Beiträge von capitano19

    Das @Capitano immer beteuert er wäre von keinem Verein Fan und jetzt bei dem Verein aus seiner Heimat eine dermaßen einseitige Sichtweise vertritt hat, ist dann ja nochmal ein ganz anderes Geschmäckle.

    Ich habe mir meinen Geburtsort nicht ausgesucht und ich nehme mal schwer an, dass Dir das genauso geht. Alles andere würde mich dann doch schwer wundern. Der Verein, mit dem ich als "Fan" groß geworden bin, ist der Sportring Höhscheid. Der fusionierte irgendwann mit dem PSVg Jahn Solingen zur SG Solingen, die wiederum mit dem LTV Wuppertal 2006 zum Bergischen HC fusionierte. Der BHC spielt nicht mal mehr in Solingen. Nur, weil ich die Entscheidungsträger und das Umfeld gut bis sehr gut kenne, muss ich aber auch nicht zwangsläufig Fan des Vereins sein. Sicherlich habe ich, wie viele andere, Sympathien für gewisse Vereine, im Männerbereich bin ich aber kein Fan eines konkreten Clubs. Kann Ich nicht mit dienen. Aber 18 Bundesligisten in Nordrhein-Westfalen wären nett, für weniger Autostunden pro Jahr. ;)

    Der durchschnittliche Linksaußen spielt also 60 Minuten durch? Oder wie muss ich das verstehen?

    Nein, natürlich nicht. Aber es spielt 60 Minuten lang jemand auf Linksaußen. Nur durch die Hochrechnung auf 60 Minuten erhältst Du ja einen Vergleichswert. Mortensen spielt in der Regel durch, bei anderen Vereinen teilen sich Spieler die Position. Es ist nichts anderes als reine Mathematik.

    carmdan11: Es ist nichts anderes als ein pragmatisches Beispiel dafür, wie sich das Nutzen von nicht vorhandenen finanziellen Mitteln auf die sportliche Wettbewerbsfähigkeit auswirkt. Der HSV hat 4,1 Millionen (!) Euro über seine Verhältnisse gelebt. So hoch ist in Balingen nicht mal der gesamte Etat. Mehr muss man dazu nicht sagen.

    Laut der Liqui-Moly-HBL-Statistik hat Mortensen in der Saison 2023/24 in 30 Spielen 203 Tore erzielt, das sind im Schnitt 6,77 Tore und nicht 7,1.

    Richtig. Aber das ist hochgerechnet auf 60 Spielminuten, damit der Vergleichswert zum durchschnittlichen Linksaußen fair erstellt werden kann. Mortensen trifft 2,5 Mal häuifger in 60 Spielminuten und hat daher einen massiven Mehrwert für den HSV.

    An anderer Stelle wurde von einem Vergleich geschrieben, der Quatsch sei. Man wüsste ja nicht, wie denn der Ersatzlinksaußen performen würde. Darum geht es aber nicht. Ich erkläre auch gerne, warum das Beispiel meiner Meinung nach sehr gut gewählt ist.

    Nehmen wir mal an, alles pure Spekulation, Mortensen verdient 25.000 Euro por Monat, das sind dann auf das Jahr gesehen 300.000 Euro. Der HSV hat aber eigentlich nur einen Finanzrahmen, der das Gehalt von 10.000 Euro für einen Linksaußen zulässt. Das trifft, bei der Finanzlücke, natürlich auch auf andere Positionen zu.

    Ergo kann man sich ja, im wahrsten Sinne des Wortes, ausrechnen, wie viel schlechter der HSV abgeschnitten hätte, wenn man auf deutlich günstigere Spieler hätte setzen müssen. Zum Beispiel auf Spieler, die so günstig sind wie die des BHC. Oder von Eisenach oder Balingen oder Stuttgart. Ich hoffe, dass nun jeder versteht, warum der HSV einen illegalen sportlichen Vorteil hatte und andere Teams dadurch benachteiligt waren.

    Die ganzen und wildesten Verschwörungstheorien einzelner User bezogen sich nicht auf Zahlen sondern auf die Lizenzierungskommission bzw die Arbeit dieser Kommission.

    Wenn man weiß, wer alles in dieser Kommission sitzt und wer Teil der Schiedsgerichte ist, das hat mit Neutralität mal rein gar nichts zu tun. Unabhängig davon muss der HSV jetzt erstmal 3 Millionen Euro bis morgen überwiesen haben. Das ging bislang anscheinend auch unter. Wie man diesem Verein für die vergangene Spielzeit überhaupt die Lizenz erteilen konnte, das muss man sich echt fragen. Unser Sport bleibt leider amateurhaft. Die NBA des Handballs, davon ist man meilenweit entfernt.

    Die Vergabe der Wild Card hingegen - wie sie z.B. diese Saison Kolstad erhalten hat - ist tatsächlich Willkür der EHF. Die EHF ist da an keine Regeln oder Kriterien gebunden - außer, dass der Verein die sportlichen Voraussetzungen für ein Upgrade erfüllt und dieses beantragt haben muss.

    Wieso hat Kolstad denn für diese Saison eine Wild Card bekommen? Meines Wissens nach waren sie für die European League qualifiziert, oder habe ich das falsch in Erinnerung? Daher konnten sie sich ganz regulär für ein Upgrade für den höheren Wettbewerb, also die Champions League, bewerben.

    Ich würde mal behaupten, dass er ihre Schnelligkeit meint. Unabhängig davon hat gefühlt alles einen Bezug zu Ungarn, es ist echt nicht mehr zu ertragen. Debrecen hier, Vac da. Im Finale der Champions League standen ein Verein aus Ungarn, bei dem fast nur Ausländerinnen spielen, und ein Verein aus Deutschland auf der Platte. Aber natürlich auch nur, weil zuvor Ikast, Odense und Metz unendlich schlecht waren. Das hatte nie was mit guten Leistungen von Bietigheim zu tun. Schade, dass es bei jeder Thematik am Ende nur darauf hinausläuft jemanden zu kritisieren. Ob Stockschläder überhaupt in Thüringen bleiben wollte? Das spielt anscheinend gar keine Rolle. Fakt ist jedenfalls, dass sie einen neuen Verein braucht. Sie wird einen finden. Ob sie da glücklich wird? Das wird man dann sehen.

    Hier ist die nächste Ausgabe:

    Kreis Ab – Episode 389

    Zu Gast in der aktuellen Ausgabe:

    • Thomas Rademacher (Solinger Tageblatt)
    • Björn Pazen (freier Journalist)
    • Karolina Kudlacz-Gloc (SG BBM Bietigheim)
    • Xenia Smits (SG BBM Bietigheim)
    • Ana Gros (Györi ETO KC)
    • Youri Chevzov (Nationaltrainer Weißrussland)

    Themen (u.a.):

    • Hamburg erstreitet sich die Lizenz
    • Bietigheim mit historischem zweiten Platz (ab 18:14)
    • Karolina Kudlacz-Gloc im Kurzgespräch (ab 29:09)
    • Xenia Smits im Kurzgespräch (ab 32:06)
    • Ana Gros im Kurzgespräch (ab 34:24)
    • Magdeburg und Kiel wollen Europas Krone (ab 36:11)
    • Youri Chevzov im Gespräch (ab 47:05)

    In beiden Gruppen gibt es sehr spannende Duelle, Italien ist zum ersten Mal seit 1997 dabei. Und darauf freue ich mich eben ganz besonders. Dafür muss ich nicht mal den Spielort werchseln. Also bin ich mit der Auslosung sehr zufrieden und bei den deutschen Gegnern finden sich einige Akteure, die auch Deutsch sprechen. Für den Podcast optimal.

    Hier ist die nächste Ausgabe:

    Kreis Ab – Episode 388

    Zu Gast in der aktuellen Ausgabe:

    • Lennart Wilken-Johannes (Dyn Media)
    • Emil Jakobsen (SG Flensburg-Handewitt)
    • Simon Pytlick (SG Flensburg-Handewitt)
    • Paul Drux (Füchse Berlin)
    • Jannik Kohlbacher (Rhein-Neckar Löwen)
    • Björn Pazen (freier Journalist)
    • Kay Holm (DHB-Schiedsrichterwesen)
    • Franziska Mietzner (ehemalige Nationalspielerin)

    Themen (u.a.):

    • Flensburg behält endlich die Nerven
    • Emil Jakobsen im Kurzgesprächn (ab 19:06)
    • Simon Pytlick im Kurzgespräch (ab 20:36)
    • Paul Drux im Kurzgespräch (ab 22:42)
    • Jannik Kohlbacher im Kurzgespräch (ab 24:36)
    • Esbjerg mit Frische gegen Startruppe aus Györ (ab 27:29)
    • Bietigheim gegen Metz der Außenseiter (ab 35:58)
    • Regelwerk lässt gewisse Interpretation zu (ab 42:47)
    • Franziska Mietzner im Gespräch (ab 58:28)

    Wie meine Gesprächspartner meine Fragen beantworten, ist ihre Sache. Ob sie das kritisch tun oder nicht, müssen sie selbst entscheiden. In jedem Fall habe ich im Koimmentar etwas gesagt, was falsch war. Der Treffer war korrekt. Die Regel finde ich schlecht, das macht meine falsche Interpretation aber nicht besser. Nur weil 99 Prozent der Handballbasis denken, dass der Spieler im Aus steht, muss das noch lange nicht richtig sein. Beyer verschafft sich auch keinen Vorteil, weil er nicht anläuft. Das ist so wohl also korrekt interpretierbar. Die Schiedsrichter hatten das Bild aber nicht, ergo spielt es auch keine Rolle. Fakt ist aber, dass das Regelwerk eine Interpretation zulässt, die das Tor als korrekt ansieht. Dann kannst Du das Regelwerk kritisieren, aber nicht die Schiedsrichter in der Interpretation des Regelwerkes.

    Dann muss man sie dazu bringen, sich zu äußern!

    Mit Kuschel-Journalismus klappt das nicht.

    Schiedsrichter geben unmittelbar nach Spielende keine Interviews, zumindest nicht im Handball. Dafür bedarf es zunächst einer Freigabe seitens des DHB. Du kannst aber gerne sofort Deinen aktuellen Job aufgeben und als freier Journalist anfangen, damit Du dann Attacke-Journalismus betreiben kannst.