Beiträge von Peter2000

    Diese Mannschaft hat keine Zukunft.
    Das Problem liegt im Nachwuchsbereich und resultiert aus der Reform der Handballigen.

    Das könnte jetzt Off-Topic werden. Aber alterstechnisch haben wir jetzt ungefähr die Generation, die die DHB-Rahmentrainingskonzeption in vollen Zügen genossen hat. Also die, die (nicht nur meiner Meinung nach) das Handballspielen im Kindesalter abgeschafft hat, mit bedingungsloser Manndeckung im E-Jugend-Bereich und neuerdings auch auf 1,60 m abgehängten Toren. Dazu noch Penalty statt 7-Meter. Die Fehlentwicklungen der Vergangenheit sollen jetzt mit Drippel-Verbot und Tor-Multiplikatoren korrigiert werden, um aus den Ein-Mann-Shows wieder etwas zu machen, was ansatzweise wie Handball aussieht.

    Hier wäre ein internationaler Vergleich mal interessant. Also, wie funktioniert die Nachwuchsschulung in anderen Ländern, und korreliert das mit der Entwicklung des Erwachsenenbereichs?


    Heine mit nur 1 Parade leider ein Totalausfall.


    Ich mag diese Reduzierung auf die nackten Zahlen nicht. Gerade zu Beginn der zweiten Halbzeit haben die Schweden Bälle (knapp) nebens Tor geworfen. Hier darf man durchaus diskutieren, welche Rolle der Torhüter bzw. dessen Aktion dabei spielte.

    Zwingt der Torhüter den Werfer zu einem riskanten Wurf, der dann neben's Tor geht, zählt das nicht als Parade. Steht der Torhüter einfach nur da und wird angeworfen, hat er dagegen Weltklasse gehalten und sich ein Pünktchen verdient.

    Ich bewerte lieber den Gesamteindruck und da haben sich Heinevetter und Bitter nicht viel genommen.

    Wolff zu Hause zu lassen hat sich bislang überhaupt nicht gelohnt. Heine und bitter machen da weiter, wo sie in der Liga aufgehört haben.

    Gerade Kopf mäßig ist das für Wolff kein gutes Zeichen, auch für die Zukunft. Die meisten freuen sich, dass er nicht dabei ist, weil er keine gute WM spielte und sich vorher selten dämlich geäußert hat. Dabei wird aber vergessen, dass auch Jogi und Heine zuletzt wenig gute Leistungen gezeigt haben und auch eher über ihrem Zenit sind als Wolff.

    Zudem fehlt die klare Spielanlage vorne, von der Quote ganz zu schweigen...


    Wolff hatte während der WM genug Chancen, seinen Nummer 1a-Status unter Beweis zu stellen. Er hat sie nicht genutzt. Ich sehe nicht, warum ausgerechnet er hätte heute besser spielen sollen, als die anderen Beiden.

    Für mich ist die Hauptbaustelle der Rückraum, besonders die halblinke Position. Kühn wirkte heute wieder völlig deplatziert.

    Die beiden Halbfinals waren absolute Highlights der WM. Vom Spiel der Schweden könnten sich die Deutschen eine Scheibe abschneiden. Diese Ballsicherheit in Kombination mit der notwendigen Geduld, um sich klare Chancen herauszuspielen... So spielt man, wenn man keinen Hansen oder Olsen im Rückraum hat. Dazu natürlich noch die Abschlussstärke. Laut Kommentator lagen die um Minute 40 noch bei über 90 % Trefferquote. Am Ende des Spiel waren es immer noch 86 %. Pettersson auf Außen mit 5/5, dazu ein Gegenstoßtor = 100 % Quote, auf der anderen Seite Wanne mit 11/13, davon 4/6 von Außen. Keiner der Torschützen der Schweden mit einer Quote kleiner 75 %. Das ist Perfektion.

    Im zweiten Halbfinale wurden die Spanier für meine Begriffe etwas entzaubert. Viele Experten waren nach den vorherigen Spielen ja immer der Meinung, die Spanier hätten ressourcenschonend agiert und wären jederzeit Herr der Lage gewesen. Davon war gestern nichts zu sehen. Sie mussten von Beginn an am Limit spielen und haben da auch ihre Fehler gemacht. Sie sind zwar nicht auseinandergefallen, wie das anderen Mannschaften sicher passiert wäre, wenn sie permanent einem Rückstand hinterherlaufen. Aber sie konnten eben auch nicht so zulegen, wie man es entsprechend der früheren Beurteilungen hätte erwarten können.

    Beide Spiele haben zudem gezeigt, dass man auch ohne überragende Torwartleistung gewinnen kann, wenn Angriff und Abwehr stimmen.

    Es ist völlig Wurst, ob nur noch 2 sec oder sogar nur noch ne 1/2 sec zu spielen ist und ob alle Ägypter 30 m oder gar noch weiter vom Dänentor entfernt sind. Der Regelverstoß wird nun mal mit 7 m und rot geahndet. Da ist es völlig irrelevant, ob es bei Freiwurf für Ägypten überhaupt noch möglich ist, den Angriff erfolgreich abzuschließen, bevor die Uhr abgelaufen wäre. Sie hatten keine Chance mehr, aber durch Hansens Regelverstoß haben sie eine bekommen.


    Ich habe auch nichts Gegenteiliges behauptet. Nur wurde mit der für jeden klar erkennbar falschen Behauptung, da wären noch 5 Sekunden zu spielen gewesen, suggeriert, dass da für Ägypten noch irgendwas zu holen gewesen wäre. Nur darauf wollte ich hinweisen.

    Soweit ich die Regel als ehemaliger Schiedsrichter noch in Erinnerung habe, sagt diese bei fehlerhafter Ausführung des 7-m-Wurfes aus:
    1. Geht der Ball ins Tor = Wiederholung
    2. Geht der Ball nicht in das Tor = verworfen, keine Wurfwiederholung.

    In dem oben geschilderten Fall hätten die Schiedsrichter, sofern sie die fehlerhafte Ausführung erkannt hätten, den Wurf wiederholen lassen müssen.

    Nein. Fehler nach dem Anpfiff gelten als Regelwidrigkeit und führen zum Ballverlust.

    Was mich bei aller Aufregung über die Aktion von Hansen - ob rot oder kein rot, ob Siebenmeter oder nicht - wundert, ist die Tatsache, dass sich niemand hier beschwert hat, dass das Spiel trotzdem nach 70 Minuten hätte vorbei sein müssen.

    Bei all dem Trubel hatten selbst die Schiedsrichter kurzzeitig den Überblick verloren. So wollte der Schiedsrichter zunächst den Siebenmeter auf das ägyptische Tor werfen lassen ;)

    Beim folgenden 7m nach Hansens roter Karte, der zum Ausgleich führte, macht der ägyptische Spieler für mich einen ganz deutlichen Schritt bei der Siebenmeterausführung und bewegt den Fuß beim Wurf nach vorne.
    So hätte meines Erachtens der Ausgleichstreffer niemals zählen dürfen und das Spiel wäre beendet gewesen.
    Leider hat diesen Fehler augenscheinlich niemand bemerkt....


    Nachdem ich mir die Szene angeschaut habe, stimme ich dem vollumfänglich zu. Das war ein klarer Schritt, bevor der Ball die Hand verlassen hat.

    Man musste Rot geben und wenn ich mir die Aufzeichnung ansehe reagieren andere Spieler schon auf den Pfiff und dann schickt er den Ball ins Nirwana.


    sehe ich in dem Fall genau so

    Ich habe gestern in diesem Viertelfinale sehr Vieles gesehen, es hatte ja auch für den Außenstehenden einen extrem hohen Unterhaltungswert und vor allem Drama ohne Ende.
    Aber eines habe ich nicht gesehen und das war ein Passversuch von Mikkel Hansen am Ende der ersten Verlängerung, das war für mich vielmehr eine echte Bogenlampe (so hoch wie möglich) in Richtung Fangnetz hinters Tor.

    Der Mann beeherrscht seinen Beruf, der kann passen, werfen und wenn er will anscheinend auch Bogenlampen...


    Hat schon jemand Lasse Svan aus dem Nirwana oder wenigstens dem Fangnetz wieder rausgeholt? Denn laut Video hat Svan den Ball ja gefangen. Und wenn man da jetzt 1 und 1 zusammenzählt, müsste er dazu das Spielfeld ziemlich weit verlassen haben. Aber auch da sagt das Video etwas anderes...


    Hätte er den Ball hingelegt, wären den Ägyptern noch ca. 5 Sekunden auf der Uhr verblieben, die zu einer wie auch immer gearteten Torchance hätten führen können.


    Bitte nochmal das Video anschauen (ist ja im ersten Post verlinkt). Der Pfiff kam 2 Sekunden vor dem Ende der Verlängerung. Die Ägypter hätten also in 2 Sekunden den Ball aufnehmen, nach vorn laufen/passen und mit Wurf aufs Tor abschließen müssen. Beim Pfiff waren alle Ägypter mind. 30 m vom gegnerischen Tor entfernt. Mission impossible.

    Wer könnte denn unser König sein?

    In erster Linie sollte man sich eingestehen, dass es Kühn nicht ist. Kühn kann maximal gegen eine 6:0-Abwehr spielen. Dummerweise wissen das auch die Gegner. Deshalb sollte man darauf kein Spiel mehr aufbauen.

    Findet man keinen Shooter, dann muss das Spiel angepasst werden. Wenn Weinhold zurückkommt, wäre Weber auch wieder auf der Halblinken einsetzbar.

    Sehr gerne. Wenn die Truppe sich schämen soll, dann Pekeler, Wiencek und Weinhold ebenso. Glanztat. zum Kotzen.


    Es auf die zu schieben, die nicht dabei waren, ist viel zu billig. Gegen diese polnische Mannschaft hätte auch ein B-Team gewinnen müssen. Und die Drei von dir aufgeführten hätten den Kapitalschaden Kühn auch nicht ersetzen können. Die Königsposition muss ordentlich besetzt werden, dann läuft es auch besser.

    Einfach mal so, das ÖR-Bashing ist echt nervig! Florian Nass ist seriöser und x-mal besser als 70% der Sky-Fuzzies, aber hier ist es wohl Usus, dass man immer nur alles niedermotzt!


    Also ich fand's peinlich, wie er in der 1. Halbzeit pausenlos probiert hat, den Polen eine Weltklasseleistung anzudichten, statt einfach offen zu sagen, dass die Deutschen Grütze spielen. In der 2. Hälfte hat sich seine Haltung zur deutschen Mannschaft dann deutlich abgekühlt, womit es erträglicher wurde.


    Ich bin ausgestiegen, so ein Gurkenspiel :wall:
    Ja bei diesem hochentscheidenden Spiel muss man auch Metzner auf die Tribüne setzen, Schiller keine Spielzeit gönnen, Kühnovic rumrumpeln lassen...
    Gute Nacht an die tapferen Durchhalter"
    wasp

    Der Trainer hat doch vor dem Spiel gesagt, dass er keine Experimente machen, sondern in erster Linie das Spiel gewinnen will. Offensichtlich haben das seine Spieler nicht ganz verstanden.

    Ich finde es übrigens lustig, wie der ARD-Kommentator die polnische Abwehr inkl. Torhüter in den Himmel lobt. Ich sehe da eigentlich nur ein Totalversagen der deutschen Werfer. Die kommen bei 9 m frei zum Wurf und schaffen es immer wieder, dem Torwart auf die Arme zu werfen. Die 50 % Quote sind ein Geschenk der Deutschen.

    Wolff dagegen kann einem bis jetzt schon leid tun. Hinter der überforderten Abwehr macht das sicher keinen Spaß.


    Ich hoffe trotzdem auf eine Leistungssteigerung und einen positiven Turnierabschluss.


    Für mich bleibt es trotzdem ein wichtiges Spiel, da man die Vorrunde trotzdem mitzählt.

    Man sollte sich nicht auf Dinge verlassen, die man nicht beeinflussen kann. Auch wenn ein Spielausfall bei der WM ein Novum darstellt, so sollte angesichts der Begleitumstände dieses Szenario durchaus Teil der Überlegungen gewesen sein. Wenn man in den unteren (nationalen) Spielklassen unterwegs ist, erlebt man solche Entscheidungen, die dann auch Meisterschaften beeinflussen können, regelmäßig. Es ist also nicht so, dass man in der Handballwelt überrascht gewesen sein muss.

    So oder so sollte man jedes Spiel ernst nehmen. Aber ich kenne es aus eigener Praxis viel zu gut, dass das nicht immer klappt. Meine Beobachtung ist jedoch, dass einzelne Mannschaften über Jahre hinweg eine - wenn man so will - Killermentalität zeigen. Die kennen keine Gnade mit klar unterlegenen Mannschaften und da wird selbst bei einem 50:10 noch gemeckert, wenn jemand seine Chancen nicht nutzt. Das sind Mannschaften, die selbst in der Kreisklasse eine klare Struktur in ihrem Spiel haben und bei denen es kein Larifari gibt. Die wollen auch solche Spiele am Limit spielen, obwohl sie eigentlich nur "just for fun" auf der Platte stehen.
    Im Gegensatz dazu gibt es natürlich auch Mannschaften, die sich dem Niveau der Gegner anpassen. Da endet so ein Spiel halt 30:25. Die Frage ist: Was ist besser?

    Event-Publikum zufrieden, Stammsieben zufrieden, Trainer zufrieden. Reicht doch...

    Persönlich hätte ich mich gefreut, wenn man der zweiten Reihe mehr Spielzeiten gegeben hätte. Dann hätte man vielleicht auch zwei Mannschaften auf Augenhöhe gesehen, wie es das ZDF suggerieren wollte.

    Die gezeigte Leistung sollte man aber in Relation zu den Randbedingungen sehen. Wenn Spieler nur funktionieren, wenn der Druck weg ist, dann ist das immer noch ein Manko. Denn den Druck hat man im Normalfall, wenn man auch mal wieder um die Medaillen spielen will. Und deshalb bin ich nicht bereit, die gezeigte Leistung isoliert zu betrachten.

    Der Angriff hat funktioniert, weil die Brasilianer in der Abwehr überfordert waren. Wünschenswert und notwendig ist es aber, dass der Angriff auch gegen eine offensive Abwehr funktioniert, wie sie eben die Spanier spielen.


    Man weiß jetzt, dass man in einem Spiel, in dem es für beide Mannschaften um nichts mehr geht, die Brasilianer schlagen kann. Deshalb, wie schon vorher geschrieben: Ein Spiel ohne echten Wert und nur von bedingter Aussagekraft.

    Da wird die ganze Zeit gepredigt, wegen Corona ist Handball nur Nebensache, wer nicht mitfahren will braucht nicht, so eine WM ist für den Ar.....! Und jetzt sind wir raus, hat da jemand mit der Truppe mehr erwartet ?

    Ja.

    Zitat


    Wie viele Spieler aus Kiel, Flensburg, Löwen, Berlin und Magdeburg sind denn mit der deutschen Mannschaft inÄgypten ? Wären die Ungarn ohne Spieler aus Vezprem und Szeged angereist und Spanien auf die Jungs aus Barcelona verzichtet, hätten wir noch kein Spiel verloren und alles wäre Friede, Freude, Eierkuchen ! So einfach ist das.

    Wenn so einfach ist, dass man den Erfolg nur an der Anwesenheit von Spielern festmacht, wozu brauchen wir dann einen namenhaften Nationaltrainer?


    Ich bin verwundert, dass Alfred Gislason hier so angegangen wird. Für mein Empfinden war die deutsche Mannschaft sehr gut auf die offensive Deckungsvariante eingestellt. Noch nie in den vergangenen Jahren mussten die Spanier während eines Spiels gegen Deutschland auf 6:0 umstellen, weil diese offensive Variante ausgespielt wurde. Als dann auf 6:0 umgestellt wurde, war es doch folgerichtig, dass Kühn kam. Ein Gislason kann aber nichts dafür, wenn dann von Kühn einfach nichts kommt. Ich denke, Gislason wird gemerkt haben, dass das kein Spieler ist, auf den er in Zukunft bauen kann. Ähnlich verhält es sich mit Firnhaber. Dass er von den Erlangen-Fans verteidigt wird, ist normal und auch gut so. Abner ehrlicherweise hat seine Leistung mit internationalem Niveau vorne wie hinten nichts zu tun. Er stellt sich da oftmals wahnsinnig naiv an. Aber wer wäre im Innenblock eine Alternative gewesen? Vielleicht Heymann? Golla hat auch viele Fehler gemacht. Ihm traue ich aber neben einem Wiencek oder Pekeler zu, dass er sich steigert. Als Abwehrchef fehlt ihm aber auf diesem Nievau noch die Reife.
    Häfner fand ich gestern gut, Philipp Weber spielt ein ordentliches Turnier. Jogi Bitter auch, Andreas Wolff dagegen nicht. Ein Wolff in guter Verfassung hätte genügt, um Ungarn und Spanien zu schlagen. Er ist aber meilenweit von seiner Bestform entfernt. Keine Ahnung, woran das liegt. Und ganz ehrlich: Vielleicht haben wir in den kommenden Jahren tatsächlich ein Torwart-Problem. Ich sehe nämlich in der neuen Generation keinen, dem ich die außergewöhnlichen Leistungen zutraue. Till Klimpke durchschreitet in Wetzlar gerade seine erste Talsohle. Einen Rudeck oder einen Birlehm halte ich auch nicht für so grandios gut. Alle Spitzenvereine der HBL setzen auf ausländische Keeper. Da ist höchstens mal ein Deutscher die Nummer 2, wie Quenstedt in Kiel oder Genz in Berlin. In beiden sehe ich aber nicht den Retter der Nationalmannschaft.


    Du beschreibst eigentlich treffend die Probleme (gerade in Bezug auf Wolf und Kühn), siehst aber kein Verantwortung bei Gislason.

    Darum kann ich nur nochmal fragen: Warum setzt der Trainer auf Spieler, die bisher nicht gezeigt haben, dass man auf sie setzen muss und lässt gleichzeitig diejenigen draußen, die Leistung gebracht haben?

    Zur Einstellung gegen die offensive Abwehr: Auch das wurde heute schon von einem Forenmitglied angesprochen: Das Spiel von Golla passte überhaupt nicht zur offensiven Abwehr der Spanie. Der ist in der ersten Halbzeit permanent bei 8 bis 9 m rumgeschlichen und hat damit seine beiden Bewacher auch noch mit nach vorn gebracht. Warum??? Ich hatte das Gefühl, dass Golla immer zum Ball wollte. Damit hat er seinem Rückraum jeden Weg genommen. Das kann eigentlich nicht Teil des Spielkonzepts gewesen sein. Andererseits wurde es ja auch nicht korrigiert, also war es vielleicht doch Taktik?
    Auf 6:0 haben die Spanier wann umgestellt? Mitte der zweiten Halbzeit, als Knorr seine positiven Aktionen hatte. Wenn ich also 3/4 der Spielzeit brauche, um den Gegner zu einer taktischen Veränderung zu zwingen, ist das für mich nicht "gut eingestellt". Zumindest nicht zu Beginn des Spiels.


    Er spielt vor seiner Auswechslung 2 katastrophale Fehlpässe die direkt bestraft werden dafür bekommt jeder haue in jeder Liga! die Pässe sind ja auch nicht im Abstand von 5 min sondern innerhalb 1 min.


    Das ist ja das Schlimme: Man bewertet nicht das komplette Spiel, sondern meint, dass ausgesuchte Aktionen Schuld am Spielausgang wären.

    Dabei kann ein Fehler in der ersten Minute genauso negative Auswirkungen auf den weiteren Spielverlauf haben. Spieler wirft, Spieler trifft nicht, Spieler ist für den Rest des Spiels geknickt. Oder noch eins drauf: Gegner wirft, Gegner trifft, Mannschaft liegt hinten, Mannschaft ist geknickt...

    Profis sollten das eigentlich abkönnen. Und damit meine auch explizit, nicht auf einen Spieler zu hauen, der den Fehler gemacht hat. Deshalb hätte jeder Beteiligte gut daran getan, die Szene nicht gesondert hervorzuheben.


    Da ist schon was dran, ich hatte gestern den Eindruck dass er nicht in der Lage war zu reagieren. Aber gut, die Freien hat er nicht verballert und im Tor stand er auch nicht.
    Schade für die Mannschaft.


    Gislason trägt aber als Trainer die Verantwortung dafür, wer im Tor steht.

    Ich bin ja nicht der Einzige hier im Forum, der nicht versteht, warum zum wiederholten Male auf das Duo Wolf/Bitter gesetzt wurde und warum zum wiederholten Male Wolf der Vorzug gegeben wurde. An diesen Entscheidungen muss sich der Trainer messen lassen.

    P.S Herrn Knoor auszuwechslen war völlig richtig...Ich glaube er hat nach den 2 gelungen Aktionen gedacht er ist Raul Entrerrios :D

    Ihm gehört sicherlich die Zukunft aber ob er ein Spiel steuern kann oder besser gesagt schlau für seine Nebenleute zu arbeiten müssen wir einfach sehen...
    Ich habe große Angst das dort der nächste Mimi Kraus drauß wird :-/

    Ich habe ja selber über 30 Jahre gespielt und weiß, wie Spieler ticken. Es gibt welche, die blocken jede Weisung von außen ab. Die muss man irgendwann vom Platz nehmen, damit sie sich wieder fangen. Aber es gibt auch genug, denen eine kurze Ansage reicht, um sie wieder auf Linie zu bringen.

    Gislason hat sich dafür entschieden, Knorr runterzunehmen. Er muss wissen, ob das die bessere Entscheidung war. Gar nicht nachvollziehen kann ich aber, dass er dafür Kühn wieder aufs Feld gestellt hat. Und das hat er ja nach kürzester Zeit wieder korrigiert. Analog zu den ersten Minuten des Spiels. Da war doch eigentlich klar, dass Spanien offensiv beginnen wird. Wieso setzt er da auf Kühn, statt auf einen Spieler, der im vorigen Spiel gezeigt hat, wie man sich 1 gegen 1 durchsetzt?