Beiträge von Peter2000

    Vielleicht in dem er versucht in der Vorwärtsbewegung mit Prellvorgang an dem Gegenspieler vorbei zu kommen oder einen Freiwurf zu erzwingen?

    Und wo steht in den Handballregeln, dass dies die einzige zulässige taktische Methode ist? Handball lebt auch ein bisschen davon, dass man Dinge tut, mit denen der Gegner nicht rechnet. Und vor allem Bundesligaspielern sollte man diese Fähigkeit zugestehen.

    Also in allen Verfahren zu möglichen Regelverstößen, die ich in den letzten Jahren gelesen habe (also die Urteile), wurden die Schiedsrichter befragt. Alles andere macht ja auch gar keinen Sinn, oder?

    Dass der DHB schon direkt eine einseitige Erklärung rausgehauen hat, und jetzt sollen seine Gerichte die Sache klären, ist natürlich ein Treppenwitz.

    Also wenn die Schiedsrichter hier keine Stellungnahme abgeben (müssen), ist das ne Sauerei!

    Wer vertritt Minden eigentlich? Helge ist für die MT im Einsatz.

    Ich habe nicht geschrieben, dass die Schiedsrichter nicht befragt werden. Ich habe nur geschrieben, dass Minden nicht in der Position ist, den Schiedsrichtern Fragen zu stellen.

    Wenn es denn überhaupt so weit kommt, dann entscheidet das Gericht darüber, welche Fragen gestellt werden. Und ob diese zur von dir gewünschten Aufklärung beitragen, weiß niemand.

    Das hier war kein Regelverstoß!

    Und das ist der springende Punkt. Ohne Regelverstoß fehlt doch jede Basis dafür, dass ein Einspruch Erfolg haben könnte. Warum soll das Gericht unnötig Ressourcen verschwenden, wenn das Ergebnis eigentlich schon feststeht? Das Gericht ist doch nicht dafür da, die Schiedsrichter zu schulen oder deren Qualität zu überwachen. Und auch nicht, um dem empörten Zuschauer eine Erklärung zu liefern.

    Nüchtern betrachtet war das einfach nur eine von vielen Fehlentscheidungen. Klar, diese war eindrucksvoll, weil es direkt um Tor oder nicht Tor ging. Aber was ist daran anders als eine zu Unrecht erteilte Zeitstrafe oder Disqualifikation?

    Darum erübrigt sich die Diskussion über Zeitpunkt und Endergebnis.

    Wär das bei 31:30 in der 59. Minute passiert, wär‘s trotzdem kein Regelverstoß!

    Genau. Und deshalb tut man auch gut daran, das rechtlich nicht überzubewerten. Dass das intern bei HBL und DHB aufgearbeitet werden sollte, ist eine ganz andere Geschichte. Aber das ist nicht Aufgabe der Sportgerichte.

    Wenn Minden die Frage aufwirft, ob die Schiris auf die anderen Perspektiven verzichtet haben (was die MT behauptet), oder sie sie nicht zur Verfügung hatten, werden sie das doch wenigstens beantworten müssen. Hoffe ich.

    So läuft das praktisch aber nicht. Mein Kenntnisstand dazu ist:

    Minden hat einen Einspruch zu formulieren, in dem bereits dargelegt wird, was falsch gelaufen ist. Dazu gehört zuerst eine klare Aussage, worauf sich der Einspruch bezieht. Das wäre hier die Wertung des Spiels oder das Ergebnis. Dann ist die Sachlage (aus Sicht Mindens) zu erläutern und dann gehört da eine "Forderung" rein, die mit einem klaren Ja oder Nein durch das Gericht beantwortet werden kann. Die Forderung ist nicht "Die Schiedsrichter sollen befragt werden". In diesem Fall kann sie eigentlich nur auf Neuansetzung lauten.

    Aufgrund dieses Antrags entscheidet die zuständige Stelle über die weitere Verfahrensweise. Wahrscheinlich ist, dass es wegen der Tatsachenentscheidung sofort zu einer Abweisung des Einspruchs kommt. Da muss auch das Gericht niemanden großartig befragen. Und selbst wenn das Gericht weitere Berichte einholt, dann legt ausschließlich das Gericht fest, wer da befragt wird und in welcher Form. Der Antragsteller hat hier kein Recht darauf, dass bestimmte Beteiligte von ihm formulierte Fragen beantworten.

    Selbst im unwahrscheinlichen Fall, dass es zu einer Verhandlung kommt, hat der Antragsteller immer noch kein freies Fragerecht. Allenfalls können Vorschläge für Fragen eingereicht werden. Allein das Gericht entscheidet, welche Fragen gestellt werden.

    Ist die Moderatorin eigentlich noch mit dem BHC-Spieler zusammen?

    Das fand ich Samstag schräg, die beiden im Kabinengang direkt hintereinander.

    Zu wem sie wohl gehalten hat. 🤔😆

    Naja, bei Dyn kann ich über mein Abo regeln, ob ich solche Konstellationen akzeptiere. Viel mehr stört mich das beim gebührenfinanzierten TV, wo im Bereich der Schlagersendungen gefühlt jeder mit jedem verbandelt ist und jede TV-Show wie ein Familien-/Freundestreffen wirkt.

    Im aktuellen Fall haben die Schiedsrichter den falschen Schluss aus der korrekt angewendeten Regel gezogen, das ist dann wohl eine klarer Fall von unanfechtbarer Tatsachenentscheidung. Damit lässt sich kein Regelverstoß konstruieren, der für ein Wiederholungsspiel notwendig wäre.

    Anders sähe es aus, wenn Tore falsch gezählt worden wären.

    Den gab es von Magdeburg auch gg Morante inkl. nach hinten Drücken des Wurfarms.
    Eloy lag danach mit schmerzverzerrtem Gesicht auf der Platte.
    Alles eine Frage der (selektiven) Wahrnehmung.

    Und doch weiß niemand wirklich, wie das Spiel verlaufen wäre, wenn die Schiedsrichter bei ihrer ersten deutlichen Fehlentscheidung anders entschieden hätten. Man kann nach solchen Spielen nicht 1:1 alle Fehlentscheidungen gegeneinander aufwiegen. Denn der Spielverlauf ist nicht vorherbestimmt (habe ich schon x-mal geschrieben). Aber man kann mit Wahrscheinlichkeiten arbeiten. Und sage ich: Der SCM hätte seinen Stiefel weiter runtergespielt. Beim BHC ist es fraglich, ob man die Härte in der Abwehr hätte aufrecht erhalten können, wenn es die durchaus berechtigten Zeitstrafen gegeben hätte. Irgendwann muss entweder die Härte reduziert werden oder läuft ins Risiko, Spieler zu verlieren. Dazu darf man auch annehmen, dass die Überzahlsituationen positiv für den SCM ausgegangen wären, was auch eine mentale Wirkung bei den Spielern entfaltet.

    Es ging ursprünglich um das Erlebnis für den Zuschauer. Ob die Oberfläche da gleich ist oder nicht, spielt für den Zuschauer keine Rolle, sehr wohl aber die Technik die darunter steckt! Und es sind daher eben nicht die identischen Böden

    Sorry, aber du reimst dir hier gerade etwas zurecht. Deine Aussage war:

    Zitat

    Kein Glas- sondern LED-Boden, was tatsächlich eine Innovation ist.

    Kann ja gut sein, dass du da andere Vorstellungen zu den Begriffen im Kopf hast. Aber technisch gesehen sind das alles Glasböden, unter denen LED-Technik angebracht ist. Deshalb ist deine Aussage einfach mal falsch gewesen. Dass die LED-Technik sich in den Hallen unterscheidet, ist unbestritten.

    Wann hat beim SCM in den letzten Jahren eine grundsätzliche Taktikänderung stattgefunden, die Hoffnung macht, dass Wiegert & Co. wirklich lernfähig sind?

    Ist es nicht eher so, dass er sich über die Jahre einen Kader zusammengestellt hat, mit dem er genau das Konzept, das ab 2021 die Erfolge brachte, umsetzen konnte? 6 Jahre Weg bis zur Perfektion. Und dann soll von heute auf morgen an der Spielidee gerüttelt werden? Nein, das glaube ich nicht.

    Das, was gestern zu sehen war, kam nicht aus dem Nichts. Die Kritik, dass Wiegert stur an seinem Plan festhält, gibt es seit Jahren. Fakt ist also, dass man schon viel eher hätte Alternativen erbarbeiten können oder sogar müssen, davon aber nichts zu sehen war.

    Und wir reden hier nicht über die Neuerfindung des Rades. Kleine Dinge würden vielleicht schon reichen. Gestern zum Beispiel wären einlaufende Außen oder auch einfach mal ein zweiter Kreisläufer ein Mittel gewesen, um die Abwehr vom Rückraum abzulenken. Oder einfach nur die schon so oft angesprochene, aber nie wirklich umgesetzte Lastverteilung. Wenn ein Zehnder, Weber oder Jonsson selbst für den 15. der Bundesliga im Angriff nicht brauchbar erscheinen, dann muss man leider auch die Kompetenz des Trainerteams hinterfragen.

    Und zum Thema 7-Meter: Beim THW-Debakel wurde Saugstrup im Interview gefragt, ob er denn eigentlich 7-Meter werfen kann. Darauf hat er ziemlich zerknautscht reagiert. Ich bin mir sicher, dass das ein Thema innerhalb der Mannschaft ist und dass nicht alle damit einverstanden sind, dass sich immer wieder Spieler an der Linie versuchen dürfen, die nachweislich Probleme mit der Quote haben. Gestern war es für mich ein Unding, dass Zehnder am Ende ran durfte, nachdem der im Spiel schon 2 verballert hat. Was geht da in den Köpfen der Beteiligten vor? So ein 7-Meter-Werfen ist doch keine Therapiesitzung! Oder hatten die alle die Hosen voll und Zehnder war alternativlos? Über Musches Wurfauswahl beim letzten Wurf kann man allerdings auch nur den Kopf schütteln.

    Nein, sind nicht identisch, ist eine andere Technologie. Auf die Frage ob der Glasboden im München und Dresden gleich sind sagt CahtGPT:

    Mein Vergleich zielte nicht darauf ab, ob die Böden in München und Dresden identisch sind Mir ging es darum, dass da in Köln kein grundsätzlich anderes System zum Einsatz kommt.

    Die von dir (bzw. der KI) aufgeführten "Unterschiede" zwischen Dresden und München sind doch primär im Bereich der LED-Beleuchtung angesiedelt, das Grundkonzept ist identisch. Glasboden und darunter ist eine Beleuchtung.

    Köln unterscheidet sich im "Funktionsumfang" eigentlich nicht von München. Nur ist der eine Boden halt mobil und der andere fest eingebaut.

    Im Übrigen: Eine KI kann nur die Informationen liefern, die sie im Netz zu diesen Themen gefunden hat. Sofern es keine Seite(n) gibt, die sich im Detail mit den technischen Eigenschaften (z.B. dem verwendeten Glas) beschäftigen, stauchert auch die KI nur im Dunkeln. Da alle drei Böden vom selben Hersteller stammen, darf man schon davon ausgehen, dass da Rad nicht komplett neu erfunden wurde.

    Der Videobeweis lieferte doch das richtige Ergebnis. Wie kann das zu einer fehlenden Akzeptanz führen?

    Der Videobeweis war für mich eine Bankrotterklärung der Schieris. Den überhaupt zu bemühen, wenn der Ball gut 10 cm vor der Torlinie aufkommt, da muss man schon fragen dürfen, ob der Torschiedsrichter seinen Blindenhund dabei hatte. Ein vermeintliches Top-Team sieht so ein klares Ding nicht? Und dann der nächste Witz: Sie bauchen 3 Wiederholungen, bevor sie ihre Entscheidung treffen. Was sollte dieses Theater? War das Show oder hatten sie die Anweisung, mind. 1x pro Spiel den Videobeweis zu bemühen? Sollte das jetzt die Kritiker beruhigen, im Sinne von: Seht mal, wir können es doch?

    Heute hat man gesehen: SCM ohne die gewohnte Anzahl an 2m-Pfiffen = der Kaiser ohne Kleider.

    Benno hat's sogar kleinlaut angedeutet als einen der Gründe für die Niederlage ("keine Progression heute"). Stimmt übrigens noch nichtmal, denn BHC hat 3 Zeitstrafen bekommen, Magdeburg null.

    Aber dennoch: Wenn das Schule macht unter den Schiedsrichtern (halbwegs neutrale Wertung der gleichen Situationen und NICHT mehr die übermäßige Bonusbewertung, die sich über die letzten Jahre verselbständigt hat und an die sich der SCM ge(ver)wöhnt hat, dann kommt diese Mannschaft auf den Boden zurück, auf dem sie wie alle anderen auch handballerische Lösungen finden und damit in gewisser Weise Handball für sich neu denken muss. Fände ich nur fair. Müsste sich dann auch das gesamte Umfeld dran gewöhnen. Das Team müsste sich taktisch neu einstellen: sich unabhängig machen von den letztlich spielentscheidenden Pfiffen, wenn' hart auf hart kommt. Handballspiele zurück auf Werkseinstellung.

    Hut ab, Krag und Hurst. Sehr gute, neutrale, wohltuende Leistung.

    Und vor allem Hut ab, BHC.

    Ich versuche das gerade einzuordnen und lande irgendwo zwischen zu viel Alkohol und Wahnvorstellungen. Man könnte auch meinen, der Autor will trollen. Eigentlich schade um die Zeit, das überhaupt zu lesen. Da steckt so viel Grütze drin, das ist einfach nur peinlich.

    Kein Glas- sondern LED-Boden, was tatsächlich eine Innovation ist. Wenn es hilft, dass Handball damit ein breiteres Publikum erreicht und mehr Aufmerksamkeit bekommt, warum nicht. Ich habe kein Problem damit

    Ich meine, dass das Prinzip identisch mit den Böden in Dresden und München ist. Der einzige Unterschied ist, dass in Köln ein mobiler Boden zum Einsatz kommt.

    Bei der ganzen Diskussion ob Tor oder nicht - frage ich mich - warum werden die Tore unten hinten nicht "dicht" gemacht, damit der Ball nicht rausholen kann.

    Weil die Handballregeln das nicht vorschreiben:

    Zitat

    Jedes Tor muss ein Netz, das sogenannte Tornetz, haben. Dieses muss derart befestigt sein, dass ein in das Tor geworfener Ball normalerweise im Tor verbleibt oder nicht durch das Tor hindurch fliegen kann.

    In einer "unnormalen" Situation kann der Ball also schon mal durchs oder unter dem Netz durchschlüpfen.

    Ich habe vor ein paar Wochen selbst erlebt, wie ein Ball durchs Netzt durchflog. Der Schiedsrichter hat das als Ding der Unmöglichkeit abgetan und voller Überzeugung auf Abwurf entschieden, obwohl sich der Rest der Halle einig war, dass der Ball drin war. Wir haben uns dann nach dem Spiel mal das Netz angeschaut. Da war wirklich eine Masche etwas "ausgeleierter" als die anderen. Und da ist der Ball durch. Keine Ahnung, wie niedrig die Wahrhscheinlichkeit ist, dass das passiert. Hundertprozentige Sicherheit gibt es halt nicht. Umso ärgerlicher, dass die technischen Hilfsmittel (VAR) nicht korrekt angewendet wurden.

    Zitat aus der Bild:

    "Die Schiris Linker und Schmidt gehen zum Tisch mit dem Videobeweis-Bildschirm, an dem an den meisten Bundesliga-Standorten Personal des Gastgebers sitzt. Die Schiris prüfen auf Tor oder kein Tor – und Verweigern dem Treffer die Anerkennung. Die abstiegsbedrohten Mindener gehen nicht mit einer 17:15, sondern der 16:15-Führung in die Pause

    Mal unabhängig davon, ob das ein Tor war oder nicht: Das, was der Bild-Schreiberling da behauptet, ist einfach nur Schwachsinn. Wir reden hier von einer Aktion in der 7. Spielminute. Niemand kann sagen, wie das Spiel verlaufen wäre, wenn das Tor gezählt hätte. Ein Handballspiel läuft nicht nach einem vordefinierten Drehbuch ab. Jede Aktion kann Auswirkungen auf den weiteren Spielverlauf haben. Wenn die Aktion 5 Sekunden vor der Pause passiert, dann kann man mit hoher Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass der Halbzeitstand um genau dieses eine Tor nicht stimmt.

    Genau aus diesem Grund hat man quasi keine Chance, einen früh im Spiel durch die Schiedsrichter verursachten Regelverstoß als "spielentscheidend" anerkannt zu bekommen, was dann möglicherweise zu einem Wiederholungsspiel führen würde. Die einhellige Meinung ist dazu: Die Mannschaft hat noch lange genug Zeit, den Fehler der Schiedsrichter auszumerzen.