Beiträge von Hoelle-Sued

    Da würde mich jetzt ein Link brennend interessieren. Natürlich gibt es völlig andere Spielergebnisse wenn man nur Tore aus gerade oder nur aus ungeraden Spielminuten wertet. Aber insgesamt gesehen dürfte die Anzahl der in ungeraden Minuten erzielten Tore nicht signifikant von der Anzahl der Tore in geraden Minuten abweichen.

    Den/einen Link kann ich Dir leider nicht mehr liefern, das war vor einigen Jahren in nem andern Forum (welches es leider nimmer gibt), wobei ich nimmer weiß, ob sich ein User die Mühe machte oder es von woanders im Netz übernommen wurde. Bezogen auf Deinen Punkte "Anzahl der Tore", das wurde da nicht "geprüft", gefühlsmässig (nur mit dem Gefühl muss man vorsichtig sein) sehe ich es wie Du wobei die Anzahl der Tore ja nichts bzgl. Verteilung/Ergebnisse/Veränderung/etc., sprich "es gleicht sich aus" zu tun hat.

    Zitat

    Gerade wenn du die Mathematik als Basis deiner Ansichten heranziehst spricht alles für eine Gleichverteilung der strittigen Entscheidungen (sofern du keine bewusste Einflussnahme der Schiedsrichter annimmst und die Anzahl der betrachteten Spiele groß genug ist.) Alles andere (siehe das Beispiel mit geraden und ungeraden Spielminuten) sind reine Zahlenspielereien ohne Aussagewert.

    Absolut nicht, was mathematisch hier wohl am besten passt (von den einfachen und bekannten mathematischen Grundgesetzen), wäre der bekannte Gauss, sprich die Gauss'sche Normalverteilung, und da hast Du lange keinen Ausgleich, bei einem Teil, dem größeren Teil kann man dann vielleicht halbwegs von Ausgleich sprechen, bei anderen aber gleicht sich eben nichts aus.
    Aber selbst hier fehlt dann noch so vieles, wie eben Qualität, Wertigkeit, Folge, etc. von Fehlentscheidungen. Ganz zu schweigen von den möglichen Folgen von Fehlentscheidungen, wenn eine durch Fehlentscheidungen herbeigeführte Niederlage z.B. zu nem Kopfproblem führt, weil der Druck steigt, etc. Oder eben ja auch der Gegenteilige Effekt, dass man als Begünstigter auf ner Erfolgswelle schwimmt.

    Was aber am Ende immer bleibt ist bezogen auf die Floskel "Über eine Saison gleicht sich alles aus", dass diese eben wirklich nur ne inhaltslose und leere Floskel bleibt.

    Aha. Eben.

    Hast Du eigentlich die Diskussion verfolgt?! Oder kommen die Worte bei Dir immer gern zusammenhangslos auf den Bildschirm?

    Zitat

    Laut deiner subjektiven Einschätzung. Oder auf der Basis von deinem seltsamen "Tore bei geraden und Tore bei ungeraden Minuten"-Beispiel ?

    Seltsam? Kannst mir ja gerne erklären, arum sich das mit den Fehlentscheidungen ausgleichen soll, aber bei den Toren in geraden und ungeraden Minuten nicht. Da sind wir übrigens dabei, hast Du überhaupt nur eine Brgründung für Deine Behauptung geliefert? Kann mich dran erinnern, darfst aber gerne mal nachholen, dann kann man auch über diese diskutieren, sofern Du überhaupt eine findest.

    Zitat

    Kurz gesagt, die Basis für meine Behauptung ist "Mathematik" und "Logik".

    Tut mir leid, aber DAS konntest du nun wirklich nicht deutlich machen...

    Ist mir mittlerweile aber auch egal geworden... [/quote]

    Wohl keine Argumente, aber bei nächster Gelegenheit dann wieder den gleichen Mist von sich geben?!

    Und genau darauf braucht man nicht einzugehen. Erstmal solltest du erklären, auf welcher Basis du annimmst, dass sich Fehlentscheidungen für oder gegen ein Team nicht ausgleichen ? :rolleyes:

    Gehe hin, nimm Tor aus geraden Minuten über eine Saison verteilt und erstelle einer Tabelle und mache selbiges mit den ungeraden Minuten und vergleich dann. Beim Fußball wurde das schon gemacht und es kommen total andere Ergebnisse bei rum, sprich nach dem "es gleicht sich aus-Märchen" dürfte es sowas ja nciht geben. Das es beim Handball bzgl. Tabellenstand natürlich nicht so krass wie beim Fußball wäre, das ist klar, ändert aber ja nichts an der Tatsache, dass solche aussagen einfach komplett inhaltslos sind.

    Das besagt nichts bzgl. der Thematik, wer bevorteilt wird, wer benachteiligt wird, aber ausgleichen tut sich nichts. Und da sind noch gar keine Faktoren dabei, wie Werthaltigkeit und unterschiedliche Auswirkungen von Fehlentscheidungen. Oder meinst, wenn ein Fehler in der 60. Minute beim Stand von 26:26 sich mit nem Fehler in der 60. beim stand von 25:35 ausgleicht?

    Kurz gesagt, die Basis für meine Behauptung ist "Mathematik" und "Logik".

    Zitat

    Nö... ich weise lediglich auf Berichte hin, die sowohl hier als auch bei uns im Forum stehen.
    Demzufolge gibt es zwei Versionen. Und ich glaube nicht, dass Herr Brack die Wahrheit für sich gepachtet hat...

    Habe ich bzgl. Brack nicht behauptet, nud muss ich Griffel beipflichten, dass Brack nicht für solch heftige Vorwürfe bekannt ist und damit eben solche Aussagen auch entsprechend eingeordnet werden können. Hinzu kommt, dass, im Handball erst Recht, sich häufig beide Teams benachtiligt fühlen und somit ein Hinweis "auch die andern fühlten sich benachtiligt" ebenfalls nicht sehr aussagekräftig ist. Nimmt man allein das letzte TV-Spiel Gummersbach-HSV, da gab#s auch Fehlentscheidungen auf beiden Seiten, als neutraler Zuschauer tu ich mir schwer zu sagen, wer insgesamt eher benachteiligt urde, da müsste ich das Spiel wirklich sehr klar nur bzgl. Schiedsrichterleistung anschauen. Meine Tendenz war eher contra HSV, wobei eine Fehlentscheidung komplett hängen blieb und die war ein angebliches Stürmerfoul von Gummersbach (Mahe?!), was wirklich eine extrem lachhafte Entscheidung war.

    Kurz gesagt,

    - Abwehr im Kreis wird im handball allgemein sehr willkürlich gepfiffen
    - Abgestanden beim Tor wird auch oft nicht gepfiffen
    - Schritte wird auch oft nicht gepfiffen
    - Stürmerfoul wird auch oft sehr unterschiedlich gepfiffen

    Alleine bei den Punkten hast schon in jedem Spiel auf beiden Seiten einige Fehlentscheidungen, ausgleichen tut sich das aber im Leben nie. benachteiligt fühlen sich aber bei engen Spielen dann oft beide Mannschaften, die die verliert aber nachvollziehbar noch mehr als die, welche gewonnen hat.

    Lies dir mal meinen Beitrag durch und zeige mir, dass ich ausschließlich Karabatic meine. Wer da nun Mitläufer oder Initiator ist oder ob überhaupt, ist mir selbstverständlich nicht bekannt. Ist auch gar nicht so wichtig für mich.
    Das Wetten haben sie ja alle gestanden. Das reicht mir. Das ist verwerflich, total unkollegial, unsportlich und doch wohl zumindest verbandsrechtlich strafbar.

    Da Dein Post nach meinem bzgl. nicht spielen, Karabtic, Wetteinsatz kam, dachte ich schon, dass Du auch speziell auch diese Spieler (Karabatic-Brüder) meinst.

    Und bei Nikola Karabatic hieß es doch letztens dass seine Freudin auf eigene Rechnung gewettet hätte (was ich nun auch nicht glaube). Sprich mit dem letzten Satz von Dir bin ich nicht mehr so sicher, ob das nun stimmt.

    Völlig egal ob strafrechtlich relevant...erlaubt oder auch nicht:

    Meiner Meinung nach ist gegen seinen eigenen Verein und Arbeitgeber zu Wetten ist eine absolute Sauerei...und verdient größt mögliche Missbilligung... :wall:

    Da bin ich absolut bei dir, nur finde ich es mind. genauso falsch wenn Ermittlungen, sprich Judikativve und Exekutive ziemlich wild und willkürlich agieren und danach sieht es für mich bisher aus, bei dem, was bisher an die Öffentlichkeit kam. Wie eben die Fragen,

    - woher wissen diese Leute, WER gewettet hat, wenn (z.T.) in anonymen 100Euro-Beträgen gesetzt wurde
    - überhaupt Kautionen für Freundinnen/Ehefrauen, die "nur" gesetzt hatten
    - überhaupt Festnahme bei Spielern, die angeblich "nur" 1.500 Euro gesetzt hatten und nicht im Spiel mitgespielt haben, wie auch hier Kaution (das es moralisch ein absolutes NoGo ist und evtl. auch sportrechtlich entsprechende konsequenzen hat/haben sollte, hat damit nichts zu tun, das steht außer Frage)
    - da es sich um Leute des öffentlichen Lebens handelt sollte man bzgl. dem Vorgehen auch passender vorgehen, das bisherige Vorgehen kommt doch ein kompletten öffentlichen Vorverurteilung gleich

    Um mal einen Vergleich zu bringen, wieviele Tage war eigentlich Schwenker "verhaftet" und wie hoch war seine Kaution? Und nun vergleiche man dieses mit Karabatic, bzw. den Karabatic-Brüdern, Spielerfrauen/-freundinnen etc. Klar, anderes Land, aber Frankreich gehört ja schließlich auch zu der zivilisierten Welt.

    Man sollte vielleicht auch nicht ignorieren, dass die Polizei offenbar Telefone der Spieler abgehört hat. Je nachdem, was da so besprochen wurde, können da dann eben auch die, die nicht gespielt und wenig gewonnen haben ein ernstes Problem bekommen.

    Und genau da wird's doch schon schwer, wie oben beschrieben, as rechtfertigte denn das Abhören mancher Telefonate? Also ich finde, dass eine Wette über 1.500 Euro bei einem Spieler, der nicht im entsprechenden Spiel mitwirkt, absolut keine Rechtfertigung darstellt. Ob nun Karabatic-Telefon abgehört wurde, das weiß ich freilich nicht, wirkt aber bisher so.
    Wird das Telefon des Kneipenbesitzers abgehört, der 25k gewettet hat, das ist dann natürlich etwas anderes, oder eben ein Telefon eines anderen Wetters mit entsprechend sehr großer Wettsumme, denn es muss ja noch jemand fett gesetzt haben um auf die ca. 85k zu kommen.

    Sorry... natürlich gleicht sich das beim HBW nicht aus. Der HBW wird permanent benachteiligt und zwar die ganze Saison über. Es gibt eigentlich immer nur Fehlentscheidungen zu Lasten der Gallier von der Alb.

    Sollte das oben falsch rübergekommen sein, bitte ich um Entschuldigung... Balingen hat ne Sonderregel... :hi:

    Kommt eigentlich sowas rum, wenn man keine Argumente hat? Habe doch deutlich geschrieben, dass ich zur Sache mit den Schiris nichts sagen kann, da ich nichts gesehen habe, nur Dein Argument des "gleicht sich aus" habe ich als schwachsinnig hingestellt, komisch, dass Du darauf dann irgendwie so gar nicht eingehst, sondern nur plumpes Zeugs schreibst, was mit dem Inhalt meines Postings wirklich nichts zu tun hatte, siehe "Sonderregel Balingen".

    Zitat

    Und jetzt mal ernsthaft :
    Es scheint schon so gewesen zu sein, dass sich die Fehlentscheidungen sogar innerhalb der Partie ausgeglichen haben.
    Da wir beide nicht dabei waren, können wir aber auch einfach nur mit der Schulter zucken - und bei Brauer/Holm einen schlechten Tag vermuten.

    Warst nicht dabei, schreibst aber Sachen zu der Schiedsrichterleistung. War Brack eigentlich in ner Berliner Kneipe oder war der vielleicht sogar in der Halle und hat etwas sehen können?

    Ich mache es kurz, warum Spieler, die nicht mitgespielt aber mitgewettet haben, trotzdem mit dran sein könnten. Wenn es nur die Gebrüder Karabatic gewesen wären, könnte man noch argumentieren, dass es einfach Kameradenschweine sind, die den Ersatzspielern nix zutrauen und aus purer Gehässigkeit wetteten oder weil sie es so bei Mamma S. gelernt hatten.
    Nun haben aber weitaus mehr Personen gewettet, zudem versucht, das zu verschleiern und insgesamt deutlich mehr Geld gesetzt als üblich ist.
    Das riecht nach Absprache und gemeinschaftlichem Vorgehen, also zumindest Mittäterschaft, wenn nicht gar Anstiftung, da ja ein paar Wetter doch gespielt hatten.
    Das Argument nicht gespielt reicht mir da als Ausrede/Alibi nicht automatisch.

    Willst Du es nicht verstehen? Es geht nicht um Vermutungen, Glauben oder sonstwas. Ich bin auch fest davon überzeugt, dass dies natürlich kein Zufall war, aber es ist und bleibt Glauben/Vermutung/etc. Seit wann soll das juristisch denn bitte reichen?

    Juristisch gibt es noch Indizien, OK, damit kann man auch noch leben, da sind wir dann aber bei Deinen Punkten,

    - ANSTIFTUNG, woher nimmst du da ein Indiz, wenn insgesamt ca. 85k "zu viel" gewettet wurde und auf Karabatic jeweils 1.500 Euro Wetteinsatz gehen? Sorry, das ist nun wirklich kein Indiz, sondern eher ein absolutes Gegenindiz, dass er bei einem Anteil von nichtmal 2% am gesamten Wetteinsatz wohl ein "Anstifter" ist.

    . MITTÄTERSCHAFT, theoretisch schon eher denkbar, aber bei eben nichtmal 2% des gesamten Wetteinsatzes aber auch ziemlich hoch gegriffen, denn der Anteil ist in meinen Augen nur ein Indiz für "Mitwisserschaft" und da sind wir wohl auch juritisch auf nahezu unmöglichen Eis. Während es an der Börse ja noch Insiderhandel juritisch gibt, so ist mir das bei (Sport)wetten wirklich unbekannt. Ich kenne sogar auch jemanden, der im Wettbusiness so tief drin war/ist, dass er schon Fußballergebnisse vorhergesagt hat, was ja schon alleine durch Quotenveränderungen auch wirklich machbar ist. Das ist dann schon im Prinzip ein sehr ähnlicher Umstand und wohl kaum strafbar. Erst recht, wo evtl. noch nichtmal klar ist (juritisch), wer nun wirklich der Wettinitiator bei Karabatic war, er oder seine Freundin, denn auch die kann ja eben "mitbekommen", dass einige GEGEN Montpellier wetten und hat sich dann eben angeschlossen.


    Du darfst mir aber nun gerne erklären, wo Du die Indizien siehst, dass man bei weniger 2% des fragwürdigen gesamten Wetteinsatzes, die eine Mittäterschaft oder gar Anstiftung begründen.

    Indizien sehe ich viel eher bei einem Bojinovic, der ja selbst laut eigenem Anwalt ein Spieler ist und von dem der Wetteinsatz noch nicht öffentlich genannt wurde. Wobei mir da ja auch noch viele Informationen fehlen, die die Staatsanwaltschaft schon haben sollte, wie eben den Wetteinsatz oder gar finanzielle Situation (bei Spieler ja öfters nicht die beste, siehe im Fußball T. Cichon).

    Gerade dann sollte er aber doch wissen, dass (a) auch Schiedsrichter mal einen schlechten Tag haben können und (b) dass es sich mit Fehlentscheidungen für und gegen das eigene Team über die Saison irgendwann ausgleicht.
    Dafür sollte ein Herr Brack eigentlich schon lange genug im Geschäft sein.

    Im oben stehenden Interview präsentiert er sich mit solchen Äußerungen aber eher wie ein schlechter Verlierer. Er hätte das ganze ja auch gerne moderater ausdrücken können, z.B. "die
    Schiedsrichter hatten heute auch nicht ihren besten Tag" oder so...

    Ich mag ihn ja sonst auch - aber mit diesen (in)direkten Anschuldigungen hat er sich keinen Gefallen getan. :nein:

    Ich hab das Spiel nicht gesehen, wer aber zu ner inhaltslosen Floskel greifen muss, der hat wohl nicht viele Argumente, denn "ausgleichen" ist nicht. Statistisch gibt's das nicht mit dem angeblichen Ausgleich, also ist so ne Floskel einzig und allein dafür da um Fehler kleinzureden.

    Wer nicht mitgespielt hat, kann nicht betrogen haben?
    Natürlich kann er das theoretisch, z.B. indem er entsprechend auf die einwirkt, die dann gespielt haben.
    Da käme dann gleich noch ein neuer Tatbestand hinzu.
    Nenne ich aber nur als Beispiel, nicht dass ich solches für gegeben halte.

    Natürlich kann man auch betrügen ohne mitzuspielen, wie erpressen, Schlafmittel in Getränke mixen, etc. ABER es war davon bisher nicht die Rede und bei dem geringen Wetteinsatz (von Karabatic und anderen Spielern) glaube ich an sowas keineswegs. Also was soll dann bitteschön der Grund sein, welcher das Festnehmen rechtfertigt?

    Es geht dabei nicht um die Höhe des Wetteinsatzes. In Frankreich ist Sportbetrug strafbar, unabhängig von den finanziellen Auswirkungen (im Gegensatz zu Deutschland, da geht es beim Betrug immer um einen Vermögensschaden) - und ich bin ziemlich sicher, dass da auch Spieler, die nicht mitgespielt haben, aber in die Planung involviert waren, ebenfalls verurteilt werden können.

    Genau, und welcher Ansatz gibt es für Sportbetrug, wenn besagte Spieler noch nichtmal mitgespielt haben? Klar, Vernehmung ist ja noch nachvollziehbar, aber 2 Tage "festnehmen"? Wäre der wetteinsatz 50.000 gewesen, so könnte ich es ja verstehen, weil da ein indiz für "Beeinflussung/Erpressung//etc." wegen des Betrages höher wäre, selbst wenn ein Spieler nicht spielte, aber die bisher bekannten Fakten rechtfertigen eine Festnahme in meinen Augen eben nichtmal im Ansatz. Auch Deine letzte Vermutung wird doch bei dem niedrigen Betrag extrem nebensächlich, oder glaubst Du allen ernstes, dass jemand, der ca. ne Mio +/- verdient für 3k Gewinn groß was plant/bei einer Planung mitmacht?!

    Und das in Frankreich die finanzielle Höhe eines Betrugs keine Rolle spielt, das glaube ich kaum. Wissen tue ich es freilich nicht, aber vorstellen kann ich's mir nicht.

    Ticker aus Frankreich zum Thema...meine Hauptinfoquelle...hätte ich doch nur besser diese doofe Sprache gelernt :cool:

    EN DIRECT. Paris truqués : l'avocat d'un joueur évoque «une erreur de la Française des Jeux»

    Wenn ich das richtig verstehe, bemängelt einer der Karabatic-Anwälte sehr deutlich, dass die zwei ja wegen Verletzungen gar nicht "betrügen" konnten, was man ja nur zu 100% bejahen kann.

    Im Teil von 14:05 ist vielleicht der Hauptgrund zu finden, der anwalt vom PSG-Spieler gibt zu, dass sein Klient, Bojinovic, ein "großer Spieler" ist. Sagt zwar deutlich, dass er noch nie auf handballspiele gewettet habe, nur ob man sowas glauben kann? Er erklärt dann auch, weshalb sein Klient gegen Montpellier gewette hat, sie hätten in HZ1 schon häufiger Schwierigkeiten in der Saison gehabt und dazu fehlten ja viele Spieler.

    Irgendwie erinnert mich das an einen Fußballer namens T. Cichon, da ist auch nur ein Teil öffentlich geworden, aber "Spieler" hat man nunmal schnell in der Hand, wenn jemand manipulieren will.

    Inzwischen muss ich sagen, dass ich vieles von der Vorgehensweise extrem mies finde. Ich bin zwar 100% überzeugt, dass hier geschoben wurde, aber wie die Justiz hier vorgeht, das ist schon extrem unterirdisch. Für 1.500 Euro Wetteinsatz (Karabatic-Brüder, sollte diese Zahl stimmen?!)jemand über Nacht festzuhalten ist schon ein starkes Stück, erst recht, wenn der Hauptvorwurf, bzw. die einzig mögliche Straftat, "Spielmanipulation" wegen Nichtmitspielens gar nicht von die Spielern begangen worden sein kann. Was das dann noch für Folgen hat bei solch öffentlichen Personen, das kommt noch extrem erschwerend hinzu.

    Ich wäre bei dem Wirbel um Karabatic auf jeden Fall nie von "nur 1.500 Euro" etteinsatz ausgegangen.

    na ja...ein wenig in der französischen Presse stöbern und nicht nur den hier veröffentlichten Teil und schon weiß man mehr...und das liest sich nicht gut...

    In Wettbüros war keiner persönlich, waren online Wetten, womit auch das Thema "Anonym-Wetten" erklärt sein dürfte, an Anonyme zahlt es sich auch ganz schlecht aus...

    Der Wettanbieter Française des Jeux (FDJ) hat den Stein ins Rollen gebracht. Der FDJ registrierte «ungewöhnlich hohe Wetteinsätze» auf das Spiel in Cesson und meldete diese den zuständigen Behörden. Während der Halbzeitpause seien besonders viele und hohe Einsätze auf eine Niederlage von MAHB getätigt worden. Laut «France 3» hat die Polizei in den 6 Monaten intensiver Ermittlungen herausgefunden, dass viele Wetten damals von Ehefrauen, Freundinnen und andere Verwandten der Spieler sowie von dem MAHB nahestehenden Personen getätigt worden seien. Den Haftbefehlen waren gezielte Abhöraktionen der Telefonate der Spieler vorausgegangen. Die Spieler seien "sicher gewesen, das Spiel zu verlieren". Auch von "dickem Geld" war die Rede.

    Sieht nicht witzig aus...

    Du hast absolut recht, dass man bei Artikeln aus 2. hand vorsichtig sein sollte, was ich wegen Bequemlichkeit nicht war.

    Nun habe ich mir etwas Mühe gemacht und auf lequipe.fr gestöbert und wohl nen Ursprung der Zahlen gefunden:

    {url="http://www.lequipe.fr/Handball/Actua…rruption/316795"]Quelle[/url]

    Das ist nun etwas differenzierter, wenn ich es richtig übersetzen. Zum einen wird bzgl. des Wettverhaltens nur explizit "Paris" genannt, somit also nur ein Teil, zum Anderen ist es aber sogar ein Zitat des Staatsanwaltes, also deutlich mehr Gewicht als irgendwo in nem Artikel die Behauptung von Internetwetten. Kannst mir da Diene Quelle mal nennen, denn das habe ich noch nicht gefunden, was Du geschrieben hattest.

    Auch taucht in dem Artikel ein Barmanager auf, der 25k gesetzt haben soll, also den wohl bisher größten Anteil. Bleibt da nun die Frage, handelte der auf "eigene Rechnung", sprich initierte das Ganze evtl. oder hat er nur als Gefallen für jemand mitgewettet? Hat er evtl. als Barmanager so manches mitbekommen, was nicht gerade im Sinne der Spieler (mancher) ist, öffentlich zu werden?

    Nur bleibe ich dann schon dabei, wie die Polizei bei doch so niedrigen Wetteinsätzen von 1.500 Euro (Karabatic-Brüder) da überhaupt überhören darf/durfte und wie die rausbekommen haben, WER da gesetzt hat, wenn das in 100 Euro-Tranchen in Wettbüros platziert wurde, was bei den Summen ja iederum auch absolut denkbar, möglich und auch sinnvoll (im Sinne des nicht erwischt werdens) wäre. 25k ist da schon eine ganz andere Summe.

    So gäbe das aber auch alles viel mehr Sinn, ein Welthandballer Karabtic erfährt, dass da was läuft. Etwas dagegen tun kann man auch kaum, erst recht, wenn man keine Spielerkumpel hinhängen will. Also denkt er halt, ein paar hundert Euro Gewinn, wovon man sich nen schönen Urlaub macht oder as auch immer, das geht ja auch im "kleinen Rahmen". Nachvollziehbarer, aber fataler Gedanke. So sah's vielleicht noch bei mehreren Spielern aus und schon hast solch eine Situation, die eigentlich kaum einer will und obwohl die das Geld ja auch nicht nötig hätten.

    Nur warum konzentriert man sich so sehr auf die Spieler, wenn mit 25k ein "Hauptwetter" bekannt ist? Da müsste man doch viel eher ansetzen.

    @Herectius,
    MEA CULPA, auch an alle Schwulen, der Satz war absolut nicht so gemeint, sondern wirklilch auf den Sachverhalt bezogen, wobei die Schwulenthematik im sport hier nur bzgl."Statistik" herhalten sollte.

    Ich skizziere das nicht. Ich weise nur darauf hin, daß es hier nicht bei einem "Du-Du-Du" bleiben wird, wenn es zu einer Veruteilung kommen sollte. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Sportbetruges. Es gibt jetzt einfach zwei Möglichkeiten für jeden Beschuldigten: beweisbar schuldig oder nicht. Ob das juristische einwandfrei bewiesen werden kann, diskutiere ich hier ja gar nicht. Das kann nur das Gericht klären. Aber wenn es bewiesen werden kann, bleibt es eben nicht bei einer Ermahung oder 6 Monate und Geldstrafe, sondern es geht hinter Schloss und Riegel, sofern die Formulierung aus dem Artikel richtig ist. Denn wenn das Strafmaß "drei bis fünf Jahre" beträgt, ist bei Schuldspruchkein milderes Urteil als drei Jahre Haft möglich. Das ist alles, was ich sage. Alle Konjunktive und Eventualfallschilderungen also bitte mitlesen.

    Es sagt aber doch keiner, dass dies abschließend vor Gericht entschieden wwird/werden muss und somit ist gerade bzgl. Strafe wieder alles denkbar. An Knast glaube ich ehrlich gesagt kaum, außer meine letzte Vermutung bestätigt sich, dass das Ding viel fauler ist, als anfangs geschildert.

    Zitat

    Daß durch - nicht nur - diesen Fall die derzeit sowieso katastrophale Außendarstellung des Handballs noch weiter zerstört wird und das gefühlte Vertrauen auf die Verlässlichkeit jedes Ergebnisses jedenfalls bei mir so langsam auf Nullniveau sinkt, ist noch einmal etwas anderes. Ich setze dabei eine erschlichene oder zu Unrecht erhaltene Spiellizenz durchaus mit anderen Arten von wettbewerbsverzerrendem Betrug gleich. Insofern steht der "Fall Montpellier" da nicht alleine.

    Sehe ich zwar auch so, doch leider ist das so etwas was sich Realität nennt. Da gibt's nunmal keine Fairness und Gerechtigkeit, LEIDER. Das ist komplett losgelöst vom Handball. Man kann max. hoffen, dass es nicht ganz so schlimm ist, bei dem, was man mag, hier Handball, und ich finde sogar, dass es hier noch geht.

    Zitat

    Ich persönlich fühle mich derzeit auch so ein bischen um mein Hobby betrogen. Bekanntlich sammle ich Spielergebnisse und bewerte diese statistisch. Je mehr manipulierte oder auch nur mutmaßlich und möglicherweise manipulierte Ergebnisse ans Tageslicht kommen, desto wertloser wird diese Arbeit und desto weniger Freude macht das alles.

    Die wahre Aufgabe könnte da doch sein, die statistischen Eier herauszufinden. Das immer betrogen werden wird, das steht für mich fest, alles andere wäre Träumerei. So wie es schwule Sportler gibt, so gibt's eben auch spielsüchtige und dagegen kannst Du wirklich nichts tun. Dazu kommen dann aber noch die ganzen anderen "Interessen", die ja leider auch vieles beeinflussen und eben oft nicht fair machen. Da kannst aber wirklich hinschauen, wo Du willst, Du wirst überall was/einiges finden. Jede Saison wirst Du viele "Merkwürdigkeiten" sehen (können), sicher mag davon sogar der Großteil nur Glück/Pech/Unvermögen/etc. sein, aber bestimmt nicht alles. Damit wirste leben müssen. Ich mag handball eben, weil ich es früher selber spielte, weil es einfach ein geiler Sport ist, viel Kraft, Power, etc. und daran wird sowas nichts ändern, vor allem ist es eh ein insgesamt unumgängliches Übel ist. Verfolgen tue ich solche Sachen dann aber schon, nur akzeptieren muss ich sie leider auch. Alleine wie Gummersbach noch in der Liga spielt, das hat ncihts von fair und der Verein war mir früher sympathisch, fair ist aber was anderes.

    @Hoelle-Sued:
    Meiner Meinung nach ist es noch zu früh sich Gedanken über die juristische Aufarbeitung und Beweisbarkeit der Vorwürfe zu machen. Die französische Polizei wird nicht ohne Grund über sechs Monate gewartet haben bis zur Festnahme der Spieler. Die französische Presse berichtet u,a, davon, dass in den Tagen vor der Festnahme die Telefone einiger Beschuödigter abgehört worden sein sollen. Wie viel Beweiskraft hinter den Festnahmen steckt wird sich in den nächsten Wochen zeigen.

    Gedanken machen, macht doch Spass ;)

    Wie aber gerade bzgl. des HW-Artikels schon geschrieben, sind Gedanken wohl mehr denn je erlaubt, vor allem weil das doch zum Himmel stinkt. Ich könnte auch sagen, die Spieler Karabatic und Co waren z.T. so clever die Summen in 100 Euro-Stückelungen zu setzen, sind dann aber so dumm bei dem niedrigeren Betrag am Tel darüber zu reden, ein halbes Jahr später?

    Und wie schon gesagt, woher wissen die überhaupt, dass eben die entsprechenden Spieler/Verwandten gewettet hatten, wenn passend gestückelt wurde? Und haben dann sogar ne Genehmigung zum Abhören bekommen?

    Das bei Montpellier was faul ist/war, das liegt auf der Hand, aber was uns bisher bzgl. des Skandals "verkauft" wird, das stinkt ebenfalls zum Himmel.

    Handballworld.com-Artikel gelesen und zwei Punkte stechen da in meinen Augen extrem heraus:

    Zitat

    ...
    Details nannte er mit Blick auf den ehemaligen Welthandballer Nikola Karabatic: "Er wird beschuldigt, 1.500 Euro abgehoben und über seine Lebensgefährtin gesetzt zu haben." Eine vergleichbare Situation gebe es bei seinem Bruder Luka Karabatic.
    ...
    Insgesamt sei ein Gewinn von über 252.880 Euro bei einem Gesamteinsatz von 87.880 Euro erzielt worden. Dies sei das Vierzigfache von dem, was sonst mit einer Handballwette umgesetzt würde. Darüber hinaus seien insgesamt 99,94 Prozent aller Wetten aus lediglich drei Regionen vorgenommen worden - aus Montpellier, Rennes und Paris. Die Wetten seien zudem innerhalb einer Stunde und jeweils in Anteilen von jeweils 100 Euro gesetzt worden, damit die Anonymität gewahrt bleibe.
    ...

    Da werde ich extrem hellhörig, denn das sieht evtl. nach mehr aus, bzw. diese Zahlen sind so komisch, dass sie eben hinten und vorne nicht zusammen passen.

    1. Karabatic-Brüder jeweils 1.500 Euro?! Zusätzlich gesetzt wurden aber ca. 85.000 Euro, es geht um 8 Spieler (bisher), wo ist da die ganze restliche Kohle von 80k? Bzw. wer soll da den Mammutanteil gesetzt haben?

    2. Innerhalb einer Stunde sind 85k in 100 Euro-Teilen gesetzt worden?! Also ca. 850 Wettbürobesuche von Frauen/Freundinnen/Verwandten innerhalb einer Stunde? Sorry, wer soll das denn bitte glauben?

    Und eigentlich noch ein
    3. Anonymität soll gewahrt worden sein, woher ist dann bekannt, dass überhaupt die Montpellierspieler über Verwandte/Frauen/Freundinnen gesetzt hatten?

    Da stinkt etwas aber extrem, so extrem, dass ich mir sicher bin, dass die Öffentlichkeit die Wahrheit nichtmal im Ansatz erfahren wird.

    Wieso wird eigentlich immer selbstverständlich davon ausgegangen, dass solche Skandale dem Handball schaden? Gehen seit Hoyzer weniger Leute zum Fußball? Schadet es der Formel 1, wenn Schumacher einem anderen Fahrer ins Heck fährt? Gibt es die Tour de France wirklich immer noch?

    In erster Linie bewirken solche Skandale zuänchst mal nur, dass der Handball in die Medien kommt und somit mehr Aufmerksamkeit erhält. Siehe auch z.B. diesen Artikel zu Bad news are good news.

    Auf der einen Seite ja nicht grundsätzlich verkehrt der Gedanke, aber auf der anderen Seite sehr gewagt udn mit einem Beispiel, "Tour de France" auch eigentlich genau das gegenteilige Beispiel angesprochen, denn der Radsport hat klar unter den Skandalen gelitten!!!

    Der Vorteil hier ist, dass es ein sehr begrenzter Skandal ist, das wird dann also kaum schaden, auch heir kann man die Tour de France nehmen, hätten nur 1, 2 gedopt, so wäre das komplett egal gewesen wie es anfangs ja auch erstmal war. Und hier haben offensichtlich ein paar Spieler einfach versucht ein paar Euros "Bonus" zu verdienen und sonst nichts. Gefährlicher wäre es, wenn da mehr flächendeckend wäre, was man bei aller Liebe nicht ausschließen kann, was eben so manche überraschende Ergebnisse, wie das Hereticus genannt, auch aufzeigt, bzw. aufzeigen kann. Sprich an eine absolute Ausnahme im Fall Montpellier glaube ich nicht, nur ist dann mehr die Frage nach Hintergründe/Motivationen von einzelnen Ergebnissen.

    Bzgl. der "Flächendeckung" noch was, was denkt ihr, warum ein "Hoyzer" und die paar kleinen "Wettbetrüger" aus dem ehemaligen Jugoslawien hingehängt wurden, aber viele andere Sachen nicht konsequent verfolgt werden? Gerade die riesige chinesische Wettmafia kommt immer schön ungeschoren davon?! Auch kann man vom Fußball wieder auf den Handball ableiten, im ganzen Handballgeschäft soll es keine Spielsüchtigen Spieler geben?! Unrealistisch, sprich sauber wird auch dieser Markt nicht sein, nur evtl. nicht so verhunzt wie der Fußball, das aber vor allem nur deshalb, weil es insgesamt um viel weniger Geld geht, die umsätze viel geringer sind und eine Beeinflussung durch einen Spieler deutlich schwieriger ist als im Fußball, etc.

    Ich glaube, einige haben den Ernst der Lage noch nicht ganz verstanden. Ohne jetzt das französische Strafrecht im Detail zu kennen, würde der untenstehende Satz (aus diesem HW.com-Artikel) bedeuten, daß die Herrschaften bei einer Verurteilung tatsächlich einfahren (wenn die Formulierung so stimmt):

    "Drei bis Fünf" heißt jedenfalls in Deutschland bei Schuldspruch mindestens drei Jahre einsitzen (das wäre das niedrigst mögliche Strafmaß, wenn der Strafrahmen bei drei bis fünf Jahren liegt), und bei einer Haftstrafe von über zwei Jahren wäre jedenfalls hierzulande keine Vorabbewährung (also Aussetzung der Haft) möglich. Ergo: Einfahren.

    Es geht hier nicht mehr um sportliche Belange oder Kaderplanung. MAHB ist erschossen. Denen kann seit Sonntag egal sein, ob Karabatic zu Paris oder nach Hamburg wechselt oder nach Katar. Alleine diese Vorwürfe haben MAHB schon erledigt. Daß die betroffenen Spieler nun teilweise schon am ersten Tag zugegeben haben, daß die Vorwürfe was das Wetten angeht zutrifft, bedeutet, daß MAHB diese Personen keinesfalls weiter beschäftigen kann, schon alleine damit die Vereinsverantwortlichen ihre weißen Westen behalten, denn das könnte auf anderer Ebene - wie im "wirklichen" (Geschäfts-)Leben - durchaus von Bedeutung sein. Damit stünde MAHB mit nur noch halber Mannschaft da. Wenn der Verein - wider Erwarten - doch etwas damit zu tun hat, ist er eh erledigt. MAHB ist, jedenfalls in der bisherigen Bedeutung, seit Sonntag Geschichte, daran können wir uns schon mal gewöhnen. Den letzten großen Auftritt durften die paar spärlichen Leute am Donnerstag in Flensburg bewundern.

    Und ich finde auch, daß das nicht nur für den Handball in Frankreich ein GAU ist sondern für den Handball im Allgemeinen. Auf welches Ergebnis kann man noch wetten (hihi), daß es sportlich zu Stande gekommen ist - wann war einfach nur die "Luft raus", wann brauchte die Frau des Torwarts ein neues Auto? Warum verliert Flensburg 2011 am letzten Spieltag mit sechs Toren gegen das sonst chancenlose Ahlen/Hamm? * Was kann man überhaupt noch glauben?

    * Ich will niemandem etwas anhängen. Es handelt sich dabei nur um ein besonders ungewöhnliches Ergebnis aus der jüngeren Bundesligazeit, das hier nur zur Veranschaulichung ausgewählt wurde.

    Vorab, ich bin kein Jurist und natürlich auch nicht im französischen Recht bewandert, denk aber immer daran, das sind die Leute, die diese Artikel verfassen auch nicht!

    Und was Du skizzierst ist gerade rechtlich doch extrem übertrieben! Das Wetten (was zugegeben wurde) ist rechtlich offensichtlich komplett irrelevant. Es bleibt einzig und allein die Frage des Betrugs, sprich "absichtlichen Verlierens". Da sind die verletzten Spieler dann schonmal ziemlich fein raus aus der Problematik, denn wie willst Du denen wirklich was anhängen, wenn sie nicht spielten? Gerade ein Nikola kann doch problemlos sagen, dass er sein Team eben gut kennt, er weiß, dass es schwer wird, wenn er nciht dabei ist und deshalb gewettet habe!

    Es bleiben also "nur" die Spieler, welche dabei waren und selbst da wird es schwierig, wenn keiner einknickt, etwas zu beweisen, erst recht, wenn selbiges Team ja schon vor dem Spiel gegen schwächere Teams verlor bzw. unentschieden gespielt hat. Es werden hier also wohl alle weiteren Indizien zum Betrug fehlen, außer eben den getätigten Wetten. Bei Wettbeeinflussung von Außen gibt es immer mehr, z.B. Telefonverbindungen, Beschuldigungen wegen Erpressungen, Geldflüsse neben den Wetten, abgehörte Telefonate, etc.

    All das wird es hier sehr wahrscheinlich nicht geben, also bleibt eben nur der "Verdachtsmoment", ich bin natürlich auch davon überzeugt, dass sie absichtlich verloren haben, aber sorry, das reicht nicht für eine Verurteilung in einem Rechtsstaat. Wobei es natürlich auch nicht die erste "merkwürdige" Verurteilung in einem Rechtsstaat wäre.

    Was bleibt ist am Ende die Sportgerichtsbarkeit und die sportliche Seite. Ein Nikola Karabatic wird aber sehr wahrscheinlich nicht vor die Tür gesetzt, denn für ihn gibt's immer eine "einfach Begründung", warum man ihn nicht rausschmeißt und eben zu ihm hält, er hat eben nicht gespielt und somit nicht manipuliert. Und Montpellier ist auch deswegen noch lange nicht erschossen, in 1, 2, 3 Jahren interessiert das keine Sau mehr, so ist eben nunmal unsere Gesellschaft. Ein paar Spieler werden fliegen, ein paar neue werden kommen und Fall erledigt. Was wohl vorerst angeknackst, bzw. kaputt sein wird, ist die Vormachtsstellung in Frankreich, aber sicherlich nicht mehr.

    Anders gefragt, glaubst Du an die unschuld vom THW Kiel bzgl. CL?! Ich nicht, hat's Kiel geschadet?

    Und was den schon aufgebrachten Vorwurf des "zu langen Festhaltens" angeht, das finde ich wesentlich spannender, denn sehr wahrscheinlich spielt auch das Karabatic und Co eher in die Karten, da wird dann auch juristisch bei den eher betroffenen/gefährdeten Spieler ein Vergleich geschlossen (und nichtmal im Ansatz was von Freiheitsstrafe, geschweige denn 3 Jahren), zahlt ein paar Euro und gut ist.

    Denen wird allen nichts oder fast nichts passieren bzgl. staatlicher Seite. Sportlich werden vermutlich ein paar Strafen ausgesprochen, die unterschiedlich hoch sind, 1-2 Sündenböcke ausgeschaut und das war's dann auch schon.

    Handball : Nikola Karabatic interpell aprs PSG-Montpellier

    außerdem wohl noch Honrubia und Bojinovic.

    Ich finde ja nun eher, dass die ganze Angelegenheit zum Himmel stinkt. Es scheinen für die Justiz ja genügend Verdachtsmomente vorzuliegen, dass so massiv vorgegangen wird. Die aus Montpellier sollten sich aber im Gegenteil eher bedanken, dass sie das Spiel noch in voller Mannschaftsstärke durchführen durften.... ;)

    Natürlich stinkt auch die Sache in Montpellier zum Himmel und für mich ist das kein Zufall, sprich es wurde "beschissen". Damit ist das aber ja noch nicht belegt und wenn ein Nikola Karabatic in dem Spiel nichtmal mitspielte, dann wird das schon extrem schwer ihm was anzulasten wie auch, selbst wenn seine Freundin Geld gesetzt hätte.

    Lequipe berichte auch darüber,

    Quelle

    Wenn ich das richtig verstehe, geht es um 8 Spieler, u.a. die Karabatic-Brüder, Wissem Hman, Michaël Robin, Dragan Gajic und Primoz Prost. Wobei die Freundin von Luka Karabtic wohl schon am morgen vernommen/abgeholt wurde, also in meinen Augen ein sehr fragwürdiges Verhalten der Polizei, ausgerechnet am Tag vor diesem wichtigen Spiel. Auch soll Nicola Karatics Freundin ebenfalls schon vernommen/festgehalten worden sein.

    Während sport1 von 5.000 Euro Wetteinsatz, woraus 200k gemacht wurden, sprach, steht in dem Artikel 70k, woraus 200k gemacht wurden.

    Egal wie man's dreht, der Zeitpunkt stinkt zum Himmel!

    Gerade auf Eurosprt beim CL-Spiel von Ermittlungen bzgl. Montpellier die Rede, wobei sie nicht viel sagten. Weiß da jemand mehr als das, was ich bei sport1 finden konnte?

    Der Handball ist sicher/leider alles andere als sauber, soweit bin ich absolut bei gerritsen, allerdings sind andere Sportarten bzw. gesellschaftliche Entwicklungen leider auch nicht groß besser. Im einzelnen werde ich das mal mit dem Fußball vergleichen,w eil ich da eben noch am meisten weiß. Zu Basketball, Eishockey, Volleyball oder was auch immer kann ich nichts sagen weil mir das wissen fehlt, sauber wird's aber auch da nicht sein und je mehr Kohle, vermutlich desto unsauberer.

    Hallo,
    ich möchte nicht allzu pessimistisch klingen, aber dieses Spiel dient doch ziemlich eindeutig dem Zweck, den Letzten und Vorletzten zu bestimmen. Für den Sieger, den TV Neuhausen, mag es einen Motivationsschub durch den Sieg geben, aber in Ermangelung einer wirklich konkurrenzfähigen Mannschaft wird es nicht viele solcher Erfolgserlebnisse geben.
    Meines Erachtens befindet sich der Handball ganz allgemein in einer wirklichen Krise, für die es einige Gründe gibt. Zunächst dafür verantwortlich ist die Tatsache, dass die Leistungsunterschiede zwischen den Bundesligamannschaften innerhalb der letzten 10 bis 15 Jahre permanent angewachsen sind und es kaum noch (auch wenn DSF und Eurosport es anders darstellen) wirklich offene Spiele gibt. Dies ist sicherlich derselben Tendenz geschuldet, die auch im Fernsehen den Ton angibt, und die von der der Macht der vollen Tasche ausgeht, mit dem Unterschied, dass man im Fußball auch mit einer spielerisch unterlegenen Mannschaft gewinnen oder unentschieden spielen kann, wenn man sich geschickt anstellt (siehe Bayern-Chelsea).

    Das der Handball weniger vom Zufall abhängt, als eben der Fußball, das kann man nicht wegdiskutieren und liegt einfach an Art und Weise des Sports und den dadurch erzielten Toren. Ein Fehler mit tor hat im Fußball riesige Auswirkungen, beim handball dagegen sind's kleinere, durch die vielen Tore pro Spiel eben leicht korrigierbar. Das ird sich auch nicht ändern lassen ohne die Sportarten extrem zu verändern.

    Was nicht so klar ist, sind sehr wohl manche Ergebnisse. Wie gestern der Sieg vom HBW gegen Gummersbach oder der Punkt von Minden in Göppingen. So klar ist die Liga nun auch nicht, relativ klar dagegen sind leider die "Korridore", sprich Meister/Meisterschaftskampf, Mittelfeld und Abstiegskampf, bzw. Absteiger. Aus einem Korridor bricht normal keine Mannschaft aus, ja nichtmal nach unten, zumindest nicht sportlich. Gibt's finanzielle Probleme, dann gibt's mal Abstürze, aber eigentlich nur dann.

    Dieses Problem kann man aber kaum angehen, außer man würde ne Art "Einheitsetat" beschließen, beispielsweise 2 Mio max für alle. Sowas ist aber nun auch ziemlich unrealistisch.

    Auf der anderen Seite muss man aber auch sagen, dass ein HBW sogar irgendwie so nen Ausbruch nach oben ganz ohne Finanzspritzen/finanzielle Zuwendungen wegen "Spielzeug" geschafft hat, denn so lange bundesliga hätte einem HBW wohl niemand vor ein paar Jahren zugetraut. Verbunden ist das aber wohl mit nem "Trainer-Genie" Brack, und bleibt wohl was sehr seltenes.

    Zitat

    Was aber viel schwerer wiegt, ist die Tatsache, dass beim Handball deutlicher als bei anderen Sportarten die Korruption blüht. Beispiele gibt es wie Sand am Meer (besonders extrem Kuweit-Südkorea; dort gab es so viel Betrügerei, das es, wenn es genug Menschen interessiert hätte, Stoff für einige Satiresendungen gegeben hätte), aber da der Ober-Mafioso (Musstafa) ganz oben sitzt und (man glaubt es kaum) sich dort hält, obwohl jeder weiß, dass es im Lexikon bei dem Begriff ,,korrupter Funktionär" ein Bild von ihm zu sehen gibt, wird sich in dieser Hinsicht nicht viel ändern.

    Deutlicher Korruption als in anderen Sportarten? Warum? Weil da mehr drüber geredet wird oder weil es Dir eben mehr auffällt, da Handball für Dich Sportart Nr. 1 ist?

    Vergleichs doch mal mit Fußball und nimm dort allein die letzte WM-Vergabe! Oder die Dinge in Italien vor ein paar Jahren um juve und Co oder die Aufklärungsversuche ( :D ) im Rahmen der letzten WM-Vergabe oder das Zuschantzen von Länderspielen an Spieler zwecks MW-Steigerung oder der Umgang mit leistungssteigernden Mitteln, sprich Doping, seit Jahren/Jahrzehnten, etc. Nene Handball ist nicht exklusiv besonders schlecht, leider sind doch alle extrem "mies".

    Zitat

    Ein weiteres Beispiel für den Dilettantismus der Funktionäre stellt m. E. das Lizenzierungsverfahren des DHB dar, bei dem man sich fragen muss, wer in aller Welt Kontrollen durchführt, die einem Verein Unbedenklichkeit für ein Jahr bescheinigt, der dann fröhlich nach einem satten Monat Insolvenz anmelden muss.

    Klar, das ist und bleibt krass, aber auch hier:

    BVB anfang des Jahrtausends: Der Verein war pleite, ohne ein Millionenverzicht der Molsiris (?! stimmt der Name?) - Investoren wäre in der Saison das Licht ausgegangen. Wohlgemerkt bei einem damaligen Spitzenverein, Nr. 2 in Deutschland, einer AG, wo man das schon sehen, ahnen konnte, wenn man GBs halbwegs lesen kann.

    Schalke vor 2 Jahren und davor: Im Oktober, also ähnlicher Zeitraum wie hier, wird vom riesigen Mio-Loch gesprochen, welches nur per "Staat" (GEW - ich hoff der Namen stimmt) geschlossen werden kann, und schon Jahre davor ist man immer am Rand der Insolvenz, wie ein ehemaliger Manager mal zugab, dass man eigentlich bilanziell fertig war. Die Lizenz gab's und gibt's immer wieder.

    Und da kannst noch problemlos weiter machen, egal ob Lautern, Hertha,...

    Noch krasser wird's für mich, wenn man da dann international schaut und ein RCD Mallorca die Teilnahme am europäischen Geschäft verweigert wurde, ein FC Malaga aber diese Saison CL spielen darf, obwohl sie auch riesige Lasten drücken, weil einer keine Lust mehr aufs "Spielen" hat.

    Also auch hier, Handball ist nicht exklusiv schlecht, nein, wo es noch um viel größere Geldsummen geht, ist's auch nicht besser.

    Zitat

    Darüber hinaus ist kaum zu ertragen, wie mit dem Skandal um das CL-Finale 2007 umgegangen wird. In dem Prozess zu diesem Spiel, der nur dadurch möglich wurde, dass Schwenker sich von seiner Frau trennte und sich die Neue nicht mit Nokas Frau verstand, wurden Fragen gestellt und Tatsachen festgestellt, die recht eindeutig nach dem normalen Menschverstand in Richtung einer (wohl nicht spielerisch benötigten) Schirimanipulation zeigen, aber es schien vorher so und erst recht nach dem Prozess, dass jedermann (der was zu sagen hatte), einfach nur heilfroh war, dazu nichts mehr sagen zu müssen. Das Gegenteil ist der Fall. Wenn man davon ausgeht, dass Geld die (Handball)-Welt regiert, ist in diesem Zusammenhang besonders eindrucksvoll, dass sich der THW in diesem Jahr mit der Prämie für den CL-Sieg Jicha kaufte, der beim TBV Lemgo einen Vertrag hatte und alles andere als billig war. So schließt sich der Kreis und der THW kann allen Ernstes noch für Sponsoren interessant sein und hat ein ziemlich gutes Image.
    So was gibt´s nur im Handball.

    Gerardo

    Ja, leider ectrem schlecht sowas, aber was exklusives? Leider NEIN!

    Bayer Leverkusen und der erkaufte Klassenerhalt mit der Rolle von Ansgar Brinkmann oder gar offensichtlichem, wie viele Mios für nen "Club-Spieler", die bei sowas erst recht hinterfragt werden sollten. Passierte da was außer Einstellung des Verfahrens?

    Oder die Schiriaffäre um Amerell/Kempter und was da dann noch alles hinter hängen muss. Aufklärungswillen, FEHLANZEIGE, nein sogar ein Jurist an vorderster Front (Zwanziger) entfremdet sich jeglicher juristischer Unschuldsvermutung und bezieht direkt Stellung.

    Oder wenn es um "Wetten" geht, bei so kleinen Fischen wie Hoyzer werden Ergebnisse präsentiert, aber wirklich gebohrt? Nichtmal im Ansatz. Da würde ich sogar den Handball als sauberer bezeichnen, aber nicht weil besser gearbeitet wird, sondern schlicht wegen der Eigenheit der Sportart, die bzgl. Mannschaftsstärken/Überraschungen als negativ bezeichnet werden kann und im Fußball Überraschungen einfacher möglich sind, so ist ein Handballspiel schwerer zu manipulieren als ein Fußballspiel. Natürlich nicht unmöglich und bei ähnlich starken Mannschaften ist's auch nicht so schwer, aber im Fußball ist's eben noch einfacher. Ein Schiri kann doch einfach bei ner Ecke wegen Ziehen/Schieben/Drücken auf den Punkt zeigen und Fall erledigt. Beim Handball natürlich auch so einfach möglich, nur die Auswirkung ist viel kleiner.

    Sprich, vieles ist sicher schlecht im Handball, leider, aber woanders ist es nicht besser, das ist dann ne Illusion, wenn man so denkt.

    Das Post im Spielethread von Tusem-TVN fand ich ganz gut und auch diskussionswürdig, nur dort eben nicht richtig aufgehoben, weshalb ich damit hier nen neuen Thread aufmache:

    mit bisher folgender Antwort:

    Jedes Ligaspiel dient dazu, den Tabellenplatz der beteiligten Mannschaften zu bestimmen. Das ist der Zweck der Übung. Deine Grundsatzkritik ist bestimmt nicht ganz falsch, aber kommt ein bischen unstrukturiert daher und ist hier auch nicht im richtigen Thread. Dazu gibt es zahlreiche andere Threads im BL-Hauptforum. Statistisch betrachtet nimmt die Zahl der Punkte, die Teams aus dem unteren Drittel gegen Teams aus dem oberen Drittel gewinnen, übrigens seit einigen Jahren wieder zu. Chancengleichheit ist das noch lange nicht, aber es gibt tatsächlich einen Aufwärtstrend, auch wenn der so gering ist, daß er über die ganze Saison kaum wahrgenommen ist.

    Das stimmt, und es ist auch die längste Spanne zwischen zwei Siegen (11.Dezember 1977 gegen Göppingen). Für den TVN endet damit auch die längste Serie siegloser Spiele (die letzten 19) und er hat - achtung!- seinen Siegesserienrekord damit schon eingestellt, denn in den drei bisherigen Spielzeiten hat er in der Bundesliga noch nie zweimal nacheinander gewonnen (1974 und 1976 gab es zweimal drei Punkte aus zwei Spielen, das wars aber schon).

    Der TuSEM ist dagegen aktuell dabei, so gut wie jeden Negativrekord der Bundesliga zu überbieten. Dies war die 26. BL-Niederlage nacheinander (mittlerweile einsamer Rekord), das 30. sieglose Spiel nacheinander (auch Rekord*) und die 16. Heimniederlage in Serie (ebenfalls Rekord).

    * Bei den sieglosen Spielen gab es noch Schutterwald 1999/00, die sportlich gar kein Spiel gewonnen hatten (2 Remis, 32 Niederlagen), aber sie haben eine Partie gegen Wallau als Sieg gewertet bekommen, die diese Serien unterbricht.