Du kannst es mir glauben oder nicht ,ich bin vor Ewigkeiten mal Alpe d'Huez hochgefahren ( natürlich mit diversen Pausen ) und frage mich bis heute, wie man da in 37 Minuten hochgekommen ist ( auch als Apotheke ) ...
Vieles ist heutzutage so möglich, da stimme ich dir zu !
Aber diese Zeiten , vor allem wenn man mal die TretLeistung in Watt/pro kg etc. miteinander vergleicht etc , da habe ich halt meine Zweifel.
Ich bin Alpe d'Huez einige Male hochgefahren und fand den Zeitunterschied zu den Profis realistisch.
Fabian Wegmann hat letztens gesagt, man könnte die Aussagen auch umkehren: was müssen die damals alles eingeworfen haben, wenn die mit dem Material genauso schnell waren.
Ansonsten sehe ich es wie Schotty, die Zeit am Schlussanstieg als "Beweis" taugt gar nichts und ist ein reiner Äpfel Birnen Vergleich. Etappenlänge, Rennsituationen, Wetter usw. haben alle Einfluss auf den Schlussanstieg, das ist schlicht wertlos, die reinen Zeiten zu vergleichen.
Ich fand es schade, dass die Tour wenig spannend war, es erneut keinen deutschen Etappensieg gab und Bora Hans Grohe mächtig enttäuscht hat, aber die Tour ist eben die Tour und deshalb immer faszinierend.
Ich bin auch skeptisch, weil es Fragen aufwirft, wenn jemand 6 Wochen lang ohne jegliche Schwächephase die gesamte Weltelite dominiert, wenn quasi 6 Fahrer eines Teams alles auseinandernehmen, wenn zwei Fahrer so meilenweit über dem Rest stehen, der ja auch vom technischen und wissenschaftlichen Fortschritt profitiert. Das kann man auch gerne sein, nur diese Quervergleiche von Teilzeiten in einem Radrennen sind dafür nicht mal im Ansatz ein Beweis.