ethisch nicht haltbar? Die 25k in 17/18 haben doch auch keinen interessiert. Warum jetzt? 20k infolge Krankenhauskeime, jedes Jahr in Deutschland. Alle 10 Sek verhungert ein Kind. Interessiert keinen. Mit Ethik muss da keiner kommen. Die Frage, und so hatte ich Zeitzi verstanden, ist doch: Warum gerade jetzt, so drastische Maßnahmen und ist das tatsächlich verhältnismäßig? Ich für meinen Teil bin da unentschlossen und wünschte mir eine bessere Datenbasis (siehe oben).P.S. fehlende Obduktionen sind nach den Aussagen, die ich gelesen habe, kein Kapazitätsproblem, sondern der fehlende Wille, dies zu machen - (in)direkt gestützt auf der Empfehlung des RKI nicht zu obduzieren. Hamburg hat angefangen. Ich bin auf die Ergebnisse gespannt und verwundert, dass man damit nicht bereits Mitte März angefangen hat.
So ähnlich habe ich vor einigen Wochen auch argumentiert und ich bin ebenso unsicher, was die Verhältnismäßigkeit der Maßnahmen angeht und dann frage ich mich, ob es bei einer Grippewelle üblich ist, dass ein signifikanter Anteil an Altersheimbewohnern innerhalb weniger Tage verstirbt oder wie in Bergamo das Militär die Särge abtransportieren muss oder wie in New York die Leichen mit Staplern verladen werden und ob wir in Schland einfach rechtzeitig Maßnahmen ergriffen haben, die unsere Zahlen wirklich in Grenzen halten. Sehr interessant fand ich den Artikel des Schweizer Professors Vogt, der hier vor einigen Tagen verlinkt wurde. Ich bin froh, dass ich diese Entscheidungen nicht treffen muss und noch mehr, dass in meinem Umfeld noch alle gesund sind. Und die ethische Diskussion ist keineswegs überflüssig, ganz im Gegenteil, die Argumente gehen nämlich teilweise genau in diese Richtung, das sind eh alte Leute und die Ressourcen kann man sich sparen, denn dann ist der Schritt 80 Jahre zurück nicht mehr allzu groß.