Beiträge von Peter2000

    2) Ja, Bombac macht einen Schritt nach vorn in Richtung der Angreifer.

    Als der Freiwurfpfiff ertönt, steht Bombac an der 6-m Linie. Er orientiert sich dann seitwärts, wahrscheinlich, um seine Abwehrposition wieder einzunehmen. Während der Ball von 9 m Richtung 6 m rollt, macht Bombac 5 Schritte, steigt über den Ball drüber und steht am Ende im Spieler, der den Ball aufnehmen möchte. Der Ball liegt nun hinter ihm. Wenn man sich es richtig anschaut, erkennt man sogar, dass Bombac nur hauchzart dran vorbeischrammt, dem Lübecker Spieler auf die Hand zu treten.

    Wenn man sich die Bewegungs- und Blickrichtung von Bombac anschaut, dann hatte das nur den Zweck, die Ballaufnahme zu verhindern.

    Die Foul-Szene hier hat nichts mit den letzten 30 Sekunden zu tun!

    Es wäre auch in der 3. Minute ein 7-Meter.

    Bitte schreibe es korrekt:

    Die erste Szene hat nichts mit den letzten 30 Sekunden zu tun, die zweite (Bombac) aber sehr wohl.

    Und bei der Bewertung, ob die vermeintlichen Regelverstöße spielentscheidend waren, spielen Spielstand und Spielzeit eine primäre Rolle.

    Zumindest wäre es im Namen des Sports sinnvoll so einen Mist zu unterbinden. Wieviel Einsprüche will man sonst im Jahr über alle Ligen hinweg haben?

    Im Namen des Sports wäre es wünschenswert, wenn die Schiedsrichter überhaupt keinen Grund dafür liefern würden, dass es zu Einsprüchen kommen kann. Der "Mist" ist nur möglich, weil die Schiedsrichter ihren Job nicht richtig gemacht haben. Und weil niemand fehlerfrei ist, man aber trotzdem einen fairen Spielausgang sicherstellen möchte, wurden die Handballregeln entsprechend formuliert.

    Wenn du dagegen wetterst, dann fang bei den Schiedsrichtern oder den Handballregeln an.

    Es geht bei solchen Einsprüchen ja nicht um Aktionen, die irgendwann in jedem Spiel stattfinden. Hier kommen folgende Dinge zusammen: Mögliche Regelverstöße kurz vor Spielende, ein denkbar knappes Ergebnis und die eventuell genommene Chance, den Spielausgang zu ändern.

    Die Regelverschärfung mit der letzten Spielminute bzw. seit 2016 den letzten 30 Sekunden wurde ja nicht ohne Grund eingeführt (wobei ich persönlich nichts davon halte). Und wenn es diese Regel nunmal gibt, dann muss sie von den Schiedsrichtern auch angewendet werden. Mit dem Konstrukt des "spielentscheidenden Regelverstoßes" soll sichergestellt werden, dass der Spielausgang gerecht erfolgt. Ein Regelverstoß zu Spielbeginn wird keine Spielwiederholung zur Folge haben. Die Schiedsrichter haben also über weite Teile des Spiels Narrenfreiheit und brauchen sich nicht an die Regeln halten. Rechtlich wird da argumentiert, dass die Mannschaften das spielerisch ausbügeln können. Nur sinken die Chancen dazu, wenn solche Regelverstöße kurz vor Spielende auftreten. Und nur das ist es wert, diskutiert zu werden.

    Du malst dir mal wieder deine Welt, wie sie dir gefällt.

    Als langjähriger regelfester Schiedsrichterkritiker weist du ganz genau, dass beide Situationen als Tatsachenentscheidung durchgehen können, genauso gut lässt sich in jeder der beiden ein Regelverstoß erkennen, wenn man es möchte.

    Das Foul wurde falsch geahndet? Kann man so sehen, muss man aber nicht. Voraussetzung für den Strafwurf ist eine "klare und ungehinderte Gelegenheit zum Wurf des Balls ins leere Tor". Das hast du selbst aus den Regeln zitiert. Wenn die Schiedsrichter keine klare und ungehinderte Gelegenheit erkannt haben, dann ist ihre Entscheidung auf Freiwurf völlig regelkonform. Du kannst ihnen nicht vorschreiben, was sie wahrgenommen haben. Du kannst maximal damit argumentieren, dass sie es hätten sehen sollen.

    Deine Argumentation zu Bombacs Schritt ist abenteuerlich. Hier muss man schon fragen, ob du einer temporären Blindheit unterliegst? Du hast doch das Video, oder? Schau dir genau an, was da passiert. Der Lübecker Spieler will den Ball aufnehmen, Bombac macht mehrere !!! Schritte nach vorn, über den Ball, sodass dieser dann hinter ihm liegt. Zieht der Gegner da nicht zurück, tritt Bombac auf dessen Hände. Die Aktion hatte einzig das Ziel, den Freiwurf zu verzögern. Und dafür gibt es in den letzten 30 Sekunden Rot + Strafwurf.
    Aber auch hier gilt: Nehmen die Schiedsrichter das nicht als Behinderung wahr, ist ihre Entscheidung auf Basis ihrer Einschätzung korrekt.

    Um es noch einmal klar zu sagen: Es ist kein Regelverstoß, nur weil man durch die Fernsehbilder die Situationen anders beurteilt. Entscheidend ist einzig und allein, wie die Schiedsrichter das wahrgenommen haben und welche Schlüsse sie aus ihrer Wahrnehmung gezogen haben.

    Aber feststellen, dass er dort mehr gehalten hat, als aktuell kann man schon.

    Kommt halt auf den Zeitraum an, den man betrachtet.

    In den letzten fünf Spielen für Gummersbach ist er immer unter 30 % geblieben. Bis auf das Spiel gegen den SCM (12 Paraden) auch einstellig (maximal 6 pro Spiel).

    Die Spiele in dieser Saison halte ich für nicht repräsentativ. Gegen die alten Mannschaftskameraden will man vielleicht besonders glänzen, erst recht, wenn der Wechsel noch recht frisch ist. Die wollen aber auch zeigen, dass sie ihren Ex-Torhüter kennen.

    Balingen war ein Totalausfall, aber nicht nur vom Torhüter.

    Bleiben die Füche (7 Paraden, 26 %) und Wetzlar (11 Paraden, 28 %). Das passt.

    Und Kuzmas Leistungen bleiben hinter denen beim VfL in der Rückserie der letzten Saison deutlich zurück!

    Das kann man nach den paar Spielen schon feststellen?

    Gefühlt ist Kuzmanovic aber trotzdem aktuell der bessere der beiden SCM-Torhüter. Sollte man da nicht eher auf den Etablierten den Druck etwas erhöhen?

    Welcher Fehler sollte das sein?

    Lies bitte einfach nochmal, was ich dazu schon mehrfach geschrieben habe.

    Strittig ist aus meiner Sicht nur die letzte Aktion von Bombac. Die im TV recht klar erkennbare Behinderung der Freiwurfausführung durch Bombac hätte mit Roter Karte + 7-Meter geahndet werden müssen. Da sollte es aus neutraler Sicht keine zwei Meinungen geben.

    Ob das eine Tatsachenentscheidung war, hängt davon ab, ob bzw. wie die Schiedsricher die Situation wahrgenommen haben. Wenn sie es nicht gesehen haben oder es nicht als strafwürdige Behinderung eingestuft haben, wird es keine Konsequenzen geben. Dann ist es tatsächlich die unanfechtbare Tatsachenentscheidung. Haben sie aber die Behinderung der Wurfausführung erkannt und dann "vergessen", die dafür angedachten Strafen auszusprechen, ist es ein Regelverstoß, der nicht mehr durch die unanfechtbare Tatsachenentscheidung gedeckt ist. Und bei dem Ergebnis und den wenigen Sekunden Restspielzeit ist das ein perfektes Beispiel für einen spielentscheidenden Regelverstoß, der Konsequenzen nach sich ziehen würde.

    Wie gesagt, einzig eine Wurfabsicht wäre relevant. Alle anderen Verteidiger die sich irgendwo dazwischen befänden sind nicht relevant. Die Definition ist, leeres Tor und Wurfabsicht = klare Torchance. Irrelevant, wer da noch dazwischen irgendwo steht. Aber das war es dann auch zur Regelkunde.

    Die Szene wird im Netz heiß diskutiert. Laut Lübecker Nachrichten (leider hinter Paywall) hat ein "ehemaliger Top-Schieri" für beide Szenen einen Strafwurf gefordert.

    Ich kann da weiterhin nur bedingt zustimmen. Beim Konter kommt der Spieler für mich nicht klar genug in die Wurfbewegung. Vergleichbare Szenen, bei denen z.B. ein Kreisläufer von der im Raum stehenden Abwehr geklammert wird, enden da auch nicht mit Strafwurf, wenn der Angreifer nicht deutlich einen Wurf ausführen wollte.

    Der Abwehrspieler von Leipzig ist quasi mit der Ballannahme am Gegner dran, der den Ball dann gerade so noch kontrolliert bekommt. Auf Profi-Niveau ist das einfach viel zu wenig für einen Strafwurf. Der Versuch zu springen und einen Wurfversuch anzutäuchen, ist dann auch zu halbherzig.

    Halte lediglich die Szene von Bombac für eine Wurfverhinderung, die eigentlich mit 7m hätte bestraft werden müssen. Aber es war echt clever gemacht von Bombac, so dass die Schiris diesen absichtlichen Schritt nach vorne eben nicht als Behinderung werteten. So oder so ist es eine Tatsachenentscheidung und ich sehe absolut keine Chance auf einen erfolgreichen Einspruch

    Ich wiederhole mich hier gern: Alles hängt davon ab, wie die Schiedsrichter die Szene wahrgenommen haben. Als Außenstehende wissen wir überhaupt nicht, ob die das als Behinderung gewertet haben oder nicht. Es sieht halt nur danach aus, dass es für sie keine war. Die Alternative wäre, dass sie das sehr wohl wahrgenommen haben, aber nicht regelfest waren und deshalb falsch entschieden haben. Und das wäre dann keine Tatsachenentscheidung mehr.

    Aber ich stimme zu: Ein Urteil pro VfL könnte es hier nur geben, wenn die Schiedsrichter ihren Fehler zugeben. Aber warum sollten sie das tun?

    Unanfechtbare Tatsachenentscheidung…

    Das hängt ganz davon ab, wie die Schiedsrichter ihre Entscheidung begründen.

    Wenn sie erkannt haben, was Bombac da gemacht hat, dann haben sie einen Regelverstoß begangen. Und so kurz vor Spielende und dem knappen Ausgang wäre das garantiert ein spielentscheidender Regelverstoß.

    Wenn sie aber erklären, die Aktion von Bombac nicht als Behinderung der Freiwurfausführung wahrgenommen zu haben, dann ist es tatsächlich die unanfechtbare Tatsachenentscheidung.

    Die Übertragung auf Dyn, besonders in der Crunch-time hat sich dem Leipziger Spiel angepasst.

    Es war eine Zumutung.

    Nichts hat funktioniert,das blanke Chaos bei der Übertragung.

    Ist in der 2. Liga nicht der Heimverein für die Bilder zuständig? Ich meine, dass das im ersten Heimspiel der Leipziger auch Thema bei den Kommentatoren war. Die sagtensinngemäß, Leipzig muss erst lernen, wie man das macht, da sie die letzten 11 Jahre in der 1. Liga spielten, wo sie sich damit nicht beschäftigen mussten.

    Das Klammern (von vorn) passierte aus dem Spiel heraus und war ein stinknormaler Freiwurf. Keine Ahnung, wie man da 7-Meter und Rot fordern kann.

    Anders sieht's beim anschließenden Freiwurf aus. Da kann man schon recht deutlich sehen, dass Bombac die Freiwurfausführung behindert. Nur ist auch hier nicht wirklich klar, ob es sich um einen Regelverstoß handelt. Es hängt alles daran, wie die Schiedsrichter das wahrgenommen haben und nicht, wie sie es hätten wahrnehmen sollen.

    Ein vergleichbarer Fall: https://www.dhb.de/sites/default/…%202%202024.pdf

    Sofern es überhaupt zu einer Verhandlung kommt, wird der Ausgang primär davon abhängen, wie die Schiedrichter ihre Wahrnehmung schildern. Die Kamerabilder haben da keinen Einfluss drauf.

    Spiele die vorher klar sind und bei denen sich auch schnell abzeichnet das es keine Überraschung gibt sind doch für nicht Fans eines der Teams recht uninteressant ..

    Selbst da gehe ich nicht mit. Es gibt einige hier im Forum, die sich mit den Spielern bzw. deren Entwicklung beschäftigen. Da kann man auch aus vermeintlich langweiligen Partien Informationen gewinnen, wenn man sonst eher wenig Möglichkeiten hat, diese Spieler im TV zu erleben.

    Wer erschießt den 80 - Jährigen?? Dann wäre es ja Mord... ganz ganz bitte und dumm...

    Ich bin mir sicher, die meisten hier im Forum werden meine überspitzte Formulierung verstanden haben.

    Die Aussage, auf die ich mich bezog, lautet: Man meint, einen Spieler in der 59. Minute nicht mehr mit einer Gelben Karte disziplinieren zu können. Sie wäre folgenlos und würde nicht ernst genommen werden. Deshalb setzt man sich über die schriftlich fixierten Regeln hinweg und verhängt eine drastischere Strafe als die eigentlich vorgesehene. Und das habe ich mal ins echte Leben übertragen. Ein Zwanzigjähriger, der sein ganzes Leben noch vor sich hat, kann vielleicht mit einer Verwarnung auf den korrekten Pfad zurückgebracht werden. Ein 80-Jähriger, der sein Leben quasi hinter sich hat (statistisch gesehen), wird sich von einem Tadel wohl kaum noch beeindrucken lassen. Welche Strafe soll den noch schocken? Was ist die Antwort auf diese Frage unter der Prämisse, dass man die geltenden Regeln für zu schwach hält?

    m Auffrischungskurs wurde uns nochmal klar und deutlich gesagt, dass es keine gelben Karten in der zweiten Halbzeit gibt und die Karte ohnehin sehr an Bedeutung verloren hat außer für die Bank und die dortige Progression.

    Das mag um Detail unvollständig sein, ist in der Praxis aber richtig. Oder was erwartest du für eine Auswirkung einer gelben Karte in der 59 Minute?

    Wozu haben wir eigentlich internationale Handballregeln, wenn die DHB-Verantwortlichen machen, was sie wollen?

    Und wieso hat man dann nichtmal den Arsch in der Hose, das in eine nationale Ergänzung zum Regelwerk aufzunehmen, sondern verteilt es wie stille Post auf seinen Schiedsrichterlehrgängen?

    Das mag um Detail unvollständig sein, ist in der Praxis aber richtig. Oder was erwartest du für eine Auswirkung einer gelben Karte in der 59 Minute?

    Wenn der Spieler bis dahin nicht auffällig geworden ist, dann ist das in der 59. Minute eine Warnung an ihn. Regeltechnisch völlig korrekt. Deiner Logik nach würde man im Strafrecht einen 20-Jährigen tadeln und einen 80-Jährigen gleich erschießen, weil er zu alt ist, um ihn nochmal zu erwischen?

    Wenn wir ganz viel Glück haben fängt er an zu lachen, damit wir ihm wegen Missachtung strafen können.

    Bist du geil drauf, Strafen auszusprechen? Denn irgendwie liest sich das für mich genauso. Exakt der Typ Schiedsrichter, der in die Halle kommt und fragt: Wo ist denn euer Spieler XY? - Wie, der ist nicht da. Kann ich ihm wohl heute gar keine Rote Karte geben?

    Wenn du als Schiedsrichter in der 59. Minuten ausgelacht wirst, hast du 59 Minuten lang was falsch gemacht. Und wenn das öfter vorkommt, dann würde ich die Schuld auch nicht mehr bei den Spielern suchen.

    Ich habe überraschenderweise den Text im IHF Regelwerk nicht gefunden.

    Bei uns im SR-Kader-Lehrgang wurde klar gesagt, dass sich an der Regelauslegung der IHF nichts geändert hat.

    Es muss ein klarer Kopftreffer vorliegen, ein Streifschuss reicht nicht. Man soll daher das Augenmerk darauf legen, ob sich die Flugrichtung des Balles merklich verändert.
    Habe dazu auch bei mehreren Quellen bei der Ankündigung der Regeländerungen diesen Passus gelesen, der diese Auslegung bestätigt (u.a. http://www.handballreferee.at, http://www.handball.ch, http://www.hvnb-online.de). Eine weitere Änderung oder nachträgliche Anpassung ist mir nicht bekannt.

    Die IHF bekleckert sich hier definitiv nicht mit Ruhm. Da hat man schon die Möglichkeit, Kommentare in die Regeln zu schreiben und stattdessen versteckt man die relevanten Dinge in Lehrvideos, die man erstmal finden muss. In der extra dafür geschaffenen App sind die Videos nicht (mehr) enthalten. Auch nicht gut...

    Interessant finde ich das Video "IHF Rule Interpretation | Hitting the goalkeeper in the head with the ball" (

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    ), welches vom DHB nicht verlinkt wird?

    Dort ist die Rede von "possibly touching the head slightly" und "ball passes close to the head". Das lässt schon wieder sinnlos viel Raum für subjektive Entscheidungen.

    Interessant ist auch, dass keines der Video einen Schläfen-, Stirn- oder Ohr-Schleiffschuss zeigt. Das sind Fälle, wo der Ball nicht zwangsläufig seine Richtung ändern muss, die aber trotzdem Wirkung entfalten können. Nach dem Kriterium "Ball muss deutlich die Richtung ändern" wären solche Treffer nicht strafwürdig. Da haben Bundesliga-Torhüter aber eine andere Meinung von.