Beiträge von capitano19

    Eine weitere Verkleinerung der 1 Liga und zweigleisige 2 Liga sehr ich persönlich eher kritisch. Der Abstand zwischen Liga 1 und 2 ist jetzt schon erheblich. Bei einer weiteren Konzentration auf wenige Standorte wird das Gefälle eher noch größer. Gleichzeitig gibt es weniger Plätze für deutsche Spielerinnen.

    Gute deutsche Spielerinnen werden sich immer durchsetzen, weil sie gut genug sind. Wir wollen eine erfolgreiche Nationalmannschaft und die bekommen wir nicht, wenn das beste Teams mit 15 oder 20 Toren gegen den Letzten gewinnt. Dadurch wird man keinesfalls besser, im Gegenteil. Wenn man sich nicht anstrengen muss, dann stagniert man. Das Gefälle zur zweiten Liga soll ja genau aus diesem Grund auch größer werden. Es geht um die Förderung der Elite, denn wir sprechen von den besten Spielerinnen der Liga und einer möglichen Professionalisierung. Mit der Maßnahme der Vergrößerung der Liga erreiche ich doch genau das Gegenteil, weil wir dafür eben gar nicht genügend Standorte haben, die das leisten können.

    Das folgende Spielsystem wäre mit dem Status Quo möglich.
    Hauptrunde wie bisher. Danach 2Teilung

    Platz 1-6 spielen eine Meisterrunde (Jeder gegen Jeden, Heim und Auswärts), Punkte aus dem direkten Vergleich der Hauptrunde werden übernommen:
    Platz 6-12 spielen eine Abstiegsrunde (alle Punkte der Hauptrunde werden mitgenommen, belohnt dann Siege gegen die Top6)
    wären jeweils 32 Spiele (1 oder 2 direkte Absteiger; keine weitere Relegation)

    Diese Idee gefällt mir, weil man so mehr Spiele zwischen den Spitzenteams hat und dennoch keine Playoffs spielt. Die Planbarkeit bleibt erhalten, wenn auch schwieriger als in dem von mir geschilderten System, da natürlich die Teilnehmer der Meisterrunde erst später feststehen. Siege gegen Teams aus den Top 6 würde ich nicht mit in die Abstiegsrunde nehmen. Stehen Teilnehmer der Meisterrunde frühzeitig fest, könnten sie Spiele zwischen internationalen Spielen eventuell abschenken. Das würde ich also lassen.

    Alternativ
    1-8 spielen die Meisterrunde

    9-12 spielen zusammen mit 1-4 der 2 Liga um 4 Plätze in Liga 1

    Punkte aus dem direkten Vergleich der Hauptrunde werden jeweils übernommen:

    wären dann allerdings 36 Spiele

    Die Vermischung der ersten und zweiten Liga über einen längeren Zeitraum finde ich nicht gut. Es würde zu viele deutliche Ergebnisse geben und die zweite Liga ist halt dann gezwungen einen einheitlichen Hallenboden zu organisieren. Teilweise ist das nur schwer zu stemmen. Die Organisation könnte Vereine vor zu hohe Hürden stellen. Die zweite Liga sollte ihre Saison eigenständig zu Ende spielen. Dieses Szenario halte ich daher für nicht denkbar. Ich kenne auch keine Sportart und/oder Liga, wo das so gemacht wird.

    so Hallenstandards

    - Boden: ja

    - 2. Tribüne braucht es m.E. nicht

    - Mindestkapazität: brauche ich auch nicht, wenn ich nur max 1000 Zuschauer habe, brauche ich keine Halle für 1500 , wo die Hälfte der Plätze leer ist, macht sich auch nicht gut bei einer Übertragung (bestes Beispiel die Bayer-Heimspiele, da konntest du die Zuschauer auf der Gegentribüne abzählen)

    Oben habe ich erklärt warum eine dauerhafte Notwendigkeit für zwei Tribünen besteht. Leverkusen ist aus zahlreichen Gründen ein aus meiner Sicht schlechtes Beispiel für niedrige Zuschauerzahlen.

    Mein Vorschlag für den Spielmodus in der Liga ist wahrscheinlich bekannt: Acht Mannschaften, dafür eine Doppelrunde, keine Playoffs, das macht 28 Spiele und sichere Planbarkeit in Bezug auf Termine in der Liga. Das System bedeutet, dass sich die Spitzenspielerinnen in diesen acht Teams sammeln und somit die Qualität der Liga steigt. Dadurch sind sie mehr gefordert und entwickeln sich besser. Der Letzte spielt eine Playoff-Relegation im Modus best-of-three (Samstag, Mittwoch, Samstag) und hat im ersten und dritten Spiel Heimrecht. Warum möchte ich Zweitligisten quasi die Chance auf den Aufstieg nehmen? Weil sie in allen Bereichen verdammt gut sein müssen, damit sie einen Erstligisten ersetzen.

    Modus Pokal: Die acht Erstligisten sind allesamt für das Achtelfinale gesetzt und die anderen Vereine spielen die acht anderen Teilnehmer aus. Im Achtelfinale trifft immer ein unterklassiges Team zuhause auf einen Erstligisten. So kann sich das unterklassige Team einen tollen Handballabend vor eigenem Publikum erspielen. Einnahmen werden nicht geteilt, der Erstligist trägt seine Kosten komplett selbst.

    Hallen: Der einheitliche Hallenboden ist absolute Pflicht. Eine Kapazität von 1.000 Sitzplätzen reicht aus, dafür müssen in den kommenden fünf Jahren alle Teams eine zweite Längstribüne anbieten. Ist das nicht möglich, dann wird die Lizenz nicht erteilt. Aktuell wären Vereine wie Blomberg, Thüringen, Oldenburg, Buxtehude und Göppingen mit dabei. Neckarsulm, Halle und Zwickau können das ebenfalls in der eigenen Stadt bieten, Metzingen in Tübingen. Übrig bleiben nur Bensheim und Dortmund. Es ist also gar nicht so extrem wie hier immer alle denken. Warum ist das so wichtig? Hallen dieser Art haben in der Regel VIP-Bereiche. Und die braucht es, um mehr Sponsoren an Land zu ziehen. Das ist ein Faktor, den man nicht unterschätzen sollte. So wachsen Netzwerke, so kommen mehr Leute in die Halle und so generiert man mehr Geld.

    Medienarbeit: Eine festangestellte, nur für das Handballteam zugeständige Person muss sich um die Pressearbeit und Social Media kümmern, das muss immer aktuell sein. Videoausschnitte während der Spiele, Stimmen der Beteiligten nach den Spielen, einheitliche Technik (nach gemeinsamer Schulung). Die Spiele dürfen nicht mehr von Vereinsmitarbeitern oder verletzten Spielerinnen kommentiert werden, sondern von neutralen, externen Personen. Hierzu sollten intensivere Kooperationen mit lokalen Medien geschlossen werden, die dann sicherlich auch automatisch mehr darüber berichten.

    Was Frau Althaus sich da hindreht tut z.T. echt weh

    Liest sich wie ein stabiles Fundament, de facto war es das Privatvergnügen eines greisen Mannes.

    Das von Dir aufgeführte Zitat ist wirklich schlimm und fernab der Realität. Ich weiß auch nicht was genau sie damit bezwecken will. Denn von professionellen Strukturen war man in Ludwigsburg weit entfernt, in ganz vielen Bereichen.

    Nach reiflicher Überlegung habe ich mich entschieden eine andere Form der Saisonvorschau zu wählen als die, die ich angekündigt hatte. Das hat zahlreiche Gründe, unter anderem meine Reise nach Frankreich morgen, dort findet in Straßburg ein sehr gut besetztes Vorbereitungsturnier statt. Von dem werde ich berichten, Interviews davon findet ihr in der Instagram-Story bei Kreis Ab bzw. auf der Partnerseite Stregspiller, wie gehabt auf Englisch.

    Die Vorschau habe ich heute aufgezeichnet und sie wird am Montag erscheinen. Zu Gast ist Olaf Bruchmann von der Handballwoche und in rund 90 Minuten werfen wir einen kurzen Blick auf alle 18 Vereine. Ich hätte euch gerne die einmalige Vorschau der vergangenen elf Jahre geliefert, mehr war aber nicht drin. Ich freue mich dennoch, wenn ihr alle mit am Ball von Kreis Ab bleibt. Wann genau die Sendung am Montag erscheint, kann ich noch nicht sagen. Das Ding muss erstmal geschnitten werden.

    Die Maßnahmen sind richtig, nur nicht clever durchgeführt. Wenn man solche Dinge wie Ludwigsburg verhindern will, dann ist das dringend nötig. Ansonsten verkommt der Frauenhandball irgendwann komplett zum Amateursport. Als der einheitliche Hallenboden eingeführt wird, haben auch alle gejammert. Wie können sie nur? Warum tun sie das? Wie sollen wir das bezahlen? Es geht mittlerweile überall, man muss nur wollen.

    Dass man etwas mehr als eine Woche vor Saisonstart nicht offiziell weiß, ob einer der zwölf Vereine antritt, ist wirklich sinnbildlich für die ganze Farce rund um die HB Ludwigsburg. Sperrt den Laden endlich ab, bitte!

    Ich freue mich sehr über diesen Transfer. Man wird sehen, ob sie es packt. Aber sie startet den Versuch, noch dazu relativ jung. Das finde ich super. Wenn sie die kommenden Jahre dauerhaft in der Champions League spielt, dann ist das großartig.

    Im Moment sind da ganz andere Probleme zu lösen mit dem Umzug in die neue Halle... Sehe es ihnen etwas nach , dass da dann ein Bericht nicht ganz Zeitnah kommt. Gestern Nachmittag war er aber online.

    Mir wäre neu, dass der Autor der Texte die Umzugskartons schleppt. Aber gut, im deutschen Frauenhandball gibt es immer eine "Erklärung" dafür, warum Dinge nicht gehen. Vielleicht lernt man mal zu denken, wie sie besser gehen könnten.