Beiträge von immerweiter

    ...Ein Didier Dinard, der Inbegriff des Abwehrschlägers...

    Ich weiß, ist Off topic. Aber vor vielen Jahren gab´s mal ein Spiel D-FRA, bei dem sich Christian Schwarzer - noch als Spieler und vermutlich noch während der Halbzeitpause - über die Schiedsrichter beschwerte, bei denen Dinart viel zu gut wegkäme. Ich weiß noch, dass ich bis zu diesem Tage auch immer dachte, dass so ein Rüpel eigentlich kaum ein Spiel bis zum Ende auf der Platte stehen dürfte. Schwarzer sagte aber damals "wir kriegen dauernd Zeitstrafen. Der Dinart macht das Gleiche wie wir und kriegt gar nichts".

    Da wurde mein Feindbild dann doch erschüttert.

    Was ich bis jetzt gelesen habe , ist da wohl mit den Zuschauern noch ganz viel Luft nach oben.... Bis jetzt wohl erst 1500 Karten verkauft .... im Stader/Buxtehuder Tageblatt von heute

    Diese Woche kam Post von der HBF: Plakate und Flyer zum Final Four. Exakt drei bzw. vier Tage nach dem letzten Saisonspiel bei unseren Frauen und Männern (jeweils mit - für unsere Verhältnisse sehr guten - 100+x Zuschauern). Vielleicht ein Grund für enttäuschende Zuschauerresonanz. Jedenfalls, wenn das andernorts auch so gelaufen ist.

    Stimmt, die Frege nach dem Verband kann entscheidend dafür sein, ob unsere Informationen auch bei euch zutreffen. Bei uns in Württemberg gibt es grundsätzlich vier Möglichkeiten, Spieler aus zwei Vereinen zusammenzuführen.

    1. Gastspielrecht

    Ist wie Zeisig geschrieben hat möglich, wenn ein Verein in einer Altersklasse keine Mannschaft meldet. Die Zahl der Spieler ist nicht begrenzt und die dürfen auch in der nächsthöheren Altersklasse des Erstvereins spielen. Also z.B. als Gastspieler bei Verein B in der C-Jugend und zugleich bei Verein A in der B-Jugend.

    2. Zweifachspielrecht

    Ist möglich, wenn die ensprechende Jugend des Zweitvereins in einer höheren Spielklasse spielt als diejenige des Erstvereins. Wird allerdings erst ab 01.07. jeden Jahres erteilt. Ein Zweifachspieler kann also nicht an Qualispielen des Zweitvereins teilnehmen. Damit entfällt diese Lösung, wenn beide Vereine nur eine halbe Mannschaft stellen können - außer man geht von vorne herein in die letzte Liga.

    3. Einjährige Spielgemeinschaft

    Für eine bestimmte Altersklasse wird eine Spielgemeinschaft vereinbart, die von vorne herein nur auf eine Saison angelegt ist. Ist allerdings nur auf Bezirksebene möglich, also nicht für den Verbandsspielbetrieb, falls deine Teams so stark wären. Außerdem gibt es eine zahlenmäßige Begenzung. Bei uns ist das, so glaube ich, nur bei maximal zwei Mannschaften eines Vereins möglich. Die Mannschaft tritt unter neuem Namen an und bekommt auch eine eigene Vereinsnummer im System. Eine Verlängerung bzw. Neuauflage in der folgenden Saison ist möglich.

    4. Jugendspielgemeinschaft

    Ist nur für den kompletten Jugendspielbetrieb möglich, entweder männlich, weiblich oder beides. Es geht auch eine JSG im männlichen Bereich und eine andere JSG (also mit anderem Partner) bei den Mädels.

    Eine JSG ist auf Dauer angelegt, auch wenn sie natürlich wieder aufgelöst werden kann. Sie eignet sich eher weniger, um einen temporären Missstand zu beheben, sondern ist im Grunde als gemeinsames Projekt mit mehrjähriger Perspektive zu verstehen.

    Die Gründung einer JSG ist formal keine große Sache. Gemeinsamer Antrag der Vereinsvorstände, eine einfache Satzung, die notwendigen Ansprechpartner und vor allem die Absprache, wer wie die laufenden Kosten trägt.

    Fallstricke bzw. Konfliktpotenzial gibt es eigentlich nur, wenn die Strukturen und sportlichen Ziele der beiden (oder auch mehr) Vereine deutliche Unterschiede aufweisen - etwa bei der Entlohnung der ÜL, der Abrechnung von Fahrtkosten und bei der Frage, welche Teams in welcher Spielklasse später von der Ausbildung der Jugendspieler profitieren etc. Je nachdem, wie weit deine Vereine geografisch auseinanderliegen, kann die Wahl der Trainingsorte für Ärger bzw. einen umfangreichen Fahrbetrieb sorgen. Die meisten Spielgemeinschaften, die ich kenne, organisieren das Training in den untersten Altersklassen (Minis, F-Jugend, teilweise auch E-Jugend) aus gutem Grund in mehreren Gruppen am jeweiligen Heimatort.

    Das früher häufigste Hindernis bei der Gründung einer JSG, der gesunde Lokalpatriotismus und über Jahrzehnte gepflegte Rivalitäten, spielt im Jugendbereich meist keine große Rolle mehr. Trotzdem ist aus meiner Erfahrung elementar wichtig, dass ihr so einer Spielgemeinschaft auch Leben einhaucht, indem ihr eine gemeinsame Identität schafft. Neue Trikots, gemeinsame Unternehmungen, gegenseitige Einladung zu den üblichen Vereinsfesten, organiserte Besuche bei den Spielen der jeweiligen Aktivenmannschaften, solche Dinge.

    Ich hoffe, ich konnte dir ein bisschen weiterhelfen. Für die formalen Fragen kannst du dich sicher an deinen Verband wenden. Die müssten mittlerweile große Erfahrung auf diesem Gebiet haben und können dir vor allem sagen, ob es bei euch abweichende Regelungen gibt.

    Naja.....ist auch irgendwie frustrierend für die jungen Gegnerinnen

    Das habe ich selbst mal erlebt um 1990 herum in der letzten Liga. Da stiegen die Senioren aus Bittenfeld und Waiblingen ein. Die kamen größtenteils direkt aus der Oberliga, waren im Schnitt mindestens 10 Jahre älter und anderthalb Köpfe größer als wir und haben uns sauber abgeledert. Waiblingen hat damals das Spiel erst einmal mit einem Kempa-Treffer eröffnet und wir haben unser erstes Tor in der 24. Minute erzielt :lol:

    Das Ergebnis weiß ich nicht mehr, muss aber in etwa 35:5 gewesen sein. In einer Zeit, in der 15 Tore in dieser Liga meistens zum Sieg gereicht haben.

    Trotzdem gibt es natürlich keine Alternative zum ganz unten anfangen.

    Dann wäre es sinnvoll wenn Du, da du den Artikel ja scheinbar gelesen hast ,hier den Grund Tenor für die anderen, die ihn nicht lesen können darlegen würdest :unschuldig:

    Das ist nicht so spektakulär. Der Autor Jürgen Frey (durchaus kompetenter Handballredakteur der Stuttgarter Zeitung - die Esslinger Zeitung ist eine Lokalausgabe von denen) spannt den Bogen von Gaugischs Erfolgen mit der SG BBM zum Nationaltrainer und Gaugisch nennt die Position "reizvoll" und erklärt sich offen für Gespräche. Die gab es aber anscheinend noch nicht. Gleichzeitig erweckt er den Eindruck, seinen Vertrag in Bietigheim in jedem Fall über die Saison fortsetzen zu wollen. Das würde also auf eine Doppelfunktion hinauslaufen, zumindest in einer Übergangsphase.

    Ich weiß, dass manche Foristen schon unter Strom stehen, wenn User JU. etwas postet. Gilt umgekehrt auch, wenn Kollege TC am Start ist. Dabei haben m.E. beide durchaus was zum Thema "Warum werden die Hallen nicht voll" beizutragen.

    TCLIP: Ja, es gibt die Fans, denen die Unterstützung ihres Vereins und das Dabeisein das derzeit verlangte Geld (und wahrscheinlich noch mehr) wert sind. Aber offenbar ist deren Zahl im Frauenbereich überschaubar.

    julischka: Ich finde deine These, das der sportliche Gegenwert zu den verlangten Eintrittspreisen fehlt, durchaus diskutabel.

    Allerdings glaube ich nicht unbedingt, dass bei höherem Niveau und mehr Spannung in der Liga die Zahlen deutlich nach oben gehen würden. Sonst wären im Fußball die Zuschaerzahlen bis Corona nicht trotz Bayern-Dominanz stetig gestiegen. Allenfalls mehr Erfolge des Nationalteams würden vielleicht auf die Bundesliga abfärben.

    Der eigentliche Schwachpunkt ist aber für mich der fehlende Eventcharakter. Ich nehm´ mal meine Tochter (15, selbst Spielerin) als Beispiel: FA Göppingen Männer, vor Corona regelmäßig (fast) volle Halle - toll, auch unabhängig vom Ergebnis. Frauen, zu Erstligazeiten mal 500, mal 800 Zuschauer (=10-15% Auslastung) - naja, geht so. Da kommt halt nie das Gefühl auf, dass man hier dabei sein muss. (Anders übrigens vor Jahren beim Final 4. Da war die Halle ziemlich voll und mit den vier Fangruppen herrschte tolle Stimmung.)

    Jetzt war das Mädel neulich beim VfB. Abstiegskampf, immerhin gewonnen, aber das war zweitrangig. Meine Tochter hat keine Ahnung von Fußball. Aber: Im Pulk mit ca 20 Freunden angereist. 50.000 Leute im Stadion. Schon auf dem Weg Heerscharen von Leuten im ÖPNV und vom Bahnhof zum Stadion unterwegs. Tausende von Trikots etc. Gesänge und Gegröhle. Stehplatz in der Cannstatter Kurve inkl. Bierdusche und um den Hals fallen nach jedem Tor. Das Kind war auf Wolke 7. Und das im Übrigen für 13,50€, ÖPNV-Ticket inklusive.

    Da müssten wir hin. Nicht in allen Details, aber grundsätzlich.

    Interessant. Wusste ich nicht, dass hier in der Bundesliga andere Maßstäbe gelten als im restlichen Spielbetrieb.

    Und das finde ich hier auch nicht nachvollziehbar. Wie Rheiner schrieb, wird ja so die "fairer" spielende Mannschaft benachteiligt, weil der von Anfang an härter spielende Gegner quasi drei progressiv zu bestrafende Aktionen Bonus hat (weil im Prinzip folgenlos). Oder anders gesagt: Für den hypothetischen Fall, dass Mannschaft A ausschließlich in Halbzeit eins drei progressiv zu ahndende Aktionen hat und Mannschaft B ausschließlich in Halbzeit 2 ebenfalls drei. Dann spielt B bei gleichem "Unfairnesslevel" dreimal in Unterzahl, A kein einziges Mal. Da würde ich gerne mal eine Begründung lesen.

    warum kann eine spielerin, die eine gute größe von 180 cm hat und ne linke pfote besitzt, nicht auf ra spielen und das erfolgreich?!?

    Das hat er aber jetzt auch nicht gesagt. Oder bin ich da naiv?

    Dass es auch großgewachsene Weltklasse-Außen gibt, sollte spätestens seit Jonas Källman allgemein bekannt sein. Vielleicht wollte Julischka nur ausdrücken, dass er eher eine RR gesehen hat, die auch RA spielen kann? Wie dem auch sei: Ohne Erläuterung bleibt sein Post etwas kryptisch.

    Gut beschrieben. Das Zweifachspielrecht kann sich tatsächlich als Win-Win-Situation herausstellen, wenn auch der klassentiefere Verein häufig nur den Nutzen daraus zieht, dass ihm ein herausragendes Talent noch ein oder zwei Jahre länger erhalten bleibt. Oft hat ja der höhere Verein nicht einfach das Glück, mal einen besonders starken Jahrgang zu besitzen, sondern verfügt über strukturelle Vorteile, bessere Trainingsbedingungen, höherklasige Perspektiven bei den Aktiven etc.

    Das von dir noch selten beobachtete Gastspielrecht wird m.E. in den nächsten Jahren an Bedeutung gewinnen.Wenn ich die Entwicklung in meinem Bezirk anschaue, gibt es doch sehr viele Jugendspiele, in denen noch sieben, acht oder neun Namen auf dem Spielbericht stehen. Die vorgeschriebenen zwei Ersatzbänke pro Mannschaft am Spielfeldrand sind meist völlig überflüssig. Meine Prognose: Es werden sich die Fälle mehren, bei denen man fürs Leben zu wenig und fürs Sterben zu viele Spieler*innen hat. Früher war hier die Lösung eine temporäre Spielgemeinschaft mit einem anderen Verein in ähnlicher Lage. Mittlerweile sind aber viele Jugendmannschaften bereits fest installierte Spielgemeinschaften zweier oder mehrerer Vereine und die dürfen keine temporären SGs gründen. Also bleibt nur, die eine Mannschaft für eine Saison per Gastspielrecht in die andere zu packen und zu hoffen, dass es in der kommenden Spielzeit wieder besser aussieht.

    Insgesamt keine gute Entwicklung, aber für viele Vereine überlebenswichtig. Ohne diese Flexibilität hätte man jetzt schon und - so vermute ich - in Zukunft noch viel mehr Mannschaften, die man vom Spielbetrieb abmelden müsste. Und was einmal weg ist...

    Für - auch nach Jahrzehnten noch - regeltechnische Laien wie mich ist das ein typischer Fall von Fehleinschätzung durch Gewohnheit. Ich kenne es auch so, dass die allermeisten Schiedsrichter nach Auszeiten oder zu Beginn der Halbzeiten kurz abzählen, ob die jeweils korrekte Anzahl Spieler auf dem Platz steht. Teilweise auch tatsächlich mit dem Hinweis vor dem Anpfiff, die Spielerzahl zu korrigieren (ohne eine zusätzliche Strafe wegen Wechselfehlers zu verhängen). Von daher ging ich automatisch davon aus, dass dieses auch Aufgabe der Schiedsrichter ist. Was mich als MV natürlich nicht davon entbindet, selbst auf meine Mannschaft zu achten.

    Jedenfalls danke, dass hier das Gegenteil auch mit Regelbezug verdeutlicht wurde. Man lernt halt nie aus und sollte manche Dinge nicht einfach als gegeben hinnehmen.

    Ihr kennt doch bestimmt noch die Einserkandidaten in der Schule, die nach einer Klassenarbeit regelmäßig berichten konnten, dass es dieses Mal ganz schlecht gelaufen sei - um am Ende wieder mindestens mit der 1-2 rauszulaufen. Sehr zum Ärger der schwächeren Schüler*innen.

    In dieser Rolle findet sich der THW ja seit Jahren, einfach weil sie lange Zeit auch mit dem einen oder anderen Ausfall ein immer noch hochklassiges Team stellen konnten. Oder weil auch angeschlagene Spieler oft besser waren als der fitte Bundesligadurchschnitt. Von daher werden besorgte Stimmen aus Kiel traditionell nicht so ernst genommen...

    Davon abgesehen wissen die Anhänger anderer Vereine natürlich auch, wie sie die THW-Fans triggern können. Und eine gelungene Provokation ist nie zu verachten ;)

    Das war ein ganz klarer 7-Meter am Ende. Fand 1. gut, dass die Schiris es sich nicht angeguckt haben und 2., dass sich Semrau da auf gar keine Diskussion mit Hens eingelassen hat.

    Sehe ich auch so. Die beiden Schiris sind mal um die 20. Minute etwas geschwommen mit vier, fünf Entscheidungen hintereinander zwischen zweifelhaft und klarem Fehler. Aber das haben sie durch die souveräne Schlussphase mehr als wettgemacht. Die beiden Entscheidungen gegen Canellas waren bitter für ihn, der doch die Spanier lange Zeit am Leben gehalten hat. Aber m.E. beide korrekt.

    Zum Spiel: Die spanische Abwehr schon beeindruckend. Arg viel besser kannst du Jim G. nicht aus dem Spiel nehmen. Über weite Strecken der zweiten Hälfte hatten die Spanier gefühlt das Momentum auf ihrer Seite. Schweden musste viel mehr ackern für seine Tore - und lag trotzdem die meiste Zeit vorne. Als sie dann den Sack zumachen konnten, begann das Nervenflattern.

    Interessant auch die unterschiedlichen taktischen Reaktionen in der Abwehr. Spanien mit vielen Formationswechseln und dem ständigen Versuch, Schweden vor neue Aufgaben zu stellen. Schweden eher mit kleinen Korrekturen und leicht veränderten Bewegungen in der Grundformation. Gutes Coaching und hohes Niveau auf beiden Seiten. Ging natürlich zeitweilig auf Kosten des Spielflusses und des "schönen" Spiels.

    Am Ende dann Ekberg mit der nötigen Coolness. Wie sagte meine Tochter (C-Jugend): "Oh Gott, ich würde mir jetzt so in die Hose machen."

    Tut eigentlich nichts zur Sache, aber deine Aussage hat man fast wortgleich oft über Gro Hammerseng gehört: Sie kann nichts überragend oder spektakulär, aber alles sehr, sehr gut. Hat immerhin für 3x Europameisterin, 1x Olympiasiegerin und einmal Welthandballerin gereicht.

    Ohne dem guten Oleg Kuleschow seinerzeit zu nahe treten zu wollen: Olafur habe ich in Erinnerung als den Erfinder des Spielmachers auf der Halbposition. Seinen vielen Toren zum Trotz habe ich ihn immer als den Denker und Lenker des Magdeburger Spiels gesehen, der seine Mitspieler, vor allem Perunicic und Kervadec, trefflich eingesetzt hat. Ein bisschen wie Jim Gottfridsson: Schauen nach dem besser postierten Mann und wenn´s sein muss, halt selber einnetzen. Korrigiert mich, wenn ich da falsch liege. Immerhin waren Spielausschnitte und Live-Übeertragungen damals noch eher rudimentär vorhanden. Und "in echt" in der Halle habe ich ihn leider niemals gesehen.