Beiträge von capitano19

    Liebe Leute,

    es ist an der Zeit für ein Statement zur Zukunft des Formats. Nochmal möchte ich mich ausdrücklich für eure Rückmeldungen, Ideen und Vorschläge bedanken. Mir fiel es auch nicht leicht eine Entscheidung zu treffen, aber Kreis Ab wird es in seiner bisherigen Form nicht mehr geben, das ist der aktuelle Stand. Schon jetzt wüsste ich nicht wie ich die Saisonvorschau, ein absoluter Klassiker und wahrscheinlich in der deutschen Podcast-Landschaft im Bereich Sport absolut einmalig, stemmen soll.

    Auch die wöchentliche Sendung mit drei Gästen sehr ich derzeit nicht. Ich mache mir derzeit ausführlich Gedanken, wie und ob es weitergehen kann. Klar ist nur, dass ich das aktuelle Pensum nicht mehr fahren kann. Es müsste schon ein Geldkoffer vom Himmel fallen und mir ermöglichen andere Projekte hinten anzustellen. Das wird aber nicht passieren, sonst wäre es in mehr als zwölf Jahren längst passiert. Man darf Träume haben, sollte aber den realistischen Blick nie verlieren.

    In diesem Sinne hoffe ich, dass ihr Kreis Ab immer genossen habt, auch wenn bestimmt nicht jede Sendung perfekt war oder euren Geschmack getroffen hat. Das Ganze habe ich stets mit viel Herzblut und Leidenschaft betrieben, vom ersten Moment an. Ich hoffe, dass man das auch raushören konnte.

    Danke für eure Unterstützung,

    Sascha

    Nicht jeder ist anscheinend gut beraten. Gut ist an der Nummer nur, dass Nationalspielerinnen nicht mehr dem Druck ausgesetzt sind unbedingt nach Ludwigsburg zu wechseln und die Spitze so ausgeglichener wird. Das hat auf der anderen Seite aber auch einige Nachteile, gar keine Frage.

    Egal wie hoch die Etatlücke aktuell ist, mir fehlt echt das Verständnis dafür. Offenen Auges, wie auch bei den Vipers in Norwegen, lässt man die Spielerinnen ins offene Verderben laufen. Man holt beispielsweise eine Lena Degenhardt aus Dortmund mit dem Wissen, dass man sie eigentlich gar nicht bezahlen kann. Man verlängert Verträge, ohne die Kosten dafür gedeckt zu haben. Man holt junge Spielerinnen, die ihre ganze Karriere noch vor sich haben, ebenfalls mit diesem Wissen. Jetzt wird es zu einem Insolvenzverfahren kommen und der Kader wird richtig ausbluten. Sorry, aber sowas gehört am Ende auch irgendwie bestraft.

    Und mir soll jetzt auch niemand mit der Historie des Vereins kommen. Die Titel wurden erkauft mit dem Geld einer reichen Person, der sich eine Form von Spielzeug ohne jegliche Form von Nachhaltigkeit geleistet hat. Der Verein wird genauso in der Versenkung verschwinden wie Walle Bremen, der DJK/MJC Trier oder der 1. FC Nürnberg und war eine temporäre Erscheinung. Nicht mehr und nicht weniger. Insgesamt ist das alles natürlich sehr bitter, es ist aber auch hausgemacht. Leid tun mir in Teilen die Spielerinnen und vor allem die Fans, die mit sehr viel Herzblut an der ganzen Nummer hängen. Für den deutschen Frauenhandball ist es im Jahr der Heim-WM natürlich auch ein Supergau, insbesondere sollten jetzt etliche Spielerinnen des DHB-Kaders plötzlich nicht mehr in der Champions League spielen.

    Offensiv mit mehr Wurfvarianten als alle, vielleicht mit Ausnahme von Hauf. Defensiv schlechter als Döll (die aber da auch gut ist), aber besser als Hauf. Der Vergleich mit Rohr ist schwierig, weil Rohr noch nie wirklich gegen Erwachsene gespielt hat. Die gilt aber defensiv als relativ gut, weil sie eine entsprechende Physis mitbringt. Bleibt Hausherr fit, ist sie mindestens die zweitbeste deutsche Linksaußen, sofern sie ihre Leistung bringt.

    Um eine größere Hörerschaft zu erreichen, müsste der Podcast aus meiner Sicht mehr polarisieren und aktuelle kontroverse Themen aufgreifen.

    Der Podcast hat, wenn Du nur mal die vergangene Saison betrachtest, oft kontroverse Themen aufgegriffen. Ich werde aber nicht jede Woche einzelne Fehler von Schiedsrichtern diskutieren. Und es müssen ja auch die passenden Personen bereit sein, mir zur Verfügung zu stehen. Das ist, siehe Jutta Ehrmann zuletzt, eben nicht immer der Fall.

    Man kann doch problemlos die zweite Liga wieder zweigleisig machen oder regional einteilen und somit vergrößern. Das senkt die Reisekosten, die für viele Vereine in der zweiten Liga mit das größte Problem darstellen. So hast Du auch wieder Präsenz in der Fläche.

    Und was soll diese 8er Liga bringen ?

    Macht die Liga nicht spannender und noch weniger Plätze für deutsche Nachwuchsspielerinnen. Das macht ja überhaupt keinen Sinn :D

    Spannung. lieber Norddeutscher7 , ist nicht per se ein Merkmal für Qualität. Wenn aber die Qualität höher ist, dann steigt automatisch das Interesse. Das sieht man doch auch an der Entwicklung der Männer-Bundesliga über die vergangenen Jahrzehnte. Bei acht Teams verteilt sich die Qualität auf weniger Mannschaften und wird pro Team somit höher. Spielerinnen sind mehr gefordert, weil die Qualität der Gegner steigt. Somit werden die Spielerinnen besser, weil sie sich häufiger mit höherer Qualität messen müssen.

    Vielen Dank für eure Rückmeldungen. Ich möchte auf einige Punkt eingehen.

    1.) Kooperationen

    Ja, die sind in Teilen sinnvoll, aber es gab auch bewusst bislang keine größeren Kooperationen, sondern wenn dann nur auf Turniere bezogen (wie bei Olympia 2024). Warum? Kooperationen haben oft auch Einschränkungen zur Folge, inhaltliche und zeitliche. Auch mir hat das in Paris und Lille sehr gut gefallen, aber das kann ich nicht dauerhaft jede Woche so machen. Es wäre auf Dauer langweilig und die große Stärke des Formats ist es aus meiner Sicht, dass eben viele unterschiedliche Gäste mit dabei sind. Zudem glaube oder sogar weiß ich, dass Kooperationen teilweise nicht gewollt sind. Gleichzeitig ist Unabhängigkeit auch ein hohes Gut, das man nicht unterschätzen sollte.

    2.) Schnitt auslagern

    Sehr gerne würde ich das tun und ihr fügt ja teilweise auch an, dass sich in der Community eventuell jemand dafür finden lässt. Diese Person müsste aber bezahlt werden, denn ohne Bezahlung kann ich keine Zuverlässigkeit erwarten. Und vielleicht ist es euch mal aufgefallen, die Aufnahmen sind "clean". Man hört kein Husten, kein Stottern, nichts. Warum? Weil mir euer Hörerlebnis sehr wichtig ist. Gleichzeitig möchte ich die Kollegen nicht alt aussehen lassen. Manche Aufnahmen wären ohne diesen massiven Aufwand beim Schnitt nicht "hörbar". Auch in der U-Bahn, beim Joggen oder im Auto muss der Sound so gut sein, dass ihr Spaß habt Kreis Ab zu hören. Finde ich jemanden, der das kann und machen will, muss dafür wieder Geld investiert werden. Hier beißt sich die Katze in den Schwanz.

    3.) Spenden der Hörer

    Ihr habt Steady in den Raum geworfen, dabei gibt es schon zwei Plattformen für Spenden. Ich biete Patreon und PayPal (seit vergangenem Jahr) an. Wer bereit ist Kreis Ab mit Geld zu unterstützen, dem sollten diese beiden Optionen durchaus ausreichen. Oder seht ihr das anders? Es ist allerdings ein Irrglaube davon auszugehen, dass sich mit einem weiteren Angebot (Steady) die Summen massiv erhöhen. Es wird keinen Überschuss kreieren. Da ich aber nicht weiß, wer hinter euren Usernamen steckt, werfe ich mal folgende Frage in den Raum: Wer von euch unterstützt denn monatlich Kreis Ab, sagen wir mal mit 5 Euro? Versteht mich nicht falsch, das ist auf gar keinen Fall ein Vorwurf. Ich möchte damit nur aufzeigen, dass es nicht im Ansatz ergiebig genug ist. Und besonders nicht, um zuverlässig mögliche Mitarbeiter zu bezahlen. Und nur mal zum Vergleich: Mit Honoraren, wie sie andere Podcasts mittlerweile generieren, würde ich mit den regulären Folgen sicherlich bei so 500 Euro Honorar pro Ausgabe landen.

    4.) Unique Selling Point

    Das ist ein Punkt, den man nicht unterschätzen sollte. Über all die Jahre war die Rückmeldung immer, dass die Themenvielfalt der größte Faustpfand von Kreis Ab ist. Hier findet sich der komplette Handball wieder. Fokussiere ich mich nun plötzlich nur auf den Männerhandball oder gar die HBL, dann werde ich auf Dauer etliche Hörer verlieren und biete am Ende nur das, was andere auch bieten. Interviews wie das mit Andreas Stolle zur Glücksliga, mit Lea Hollstein und ihrem Handschuh oder Frank Lüttmann zu seinem Aus als Hallensprecher in Emsdetten waren absolute Hörermagneten. Natürlich auch ein Projekt wie die "Hölle von Bitola", das aber einen immensen Zeitaufwand mit sich gezogen hat. Wir sprechen hier von mehreren Wochen.

    5.) Merchandise und Live-Events

    Mehr Arbeit garantiert nicht mehr Ertrag. Investiere ich in eine eigene Plattform für Merchandise, kostet das Zeit und Geld. T-Shirts kann man übrigens längst kaufen, wenn man mal bei kreisab.de vorbeischaut. Auf der rechten Seite findet man dazu einen Link. Euer Einwand, dass ich dafür mehr Werbung machen müsste, wie auch für die Spendenplattformen, ist absolut richtig. Leider ist auch hier wieder die Zeit ein Problem. Die Grenze ist längst überschritten.

    Die Idee mit den Live-Events wiederum mag ich sehr und ist eine tolle Idee. Ich könnte beispielsweise bei der Europameisterschaft im Januar einen Event nach der Vorrunde und einen nach der Hauptrunde anbieten. Das ist aber organisatorisch ein immenser Aufwand. Ich müsste eine Location finden, die bereit ist mir dabei zu helfen. Davon gibt es, wer schon mal da war, in Herning nicht unendlich viele. Sicherlich würden sie auch an den Einnahmen partizipieren wollen. Ich müsste alleine aus steuerlichen Gründen ein Ticketsystem anbieten, bei dem das Publikum Tickets kaufen kann. Dann müsste ich dafür Werbung machen. Das Ticketsystem kostet auch Geld. Tickets müssen an die Leute kommen, digital machbar, aber ich habe damit absolut gar keine Erfahrung. Experten zu bekommen sollte aber das kleinere Problem sein.

    Ansonsten: Ich bitte euch die Diskussion weiter am Leben zu halten. Nur so kann ich weitere Ideen entwickeln und mir entsprechend Gedanken machen.