Wenn das nächste Mal jemand fragt, warum Damgaard nur noch so selten auf der Platte steht, dann einfach dieses Spiel nochmal anschauen. Der hat seinen Zenit deutlich überschritten.
Beiträge von Peter2000
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Tendenziell haben die Löwen bisher weniger Grund, sich über die Schiedsrichter zu beschweren. Und die beiden am Sky-Mikro sind da auch keine Hilfe. Bei 2x Stürmerfoul gegen den SCM stehen die Abwehrspieler im Kreis, dazu die recht eigenwillige Auslegung progressiver Strafen. Wenn man die Zeitstrafen gegen den SCM als Messlatte nimmt, hätte es zwingend mindestens auch Gelbe Karten gegen die Löwen geben müssen.
Man kann im Sinne eines fairen Finales nur hoffen, dass die beiden Unparteiischen und das Kampfgericht sich nicht noch mehr in den Vordergrund spielen.
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Berlin ist spielerisch um Welten besser und hätte mit einer halbwegs durchschnittlichen Chancenvergleich das Spiel gewonnen. Unglaublich!
Spielerisch besser? Dass der Ball ins gegnerische Tor muss, ist elementarer Teil dieses Spiels. Für Schönspielerei kann man sich nichts kaufen.
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Hallo zusammen!
Ich habe eine Frage zur Gewährung eines TTO.
Folgende Situation: Mannschaft B ist im Angriff und bekommt nach regelwidrigem Abwehrverhalten von A einen Strafwurf zugesprochen. Unmittelbar nach dem Strafwurf-Pfiff des Schiedsrichters signalisiert das Kampfgericht, dass Mannschaft B ein TTO beantragt hat. Der MV von B hatte die Grüne Karte vor dem Foul und dem Pfiff der Schiedsrichter aufs Kampgericht gelegt, die Bekanntmachung des TTO erfolgte dann mit leichter Verzögerung. Unter Verweis darauf, dass das TTO zu spät signalisiert wurde, bekam der MV von B seine Grüne Karte zurück, das TTO wurde dementsprechend nicht gegeben und das Spiel mit der Ausführung des bereits zugesprochenen Strafwurfs fortgesetzt.
Nach meinem Verständnis war Mannschaft B die komplette Zeit (während der Strafwurf zugesprochen und das TTO-Signal ertönte) im Ballbesitz. Es fand keine Unterbrechung des Spiels statt. Folglich hätte das TTO vor der Ausführung des Strafwurfs gewährt werden müssen. Oder übersehe ich da etwas?
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Beim THW geht nichts zusammen. Jetzt tropft auch noch Wasser durchs Hallendach.

Frage an die Regelkundigen: Hätte das Flaschewerfen des THW-Spielers progressiv bestraft werden müssen? Im Sinne eines unsportlichen Verhaltens?
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Rot mit Blau ziemlich hart.
Das scheinen die direkt Beteiligten aber anders gesehen haben. Ich konnte jedenfalls nicht erkennen, dass sich irgendwer über diese Entscheidung aufgeregt hätte. Nicht einmal der Betroffene.
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Ich dachte schon ich wäre der einzige, der das auch so sieht.
Man könnte auch mal auf die Stürmerfoul-Schallplatte wechseln. Das wäre mal was anderes, oder?
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Hat eigentlich Lipovina heute auf der Platte gestanden.
Ja. Hat bei Minute 22:02 sogar eine Zeitstrafe kassiert.
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Interessante Statistik.
Gibt es irgendwo Statistiken der Torhüter Paraden nachzulesen?
Mich würden die Statistiken der Spiele der ersten acht Mannschaften untereinander interessieren.
Ich glaube da würde Andi Wollf sich noch deutlicher von anderen Torhütern abheben, denn Wolff hat auch gegen Ägypten,Frankreich und 2mal gegen Norwegen hohe Quoten abgeliefert.
Diese "Aufbaugegner" wie bei Thulin gegen die Urus verwässern die Quoten.
Es gibt zu jedem Spiel 4 PDF-Dokumente, in denen auch die Torhüterstatistiken enthalten sind. Zu finden in den Details zum jeweiligen Match.
Hier zum Beispiel die Übersicht zu Algerien-Deutschland: https://www.ihf.info/competitions/m…h-center/118939
Im FTR- und im MTR-PDF finden sich die Zahlen für die Torhüter.
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Mal was zur Diskussion mit den Außen: Ist es nur die veränderte Wahrnehmung oder haben die "auf den Fuß getreten"-Aktionen zugenommen?
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Nun, eher gedachtnislos. Vor zwei Jahren galt es als große Überraschung das Schweden ins Finale kam. In dieser kurzen Zeit ist niemand mutiert. auch bei diesem Turnier war Jg der beste von Schweden. Siehe u.a. Playerscore nach der Hauptrunde. Die Abhängigkeit ist nicht mehr so groß, aber sie ist da. Frankreich hatte das seeeeeeehr lange mit Karabatic.
Bei Deutschland will man in meinen Augen immer gleich den Mond, wenn man einmal zum Nachthimmel geguckt hat.
Okay. Und welche Zeitspanne setzen wir dann für die Bewertung einer Mannschaft an? Wir leben im Hier und Jetzt, die Erfolge und Misserfolge früherer Generationen haben nur wenig Aussagekraft.
Und warum unterschlägst du den EM-Titel der Schweden aus dem letzten Jahr? War der ein Zufallsprodukt?
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Ich fasse dass hier mal zusammen:
Die zur Weltspitze zählenden Schweden verlieren mit 5 gegen Frankreich. Die Deutschen verlieren mit 7 gegen Frankreich.
„Das Deutsche Team enttäuscht“ und „keine Entwicklung unter Alfred zu erkennen“
Donnerwetter, die Objektivität hier im Forum ist kaum auszuhalten.

Aber was ist nun die Quintessenz? Wird Schweden oder Deutschland hier im Forum völlig falsch eingeschätzt?
Da beide Teams bei dieser WM nicht gegeneinander antreten werden, werden wir nie erfahren, wie Deutschland im Vergleich zu Schweden dasteht. Objektiv betrachtet wird Schweden das Turnier als Dritter oder Vierter abschließen und Deutschland als Fünfter oder Sechster. Das sagt jedoch nichts über die qualitativen Abstände aus.
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Machst Du diese Auswertung auch für andere Spieler?
Wenn jemand Entschuldigungen für Spieler XY präsentiert, die sich objektiv als falsch herausstellen (wie z.B. die Behauptung, Groetzki hätte alle Partien durchgespielt), dann kann ich gerne nochmal in die Statistiken reinschauen.
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Was willst du eigentlich sagen? Ist Weber der bessere RM? Hat etwa Juri Schuld, dass Weber im Turnier praktisch nicht stattfand? Oder hat gar Alfred Schuld, weil er Juri nicht angewiesen hat, den Weber zu inszenieren?
Die Zeiten als HB seine Mannschaft anwies, Pommes in Szene zu setzen sind doch nun - Handballgott sei Dank - vor.
Was möchtest du damit zum Ausdruck bringen? Soll jeder Spieler auf dem Platz selbst seines Glückes Schmied sein? So funktioniert Handball nicht. Natürlich müssen alle mitarbeiten, um einen Spieler in eine aussichtsreiche Wurfposition zu bringen. Einfach den Ball nehmen und draufhauen funktioniert nur selten. Und wie bereits mehrfach hier im Thema festgestellt wurde, hat unser RM noch Luft nach oben, wenn es darum geht, für andere Spieler gute Ausgangspositionen zu schaffen. Und wenn der Trainer möchte, dass sein RL Tore wirft, müssen die anderen das vorbereiten. Das hat nichts mit Inszenierung zu tun. Es geht um Bewegungen und Aktionen aus denen sich Möglichkeiten für die anderen ergeben. Im Idealfall verstehen sich die Spieler blind. Nur ist das bei Nationalmannschaften, die alle paar Monate nur für ein paar Tage zusammenkommen, nicht so einfach. Umso wichtiger sind deshalb Struktur und Kommunikation. Und hier ist schon noch Luft nach oben, was jedoch verständlich ist.
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Nun macht mal nicht den Jonny nieder! Der hat die anderen Spiele immer gut geliefert. Gestern hatte er einen gebrauchten Tag, das passiert jedem von uns.
Den Zahlen nach hatte er zwei schlechte Tage. Und zwar die, an denen die Mannschaft am Ende auch verloren hat.
Gegen Katar hat er ein sehr gutes Spiel gemacht. 4/5 in seinen 34 Minuten, davon 3/3 mit Gegenstößen. Der Fehlwurf war über die Außen.
Gegen Serbien 1/1 in 54 Minuten. Da hat man ihn aber nicht wirklich ins Spiel eingebunden (wobei... bei Weber würde man jetzt sagen, er hätte sich dem Spiel entzogen).
Gegen Algerien 2/3 in 19 Minuten, der Fehlwurf war vom Kreis, die beiden Treffer über die Außen.
Gegen Argentinien makellos mit 5/5, zwei über die Außen, je ein Tempogegenstoß, ein Treffer ins leere Tor und ein Durchbruch.
Gegen die Niederlande ebenfalls makellos mit 5/5, davon vier über die Außen und ein Treffer vom Kreis.
Gegen Norwegen dann nur 2/4, je ein Fehlwurf vom Kreis und von außen.
Und gestern gegen Frankreich dann leider der Tiefpunkt mit 2/6. Über die Außen 0/1, da muss man aber ähnlich wie gegen Serbien attestieren, dass das Spiel nicht auf ihn zugeschnitten war. Ärgerlicher waren die beiden Fehlwürfe im Tempogegenstoß, weil das eben glasklare Chancen sind, die man gegen solche Gegner nicht liegenlassen darf.
Mit den Toren gegen Katar hat er mit dazu beigetragen, dass Deutschland schnell einen komfortablen Vorsprung erreichte. Zu der Zeit war das Spiel komplett unter Kontrolle, da herrschte wenig Druck auf den Spielern.
Das Tor gegen Serbien fiel in der zweiten Minute. Danach kam im Angriff nichts Zählbares mehr.
Gegen Algerien verkürzt er den anfänglichen Rückstand (Treffer zum 2:3), vergibt danach aber die Chance zum Ausgleich. Mit dem zweiten Treffer baut er den Vorsprung auf 8:5 aus. Da war auch dieses Spiel schon fest unter der Kontrolle der Deutschen.
Gegen Argentinien hilft er, schnell die Fronten zu klären. Drei seiner fünf Tore fallen in den ersten acht Minuten. Von den ersten zwei Minuten abgesehen, war das ein sehr einseitiges Spiel, bei dem kein Deutscher Druck verspüren musste.
Im Spiel gegen die Niederlande bringt er mit seinem ersten Tor Deutschland beim 9:8 wieder in Front und erhöht direkt danach auf 10:8. Die anderen drei Tore fallen zwischen der 34. und 40. Minute, als Deutschland bereits deutlich in Führung lag.
Fasse ich das zusammen, dann sehe ich einen Spieler, der in stressarmen Situationen einen sehr guten Job macht.
Und dann sehe ich einen Spieler, der gegen Norwegen zweimal die Chance auf den Ausgleich (1:2, 19:20) vergibt, uns gegen Frankreich zwar wieder in Führung bringt (14:13), dann aber beim 15:14 und beim 19:17 die Gegenstöße versemmelt, was in dieser Phase richtig weh tat. Die letzten beiden Fehlwürfe fielen in die Endphase, in der bis auf Wolff und Mertens keiner mehr konnte oder wollte.
Und deshalb kann ich nicht einfach sagen: 5x gut und 2x schlecht gespielt. Die schlechten Spiele waren die, in denen Stress herrschte und es um etwas ging.
Und da ist es auch reichlich egal, wie gut er in der Bundesliga performt. Er bringt in den entscheidenden zwei Spielen nicht die Leistung, die man ihm zutraut. Auch und vor allem aufgrund seiner Erfahrung sollte er abgebrüht genug sein, um zumindest die Gegenstöße im Tor unterzubringen. Und wir reden hier nicht über einen Neuling, dem das zum ersten Mal so passiert. In meinen Augen hat das Methode.
Natürlich haben gestern große Teile der Mannschaft schlechter gespielt als man es sich erhofft hat. Aber Groetzki reiht sich da halt nahtlos ein und das macht ihn zu einem austauschbaren Mitläufer in der Nationalmannschaft.
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Wahrscheinlich bin ich als RNL-Fan befangen, aber insbesonere dein Grötzki-Bashing geht mir voll auf den S...
Er hat vorher praktisch jede Partie durchgespielt (dafür kann er nix, wenn AG keinen zweiten RA nominiert) und war jedes Mal einer der Besten im Team.
Wie die persönliche Wahrnehmung doch täuschen kann...
Laut der offiziellen Statistiken hat Groetzki gegen Katar 34 min, gegen Algerien 19 min und gegen Argentinien 30 min gespielt. "Vorher praktisch jede Partie durchgespielt" sieht für mich anders aus.
Nahezu durchgespielt hat er tatsächlich gegen Serbien (54 min), Niederlande (49 min) und Norwegen (51 min).
Unbestritten hat er eine der höchsten Einsatzzeiten der deutschen Spieler. Aber eben nicht jedes Spiel durchgespielt.
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Es wird wichtig sein, dass man zukünftig deutlich mehr Durchschlagskraft von den Halbpositionen entwickelt. Das hat uns das gestrige Spiel nochmal deutlich vor Augen geführt. Wie erwartet haben sich die Franzosen relativ schnell auf unser Kreisspiel eingestellt und wir haben unser Angriffsspiel dann nicht in die Breite gezogen und Druck von den Halbpositionen entwickeln können. Wenn man die Franzosen sieht, die spielen mehrmals ihre Kreuzbewegungen und warten geduldig auf die Lücke und dann haben sie die Qualität um aus dem Rückraum abzuziehen oder durchzubrechen. Das bräuchten wir als Ergänzung zum Kreisspiel über Knorr auch wieder.
Bisher konzentriert sich ja die Lösungssuche hier im Forum vor allem darauf, neue (und alte) Namen in den Raum zu werfen. Für mich ist diese Betrachtung zu eindimensional. Wie zitiert, muss auch am System gearbeitet werden. Nur sehe ich das nicht als Selbstläufer, wenn man einfach Spieler A durch B ersetzt. Heiner Brand ist daran gescheitert, Spieler und Spielsystem unter einen Hut zu bringen. Er hat bis zum Ende seines Schaffens hin stur an seinem Spielkonzept festgehalten, ohne dafür jedoch die passenden Spieler zur Verfügung zu haben.
Das ist ein Stück weit auch ein Spagat zwischen der Auswahl der Spieler und dem System, welches man mit ihnen spielen möchte. Das muss einfach zusammenpassen. Und es braucht gemeinsame Übungen. Insofern bin ich auch kein Fan davon, vor jedem Turnier die Mannschaft neu zusammenzuwürfeln. Kontinuität sollte im Vordergrund stehen. Punktuell muss man nachbessern, aber der Kern sollte über Jahre erhalten bleiben, dann bin auch ich optimistischer.
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Grötzki hatte vor dem Frankreichspiel eine gute Quote. Gegen Frankreich, als es drauf ankam, war er mit der schlechteste auf der Platte. Das sah live in der Halle einfach nicht gut aus. Von einem solch erfahrenen Spieler muss man mehr erwarten. Und klar man hier gut die Quote dafür anführen.
Vielleicht meinen wir ja doch dasselbe? Wenn man auf die Quoten schaut und nach diesen bewertet, dann zeigt sich folgendes Bild: Er kann, relativ gesehen, gut gegen schwache Gegner performen, zeigt aber deutliche Schwächen gegen stärkere. Man darf sich also nicht von den Auftritten gegen Mannschaften aus der zweiten Reihe blenden lassen. Das meine ich damit. Wirklich relevant ist für mich daher das Agieren gegen gleichwertige oder stärkere Gegner. Und wenn da die Leistung nicht erbracht wird, muss man darüber nachdenken, ob der Spieler die Erwartungen überhaupt erfüllen kann.
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Gestern war es eher Häfner als Weber, der in den ersten Minuten 3 Assists macht. Man kann Häfner zugute halten, dass er wenigstens geworfen hat. Sein Wurf aus dem Stemmschritt war die Krönung.
Naja, aber Werfen, nur um mal geworfen zu haben, ist auch nicht die Lösung. Ich bin da eher bei:
Halte das nicht für fair. Jeder Spieler kann nur so gut sein, wie er wortwörtlich inszeniert wird. Knorr mag ein grandioses Auge für den Kreis haben, er mag auch selbst sehr torgefährlich sein und bei Schmid den richtigen Blick für die Distanz zum Tor gewonnen haben - aber er ist noch sehr jung und als Spielgestalter, im Job des Inszenierens, hat er wohl noch das größte Ausbaupotential. Ohne Knorr wiederum geht sowieso so gut wie gar nichts (Und der noch ein Bub - was sagt das über die Anzahl der "Leader" im Team?) - also wer hätte das gesamte Turnier über die Halbpositionen so aktivieren sollen, dass sie ihre einfachen Tore machen können (Was Weber definitiv kann)?
Es fehlt natürlich dennoch a) an qualitativen Halben aber eben auch b) an der Inszenesetzung derer, die da sind. Keine Rückraumposition, weder RL noch RR hat in diesem Turnier bisher geglänzt - egal wer dort stand. Das ist natürlich eine Frage der individuellen Qualität, aber eben auch eine zur Qualität der Spielleitung. Und da hat Knorr dieses Turnier zwar gigantische Schritte auf dem Weg zum Weltklassespieler gemacht, aber in Teildisziplinen der Rückraum Mitte ist ers eben noch nicht. In seinem Spiel geht es bisher noch sehr viel um ihn selbst. Aber das ist eben eine Frage des Alters und der Reife und er hat zweifelsohne das Potential, Weltklasse zu werden mit der Zeit.
Und außer Golla, Wolff und dem noch ungeschliffenen Knorr hat Deutschland eben einfach keine Weltklassespieler. Muss man anerkennen und Ursachenforschung betreiben statt zu zetern.
Das Spiel war doch oft: Es gibt eine eher behäbige Auftakthandlung, anschließend läuft der Ball im Rückraum hin und her und irgendwann geht einer ins 1-gegen-1. Knorr hatte da die besten Aktionen, aber ist das wirklich die Art, wie man Würfe vorbereiten sollte? Lücken für die Rückraumspieler wurden meiner Wahrnehmung nach nur selten gerissen. Und deshalb bleibe ich bei meiner Einschätzung, was zum Beispiel die Personalie Kühn betrifft. Der hätte bei dieser Art zu spielen noch weniger auf dem Platz verloren als Weber. Für Kühn muss gearbeitet werden, damit er aus dem Rückraum abziehen kann. Und selbst dann muss man noch hoffen, dass er die richtige Wurfentscheidung trifft. Knorr bräuchte Spielertypen wie Kristjánsson und Magnússon vom SCM neben sich.
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Beispielsweise Grötzki hat aufs ganze Turnier bezogen wahrlich keine schlechte Quote. Aber was nützt die, wenn er dann im wichtigsten Spiel eine viel zu schlechte Quote hat.
Häfner und Grötzki waren für mich gestern Totalausfälle und zwei Hauptgründe fürs Ausscheiden.
Das ist das große Dilemma, wenn man Spieler nur rein nach Quote bewertet. Man muss meiner Meinung nach eher danach schauen, mit welchen Gegnern und unter welchen Umständen die Quote erzielt wurde. Wenn eine A-Jugend gegen eine E-Jugend spielt und jeder Wurf von denen ein Treffer ist, würde auch niemand die A-Jugend in den Himmel loben, sondern darauf verweisen, dass der Gegner eigentlich kein echter Gegner war. Eine echte Beurteilung erlauben nur Spiele gegen gleichwertige Gegner.