Weiterhin wird mit den Spielerinnen gespielt und sie werden hingehalten. Das ist einfach extrem unseriös. Die Aussage des Insolvenzverwalters ist die, an die man sich halten sollte.
Beiträge von capitano19
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Das ist mir durchaus bewusst. Ich bleibe bei meiner Aussage. Der Mann ist 89 Jahre alt und nicht mehr geschäftsfähig. Das passiert nicht von einen Tag auf den anderen und muss den Verantwortlichem um Sebastian Götz bekannt gewesen sein. Falls nicht, dann haben sie nicht gut gearbeitet.
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Es wurde vor einem Jahr angeblich von Olymp kommuniziert, dass man weitere Gelder streicht. Das hat auch niemand in Ludwigsburg bestritten. Fraglich ist aber, wenn Smits das sagt (und die ist glaubwürdig), ob den Spielerinnen sämtliche Informationen weitergeleitet wurden. Nicht grundlos wird sie sich beschweren, dass Fragen nicht beantwortet wurden. Aus meiner Sicht eine Frechheit den Spielerinnen gegenüber. Man schließt neue Verträge mit dem Wissen ab, dass man Tag für Tag neue Schulden macht. Und da verstehe ich die Wut der Spielerinnen sehr gut. In Leverkusen zum Beispiel, wenn auch auf einem ganz anderen Level, war rechtzeitig bekannt, dass weniger Geld fließen wird und entsprechend hat man da geplant. Man ist chancenlos abgestiegen, das war eben die Konsequenz. Dort hat man eben nicht Verträge verlängert. Die sportliche Folge ist der erste Abstieg der Vereinsgeschichte nach 50 Jahren Bundesliga. In Bietigheim dachte man ein Umzug in eine teurere Halle lockt Sponsoren an und war dabei völlig naiv. Das Ergebnis sehen wir jetzt.
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Wenn Du das meinst...
Ob der BVB als Vierter oder Achter das Upgrade bekommen hat spielt keine Rolle, de facto sind Stand heute zwei deutsche Mannschaften Teil der Champions League der Frauen. Und das wird in der Saison 2026/27 definitiv nicht der Fall sein.
Die EHF sehe ich gefordert zeitnah eine Entscheidung zu treffen, ob sie dieses Zeitspiel der Ludwigsburger Verantwortlichen noch mitmachen. Die EHF wird bestimmt nicht nur mit 13 Vereinen in die Saison gehen wollen, sondern dann lieber noch einen Verein aus der European League hochziehen (ich tippe auf Sola).
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Das sind alles Träumereien. Im Prinzip wird jede Spielerin schon irgendwo einen Verein finden, wenn sie es denn unbedingt will. Aber es ist natürlich sehr hart, gar keine Frage. Teilweise kann es das Ende der Karriere bedeuten. Die betroffenen Spielerinnen, teils mit Familie, tun mir sehr leid. Es trifft sie auch keinerlei Schuld, sie haben ihren Teil des Vettrages erfüllt und sind von der anderen Seite an der Nase herumgeführt worden. Eine Lena Degenhardt ist gerade mal ein paar Wochen dort und kann sich jetzt wieder einen neuen Verein suchen. Für den deutschen Frauenhandbal, aber auch den internationalen, ist das ein großes Problem. Zwei CL-Vereine hatte Deutschland lange nicht mehr, sehr schade. Das wird auch die Entwicklung einiger Spielerinnen bremsen, weil sie jetzt nicht mehr in der Champions League spielen werden. Mit den Vipers und nun Ludwigsburg sind in der Champions League nun innerhalb eines halben Jahres der Finalist von 2024 und der Gewinner von 2021 bis 2023 weggebrochen. Auch die EHF ist jetzt gefordert.
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Exakt so ist es. Was das alles noch bescheidener macht.
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Es isst eine Irrglaube zu denken, dass dann plötzlich der Frauenhandball große Schritte nach vorne macht. Am Ende geht es nach wie vor nur um eine einzige Sache, das liebe Geld. Wären viele reiche Menschen in Deutschland Fans des Frauenhandballs, dann hätten wir vielleicht seit Jahren zwei deutsche Teams in der Champions League und regelmäßig ein Team in Budapest.
Vielleicht aber mal zur Einordnung: Historisch betrachtet war der Frauenhandball in Deutschland immer schon eine kleine Nummer, leider. Seit der Wiedervereinigung wurde der WM-Titel 1993 gewonnen, dazu eine EM-Medaille und eine WM-Medaille. Wir sehnen uns immer nach sportlichem Erfolg, auch internationall, oder eben eine starken Liga. Wie viele CL-Titel haben deutsche Vereine denn in der Historie gewonnen?
Die Liga war nie herausragend stark, sie war oft abhängig von Mäzenen, es sind viele Spitzenvereine pleite gegangen und im Nichts verschwunden. Das sollte man sich immer vor Augen führen, wenn man auf eine deutlich bessere Zukunft im deutschen Frauenhandball hofft. Es haben sich einige Dinge in die richtige Richtiung entwickelt, aber es fehlt noch sehr viel, um sich Profisport zu nennen.
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Und es geht um mehr Frauen in Führungspositionen. Insofern haben beide irgendwo recht.
Ich habe mir jetzt mal bewusst diese Aussage rausgepickt, weil ich damit absolut nicht einverstanden bin. Nie sollte das Geschlecht darüber entscheiden, ob jemand irgendeine Position bekommt oder nicht. Ich bin ein großer Freund der Gleichberechtigung und von Equal Pay dort, wo es möglich ist. Anja Althaus hat Recht wenn sie schreibt, dass die Frauen im Spitzenhandball genauso oft trainieren und so weiter. Sie hätten das gleiche Gehalt verdient, gar keine Frage. Es ist aber wirtschaftlich nicht stemmbar. Aber zurück zur Aussage, es sollte vor allem mal um Kompetenz gehen. Wir benötigen im Frauenhandball einfach viel mehr Kompetenz. Wenn sich Männer einbringen, die erfolgreich, kompetent und empathisch einen Verein führen, dann ist dagegen nichts einzuwenden, im Gegenteil. Je mehr Männer sich auch im Frauensport engagieren, desto besser ist das. Es hilft übrigens auch den Frauen nicht, wenn sie sozusagen in eine Rolle gedrängt werden, die sie gar nicht bereit sind auszufüllen. Das größte Problem im deutschen Frauenhandball sehe ich nicht in der fehlenden Anzahl an Frauen in Führungspositionen, sondern an den zahlreichen Amateuren, die in Spitzenpositionen unterwegs sind und wichtige Entscheidungen ohne Sinn und Verstand treffen. Und nein, ich sehe nicht, dass wir auf einem wirklich guten Weg sind. Der deutsche Frauenhandball stagniert insgesamt und sollte in Ludwigsburg Schluss sein, macht er sogar nochmal einen großen Schritt zurück.
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Aber in Dortmund kann es doch auch ganz schnell vorbei sein, wenn die Frauen im Fußball weiter so erfolgreich sind.
Dann kann es sich bei den Frauen meiner Meinung nach schnell vom Handball zum Fußball verlagern bzgl. der finanziellen Unterstützung des e.V.
Die Frauenfußballabteilung ist Teil der KGaA, die Handballabteilung ist Teil des eingetragenen Vereins. Das Konstrukt Borussia Dortmund ist anders als viele andere. Daher sehe ich nicht, dass Erfolg der Frauenfußballerinnen ein Problem für den Frauenhandball im Verein ist. Es muss nur in der Abteilung Frauenhandball sehr gut gearbeitet werden.
Was Großsponsoren angeht: Die sind hoffentlich nicht der einzige Geldgeber. Mäzene halten sich aber in der Regel ein Spielzeug und das ist immer brandgefährlich.
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So sehe ich das nämlich auch und finde es schon komisch, dass gerade Capitano sich so über Ludwigsburg äußert.
Als Dortmunder darf man also deswegen Dinge nicht als schlecht benennen, obwohl sie schlecht sind? Ich verstehe auch den Vergleich nicht und mir ist auch unklar, was das mit dem Thema zu tun hat. Ich mag Mäzenatentum nicht gerne und mir würde das auch in Dortmund nicht gefallen. Dass es oft im Handball nicht anders geht, macht es ja nicht besser. Wir sehen ja was gerade im (deutschen) Frauenhandball immer wieder dabei rumkommt.
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Dafür braucht es aber Stars und Gesichter und eine Story, so wie die von Caitlin Clark im Frauenbasketball.
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Sponsoren, Ticketeinnahmen, der e.V., wie hier zuletzt auch mal erklärt.
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In den kommenden Jahren wird sowieso kein anderer deutscher Verein als Borussia Dortmund überhaupt Interesse haben in der Champions League zu spielen.
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Die EHF hat Verträge abgeschlossen die besagen, dass in zwei Gruppen mit je acht Teams eine bestimmte Anzahl an Spielen gespielt wird. Ist das nicht so, hat die EHF ein vertragliches Problem. Daher werden sie zur Not Ludwigsburg ersetzen bevor sie ein Risiko eingehen und der Verein Anfang September pleite ist.
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Das stimmt. Ich kritisiere nur zu große Einflussnahme des Verbandes oder Bundestrainers. Je mehr deutsche Spielerinnen Champions League spielen, desto besser ist das natürlich.
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ist doch auch im Fußball üblich, dass der Nationaltrainer Nationalspieler bei Vereinswechseln berät und mal ein Telefonat führt. Warum sollte das der DHB nicht auch tun? Da sehe ich keine Wettbewebsverzerrung zu Gunsten Ludwigsburgs. Wenn, dann zu Lasten.
Abgesehen davon bin ich überzeugt, dass die Spielerinnen es nicht schwer haben werden, selber neue Vereine zu finden, Kompromissfähigkeit vorausgesetzt.
Der Nationaltrainer hat zuletzt den Spielerinnen geraten den Weg nach Ludwigsburg zu suchen. Das Ergebnis ist bekannt. Und nicht alle Dinge, die der Fußball macht, sind gut und sinnvoll.
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Das sehe ich ganz anders. Es ist nicht die Aufgabe Dritter den Karren für andere aus dem Dreck zu ziehen. Der Verantwortlichen hatten ein Jahr Zeit, um neue Sponsoren zu finden. Das haben sie nicht geschafft. Dennoch wurden mit Spielerinnen neue Verträge geschlossen. Jetzt soll dann der Verband aushelfen und würde damit sogar einen Fall von Wettbewerbsverzerrung herstellen. Die anderen elf Vereine wirtschaften und agieren innerhalb ihrer Möglichkeiten und werden dann auch noch dafür "bestraft", dass Ludwigsburg gerettet werden muss?
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Man kann aber auch vom DHB Initiative zeigen und die Damen die in der Nationalmannschaft spielen sollen dann selbst trainieren... oder bei einem Verein trainieren lassen... Ist bestimmt nur ne Geldfrage...
Es ist doch nicht die Aufgabe des DHB Vereine für Spielerinnen zu finden. Dafür haben die ihre Berater. Ich denke auch, dass fast alle Spielerinnen noch einen Verein finden würden, wenn sie denn Abstriche beim Gehalt machen. Rein theoretisch könnten sie dann ja nach der Weltmeisterschaft wieder wechseln, falls sich irgendwo was tun sollte.
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Und es gibt genügend die sich freuen wenn die HB von der Landkarte verschwindet, richtig capitano19?
Die gibt es bestimmt, ich zähle aber nicht dazu. Mehr Wettbewerb ist gut für das Niveau und mit Ludwigsburg fällt ordentlich Qualität weg, denn nicht jede Spielerin wird in Deutschland bleiben. Das ist weder gut für die Bundesliga, noch für den deutschen Frauenhandball.
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Nein. Und es wäre vermessen sowas zu behaupten. Es sollte ein Ziel sich hier entsprechend zu entwickeln. Ludwigsburg ist das trotz maximalem sportlichen Erfolg (einige Titel, ein europäischer Titel und ein CL-Finale) nicht gelungen. Und das ist eines der Kernprobleme des Vereins.