Beiträge von Peter2000

    Kasten besten Gerstensaft, ach was, 2 Kästen, dass im Falle einer guten Heim-WM (selbst wenn´s zum Treppchen oder gar Titel reichen würde) immer noch mehr über Alfred gemosert wird, als sich einfach mal über das Erreichte zu freuen. Hält einer gegen? :hi:

    Deine Bedingung ist sehr schwammig formuliert. Wer legt denn fest, ob das "immer noch mehr" erreicht wurde?

    nur mal so ne Anmerkung zur Trainerdiskussion:

    habe in einer großen Gruppe mit einigen Nicht-Handballern die Hauptrunde und das Endspiel angesehen....

    Übereinstimmender Tenor: ...

    Deine Schilderungen zu der Wahrnehmung durch deine Gruppe sind völlig in Ordnung. Aber welchen fachlichen Wert hat das? Würde man einen Metzger als Sachverständigen vor Gericht laden, um die Arbeit eines Chirurgen zu bewerten? Der kann vielleicht das äußerlich Offensichtliche beurteilen ("die Naht sieht schön aus", "der Patient lebt noch"). Aber alles andere? Es gibt Menschen, die wollen einfach nur Unterhaltung ohne Tiefgründigkeit. Die sind mit den täglichen Telenovelas auf ARD oder dem Programm auf RTL2 zufrieden. Hier in diesem Forum tummeln sich Menschen, die ihr ganzes Leben dem Handball verschrieben haben. Die die Entwicklung der Spieler und Trainer von Anfang an verfolgen und damit wahrscheinlich eine komplett andere Sicht auf die Dinge haben.

    Frag' mal in die Gruppe, ob sie wissen, was Jugo, wegziehender Kreisläufer & Co. bedeuten. Den Kempa können die meisten vielleicht noch erklären, weil dieser spektakulär anmutende Spielzug von jedem Kommentator abgefeiert wird. Und dann frag' sie, welche Taktik sie in den Spielen erkennen. Wenn selbst ein Juri Knorr nach seinen 10 Toren sagt, dass er selbst überrascht war, dass die reingegangen sind, dann spricht das Bände. Ein Spiel auf diesem Niveau sollte nicht auf dem Prinzip Glück aufgebaut werden. Niemand verlangt von der deutschen Mannschaft ein 1-gegen-1 wie es z.B. der SCM spielt. Aber "spielt mal ein bisschen den Ball hin und her und irgendwann wirft einer in der Hoffnung, dass der Ball reingeht" ist definitiv zu wenig. Und da habe ich über die Jahre nicht wirklich eine Verbesserung gesehen.

    Man muss halt auch dazu sagen, dass Gislason nach dem Serbienspiel einiges geändert hat. Er hat vorher schlicht seine "erste Sechs" überspielt und andere Spieler fast komplett draußen gelassen. An nicht funktionierenden Konstellationen zu lange festgehalten, wartend, ob es nicht doch noch irgendwann klappt.

    Insofern gab es 2 Gislasons, den bis zum Serbienspiel und den danach. Wenn Alfred aus den Erfahrungen lernt, die Spieler die er warum auch immer bei der Kaderplanung ignoriert hat jetzt mal versuchsweise nominiert.

    Der Mann ist seit 35 Jahren Trainer, seit 6 Jahren Bundestrainer, beaufsichtigt sein 7. Turnier in dieser Funktion und braucht dann sowas wie das Serbien-Spiel, um zu erkennen, dass man die Breite des Kaders nutzen sollte? Tut mir leid, dass ich daraus nichts Positives ableiten kann. Die Spieler sind für ihn keine Unbekannten und ein solches Turnier sollte nicht auf Experimenten aufgebaut sein.

    Wie asozial kann man eigentlich Vergleiche ziehen, wenn man keinen background der angesprochenen Personen kennt. Das kann auch in die Hose gehen...

    Jetzt mal locker durch die Hose atmen. Es wird immer jemanden geben, der sich durch irgendeine Aussage getriggert fühlt. Für dich mögen 70 Sekunden Sendeausfall im wichtigsten Spiel der EM eine Lappalie sein. Ich kann mir aber gut vorstellen, dass einige Zuschauer da weniger entspannt reagiert haben. Zumal ja beim Ausfall nicht erkennbar ist, wie lange dieser anhält.

    Wenn du mit meinem überspitzten Vergleich nicht klarkommst, kann ich dir eigentlich nur empfehlen, das Internet zu meiden.

    Immens wichtig, das in der Gesamtschau zu erwähnen... ich hab über das Turnier etwa 18 Stunden Handball gesehen und jetzt waren da mal 70 Sekunden Bild weg. 😅🤣😂

    Ich hoffe, du siehst die Sache auch so locker, wenn du mal an einem Beatmungsgerät hängst, das 70 Sekunden ausfällt. :D

    Okay, solche Übertragungspannen sieht man auch beim Fußball oder anderen Sportarten. Sehr selten, aber es passiert. Doof natürlich, dass es ausgerechnet im Finale und dann noch mit deutscher Beteiligung auftreten musste. Weiß man, ob das ZDF ebenfalls betroffen war?

    Der eine Spieler muss verletzt-blutend vom Feld, der andere steht direkt wieder auf. Letzteres wird härter sanktioniert.

    Die Schiedsrichter haben das Gefährdungspotenzial der Aktion zu bewerten, nicht die Auswirkungen. Und das aus gutem Grund. Blut ist ein Indikator, dass da was passiert ist. Aber es taugt eben nicht als Bewertungskriterium. Dir kann auch völlig ohne Gegnereinwirkung in der Nase eine Ader platzen und du siffst damit das halbe Spielfeld voll (schon selbst gesehen). Schiedsrichter sind auch keine Notärzte, die noch dazu ohne jegliche Untersuchung auf dem Spielfeld ad hoc eine verwertbare Diagnose stellen können. Ich habe selbst schon Schiedsrichter mit der Logik: "Die Spielerin musste behandelt werden, ergo muss die Gegnerin bestraft werden." erlebt. Das öffnet (noch mehr) Schauspielerei alle Türen. Will man wirklich die Auswirkungen bestrafen, müsste man jeden Spieler erstmal in die Notaufnahme schicken und das Ergebnis der Untersuchung abwarten.

    Der eine bekommt bei einer Abwehraktion den Arm direkt ins Gesicht, der andere bekommt den Arm eines ballführenden Spieler bei einer Drehung unabsichtlich ab. Auch letzteres wird härter sanktioniert.

    Dass man langsam auch anfängt, Angreifer öfter zu bestrafen, ist der richtige Weg. Gerade das Durchziehen des Wurfarm nach dem Wurf, um damit dem Gegner noch eins auszuwischen, sieht man leider immer mal und wird selten bestraft. Ich weiß nicht, ob es die Regelklarstellung des DHB, die hier (welche entscheidung ist richtig?) mal diskutiert wurde, noch gibt. Aber das Szenario ist zumindest in den unteren Klassen häufiger zu sehen.
    Das Platzschaffen mit dem Ellenbogen ist so ein weiteres Ding, was nicht mit den Regeln vereinbar ist. Wer mit dem Ellenbogen auf Kopfhöhe des Gegners agiert, nimmt Verletzungen in kauf. Das gilt für Angriff und Abwehr gleichermaßen.

    Unbestritten ist jedoch, dass es keine klare Linie bei den Entscheidungen gibt. Der Videobeweis hilft dann zwar, solche Verstöße zu erkennen, die Zeitlupe scheint mir aber den Impact oft zu verfälschen. Meiner Meinung nach sollte die Situation anhand der echten Geschwindigkeit bewertet werden.
    Auf der anderen Seite ist es halt eine Entscheidung wie jede andere. Einmal sieht man den Schrittfehler, einmal nicht. Einmal sieht man, dass der Werfer beim Wurf schon den Kreis berührt, das andere mal nicht. Trikotziehen ist auch so ein Ding, was nicht einheitlich bewertet wird. Klar wäre es wünschenswert, bei schweren Verstößen eine einheitlichere Linie zu haben, aber wie soll das klappen, wenn nicht einmal die Basics der Handballregeln auf Einhaltung kontrolliert werden? Solange ein Mensch die Spielleitung innehat, wird sich das nicht grundlegend ändern.

    Mir fehlte gestern bei Knorr der Wille, sich gegen den vorgezogenen Abwehrspieler durchzusetzen. Das wirkte alles zu lethargisch und teils auch lustlos. Statt für Bewegung zu sorgen, hat er sich viel zu oft festmachen lassen, wodurch das Angriffsspiel zu oft ins Stocken geriet. Ich hätte erwartet, dass man es schafft, gegen eine so offensive Abwehr Zeitstrafen zu ziehen. Aber dafür sind die langen deutschen Spieler zu antrittsschwach. Ich stimme auch deshalb zu, dass Lichtlein mehr Chancen im Angriff verdient hätte.

    Auf der anderen Seite war mir das wieder zu wenig Abwehr und zu viel "bloß nicht anfassen". Kaum Stoppfouls, um den Spielfluss der Dänen zu unterbrechen. Das scheint im deutschen Handball mitlerweile verpönt zu sein, andere Nationen bekommen das deutlich besser hin. Wir schwächen uns dagegen mit sinnlosen Strafen durch Gesichtsklatscher.

    Gestern kam dazu, dass die Deutschen offenbar mehrmals auf Pfiffe warteten, die aber ausblieben. Die Schiedsrichter hatten sich recht frühzeitig entschieden, nur klare Sachen zu pfeifen, mit Tendenzen pro Dänemark. Trotzdem nehmen sich die Deutschen nach leichtem, aber effektiven Abwehrkontakt dann mehrfach Würfe, wo mehr Hoffnung auf einen Pfiff denn unbedingter Wille, das Ding zu versenken, dahintersteckte.

    Ein Konzept für die Außen war gestern auch wieder nicht zu erkennen. Insgesamt wurde im Turnierverlauf gut bewiesen, dass man sich die Dahmke-Freihöfer-Diskusssionen wirklich hätte schenken können. Auch Freihöfer wäre auf Außen verhungert.

    Die Frage wurde ja schon gestellt, aber ich möchte sie wiederholen: Sind wir dank oder trotz Gislason Zweiter geworden? Ich bin stark bei "trotz".

    bei mir ist dyn mind 30sec hinter dem Bild vom ÖRR (über Satelliten). Der Nachbar lebt seine Emotionen aus und ich warte auf den Anwurf.

    wer kennt's noch?

    Das wurde im Dyn-Thread bereits mehrmals behandelt.

    Sei froh, dass es kein analoges Fernsehen mehr gibt. Das war in der Regel nämlich nochmal ein paar Sekunden früher als digitales.

    Mandic und Sergey trainieren doch schon die ganze Zeit über mit der Mannschaft. Niko müsste doch von Null auf jetzt sofort wieder funktionieren und dies mit deutlichem Trainingsrückstand. Hier wird doch oft genug drauf hingewiesen, dass für einen TW das Zusammenspiel mit der Abwehr einen großen Einfluss auf seine Leistungen hat. Also warum sollten dann die Saisonziele gefährdeter sein.

    Ich glaube, du überinterpretierst das etwas. An den grundsätzlichen Absprachen zwischen Torwart und Abwehr ändert sich nichts, nur weil man ein paar Monate nicht im Kasten stand. Portner kennt seine Vorderleute lange genug, da ist nicht zu erwarten, dass die erst wieder auf eine gemeinsame Wellenlänge finden müssen. Wo ich mitgehen würde, ist die Spielpraxis.

    Wenn man unsere bisherigen Spiele bei dieser EM anschaut finde ich die aktuelle Euphorie nach einem guten Spiel gegen eine Mannschaft die schlecht verteidigt hat etwas übertrieben.

    Der Spezies Mensch wird nachgesagt, negative Ereignisse zu verdrängen und sich lieber an positive zu erinnern. Bei manchen dauert das Jahre, bei einigen nur zwei Tage.

    Der gestrige Auftritt hat gezeigt, was möglich ist, wenn der Gegner es zulässt und man selbst die Gunst der Stunde auch nutzt. Dabei war längst nicht alles perfekt. Aber schön, dass man im Angriff die nicht vorhandene Torwartleistung kompensieren konnte. Gerade die Außen der Franzosen dürften vor Lachen nicht in den Schlaf gefunden haben, wenn sie nicht wegen der Niederlage trauern würden. Da waren unsere Torhüter überhaupt nicht drauf eingestellt. Okay, die dürfen auch mal einen schlechten Tag haben. Und wenn es dann trotzdem zum Sieg reicht, wird das auch niemand groß kritisieren. Wahrscheinlich thematisiert deshalb auch niemand die 34 Gegentore. Einzig Kohlbachers Zeitstrafe wurde hier mal kurz negativ erwähnt. Mir war das ein bisschen zu wenig Abwehrarbeit.

    Wenn man sich selbst auf das Verhalten eines Fanboys reduziert, dann wird eben ein Knorr nach einem Spiel wie gestern zum unersetzbaren Unterschiedspieler. So wie Golla im ersten Spiel, Schluroff im zweiten und vierten, Uscins im dritten oder Wolff und Grgic gegen Norwegen. Und ein Trainer wird zum Gott, weil er 1x auf die Zehntelsekunde genau den Buzzer drückt. Dieser schmale Grat zwischen Genie und Wahnsinn...

    Schön, dass Knorr sich gestern nach dem vierten Fehlwurf in Folge selbst ausgewechselt hat. Kein Vorwurf an ihn. In der Summe war das trotzdem eine herausragende Shooting-Show. Aber spätestens nach der zweiten Fahrkarte war gut erkennbar, wie das Angriffsspiel ins Stocken geriet und auch Knorr gehemmter agierte. Das hätte auch die Bank erkennen und eher reagieren können.

    Ja, dieses Spiel gestern war unterhaltsam, bot wenig Aufreger und macht Lust auf mehr. Aber haben wir jetzt den Garant oder zumindest eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass die nächsten Spiele auf einem vergleichbaren Niveau stattfinden? Das möchte ich nicht unterschreiben. Dazu waren die Spiele davor zu sehr Wundertüte, inklusive Trainerentscheidungen.

    Nein, er wird bis zum Sommer noch unter Vertrag sein. Aber eben halt nicht mehr im Kasten, es sei denn, einer der anderen beiden fällt verletzt aus. Was niemand hoffen will. Ich denke, Niko wird es so gehen, wie Mika. Das ist einfach der Situation geschuldet. Er wird, wenn er überhaupt auf dem Spielberichtsbogen steht, eher die Bank hüten. Und bei dem breiten Kader muss Niko überhaupt erstmal auf den Bogen kommen. Wenn alle Feldspieler fit sind, streichst du doch erst einen von 3 TW, als einen Feldspieler.

    Das widerspricht aber Wiegerts Philosophie, soweit man sie hier im Forum verstanden haben will. Ich denke eher, dass Portner spielen wird, wenn Wiegert sich damit bessere Siegchancen ausrechnet. Ich kann mir nicht vorstellen, dass er mit Blick auf die kommende Saison ohne Not die Mannschaft in dieser Saison schwächt.

    Dass die Musik aber bewusst nach einem Timeout auch noch etliche Sekunden hochgehalten wird, ist auf internationaler Turnierebene neu. Das gibt es sonst nur in südlicheren Gefilden (Frankreich etc.) - aber dort ist es der Hallensprecher, der dann meist noch im wieder laufenden Spiel anfeuert.

    Ich bilde mir ein, dass auch schon in der Bundesliga gehört zu haben.

    Der Leistungsdruck des gesamten Teams ist aber sogar höher als in seiner vorherigen Station, Aalborg ist national und international in allen Wettbewerben voll im Geschäft. Der dänische Coach Nicolej Krickau von den Füchsen Berlin verfolgt Knorrs Entwicklung intensiv und findet: "Für mich ist er gerade der beste Juri Knorr, den ich jemals gesehen habe. Es tut ihm gut, dass er in Aalborg in jedem Spiel performen muss, weil die Mannschaft um drei Titel mitspielt."

    Es wäre für alle wünschenswert (um nicht zu sagen gesetzlich vorgeschrieben), dass du bei Zitaten auch eine Quelle mit angibst. Dann hätte der interessierte Leser nämlich schnell erkennen können, dass diese Aussage vor der EM getätigt wurde. Vielleicht sollte man bei Krickau nachfragen, ob er an dieser Bewertung weiter festhält?

    Wenn man schwarz-weiß denkt, hast Du absolut Recht!

    Für mich ist es halt meistens grau und Innenpfosten - rein vs. Innenpfosten - raus reine Glücksache und nicht Können. Ansonsten würde ein sehr guter Fußballspieler an einem guten Tag ja auch immer die Löcher an der Torwand treffen!

    Aber selbstverständlich ist es eine Ansichtssache.

    Schwarz-Weiß-Denken wäre es, wenn ich jeden Pfostentreffer mit Unvermögen gleichsetzen würde. Das habe ich aber nicht getan.

    Den Vergleich mit der Torwand beim Fußball halte ich für unglücklich. Es ist nicht die tägliche Aufgabe des Fußballers, diese Löcher zu treffen. Mit typischen Situationen beim Fußballspiel ist das nicht zu vergleichen. Zudem lässt die Hand feinmotorischere Bewegungen zu.

    Ich finde nicht, dass wir soviel schlechter waren, wenn überhaupt. Die SR waren nicht für uns, das Aluminium auch.

    Wie viele Alu-Treffer pro Spiel sind einfach nur Pech und ab wann beginnt Unvermögen?

    Pfosten- oder Lattentreffer wirken beeindruckend und es besteht auch eine Wahrscheinlichkeit, dass der Ball zurück aufs Spielfeld kommt und man damit vielleicht im Ballbesitz bleibt. Aber rein vom Resultat her ist der Ball schlichtweg nicht im Tor. Knapp daneben ist auch vorbei. Es besonders genau machen zu wollen, ist nicht zwangsweise ein Qualitätsmerkmal.

    Ich bin absolut kein Fan davon, sich nach einem verlorenen Spiel hinzustellen und zu sagen: Wir waren nicht schlechter als der Gegner, wir haben nur zu viele Fehler gemacht. Genau diese Fehler machen aber den praktischen Unterschied. Dass man es theoretisch besser kann, ist eine völlig andere Geschichte. Besonders deutlich wird es, wenn sich die Fehler Spiel für Spiel wiederholen.