. Bei Gensheimer hatte ich Zweifel. Die beiden unterscheiden sich in ihrer Art halt auch ein wenig.

    Zu Punkt 1: Das ist doch aber genau mein Argument, dass die Jugend außerhalb Solingens eben nicht wahrgenommen wird, sondern nur die Profis. Auf dieser Basis nehmen die Leute dann auch wahr, dass in Wuppertal und Düsseldorf, Letzteres ist nicht mal Bergisches Land, gespielt, und in Radevormwald trainiert wird. Warst Du in dem Kaff schon mal? Bestimmt. Für mich ein maximal schlechter Deal des BHC und eine fatale Entscheidung des Vereins auf lange Sicht.

    Zu Punkt 2/3: Der TV Hüttenberg hat seit BHC-Gründung mehr Spieler in die erste Liga gebracht als der BHC über seine Jugend. Das gilt auch für Bayer Dormagen. Gummersbach dito. Von Vereinen wie Berlin, Magdburg, Leipzig oder den Löwen fange ich gar nicht erst an- Stimmt, einige davon haben viel bessere oder andere Bedingungen. Das mag sich in Zukunft, wie Du vermutest, wieder ändern, aber der aktuelle Fakt ist ein anderer. Hoße und Nippes entstammen auch der Jugend der SG Solingen und nicht der des BHC, wenn man es genau nimmt.

    Fazit: Man kann sich als Fan die Dinge schöner reden, als sie sind. Man kann aber auch emotionslos die Fakten betrachten und sehen, dass die Dinge eben anders sind, als man sie gerne hätte. Und, ganz wichtig, man kann das alles tun, ohne direkt persönlich zu werden und andere als arrogant zu bewerten und zu fragen, was sie selbst denn sportlich erreicht hätten. ;)

    Trefilov hieß der gute Kollege, auf den aber die Spielerinnen nichts kommen ließen. Die Art und Weise der rumänischen Trainer hat ja nach den beiden ersten Auszeiten aber auch nicht zu mehr Sicherheit bei den Spielerinnen geführt, im Gegenteil. Ich finde Emotion immer wichtig, zu viel Ruhe empfinde ich als falsch. Aber das war völlig bekloppt.

    Natürlich ist die Bundesliga-Mannschaft das Aushängeschild, aber für den Verein -> e. V. ist wohl der Spielort der Nachwuchsmannschaften nicht viel irrelevanter als der Trainingsort der Spielbetriebs-GmbH.

    Was ist das für eine arrogante Aussage? Zumindest ist man in der A-Jugend mal Deutscher Meister geworden, und die C-Jugend erst letztes Jahr NRW-Meister und als Schulmannschaft Deutscher Vize-Meister, dazu Erfolge bei internationalen Turnieren. Was hast du in deinem Leben sportlich so gerissen? Wahrscheinlich wenig Vergleichbares. Peinlich.

    Wieso sollte man Lukas Becher nicht dazu zählen? Der hat bis zur A-Jugend beim BHC gespielt. Ich mach mir die Welt, wie sie mir gefällt? Alex Weck hat es auch in den Profikader geschafft, spielt jetzt in Minden 1. Liga. Es kann sicher besser sein, aber gerne mal Mannschaften nennen, die auf direktem Weg unfassbar viele Eigengewäche produziert haben, und zwar unter vergleichbaren Bedingungen wie hier. Nicht mit Berlin oder so ankommen, die sich in der B- und A-Jugend deutschlandweit die besten Spieler zusammensuchen können.

    Zu Punkt 1: Der Verein wird nicht wegen seiner Jugendmannschaften außerhalb des Bergischen Raumes wahrgenommen, sondern (wenn überhaupt) ausnahmslos wegen der Bundesliga-Mannschaft. Du kannst Dir das dann auch in diesem Fall schönreden, so ist es aber nicht. Der BHC sagt unfassbar wenigen Menschen was, erst recht die Jugendteams.

    Zu Punkt 2: Das ist keine arrogante Aussage, das ist Fakt. Man war "mal" A-Jugend-Meister. Du weißt aber schon, wie lange das zurückliegt, oder? Das hat doch mit der Gegenwart nichts mehr zu tun. Wer dieser Meister von damals spielt denn eigentlich noch? Und ja, ich weiß, was die C-Jugend im vergangenen Jahr gerissen hat. Es geht mir hier aber um die Anschlussförderung. Die sagt: Bis auf Weck, der nicht mehr da ist, hat es auf direktem Weg kein einziger BHC-Jugendspieler geschafft, sich auch beim aktuellen BHC zu etablieren.

    Zu Punkt 3: Becher hat es nicht in die Bundesliga-Mannschaft geschafft. Er musst einen jahrelangen Umweg gehen. Die Gründe, warum er dann beim BHC gelandet ist, waren auch andere. Verkaufe ihn mir dann doch bitte nicht als Eigengewächs. Weck ist auch nicht mehr Teil des BHC und war eine Ausnahme. Früher gab es noch Christian Hoße und Kristian Nippes, von solchen Zeiten sind wir aber weit entfernt.

    Spannendes Thema, aber es bahnte sich schon länger an. Verwundert bin ich nicht wirklich. Es sieht halt nicht gut aus. Wenn man die Pressemeldung richtig interpretiert, ist es eine Degradierung. Mit anderen Worten: Uwe hat den Job nicht so gemacht, wie man es sich vorgestellt hat.

    Gut, den kompletten Nachwuchsbereich sollte man vielleicht nicht unterschlagen. Ich weiß nicht, ob ich das nicht relevanter finde als die Frage, wo ein paar gut bezahlte Profis, die im Normalfall an den Städten nicht besonders hängen, trainieren. Aber das kann man so oder so sehen.

    Das Aushängeschild ist und bleibt aber die Bundesliga-Truppe und nicht irgendwelche Jugendmannschaften, die noch dazu nichts reißen. Wie viele, aus der eigenen Jugend kommende Akteure spielen denn bei den BHC-Profis? Und nein, Lukas Becher zähle ich nicht dazu, denn der hat jahrelang woanders gespielt.

    Zu Steinhaus: Weil er sich gerade rasant entwickelt und das anderen Vereinen nicht verborgen bleibt.

    Zum anderen Thema: Ursprünglich hieß der Verein, den Jörg Föste nach oben gebracht hat, Sporting Höhscheid. So hieß der Verein auch noch, als Bob Hanning Mitte der 90er dort Trainer wurde und aus der Essener Jugend Torsten Jansen und Florian Kehrmann mitbrachte. Das ist die ursprüngliche Ideologie, um Deine Formulierung aufzugreifen. Danach fusionierte man gemeinsam mit der PSVg Jahn Solingen zur SG Solingen, später dann mit dem LTV Wuppertal zum Bergischen HC. Jörg Föste ist gebürtiger Solinger, dort aufgewachsen und fest verwurzelt. Mittlerweile spielt der Verein aber seit ein paar Jahren nicht mehr in Solingen. Er verließ sogar das Bergische Land, um mal in Köln zu spielen und oft auch in Düsseldorf. In Solingen trainiert er nun ab Sommer nicht mal mehr. Die Solinger, die immer noch den absoluten Großteil der Fangemeinde stellen, nehmen das zur Kenntnis. Sagen wir mal so: Begeistert sind sie nicht gerade. Der Verein verliert so einen weiteren Teil seiner Wurzeln. Ich sehe das als gefährlich an. Daher bin ich sehr skeptisch.

    Steinhaus ist im Sommer 2027 sowieso weg. Aber ich wundere mich schon, dass Du glaubst manchmal reiche eine halbe Stunde Fahrtzeit aus. Für das Thema Regeneration ist das nicht gut und wenn Du zwei Einheiten am Tag absolvierst, dann überlegt man sich eine Rückfahrt zum Wohnort eventuell mal. Beispiel: Innerhalb Solingens bei vier Einheiten am Tag maximal eine Stunde im Auto, bei 45 Minuten pro Strecke sind es bei Radevormwald drei Stunden. Ja, es ist ihr Job. Ihre Verträge haben die Spieler aber unter anderen Bedingungen unterschrieben.

    Doch, ist es. Denn wenn Du in einer Stadt wie Solingen recht zentral beim aktuellen Trainingszentrum wohnst, brauchst Du dahin maximal zehn Minuten. Ab Sommer sind es dann grob 50 Minuten. Da steigt die Freude bei allen Beteiligten ganz sicher ins Unermessliche. Bei einigen Entscheidungen lag der BHC leider in den vergangenen Jahren doch arg daneben. Jetzt fällt es ihnen extrem auf die Füße. Und es soll Spieler geben, die auch von Solingen oder Wuppertal nicht maximal begeistert sind. Radevormwald muss man als Profi auch erstmal auf der Landkarte suchen.

    In Hamm spielte der Pokalsieger, der ganze 800 Zuschauer in einem CL-Playoffspiel in die Halle bekam? Und dafür am Vortag noch vor 80000 Zuschauer Werbung machte. Und die CL-Ticket günstiger als die HBF-Tickets von Neckarsulm anbietet ...

    Deine Träumereien gingen bisher alle nach hinten los. Teurere Preis, schlechteres Niveau und eine Lustlos-Truppe wird Meister.

    Welche Träumereien?

    Meine Aussage ist übrigens nicht, dass die ganzen Bensheimer Zuschauer dann alle nach Heidelberg fahren. Ich sage nur, dass sie in unmittelbarer Nähe eine BL-taugliche Halle haben.