Ganz genau meine Meinung. Aber wie gesagt: Die Spielleitende Stelle bei uns sieht das anders. Die unterscheiden zwischen "Festspielen" und "Freiwerden" und argumentieren, dass der Spieler, einmal freigeworden (durch die vier Wochen Pause), quasi wieder bei Null anfängt und damit erst mit dem zweiten Spiel in der höheren Mannschaft erneut festgespielt ist.
Das führt unter Umständen zu folgender einigermaßen skurrilen Situation: Wir reden, sagen wir über Spiel 8, 9 und 10 in der höheren Mannschaft mit vier Wochen Pause zwischen 9 und 10. In der beschriebenen Lesart sind alle Spieler, die mindestens die Spiele 8 und 9 in der höheren Mannschaft gespielt haben und demzufolge nach Spiel 9 festgespielt sind, mit Ablauf der vier Wochen frei. Sie dürfen also auch das Spiel 10 spielen und sind auch anschließend noch frei, weil sie ja gewissermaßen nur 1 Spiel in der höherklassigen Mannschaft gemacht haben. Die komplette Mannschaft darf also zwischen Spiel 10 und 11 in der höheren Mannschaft unterklassig spielen. Dagegen ist ein Spieler, der z.B. aushilfsweise Spiel 9 und Spiel 10 in der höheren Mannschaft bestritten hat, anschließend festgespielt, weil hier die 4-Wochen-Frist nicht greift.
Wie gesagt bin ich der Meinung, dass der $55 das nicht hergibt. Andererseits sind unsere Jungs im Bezirk ja auch nicht so vermessen, juristische Alleingänge gegen den Rest der Handballrepublik zu wagen. Sie haben sich für ihre Position der Rückendeckung durch unseren Landesverband (HV Württemberg) versichert. Im Web habe ich eine Interpretationshilfe eines Handballbezirks (Gütersloh? Bin gerade zu faul zum Suchen) gefunden, wo das genauso erklärt wird. Helge geht in seinem Video nicht explizit auf diese Frage ein. Deshalb würde mich interessieren, wie solche Fälle andernorts gehandhabt wurden / werden.