Beiträge von Peter2000

    Nach Regeln ist es erlaubt, den Ball mit der offenen Hand herauszuspielen. Es sah nicht so aus, als wenn Musche den Ball herausspielen wollte. Er hielt einfach den Arm hoch. Zwei Minuten wären ok gewesen und er hätte sich nicht beschwert.

    Fürs Arm hochhalten willst du eine Zeitstrafe geben? Nach welcher Regel?

    Wir können über eine Zeitstrafe diskutieren, wenn Musche aktiv in den Arm des Gegners greift und keine Absicht vorhanden ist, den Ball zu spielen. Dazu kommt noch der Faktor Intensität.

    Ja, Musche dreht sich weg und hebt den Arm, sicherlich wissend, dass der Gegner daran hängen bleiben könnte. Nur geht sein Arm gerade nach oben und nicht aktiv zum Arm des Gegners. Das ist kein Schlagen oder Halten im klassischen Sinne. Das Hochheben des Arms ist nicht verboten.

    Was ist letztendlich passiert? Hansen touchiert mit dem Ball leicht Musches Hand/Faust. Da war keine wirkliche Intensität, die eine Zeitstrafe rechtfertigt. Wenn man es als regelwidrig auslegt, weil Musche da noch in der Bewegung ist, dann ist es halt ein Strafwurf. Aber mehr nicht.

    Puh ich kann diese Grundlegende negative Einschätzung nur so halb nachvollziehen.


    Die mussten innerhalb von wenigen Monaten eine komplette Infrastruktur aufbauen.

    Wer flotte Werbesprüche rauskloppt und die Handball-Verantwortlichen rausposaunen lässt, dass man mit DYN ein neues Zeitalter einleitet, der hat meiner Meinung nach dafür zu sorgen, dass ab der 1. Minute technisch alles läuft.

    Aber diese Rechtfertigungen reihen sich ja nahtlos in das IT-Versagen in Deutschland ein. Danke nochmal an Mutti Merkel, die das Internet als Neuland bezeichnete.

    Und tut doch bitte nicht so, als ob DYN das Rad neu erfinden musste. Streaming-Plattformen gibt es wie Sand am Meer. Das Wissen, solche aufzubauen, ist definitiv vorhanden. Und wer den Mund so voll nimmt, muss halt entsprechend investieren, um an das Knowhow zu kommen. Zeit genug war vorhanden, dieser Thread ist über ein Jahr alt. Wer so ein Projekt in Angriff nimmt, muss entsprechend in Vorleistung gehen. Man braucht kein Handballspiel in Düsseldorf, um einen Belastungstest durchzuführen. Auch dafür gibt es Erfahrungswerte.

    Mein Statement:

    Nach den hier schon beschriebenen anfänglichen Problemen lief es dann doch kurz vor Spielbeginn.

    Mein Setup: Android-Handy mit Dyn-App und Stream auf Chromecast. Das ganze an einem HD-Ready TV.

    Was mir negativ auffiel: Gerade in den ersten Minuten gab es einige Ruckler. Das waren allerdings keine Bildaussetzer, sondern eher die typischen Fehler bei schnellen Bewegungen. Als ob Frames fehlen. Dazu kam dann eine gewisse Artefaktbildung bei Kameraschwenks - auch das kennt man seit Anbeginn des digitalen Fernsehens und deutet auf schlechte Encoder-Einstellungen hin.

    Auch auffällig: Die Kameras waren nicht sauber kalibriert. Die von oben Filmende war blass und dunkel, eine andere hatte Probleme mit dem Weißabgleich. Das sollte im Profibereich eigentlich nicht passieren.

    Naja, wenigstens das Spiel war recht spannend. Als Nicht-Fan der beiden Mannschaften kann ich auch mit dem Ergebnis gut leben.

    Man kann die Aufnahmen problemlos gucken, auch wenn das Abo beendet ist.

    Okay. Ich hatte dazu über die Jahre widersprüchliche Aussagen gelesen.

    Ich möchte abschließend nur eins anmerken: So ein Sky-Receiver ist ein geschlossenes System. Bei Defekt oder Rücksendung sind die gespeicherten Daten weg. Und eine Festplatte, die quasi permanent in Betrieb ist, hat ein höheres Ausfallrisiko.

    Wer wichtige Dinge dauerhaft (oder zumindest langfristig) speichern will, braucht eine Backup-Lösung. Schon alleine deshalb würde ich zusehen, die Daten zusätzlich auf einem zweiten Medium/Gerät zu speichern.

    Ich werfe mal ein, dass nach meinem Kenntnisstand die Aufnahmen auf dem Q-Receiver nicht mehr wiedergegeben werden können, wenn das Abo abgelaufen ist. Typischerweise werden die Daten verschlüsselt abgelegt und sind ohne Abo schlichtweg nutzlos.

    Aber ich lasse mich da gerne korrigieren.

    Die einzige Möglichkeit, die mir spontan einfällt: Solange das Abo läuft, die Aufnahmen abspielen und mit einem anderen Gerät aufnehmen.

    Ich stelle die These, dass es eine Korrelation gibt zwischen dem Kommentatorenfokus auf SR- Entscheidungen und der Aufgeregtheit hier im Thread. Ich muss an diesem Wochenende leider arbeiten und konnte nicht in Köln dabei sein. Somit blieb nur DAZN in der Nachbetrachtung. Bitter und sein Kollege haben nun wirklich jede SR Entscheidung kommentiert und sichtbar durch die SCM Brille. Entscheidung gegen den SCM wurden immer in Frage gestellt. Entscheidungen gegen Barcelona trotz Fehler nur relativiert. Beispiel ein strittiger 7-M gegen Barca. Kommentar Bitter "Ich glaube er stand um Haaresbreite im Raum, und dann ist es 7-M". Das ist Blödsinn, da geht es nicht um Millimeter sondern Ermessenspielraum. Und das weiß Bitter auch, welcher im übrigen auch während des Spiels zugibt, dass er die SCM-Brille aufhat. Ich persönlich bin ja Semraufan und habe mich geärgert, dass der nur die Interviews machen darf. Aber ich verstehe natürlich auch aus DAZN Sicht, dass man da mehr Emotionen bei so einem Spiel rein bringen will. Vielleicht sollten man das aber berücksichtigen. Dieser Thread ist ja kein Thread im eigentlichen Sinne, sondern direkt nach dem Spiel eine Art Chat. Von daher lässt sich das SR-Gebashe wohl erklären.

    Aber die beiden SR waren sicher keine Heim-SR, was vielleicht angesichts der Halle und er Atmosphäre verwundert. Im Endeffekt ist es aber eine positive Entwicklung. Ich erinnere an frühere Turniere, bei denen z.B. Kretzsche immer "predigte" dass der Heimvorteil enorm sei. Hab ich nie nachvollziehen können und die gestrige SR Leistung zeigt, dass das eigentlich auch immer eine Fabel war.

    Ich habe mir das Spiel ohne Kommentatoren angeschaut und habe auch keine rot-grüne Brille auf. Trotzdem teile ich weiterhin die Meinung, dass 50:50-Entscheidungen tendenziell pro Barcelona ausfielen. Wenn auf der einen Seite 3x auf Stürmerfoul entschieden wird, auf der anderen aber nicht, dann mag jede Einzelentscheidung vielleicht vertretbar sein. Trotzdem ist da eine Tendenz zugunsten einer Mannschaft. Und deshalb ist die Auflistung von @anonymer-scm-fan halt nur die halbe Wahrheit.

    Es geht auch um gleiche Maßstäbe. Wenn ich die Zeitstrafe gegen O'Sullivan sehe, bei der der Gegner in den ausgestreckten Arm läuft - wo ist da das progressionswürdige Foul? Wenn man das unbedingt sehen will, dann müssen wir auch diskutieren, warum es bei der Verletzung von Gisli keine Strafe gab? Der Abwehrspieler zieht ihn am Trikot und hat damit vielleicht auch einen Anteil am Sturz.

    Und solche Szenen finden sich halt mehrere im Spiel. Es gab auch mal 'ne Konzessionsentscheidung pro SCM.

    Was mir allerdings mehr Sorgen gemacht hat, war der phasenweise recht schwache Arm von Damgaard. Dass der aus allen Lagen wirft, ist klar. Aber da waren zu viele Bälle, wo der notwendige Druck oder wenigstens die Genauigkeit fehlte. Natürlich ist das auch ein Verdienst der Abwehr Barcas gewesen. Aber dann wäre es umso wichtiger, dass man auf seine Chance wartet. So sehr ich mich auch freue, wenn Damgaard die Unmöglichen macht, so ist es doch weiterhin ein schmaler Grat, den er da beschreitet.

    Nach der Logik kann ja jeder Trainer unbekümmert das ganze Spiel meckern. Irgendwann gibt es halt mal eine gelbe Karte, aber eine zweite gelbe Karte, die gibt es ja nicht. Warum soll das Verhalten nach einer gelben Karte anders behandelt werden, als vor einer gelben Karte? Der Deligierte hat Wiegert eine gelbe Karte gegeben, weil er es in dieser Situation für angemessen hielt

    Und vllt war es tatsächlich so, dass er die erste gelbe Karte nicht aufm Schirm hatte. Das ist aber dann das Pech von Wiegert und nicht das vom Delegierten. Wenn ein Trainer nach einer gelben Karte nichts mehr zu befürchten hätte, würde die gelbe Karte in meinen Augen relativ wenig Sinn ergeben.

    Jetzt muss ich nochmal mit meiner Regelkenntnis dazwischen... Es kann sehr wohl mehr als eine gelbe Karte pro Person geben. Nämlich dann, wenn niemandem auffällt, dass die Person schon verwarnt wurde. Das Regelwerk schützt die Schiedsrichter dahingehend, dass hier lediglich von "sollte nicht" gesprochen wird.

    Rheiner argumentiert mit Feingefühl, wie man es durchaus auch im Fußball regelmäßig sieht. Da ist die Hemmschwelle für eine zweite Gelbe Karte beim Schiedsrichter halt doch höher, weil es zur Disqualifikation des Spielers führt.

    Wünschenswert wäre natürlich eine Gleichbewertung und -beurteilung vom An- bis zum Abpfiff. Aber da grätscht der Handball ja mit seinen eigenen Regeln z.B. für die letzten 30 Sekunden dazwischen. Oder mit der Beurteilung, ob eine fehlerhafte Schiedsrichterentscheidung "spielentscheidend" war, was ja durchaus Konsequenzen wie z.B. ein Wiederholungsspiel haben könnte. Hier wird in der Regel argumentiert, dass Fehler von Schiedsrichtern erst zum Ende des Spiels hin spielentscheidend sein können, weil ansonsten die Mannschaften genug Zeit hätten, die Fehler wieder auszubügeln.

    Der Abwehrspieler von Barca stand nicht im Kreis, als Saugstrupp umgekippt ist. Ganz klar kein 7m... Außer ich hab die Regeln falsch im Kopf.

    In welcher Regel steht denn, dass der Abwehrspieler zwingend im Kreis stehen muss, damit es einen Strafwurf gibt?

    Regel 14.1:

    Auf 7-m-Wurf wird entschieden bei:

    a) regelwidrigem Vereiteln einer klaren Torgelegenheit auf der gesamten Spielfläche durch einen Spieler oder Mannschaftsoffiziellen der gegnerischen Mannschaft;

    Dazu die Erläuterung:

    Nach Regel 14:1 handelt es sich um eine "klare Torgelegenheit", wenn:

    a) ein Spieler, der bereits Ball- und Körperkontrolle an der Torraumlinie der gegnerischen Mannschaft hat, die Gelegenheit zum Torwurf bekommt, ohne dass ein Gegenspieler in der Lage wäre, den Wurf mit zulässigen Mitteln zu verhindern;

    Bei der Saugstrup-Szene wäre also einzig zu diskutieren, ob er die Gelegenheit zum Wurf hatte und wenn ja, ob der Gegner ihm diese regelwidrig genommen hat.

    Ohne Abwehrspieler hätte er definitiv werfen können, also ist die Gelegenheit vorhanden gewesen. Bleibt also nur die Frage, ob er unzulässig am Wurf gehindert wurde.

    Die Hand des Abwehrspielers war im Bereich Wurfhand/Ball von Saugstrup. Drückt er nur gegen den Ball und meinen die Schiedsrichter, dass da noch keine Wurfbewegung stattfand, dann ist es kein Strafwurf. Ist die Hand dagegen an Hand oder Arm vom Angreifer, dann darf sich niemand über einen Strafwurf beschweren.

    Ich habe nur die erste HZ gesehen. Auch da hatte ich den Eindruck, einige Spieler der RNL

    wollten absichtlich nicht gewinnen (Kohlbacher, Lagergreen), weil für sie geht es um nichts mehr und sie wollten die Meisterschaft nicht entscheiden. Haben bei den Füchsen verloren und auch zu Hause gegen Kiel deutlich. Jetzt den angeschlagenen

    SCM abzuschlachten, wäre für einige erfahrene Spieler sportlich nicht fair. Und genauso haben sie verteidigt, bzw. einfache technische Fehler gemacht.

    Man darf es sicherlich nicht offiziell sagen, aber danke für soviel Sportsgeist gegenüber dem angeschlagenen SCM. Für mich sind sie dadurch in meiner

    Sympathieliste deutlich gestiegen.

    Ich behaupte mal, diese Ansicht hast du ganz exklusiv.

    Gratulation an Magdeburg , dass ihr den Meisterkampf so spannend macht .

    Wiegert finde ich manchmal etwas weinerlich , aber heute hat er zu Recht die kämpferische Leistung gelobt .

    Wenn ich die Leistung von Damgaard so sehe , verstehe ich die Gesamtspielzeit von Weber in der Saison nicht wirklich.

    Wenn du nicht nur auf die isolierte Damgaard-Leistung schaust, sondern auf die komplette Rückraumachse, dann ist Weber einfach der Spieler, mit dem die anderen besser zusammenspielen. Smits stand heute ziemlich allein da, weil Damgaard einfach nicht der Spieler ist, der ihn abholt und die Lücken zieht. Und das war auch heute sehr gut zu sehen.

    Und wie viele (entscheidende) Fehler haben sie jetzt , so im Vergleich zu den Spielern und Trainern, gemacht?

    Whataboutism! Nächste Frage?

    Und die Szene heute wäre für mich übrigens auch schon vor zehn Jahren Rot gewesen.

    In Originalgeschwindigkeit (nicht in den ollen Zeitlupen)!

    Da hätte ich dann doch gerne mal eine Szene von vor 10 Jahren, in der für sowas Rot gegeben wurde.

    Ich hatte es vor einigen Wochen schon mal gefragt (und keine Antwort bekommen): Gab es in der Vergangenheit so eine Häufung von Unterlaufen (bzw. auf den Fuß treten) von Außenspielern? Meine subjektive Wahrnehmung geht eher in die Richtung, dass die Außenspieler jetzt viel öfter den Weg Richtung Abwehrspieler nehmen und damit die Kontaktwahrscheinlichkeit erhöhen. Nüchtern betrachtet mag man zwar argumentieren, dass dies ja ein Verletzungsrisiko darstellt, welches der angreifende Spieler nicht wirklich wollen kann. Aber wer selbst spielt, wird das sicher anders argumentieren: Der Fokus liegt auf der Torchance. Ein Profi wird nicht aus Angst vor Verletzungen passiv agieren. Nicht, wenn es um etwas geht.

    Schrittfehler sind für mich eher das Problem to beat in den nächsten Jahren.

    Gerne auch das Vorteilverschaffen durch Eintreten in den Kreis. So wie gestern mehrmals, vor allem bei Kohlbacher, gesehen. Sowas wird in den unteren Klassen konsequent weggepfiffen.

    Oder die Stürmerfoulauslegung. Wie kann Stürmerfoul gepfiffen werden, wenn der Abwehrspieler direkt vorher eine Abkürzung durch den Kreis nimmt, um seine Position überhaupt erreichen zu können? Wäre da nicht vielmehr ein Strafwurf die richtige Entscheidung? Auch das gab's gestern wieder zu sehen. Vom Abstehen/Abstützen im Kreis bei Würfen mal ganz zu schweigen.

    Es scheint, dass zwei Augenpaare nicht mehr ausreichen, um die Einhaltung der Regeln während des Spiels zu überwachen.

    Andererseits würde bei konsequenter Regelauslegung auch sehr viel von der Show verloren gehen. Das wiederum wäre nicht im Sinne derjenigen, die diese Sportart populärer machen wollen.

    Der Arm von Meister hat da "oben" nichts verloren, egal wie sich der Gegenspieler dreht. Die Entscheidung der Schiris ist dann mit Blick auf die 3. Zeitstrafe für Kohlbacher sehr fragwürdig. Weber bekommt einen leichten "Fingerkontakt" im Gesicht, und fängt ein bisschen an zu heulen. Und sofort 2 Minuten und Kohlbacher ist raus. Meister trifft Knorr voll im Gesicht mit dem Arm und bekommt auch 2 Minuten. Da stimmt das Strafmaß nicht.

    Das Strafmaß hat im ganzen Spiel nicht gestimmt. Es gab im gesamten Spiel keine einzige Gelbe Karte für einen Spieler! Beim SCM ging es sofort mit 2 Zeitstrafen los, die Löwen kamen lange Zeit ohne Progression davon. Dass Kohlbacher gegen Weber eine Zeitstrafe bekommt, war dann mal eine falsche Entscheidung zu Ungunsten der Löwen. Aber Gisli z.B. hat sich sein Trikot sicher nicht selbst zerrissen. Nur war Trikotziehen kein Schwerpunkt bei den Entscheidungen der Unparteiischen. Am Ende haben sich die Fehlentscheidungen in Waage gehalten.

    Eine Bitte:

    Redet einfach nicht mehr über die Schiedsrichter. Sie haben den Ausgangs des Spiels nicht beeinflusst und das ist , offen gestanden, die wichtigste Aufgabe in solch einem Spiel.

    In Realtime würde ich persönlich 10X mehr Fehlentscheidungen treffen und ich bin mir sicher, dass das auf nahezu jeden Forumsteilnehmer hier zutrifft - außer Rheiner natürlich ;)

    Sorry, aber wenn ein Pilot so fliegt, dass die Passagiere danach ins Krankenhaus müssen, dann wird sich doch auch niemand hinstellen und sagen: Was soll's, sind doch alle am Ziel angekommen?

    Es ist schlichtweg ihr Job, die Spiele ordentlich zu leiten. Und wenn sie dabei zu viele Fehler machen, muss ihre Eignung hinterfragt werden.

    Und was deinen Vergleich mit dir selbst angeht: Würdest du einen Metzger mit einem Chirurgen vergleichen?