Beiträge von Peter2000

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    Das HBL-Präsidium hat nun als erster Akteur Stellung bezogen und hebt aufgrund ihrer Einschätzung der Darstellungen mit Blick auf "weit überwiegend wahrscheinlich nicht schuldhaft / absichtlich" die Sanktionen auf.

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    Ich werde mit dem Begriff "Stellung beziehen" nicht warm. Das wird der Sache nicht gerecht. Die Stellungnahme ist von der Bedeutung her niedriger angesiedelt als das Fällen einer Entscheidung. In der Regel sind es Stellungnahmen, die zu Entscheidungen führen. Und in diesem Fall wurde bereits eine Entscheidung getroffen. Daraus ergeben sich juristisch auch ganz andere Hürden bei nachgelagerten Vorgängen.

    Wenn man die Regelung, dass der Sportler nachweisen muss, dass die Substanz unverschuldet in den Körper gekommen ist, wirklich Ernst nehmen würde, würde kein Sportler je freigesprochen werden, denn das kann man einfach nicht nachweisen.


    Um das nachzuweisen, muss man genau wissen, wie es passiert ist und dafür einen Beleg haben. Ein Nachweis der Plausibilität, mit der hier z.B. argumentiert wird und mit der die HBL zufrieden ist, ist kein Beweis dafür, dass es tatsächlich so war. Letzteres ist meiner Ansicht nach in praktisch allen Fällen unmöglich und genau das macht diese Regelung so schwierig.

    Dir fehlt einfach nur die Fantasie oder du hattest bisher noch nicht so viel mit dem Rechtssystem zu tun. Das ist nicht negativ gemeint.


    Die triviale Lösung für den von dir erklärten "unmöglichen" Nachweis besteht darin, jemanden zu präsentieren, der die Schuld auf sich nimmt. Das funktioniert bei Blitzerfotos, das funktioniert in manchen Ländern sogar erschreckend einfach bei Taten wir Mord. Selbst in Deutschland. Die Story muss halt plausibel sein. Idealerweise ohne weitere Zeugen, die Verunsicherung stiften könnten.

    hlp

    Dann frag doch bitte in Zukunft erst gar nicht nach, wenn Du meine Antwort ohnehin nicht akzeptierst oder nicht bereit bist in Betracht zu ziehen, dass es mir primär nicht um die Person Nikola Portner geht, sondern um die möglichen Auswirkungen auf den Sport.

    Klingt für mich so, als wäre es für dich in Ordnung, eine unschuldige Person zu opfern, nur um das System aufrecht zu erhalten?

    Eine Sache wird bei der Argumentation bezüglich O'Sullivan immer wieder unterschlagen. Der einleitende Satz der Regel 8.3:

    Zitat

    Regelwidrigkeiten, bei denen die Aktion überwiegend oder ausschließlich auf den Körper des Gegenspielers abzielt, müssen zu einer persönlichen Strafe führen.

    Auf diesem Satz bauen alle Bestrafungen auf. Das Bewertungskriterium ist also nicht Kopftreffer Ja/Nein, sondern die Frage, ob der Kopf überhaupt das Ziel der Aktion war. Und hier definiert die Regel, wie zu lesen ist, den Spielraum zwischen "ausschließlich" und "überwiegend". Rheiner und andere führen zurecht auf, dass es sich um einen Kampf um den Ball handelte. Das lässt "ausschließlich" wegfallen. Bleibt die Frage, ob man die Aktion so werten kann oder muss, dass die Aktion von O'Sullivan überwiegend auf den Kopf des Gegners abzielte. Und hier gebe ich Rheiner auch recht, dass die Zeitlupe die Gesamtsituation verfälschen kann. Das sind mehrere Spieler involviert, deren Aktionen sich überschneiden. Die Bewegungen finden in Sekundenbruchteilen statt, eine aktive Reaktion auf die Bewegungen des Gegners ist quasi unmöglich.

    Der Gesichtstreffer allein reicht also überhaupt nicht für eine Bestrafung aus. Es muss unterstellt werden, dass O'Sullivan diesen als Ziel mindestens billigend in Kauf genommen hat.


    Was man auf keinen Fall mit den Regeln vermischen sollte, sind die Folgen der Aktionen. Denn solange die Schiedsrichter nicht gleichzeitig auch Notärzte sind und auch die Handballregeln dahingehend geändert werden, ist nur die Aktion zu bewerten, nicht jedoch die Folgen. Ich habe auch schon von Schiedsrichtern zu hören bekommen, dass sie Rot gegeben haben, weil die gegnerische Spielerin ja ärztliche Hilfe brauchte (wobei nur der MV den Platz betrat). Dass es unter Spielern auch gute Schauspieler gibt, ist unbestritten. Schon alleine deshalb darf die Reaktion eines Spielers kein Bewertungskriterium sein.

    Du scheinst immer noch nicht verstanden zu haben, worum es gestern bezüglich Weber und Smarason ging.

    Jeder versteht die Enttäuschung etc etc, aber im Moment der Medaillenvergabe hat man sich einfach im Griff zu haben und sollte ein professionelles Verhalten an den Tag legen.

    Sich von dem Offiziellen nicht mal die Medaille umhängen zu lassen ist maximal unprofessionell und respektlos .

    Und du beweist, was ich oben schrieb.


    Du und der Handballfan sehen die Spieler als Maschinen, die perfekt funktionieren sollen. Und dein ursprünglich gewählter Begriff war ja "charakterlos". Das ist in meinen Augen eine völlig unangebrachte Beschreibung, so kurz nach diesen Spielen.

    Wenn es jemanden persönlich angreift, dass ein anderer anonymer User in einem Internetforum einen Spieler, dessen Fan man ist, als charakterlos bezeichnet hat, dann weiß ich auch nicht weiter.

    Und dann gibt es Menschen, die den Eindruck vermitteln, die Bedeutung des Begriffs Empathie erst einmal im Fremdwortlexikon nachschlagen zu müssen.

    Ich glaube, Peter möchte das nicht verstehen 😉

    Schön, dass du deine Brüder im Geiste unterstützt. Habt ihr euch im Leben mal in einer vergleichbaren Situation befunden? Meint ihr, euch in diese Spieler hineinversetzen zu können?


    Wenn Stifler'sMom meint, das Spiel und die Medaillenvergabe haben nichts miteinander zu tun, zweifle ich ernsthaft an der Fähigkeit, solche Situationen einschätzen zu können. In meinen Augen ist das billige Provokation. Auch diese Handballprofis sind Menschen und keine Maschinen, die von einem Moment auf den anderen alles ausblenden können, was die zwei Tage lang passiert ist.

    Sie kennen mich nicht und können das absolut nicht beurteilen.

    Achso. Aber schön vom Sofa aus auf Weber einhauen, weil dessen Gedanken und Emotionen nach diesem Wochenende ja glasklar sind.


    Und dann noch den Vergleich mit Claar bringen. Was haben die beiden gemeinsam, außer, dass sie in derselben Mannschaft spielen? Zwei unterschiedlichere Schicksale als die dieser beiden lassen sich kaum finden. Der Eine ist neu in der Mannschaft, wird sofort zu Leader und unverzichtbar fürs Spiel. Der andere sitzt nur noch auf dem Abstellgleis und bekommt nicht einmal einen Einsatz, wenn es um die goldene Ananas geht. Das sollte auch Teil der Bewertung sein, wenn man schon Urteile über Spieler fällen möchte.

    Man muss doch aber den Kontext der Bewegung bewerten. Hier springen vier Spieler nach dem Ball und die Hand landet im Gesicht. Anders als gestern, als Petrus in Kauf nimmt, auch das Gesicht zu treffen.


    Für mich ist das keine rote Karte, ehrlich gesagt. Aber ist wie es ist. Für O‘Sullivan ist das WE aus persönlicher Sicht so richtig bitter gelaufen.

    Du verlangst zu viel. Für manche hier scheint es die einzige Freude im Leben zu sein, andere zu provozieren. Wer hier mit "Hand im Gesicht = Rot" um die Ecke kommt, sollte sich vielleicht in der Sommerpause alle Spiele der Saison nochmal anschauen. Und vielleicht erkennt die Person dann auch, dass es Handballregeln doch etwas komplexer sind.

    Was mich aber geärgert hat war ein deutscher Reporter der sich freut dass eine dänische Mannschaft gegen eine deutsche Mannschaft weiterkommt. Ist das nur mir so vorgekommen?

    Meinst du Petrzika auf Dyn? Da stimme ich zu. Der kann einfach nicht anders, wenn der SCM dabei ist.


    Als in der 2. Halbzeit die Bildruckler bei Dyn anfingen, habe ich auf DF1 umgeschaltet. Danke an DAZN. Das war wesentlich angenehmer.

    Die beiden Damen machen einen ausgezeichneten Job

    Sorry, aber da hast du ein anderes Spiel gesehen als ich.


    Allein die Tatsache, dass im gesamten Spiel nicht ein einziges Mal die Abstandsvergehen bei den Freiwürfen auch nur ermahnt wurden, verbietet schon jedes Prädikat für die beiden. Man kann ja durchaus argumentieren, dass Szenen aus der Bewegung heraus schwer zu entscheiden sind. Aber beim Freiwurf haben sie alle Zeit der Welt, das zu sehen und die Pflicht, das auch zu korrigieren. Das hat auch nichts mit großzügiger Spielweise zu tun. Hier bekommt der Gegner permanent einen Meter und damit einen Vorteil geschenkt. Saugstrup hat auch immer wieder drauf hingewiesen. Aber das haben sie an sich abprallen lassen.


    In Halbzeit Zwei wollten sie dann offenbar unbedingt Zeitstrafen verteilen. Die gegen Saugstrup war ein Bruch mit der bis dahin großzügigen Linie. Und die Rettungstat vom Aalborger Spieler, als er den Wurf aufs leere Tor verhindert, schien laut Fernsehbildern komplett sauber gewesen zu sein.

    Mit Hochrechnungen ist es auch so ein Ding. Nach nem Blitzstart mit zehn Toren in zehn Minuten rechnet auch keiner am Ende mit 60 Buden.

    Der ein oder andere Reporter hat das durchaus drauf.


    Aber du hast vollkommen recht, die Startphase ist nur bedingt für eine Prognose des weiteren Spielverlaufs geeignet.

    Ergänzend ist zu konstatieren, dass wir uns, teils durch die Früchte der eigenen Arbeit, teils aufgrund der medial erzeugten unbesiegbaren SuperWeltBest(i)e, einen Status erarbeitet haben, der unsere Gegner mitunter höchst(über?)motiviert gegen uns agieren lässt, wenn sie Morgenluft wittern. War sehr gut in Leipzig und Hannover zu beobachten, aber auch Erlangen, Göppingen, Wetzlar (im letzten Saisonspiel) (über?)drehten mächtig auf, als sie eine Chance witterten. Damit müssen wir in Zukunft lernen, besser umzugehen.

    Die Motivation ist doch klar: Nach einem Sieg könnte man sich Weltpokalsiegerbesieger nennen.

    aber dieses ständige Gerede das man in einer Woche noch einen Titel hat, fand ich ziemlich überheblich, sowohl in der Halle, als auch auf dem Balkon.

    Kam das wirklich so von der Mannschaft? Ich habe die Reden vom Balkon so wahrgenommen, dass man noch einen Titel will. Dass man den quasi schon in der Tasche hat, habe ich nicht gehört. Eher das Gegenteil war der Fall. Die Mahnungen, dass man noch viel dafür zu tun hat, waren deutlich zu vernehmen.

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