Beiträge von capitano19

    Um eine größere Hörerschaft zu erreichen, müsste der Podcast aus meiner Sicht mehr polarisieren und aktuelle kontroverse Themen aufgreifen.

    Der Podcast hat, wenn Du nur mal die vergangene Saison betrachtest, oft kontroverse Themen aufgegriffen. Ich werde aber nicht jede Woche einzelne Fehler von Schiedsrichtern diskutieren. Und es müssen ja auch die passenden Personen bereit sein, mir zur Verfügung zu stehen. Das ist, siehe Jutta Ehrmann zuletzt, eben nicht immer der Fall.

    Man kann doch problemlos die zweite Liga wieder zweigleisig machen oder regional einteilen und somit vergrößern. Das senkt die Reisekosten, die für viele Vereine in der zweiten Liga mit das größte Problem darstellen. So hast Du auch wieder Präsenz in der Fläche.

    Und was soll diese 8er Liga bringen ?

    Macht die Liga nicht spannender und noch weniger Plätze für deutsche Nachwuchsspielerinnen. Das macht ja überhaupt keinen Sinn :D

    Spannung. lieber Norddeutscher7 , ist nicht per se ein Merkmal für Qualität. Wenn aber die Qualität höher ist, dann steigt automatisch das Interesse. Das sieht man doch auch an der Entwicklung der Männer-Bundesliga über die vergangenen Jahrzehnte. Bei acht Teams verteilt sich die Qualität auf weniger Mannschaften und wird pro Team somit höher. Spielerinnen sind mehr gefordert, weil die Qualität der Gegner steigt. Somit werden die Spielerinnen besser, weil sie sich häufiger mit höherer Qualität messen müssen.

    Vielen Dank für eure Rückmeldungen. Ich möchte auf einige Punkt eingehen.

    1.) Kooperationen

    Ja, die sind in Teilen sinnvoll, aber es gab auch bewusst bislang keine größeren Kooperationen, sondern wenn dann nur auf Turniere bezogen (wie bei Olympia 2024). Warum? Kooperationen haben oft auch Einschränkungen zur Folge, inhaltliche und zeitliche. Auch mir hat das in Paris und Lille sehr gut gefallen, aber das kann ich nicht dauerhaft jede Woche so machen. Es wäre auf Dauer langweilig und die große Stärke des Formats ist es aus meiner Sicht, dass eben viele unterschiedliche Gäste mit dabei sind. Zudem glaube oder sogar weiß ich, dass Kooperationen teilweise nicht gewollt sind. Gleichzeitig ist Unabhängigkeit auch ein hohes Gut, das man nicht unterschätzen sollte.

    2.) Schnitt auslagern

    Sehr gerne würde ich das tun und ihr fügt ja teilweise auch an, dass sich in der Community eventuell jemand dafür finden lässt. Diese Person müsste aber bezahlt werden, denn ohne Bezahlung kann ich keine Zuverlässigkeit erwarten. Und vielleicht ist es euch mal aufgefallen, die Aufnahmen sind "clean". Man hört kein Husten, kein Stottern, nichts. Warum? Weil mir euer Hörerlebnis sehr wichtig ist. Gleichzeitig möchte ich die Kollegen nicht alt aussehen lassen. Manche Aufnahmen wären ohne diesen massiven Aufwand beim Schnitt nicht "hörbar". Auch in der U-Bahn, beim Joggen oder im Auto muss der Sound so gut sein, dass ihr Spaß habt Kreis Ab zu hören. Finde ich jemanden, der das kann und machen will, muss dafür wieder Geld investiert werden. Hier beißt sich die Katze in den Schwanz.

    3.) Spenden der Hörer

    Ihr habt Steady in den Raum geworfen, dabei gibt es schon zwei Plattformen für Spenden. Ich biete Patreon und PayPal (seit vergangenem Jahr) an. Wer bereit ist Kreis Ab mit Geld zu unterstützen, dem sollten diese beiden Optionen durchaus ausreichen. Oder seht ihr das anders? Es ist allerdings ein Irrglaube davon auszugehen, dass sich mit einem weiteren Angebot (Steady) die Summen massiv erhöhen. Es wird keinen Überschuss kreieren. Da ich aber nicht weiß, wer hinter euren Usernamen steckt, werfe ich mal folgende Frage in den Raum: Wer von euch unterstützt denn monatlich Kreis Ab, sagen wir mal mit 5 Euro? Versteht mich nicht falsch, das ist auf gar keinen Fall ein Vorwurf. Ich möchte damit nur aufzeigen, dass es nicht im Ansatz ergiebig genug ist. Und besonders nicht, um zuverlässig mögliche Mitarbeiter zu bezahlen. Und nur mal zum Vergleich: Mit Honoraren, wie sie andere Podcasts mittlerweile generieren, würde ich mit den regulären Folgen sicherlich bei so 500 Euro Honorar pro Ausgabe landen.

    4.) Unique Selling Point

    Das ist ein Punkt, den man nicht unterschätzen sollte. Über all die Jahre war die Rückmeldung immer, dass die Themenvielfalt der größte Faustpfand von Kreis Ab ist. Hier findet sich der komplette Handball wieder. Fokussiere ich mich nun plötzlich nur auf den Männerhandball oder gar die HBL, dann werde ich auf Dauer etliche Hörer verlieren und biete am Ende nur das, was andere auch bieten. Interviews wie das mit Andreas Stolle zur Glücksliga, mit Lea Hollstein und ihrem Handschuh oder Frank Lüttmann zu seinem Aus als Hallensprecher in Emsdetten waren absolute Hörermagneten. Natürlich auch ein Projekt wie die "Hölle von Bitola", das aber einen immensen Zeitaufwand mit sich gezogen hat. Wir sprechen hier von mehreren Wochen.

    5.) Merchandise und Live-Events

    Mehr Arbeit garantiert nicht mehr Ertrag. Investiere ich in eine eigene Plattform für Merchandise, kostet das Zeit und Geld. T-Shirts kann man übrigens längst kaufen, wenn man mal bei kreisab.de vorbeischaut. Auf der rechten Seite findet man dazu einen Link. Euer Einwand, dass ich dafür mehr Werbung machen müsste, wie auch für die Spendenplattformen, ist absolut richtig. Leider ist auch hier wieder die Zeit ein Problem. Die Grenze ist längst überschritten.

    Die Idee mit den Live-Events wiederum mag ich sehr und ist eine tolle Idee. Ich könnte beispielsweise bei der Europameisterschaft im Januar einen Event nach der Vorrunde und einen nach der Hauptrunde anbieten. Das ist aber organisatorisch ein immenser Aufwand. Ich müsste eine Location finden, die bereit ist mir dabei zu helfen. Davon gibt es, wer schon mal da war, in Herning nicht unendlich viele. Sicherlich würden sie auch an den Einnahmen partizipieren wollen. Ich müsste alleine aus steuerlichen Gründen ein Ticketsystem anbieten, bei dem das Publikum Tickets kaufen kann. Dann müsste ich dafür Werbung machen. Das Ticketsystem kostet auch Geld. Tickets müssen an die Leute kommen, digital machbar, aber ich habe damit absolut gar keine Erfahrung. Experten zu bekommen sollte aber das kleinere Problem sein.

    Ansonsten: Ich bitte euch die Diskussion weiter am Leben zu halten. Nur so kann ich weitere Ideen entwickeln und mir entsprechend Gedanken machen.

    Dann teile uns mal deine Gedanken mit, wie du einen Bundesliga-Modus spielen würdest, der Spannung bis zum Schluss um den Titel beinhaltet (wie es die Medien wollen) und den Vereinen gerecht wird in Sachen Orga und Gerechtigkeit der Heimspiele.

    Das habe ich schon mal getan, und zwar: Liga auf acht Mannschaften reduzieren und eine Doppelrunde spielen. Spannung gibt es sowieso nicht, solange Ludwigsburg solche Mittel hat wie aktuell und Dortmund nichts drauflegt. Kein anderes Team kann oder könnte Ludwigsburg in einer best-of-Serie gefährlich werden.

    Wenn ein zweites Halbfinale und ein zweites Finale mittwochs ausgetragen werden, dann ist das für die jeweiligen Gastgeber auch kompletter Käse. Man merkt also, dass die Sache nicht komplett durchdacht ist. Das passiert, wenn zu viele Leute nicht mit der nötigen Weitsicht unterwegs sind. Schade.

    Dass man meint erst am Spieltag anreisen zu müssen, ist eine (ambitionslose) Entscheidung der Gastvereine. Man kann auch pro best-of-three argumentieren. Hier aber zu glauben, dass es mit den Hallen unproblematisch ist, halte ich für etwas naiv. Die Kurzfristigkeit eines möglichen dritten Spiels sehe ich auch in Bezug auf die Fans als schwierig an. Dann sind auch wieder Spiele unter der Woche, was in Deutschland ja anscheinend für etliche Fans ein Problem ist. Da wäre es dann doch besser nur am Wochenende zu spielen, was wiederum zu anderen Thematiken führt.

    So, liebe Freunde des Podcasts, es wird Zeit für die angekündigten Gedanken zum Format von Kreis Ab und wie es, wenn überhaupt, weitergehen kann. Die vergangene Saison hat sehr eindeutig aufgezeigt, dass ich einen anderen Weg einschlagen muss. Ich möchte nicht, dass meine Gesundheit zu sehr darunter leidet. Die Saison 2024/25 war, auch aufgrund von Olympia, natürlich besonders anstrengend. Zudem war ich bei beiden Turnieren von Anfang bis Ende vor Ort, kein anderer deutscher Journalist war das übrigens. Aufgrund der hohen Belastung habe ich die Final-Four-Turniere in Graz und Hamburg ausgelassen. Dennoch hoffe ich, dass ich euch erneut eine spannende und abwechslungsreiche Begleitung des sportlichen Geschehens liefern konnte.

    Leider ist der Podcast auch nach bald zwölf Jahren ein Minusgeschäft. Ein finanzielles, aber auch eines in Bezug auf mein Zeitkonto. Vor einiger Zeit habe ich hier mal geschildert, wie intensiv das Ganze ist. Nach wie vor gehen mindestens 1,5 Tage (manchmal zwei) pro Woche dafür drauf, aber ich bekomme sozusagen nichts zurück. Ich gebe meine Zeit dafür her, was ich generell gerne mache, aber kann sie mir nirgendwo wiederholen. Ich muss schließlich als freiberuflicher Journalist auch Geld verdienen und bin zumindest in der glücklichen Lage, dass ich genug Aufträge habe. Hier kann ich allerdings nicht kürzertreten, um einen Podcast zu produzieren, der mir kein Geld bringt. Das funktioniert so einfach nicht.

    Auf der anderen Seite benötige ich auch dringend freie Phasen und auch mal etwas Ruhe, das merke ich immer mehr. Die letzte Folge der WM-Sondersendungen 2025 kam einige Tage später, weil ich das Finale nicht sehen konnte. Ich lag in Oslo im Krankenhaus, weil ich völlig überarbeitet war. Ihr könnt euch daher also vorstellen, dass die Gesundheit die höchste Priorität bei mir genießt. Treue Hörer wissen, dass in bald zwölf Jahren nur 2021 insgesamt drei Sendungen ausgefallen sind, damals war ich stark Corona-erkrankt und es ging einfach nicht anders. Jetzt habe ich aber selbst in der Hand, wie es weitergeht und welche Maßnahmen getroffen werden können, um Kreis Ab wie gewohnt weiterzuführen. Was ist also sinnvoll, nötig und möglich?

    Ein finanzstarker Sponsor wäre natürlich die allerbeste Lösung. Das würde ermöglichen eventuell jemanden ins Boot zu holen, der sich vor allem um den so extrem zeitaufwendigen Schnitt zu kümmert. Mit KI ist das (noch) nicht zu lösen. So eine Person zu finden ist aber äußerst schwierig. Den Schnitt braucht es aber, damit die Hörqualität gut genug ist. Da komme ich nicht drumherum. Außerdem könnte ich so vielleicht Social Media in andere Hände geben. Was nicht in Frage kommt: Die Moderation für einzelne Sendungen abzugeben. Sollte sich ein Sponsor finden, dann besteht auch die Möglichkeit auf andere Aufträge zu verzichten. Ich möchte an dieser Stelle ehrlich zu euch sein: So einen Sponsor zu finden, das ist verdammt schwer. Oft wird gesagt: Versuch es doch mal hier oder dort. Das habe ich schon sehr oft versucht, aber es ist am Ende nie zu einer Zusammenarbeit gekommen. Wieso? Das ist für mich nur schwer zu beurteilen.

    Gibt es also keine (oder mehrere) Sponsoren, muss ich andere Wege einschlagen. Konkret würde das aber wohl bedeuten, dass der Podcast eingestellt werden müsste. Für mich kommen halbe Sachen nicht in Frage, also beispielsweise nur eine Sendung alle zwei Wochen. Ich habe ja nun schon das ein oder andere Mal mit zeitlosen Interviews gearbeitet, wie mit Renars Uscins oder Nils Kaiser. Die kamen inhaltlich sehr gut an, aber nicht in Bezug auf die Hörerzahlen. Nur so kann ich mir aber auch mal einen Montag freischaufeln und Dinge für mich tun. Meine Bitte an euch ist also eher eine Frage: Welche Mittel und Wege gibt es, um Kreis Ab weiter fortzusetzen? Was ist euch wichtig? Was ist nicht wichtig? Ich freue mich, wenn hier dazu auch eine kleine Diskussion entsteht, gerne auch über mehrere Seiten.

    Alle Gedanken sind erlaubt, mit drei wichtigen Ausnahmen (kein Schnitt mehr, Rhythmus der Ausstrahlungen und Abgabe der Moderation). Ich bin gespannt auf eure Sicht der Dinge!

    Ich kann diesen Gedankengang nachvollziehen. Ich verstehe es auch nicht so ganz. Ich wäre nur Weg gegangen vom Modus best-of-three und hätte auf Hin- und Rückspiel umgestellt, damit man in Bezug auf die Hallenverfügbarkeiten (mit das größte Problem der HBF) besser planen kann. Genau an der Stelle hat die HBF nichts verändert...